M.M.n beschäftigt sich das Gedicht "der Idiot" mit der destruktiven sehnsuchtsvollen Zerissenheit eines Menschen,
der es nicht schafft das Auf und Ab seiner Gefühle durch Vernunft zu bändigen, sodass ihn sein eigenes Feuer, das er
U.U noch mit Drogen zusätzlich anheizt, verzehrt.
Der Expressionistische Sprachstil ebenso, wie das geschilderte Szenario einer extatischen Sternenreise durch die Nacht,
die ihren Höhepunkt und ihr Ende in der Auflösung des "Idioten" bzw. des "Ichs" im grellen Licht findet, machen das Gedicht
zu einer traumartigen Vision, die schwer zu entschlüsseln ist, weil sie sich in den sinnlichen Eindrücken des Augenblickes
verliert.
M.M.n macht genau diese Selbstauflösung des imaginierten Protagonisten denselben zum Idioten, der dem Rausch nicht
gewachsen ist und zu verglühen droht.
Der Autor verzichtet bewusst auf sprachliche Eingrenzung der Situation, indem er weder reale Personen noch Schauplätze
entwirft. Seine sprachlichen Wortkaskaden erzeugen beim Leser das Gefühl einer sich bis ins Dramatische steigernden
emotionalen Bewegung, ohne Ursache und Wirkung konkret darzustellen.
Mir vermittelt das Gedicht ein schwer greifbares kräfteraubendes Taumeln, aus dem der Idiot erst unsanft befreit wird als er hart aufschlägt, weil das grelle Licht der Erkenntnis, Weisheit, etc... in blendet.
Da das Licht ist ein starkes Symbol für allumfassende Wahrheit und das Gute ist, glaube ich, dass der Autor vermitteln
will, dass der irrende, ewig suchende Mensch erst dann den Zustand der Getriebenheit und Unmündigkeit, die wesentliche
Züge der Idiotie sind, überwinden kann, wenn er den Mut findet sich dem Licht der Wahrheit zu stellen.