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Gedichte einer 15jährigen

  • Starter*in Starter*in .darkkeks.
  • Datum Start Datum Start
D

.darkkeks.

Gast
Hi,
Ich habe hier mal einige meiner Gedichte für euch. Sie sind so im Zeitraum Oktober 04 - März 05 entstanden, in der Zeit wo ich besonders depressiv war. Da war ich auch noch 14.
Vielleicht tue ich auch irgendwann demnächst noch meine neuen Gedichte hinein, Liebesgedichte die ich im Juni 05 geschrieben habe.


Rufe nach Glück

Ein weiterer Tag
Ein neuer Ruf
Ein Hilfeschrei
Nach Glück
Nach Hoffnung

Ein weiterer Tag
Ein Rückschlag
Ich will das nicht
Wo ist Hoffnung?
Wo ist Glück?

Egal wie
Egal was
Ich auch tu'
Die Frage bleibt
Ich finde keine Ruh'

An diesem Tag
Wieder ein Rückschlag
Ich will das nicht
Weiß nicht weiter
Nichts wird Glück

Der nächste Tag
Trauer und Wut
Familie und Freunde
Ein neuer Ruf
Nicht gehört.

Warum?
Wieso?
Ein Hilfeschrei
Nach Glück
Nach Hoffnung.

Der Tag nach mir.
Kein Rückschlag.
Nie wieder.
Die Frage bleibt.
Lässt mich nicht in Ruh'

Ich weiß nicht weiter
Nichts war Glück
Wo war Hoffnung?
Es geht nicht
Ich kann nicht zurück

Der letzte Tag
Er war
Vergangen
Weitere Rufe
Nach Glück.


Fortsetzung Rufe nach Glück (Nach einem Tränenausbruch meiner damaligen besten Freundin, nachdem ich ihr sagte, wie gerne ich Tod wäre)

Wieder ein Tag
Ein Schrei
Tief in mir
Doch meine Stimme
Weg. Weint.

Verlust.
Wo bist du?
Wieso und wie
Konnte das sein?
Ich wollte das nicht.

Es tut mir leid.
Ich kenn'
Mich doch nicht.
Nicht mehr.
Kein Sinn. Wo?

Du weinst.
Wieso?
Verzweiflung?
Ärger? Wegen mir?
Ich kann doch nicht.

Ich habe dir
Zu viel gesagt
Es tut mir leid.
Ich wusste es nicht
anders.

Verstehen
Ist nicht.
Ihr müsst, das ist
Ich kann nicht
Stehe hier.

Allein.
Wo seid ihr?
Es ist so dunkel.
In mir.
Wo? Wo nur?

Wieso seht ihr
Das Licht?
Wo ist es?
Wo nur?
Wo?

Und warum...
 
Rennen

Ihr rennt und rennt
Ihr denkt, nur Rennen lohnt
Ihr rennt, ihr wisst es nicht besser.
Begreift ihr denn nicht, was wirklich lohnt?
Ihr rennt, weil ihr denkt
Es gibt nichts Anderes, nichts.
Ihr rennt, weil ihr nicht begreift.

Ihr rennt und rennt
Ihr denkt, ihr wisst warum ihr rennt
Verbissen, sucht ihr nach dem Grund
Warum ihr so rennt?
Um euer Leben, wie ihr sagt.
Ihr rennt, weil ihr nicht begreifen wollt.

Ihr rennt und rennt
Ihr denkt, es bringt etwas
Davonzurennen.
Ihr rennt, ihr verdrängt
Ihr rennt, ihr wollt es nicht anders.
Lasst wenigstens uns los.
Wir wollen nicht Rennen.
Wir sind nicht ihr.

Ihr rennt, und hört Schreie
Von hinten, von uns.
Ihr habt Angst um euer Leben, wie ihr sagt.
Ihr rennt, ruft uns
Wir sollen Rennen.
Ihr denkt, wir rennen
Weil ihr uns ruft.
Ihr rennt, hört unsere Schreie
Ihr hört nicht genau.
Wir schreien nicht, wir sind glücklich.

Ihr rennt und rennt
Ihr rennt, wieso? Das tut doch weh
Wir ruhen uns aus
Wir rennen nicht mehr weiter
Weil wir verstanden haben
Das Rennen nichts bringt.
 
Ohne Namen

Mein Leben, Angst umschnürrt meine Kehle
Sonnenlicht strahlt durch mein Fenster
Doch Sonnenlicht strahlt nicht in meine Seele
Es strahlt nur durch das Fenster

Ich sitze hier, in mir regnet es nur
Die Sonne, sie schafft es nicht
Angst liegt um meine Kehle, wie eine Schnur
Mit jedem hellen Tag, mit jedem neuen Licht

Die Schnur, sie tut mir so schrecklich weh
Ihr lacht und macht Vorwürfe
Ihr ignoriert, wie sehr ich auch wein' und fleh'
Wenn ich doch gehen dürfte

Ihr lacht, ihr weint, ihr ignoriert
Egal, was ich euch sag'
Wenn ich erst weg bin, tut ihr schockiert
Ihr macht mir Vorwürfe, wieder, weil ich dann lieg' im Grab

Warum geht es mir so?
Und weshalb ignoriert ihr das?
Es tut mir leid, ich wünsch' mir den Tod
Was bleibt auch sonst? Was?

Ein Nichts, glaubt mir, irgendwann wisst ihr es auch
Die Schnur, die um die Kehle liegt ist immer da
Irgendwann habt ihr auch dieses Gefühl im Bauch
Und fühlt die Schnur, ganz nah

Und ihr werdet weinen und schreien
So wie auch ich, die ihr ignoriert habt
Doch es kann Regnen, es kann schneien
Nun wisst ihr, was ich damals gefühlt hab'.
 
Stumm und Blind

Nicht alleine sein
Hilflos sein
Ein Schrei
Schnürrt meine Kehle zu
Will weinen, schreien
Bin ich allein?
Sagt doch was
Es ist so dunkel
So still
Ich will nicht schreien
Nicht die Ruhe stören
Wohin mit dem Schrei?
Brennende Kehle
Wo ist das Licht?
Wo seid ihr?
In mir die Bilder
In ihnen Licht, Sonne
Sie verschwimmen
In meinen Träumen
Sind sie wieder da
Ich kann nicht
Vergessen, nie
Warum?
Ich will es doch
So sehr
Unendlich
Frei sein, doch
Wann?
 
Gedankenkarussell

Gedankenkarussel
Keiner fährt mit
Nur ich

Es fährt viel zu schnell
Ich komm' nicht mehr weg
Hab' Angst

Mir ist schlecht
Um mich nur Dreck
Gedankenkarussell

Alles dreht sich
Auch ich
Es fährt viel zu schnell

Keiner versteht
Keiner drückt den Ausknopf
Mir bleibt nur die eine, letzte Chance

Weil es nicht anders geht
Wieso?
Wann fährt jemand mit?

Ich kann nicht mehr...
 
Kein Platz

Kein Platz auf dieser Welt
Kein Ohr, das hört
Kein Auge, das noch sieht
Kein Platz auf dieser Welt
Nur noch Schreie
Dock kein Ohr das hört
Nur noch Angst
Doch kein Auge das sieht
Wo ist es geblieben?
Das Licht. Der Platz.
Ist alles schon verloren?
Nur noch Dunkelheit
An diesem schrecklichen Platz
Wo ist es geblieben?
Kein Ort auf dieser Welt
Wo Platz ist
Mit Licht und Hoffnung
Doch ihr, ohne Ohren und Augen
Ihr lauft davon und zieht uns mit
Wir reißen
Wir zerren
Wir wollen nicht mit
Wohin denn auch?
Nur Hoffnung auf Platz
Nur Hoffnung auf Licht
Woanders
Wann versteht ihr es auch?
Wollt ihr es nicht?
Wieso?
Warum?
Was ist es?
Was euch lässt Leben?
Die Tränen, seht ihr sie nicht?
Sie leuchten Rot
In den Augen, die sehen
Die sehen, was bleibt
Was?
Tod
 
Schreien und Rennen

Verstehen kann man in der Schule
Verstehen kann man auf der Welt
An einem Ort reicht kein Verständnis
Auch wenn es euch nicht gefällt.

Die Welt ist dunkel, voller Angst
Die Einen rennen, sie wissen's ja nicht besser
Die sehen nicht, wenn du nicht mehr kannst
Sie rennen, sind taub und blind, wissen's nicht besser

Das Leben, es endet doch eh irgendwann
Wieso sich quälen, und Rennen?
Rennen, bis man einfach nicht mehr kann
Rennen, weil sie es nicht anders kennen.

Bin ich allein in der Dunkelheit, im "Vortod"?
Im endlosen Nichts, der Welt ohne Sinn?
Man sagt, es gibt so viele And're in sichtbarer Not
Sieht denn keiner die Tränen, die rennen bis zum Kinn?

Muss man wirklich erst soweit sein? Sterben wollen
Bis man es wirklich begreifen kann und dann auch muss
So plötzlich, aus Wollen wird Sollen?
Erst dann, bei jedem kommt der Frust

Man sieht ein, das Rennen nichts gebracht hat
Man bleibt stehen und sieht weinend zurück
Die Frage, warum man das gemacht hat
Steht und man schreit im Stehen nach Glück

Glück, was ist das? Stehen oder Rennen?
Beides bringt einen nicht weiter.
Man sagt, die Kehlen der Stehenden brennen
Man sagt, die Rennen tun heiter.
 
Lärm

Lärm
Lärm um mich herum
Ich lärme mit
Doch meine Seele bleibt stumm
Zu laut
Für meine Ohren
Ich hoffe auf Stille
Stille am Morgen
Wie laut es wohl wäre
Würden die Seelen auch lärmen
So unerträglich
Wann wird es still werden?
Verstehen, Lachen
Alles zu laut
Doch was bringt es
Wenn keiner zu den Ruhigen schaut
Und an Glück glaubt
An Leben, an Frieden
An Stille, an Tod
Die Tränen, die fließen
Die Augen sind rot
Geweint, das habe ich
Allein, in der Dunkelheit
Ich will mich doch wehren
Doch die Seele, sie schreit
So laut
Will raus, will weg
Was will ich noch hier?
Die Seele im Dreck
Gequält, wie ein kleines Tier
Die Wolken
Sie ziehen
Nehmt mich doch mit!
Ich will von hier fliehen!
Die Kraft reicht nicht aus
Die Seele, sie schreit
Sie will doch hier raus
Nur Tod ist, was bleibt
 
Leben

Leben
Eine Hölle
Man kann wählen
Hölle und Himmel
Ohne Gericht

Leben
Nach Tod streben
Das ist das Ziel
Kein Märchen
Keine Glücksgeschicht'

Leben
Erst nach Tod
Das ist der Grund
Wir sind nicht geboren
Erst nach Tod

Leben
Der Himmel
Noch so weit
Ich greife danach
Die Augen rot

Leben
Was ist das?
Wann ist es da
Das Leben?
Muss man erst sterben?

Leben
Ein Atemzug
Ein Lebenshauch
Kommt er erst?
Alles in Scherben

Leben
Ist das ein Muss?
Diese Welt
Gar kein Leben
Sondern erst danach?

Leben
Findet man erst
Jeder dann
Und erst dann
Wenn alles zerbrach'

Leben
Nur ein Wort
Leben wie Tod
Statt Leben
Bleibt nur eines am Ende

Der Tod
 
Und noch das letzte, was ich gefunden habe. Der Abschluss zum Ganzen.

Ohne Namen.

Man muss andere verstehen
Ihnen Recht geben, glauben

Man muss für andere lachen
Weinen und Schreien ist nicht

Meine Kehle schreit und schreit
Doch zu wem?

Niemand hört die Rufe, Schreie
In der Nacht, im Dunkeln

Sind blind und taub
Denken, sie verstehen, sagen, sie verstehen

Man muss andere verstehen
Es ist ein Muss, kein Will oder Kann

Doch wer versteht mich?
Wer hört die Rufe, Schreie?

Ich ruf' in der Nacht, im Dunkeln
Tonlos, ganz still

Tränen laufen, Augen brennen
Seele schreit

Doch keiner hört
Wie sehr die Seele schreit

Sie schreit, will aus ihrer Hülle
Eine Hülle, so zerstört und kaputt

Nur einer hört
Die Seele selbst

Ist es der einzige Weg?
Kann kaum noch atmen, es tut so weh

Man muss andere verstehen
Ihnen Recht geben, glauben

Hoffen, sie hören die Rufe
Doch keiner kann mir sagen was ich suche

Ist es der Tod?
 

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