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Gedankenkreisel durchbrechen

Drache Grisu

Aktives Mitglied
Wie kann ich es schaffen, dass ich nicht mehr immer und immer wieder in die selben Gedankenkreisel falle? Nicht immer und immer wieder die selben Gedanken habe, die ich an sich nicht haben möchte, denen ich keinen Raum geben möchte..... Aber trotzdem drängen sie sich mir immer wieder, teils täglich auf und halten mich so von verschiedenen Dingen ab und rauben mir meine Konzentration.... Ich möchte diesen Gedanken keinen Platz und keinen Ort geben, aber trotzdem passiert es immer wieder aufs neue, ganz von alleine.
 
Wie kann ich es schaffen, dass ich nicht mehr immer und immer wieder in die selben Gedankenkreisel falle? Nicht immer und immer wieder die selben Gedanken habe, die ich an sich nicht haben möchte, denen ich keinen Raum geben möchte..... Aber trotzdem drängen sie sich mir immer wieder, teils täglich auf und halten mich so von verschiedenen Dingen ab und rauben mir meine Konzentration.... Ich möchte diesen Gedanken keinen Platz und keinen Ort geben, aber trotzdem passiert es immer wieder aufs neue, ganz von alleine.
Mein Therapeut hat gesagt, Gedanken dürfen sein, sie kommen lassen, sie verweilen lassen und wieder ziehen lassen. Meistens sind es Gedanken, die einen belasten, deshalb gebe und erlaube ich mir am Tag nur so 30 Minuten intensive Zeit für diese Gedanken, den Rest des Tages beschäftige ich mich mit anderen Gedanken.
 
Wie kann ich es schaffen, dass ich nicht mehr immer und immer wieder in die selben Gedankenkreisel falle? Nicht immer und immer wieder die selben Gedanken habe, die ich an sich nicht haben möchte, denen ich keinen Raum geben möchte..... Aber trotzdem drängen sie sich mir immer wieder, teils täglich auf und halten mich so von verschiedenen Dingen ab und rauben mir meine Konzentration.... Ich möchte diesen Gedanken keinen Platz und keinen Ort geben, aber trotzdem passiert es immer wieder aufs neue, ganz von alleine.
Hast du die Thematik mal mit deinem Psychodoc besprochen? Vielleicht kannst du deine Medikation dementsprechend umstellen.
 
Das Problem ist, dass ich dieses Zeitlimit nicht einhalten kann. Es ist zwecklos, wenn ich mir sage, dass ich am Tag nur eine halbe Stunde darüber nachdenke... Zwar sage ich dann innerlich "so, das war's!" Aber dann kommen sie wieder und ich bin nicht stark genug, sie dann auf die Stille Treppe zu schicken.

Die Tabletten die ich verschrieben bekommen habe, waren aufgrund einer anderen Sache die sich nun erübrigt hat. Deswegen bin ich da mittlerweile in der Ausschleichung. Ich war schon immer jemand, der grübelte, aber ich kann mich noch gut dran erinnern, dass es als Kind bis in ungefähr die 5. oder 6. Klasse so "unschuldige" Grübeleien waren... Warum ist eine Banane krumm, der Ozean blau, woher wissen Hummeln, wo die Blüten sind....
 
Ich kreisle auch gern mit Gedanken. "Grübeln".
Allerdings nur im Sitzen oder vor dem Einschlafen. Also in Ruhe.
Dann raffe ich mich auf und beschäftige mich mit etwas, das mich ablenkt.

Oder auch so ↓
 
Worüber grübelst du denn nach? Verstehst du den Sinn hinter den sich im Kreis drehenden Gedanken? Manchmal hilft es auch, etwas "zu Ende zu grübeln", auch wenn das ewig dauert, aber dann lässt es sich abschließen.
Anderes bleibt als Thema einfach da, manches wird man einfach nicht los oder braucht Jahre. Nach meiner Erfahrung hilf da Akzeptanz manchmal am besten: Ist blöd, anstrengend, zeitfressend. Aber so isses halt.
Und manches lässt sich vielleicht doch über Methoden wie Gedanken-Stopp etc. ein bisschen eingrenzen.

Vielleicht ist es hilfreich nicht nach der einen Lösung zu suchen, sondern für unterschiedliche Themen, unterschiedliche Varianten zu testen. Und eben akzeptieren, dass eine gewisse Grübelei auch zu dir dazu gehört. Zumindest in der aktuellen Lebensphase.
 
Du kannst "Das Anti-Grübel-Buch: Gedankenzähmen für Einsteiger" von Bona Lea Schwab mal ausprobieren. Mir hat das irgendwann tatsächlich kurzfristig geholfen, aber mittlerweile kann ich mich an den Inhalt garnicht mehr so erinnern. Im Prinzip ist es wohl immer das Gleiche, egal zu welchem Therapeuten*in du gehst:
- "GrübelSTOP üben" - also wenn du merkst du grübelst, dir ein Stop-Schild vorstellen und ausmalen in Gedanken und was anderes suchen (irgendeinen Reiz, was schönes (nicht ritzen oso!), Atemübung, Spaziergang, Fokus verschieben)
- tatsächlich langfristig hilfreich ist meines Wissens / Erfahrung nach: Achtsamkeit & Akzeptanz, das ist aber ein Prozess (genauso wie Meditation) den du immer wieder üben musst und der dich Zeit und anfangs evtl. sogar mehr Energie kostet (also z.B. zu akzeptieren, ich denke gerade xyz und dann freundlich loslassen... also sich klarmachen "diese Gedanken sind nicht mein Wesen, sie sind mein Gehirn / nur ein Teil von mir, danke dir Hirn dass du da bist auch wenn wir uns nicht immer gut verstehen" und das "wegdrücken" nicht funktioniert, es wird sonst immer wieder kommen, eben weil das Hirn irrwitzigerweise immer nach Lösungen sucht, auch da wo's keine gibt... also zumindest bei vielen Menschen ist das so) Bei "negativen Gefühlen" (was ist das überhaupt? Typische Hirnfrage... ;-)) ist das übrigens ähnlich, mit dem Unterschied dass dort nicht nach einer Lösung gesucht wird sondern ein Gefühl gefühlt & nicht ignoriert werden will und nicht geht vorher... just my #2cents
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Bild aus einer Meditationsanleitung fand ich sehr hilfreich: Man soll sich Gedanken wie Wolken vorstellen, die man beobachtet, wie sie vorbeiziehen.
Das heißt, man FOLGT den Gedanken nicht. Man spinnt sie nicht weiter. Man beobachtet sie nur, wie sie kommen und gehen. Und sobald man merkt, dass man beginnt einem zu folgen, dann zurück in die Beobachterposition.

Das braucht etwas Übung, zugegeben, aber ist es durchaus wert, es zu trainieren.
 
1. EMDR. bewege deine augen ganz schnell von oben nach unten, links rechts, in alle richtungen, blicke und fokussiere irgendwas an, dann blick in die gegenteilige richtung, vollkommen egal wo hin. wie ein verrückter. das signalisiert unseren gehirn das "gerade etwas passiert" obwohl nichts passiert. kann man sogar visuell darstellen im gehirn und ist wissenschaftlich bewiesen. so kannst du deinem gehirn einen kurzen "kurzschluss" geben und du merkst das dein gedankenkreis unterbrochen wird. bei mir klappts. aber muss man halt auch anwenden. 🙂. stichwort: ändere deine reize.

2. lasse deine gedanken zu. du kreist um deine gedanken, weil du sie konstant versuchst von dir zu stoßen. versuche sie zu akzeptieren. dabei hilft: dich damit auseinanderzusetzen, was dir passiert, bzw. passiert ist und was gerade in deinem körper und gehirn abgeht. auf wissenschaftlicher ebene. auf philosophischer, psychologischer, biologischer, soziologischer ebene. das hilft deine gedanken zu akzeptieren. weil du weisst woher sie kommen. so kannst du sie leichter gehen lassen. lies bücher, rede mit menschen, such dir hilfe, beratung, therapie, falls es geht.

3. geh duschen. auch wieder weil: reizverlagerung. kaltes wasser, warmes wasser. unser körper besteht aus hauptsächlich wasser.. wasser is gut.

4. aufräumen, staubsaugen, geschirr waschen. räumt auch den kopf auf.

5. essen und trinken. wenn ich hunger habe versinke ich in solchen gedanken, wie du es beschreibst und esse dann auch nichts dummerweise, was es noch verstärkt. wasser ist auch wichtig zur konzentration.

6. spazieren gehen. joggen. fitness machen. besonders spazieren gehen ist extrem powerfull, vergess ich auch leider immer wieder..

7. beschäftige dich. der dümmste und gleichzeitig beste und einzige tipp ist: "hör einfach auf zu denken und mach einfach." bzw. durch die aktivität wirst du abgelenkt.

8. erfolgserlebnisse. die lassen auch viele gedankenkreise ersterben. besonders wenn ich erfolgserlebnisse habe in sachen, um die sich meine gedankenkreise drehen.

viel erfolg. du schaffst das schon🙂
 
@Drache Grisu

Stell dir einfach vor, dass du ein Charakter eines Filmes bist, den man denken hört. Denke bewusst über andere Dinge nach. Dabei führst du bewusst innere Dialoge mit dir selbst. Oder anstatt an etwas anderes zu denken, könntest du auch falls die Gedanken halbwegs lösbar erscheinen, erst recht mit Absicht hin und her denken, sodass du mal zu einem Ergebnis kommen und dann erst mal damit aufhören kannst. Dabei ist es erst mal nicht so wichtig, ob das Ergebnis 100%ig richtig ist. Du könntest ja später wieder damit beginnen, wenn du das willst.
 
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