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Gedanken an ehemalige Sexpartner meiner Freundin bedrücken mich

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Hallo zusammen,

seit etwas mehr als 2 Monaten bin ich wieder glücklich vergeben. Allerdings gibt es etwas, was mich unterschwellig hin und wieder stört.

Bevor es zu unserer Beziehung kam, hat meine Freundin (18) mir (22) gestanden, dass sie eine "schlimme Phase" (wie sie sie selbst nennt) hatte, in der sich innerhalb weniger Monate ziemlich viele wechselnde Geschlechspartner hatte.

Sie hatte mir das erzählt und mich auch gefragt, was ich davon halte; ich selbst habe zu Sex irgendwie eine ganz andere Einstellung. Ich halte nicht viel von ständig wechselnden Geschlechtspartnern (nicht nur bei Frauen, sondern auch bei Männern); insofern ist es gewissermaßen etwas komisch für mich, da ich selbst bisher nur eine Freundin hatte und ich auch nur mit ihr sexuelle Erfahrungen ausgetauscht habe. Für mich gehören Sex und Liebe zusammen - ich kann mir zwar vorstellen, dass man grundsätzlich auch Sex haben kann, wenn man Befriedigung sucht und da keine Liebe im Spiel sein muss, sofern beide damit einverstanden sind. Allerdings halte ich davon nicht sonderlich viel, da für mich Sex etwas Exklusives ist, was man als ganz Intimes nur in einer Partnerschaft hat, die von Liebe getragen wird (meine persönliche Einstellung).

Zwar weiß ich, dass die "schlimme Phase" meiner Freundin Vergangenheit ist und es auch alles vor meiner Zeit war; aber irgendwie bin ich irrational eifersüchtig, wenn ich daran denke, wie sie mit so vielen anderen Typen vor mir was hatte,... zumal sie dadurch auch durch eine Erfahrung hat, die ich mir nicht - auch wenn ich 4 Jahre älter bin als sie - ansammeln konnte.

Vor allem hat sie mir vor kurzem mitgeteilt, dass der älteste Typ, mit dem sie was hatte 38 (!!) war. Da musste ich doch schon ziemlich schlucken und hatte direkt Magenschmerzen. Das ist ein Altersunterschied von 20 Jahre,... das finde ich schon ziemlich krass. Und der Gedanke, wie sie mit so einem Typen,.... der Gedanke verfolgt mich irgendwie seitdem und lässt bei mir hin und wieder Kopfkino entstehen, auch wenn ich es am liebsten einfach verdrängen und vergessen würde. Aber irgendwie belastet mich das.

Jetzt kommt meine Freundin damit an, dass sie gerne mal ihre Handschellen wieder ausprobieren würde,... und dabei blockt mich der Gedanke, dass sie die schon mit so einigen Typen vor mir verwendet hat - was mich irgendwie ziemlich abtörnt.

Obwohl ich sonst ziemlich glücklich mit ihr bin, bedrücken mich die Gedanken daran, auch wenn ich die Gedanken nicht bewusst fasse, sondern sie immer wieder unbewusst auftauchen. Ich weiß nur gerade nicht, wie ich damit umgehen soll?! :-(

Klar, dass sie sie vor mir schon mit irgendwem was hatte; ich hatte vor ihr ja auch schon eine Beziehung, aber die verschiedenen - vor allem ihre vielen - Erfahrungen sind für mich schon ein wenig irritierend.
 
Mach dir nicht so viele Gedanken was vor dir war.
Die Hauptsache ist, du kannst deiner Freundin jetzt vertrauen.
Wenn es dich stört, dass vielleicht vor dir andere Männer die Hanschellen benutzt haben, schmeiss sie weg und kauf neue un rede mit deiner Freundin über deine Gedanken.


Gruß Sina
 
Ich versuche mir ja, keine Gedanken zu machen; aber die Gedanken sind leider da :-(

Ich weiß glaube ich einfach nicht, was meine Freundin für ein Mensch ist - und in Anbetracht der Umstände in der Vergangenheit entsteht eben ein gewisser Eindruck, der mir missfällt. Der Gedanke, wie leicht sie für andere Kerle zu haben war, tut irgendwie weh. Sie selbst hat mir bereits des Öfteren gesagt, dass sie eigentlich anders ist - und ich einen positiven Einfluss auf sie hätte, der ihr gut täte.

Allerdings frage ich mich: was ist meine Freundin für ein Mensch? Ich habe ein hohes Moralverständnis; und eigentlich hab ich ein solches Verhalten immer sehr missbilligt; für mich käme es auch nicht in Betracht, alle paar Wochen eine andere flach zu legen (wenn ich Solo wäre), da es einfach nicht in mein Bild passt.
Nur ich weiß nicht, wie ich damit nun umgehen soll. Auf der einen Seite liebe ich sie und bin sehr glücklich mit ihr; auf der anderen Seite stört mich eben dies, zumal ich hin und wieder immer etwas Neues erfahre, was mich neu irritiert.
 
Sie selbst hat mir bereits des Öfteren gesagt, dass sie eigentlich anders ist - und ich einen positiven Einfluss auf sie hätte, der ihr gut täte.

Hallo,

ich hab' mal den Satz rausgenommen weil ich vermute, dass sie das auch wirklich sehr, sehr ernst meint und diese Zeiten für sie Vergangenheit sind. Außerdem seid Ihr beide in einem Alter, in dem man Erfahrungen machen will und die sind -wie Du selbst festgestellt hast- nicht bei jedem gleich oder von ähnlicher Intensität. Sie hat ihre auf ihre Weise gemacht, und Du eben auf Deine.
Wenn es umgekehrt wäre, könnten ihr theoretisch ja auch Deine etlichen Frauenkontakte missfallen. Aber in Zeiten der Gleichberechtigung sollte das egal sein. Wichtig ist, was jetzt ist! Und Eure Beziehung ist ja bis auf diesen Punkt wie Du sagst auch völlig in Ordnung.
Sie ist mit Dir zusammen und ist ehrlich zu Dir (was ich sehr gut finde), und das dürfte ganz sicher seine Gründe haben.

Vielleicht ist es auch ein bißchen der männliche Stolz, der da ein wenig an Dir knabbert...😉 ? - nicht böse gemeint. Versuche mal es etwas cooler zu sehen - und genießt Eure Freundschaft🙂.

LG Mac
 
Ja, ich habe auch den Eindruck, dass sie es sehr ernst mit mir meint - und ich meine es auch sehr ernst mit ihr und kann mir auch eine Zukunft mit ihr vorstellen; nur ab und an tauchen eben diese Gedanken an die vielen Typen (etwa 25) auf. Anfangs war es schon recht merkwürdig, ihr die Namen meiner Freunde aufzuzählen, um sicherzustellen, dass sie mit keinem von denen bereits schonmal etwas hatte, um Peinlichkeiten bei einem etwaigen Treffen zu vermeiden,...

Vielleicht ist es auch ein bißchen der männliche Stolz, der da ein wenig an Dir knabbert...😉 ? - nicht böse gemeint. Versuche mal es etwas cooler zu sehen - und genießt Eure Freundschaft🙂.

LG Mac

Ja, dass da der männliche Stolz ein wenig an mir knabbert, glaub ich durchaus. Es ist ja nicht so, dass ihr keine Gleichberechtigung bei der Wahl ihrer Sexpartner vor der Beziehung zugestehen möchte; darüber kann jeder frei entschieden.

Ich versteh nur nicht, wieso mich das dann trotzdem so belastet. Ich hatte zuvor nur mit meiner Ex-Freundin Sex - weitere Geschlechtspartner hatte ich nicht. Insofern ist der Unterschied zwischen unseren Erfahrungen recht groß. Manchmal glaube ich auch, dass das Problem vielleicht auch eher darin liegt, dass sie mit ihren 18 Jahren so viel mehr Erfahrung hat als ich; und das kratzt irgendwie an meinem Selbstbewusstsein. Vielleicht schwing da unterbewusst auch ein "Konkurrenzwettkampf" mit, obwohl sie mir des Öfteren gesagt hat, dass sie mit unserem Sex sehr zufrieden sei und ich mir darüber keine Gedanken machen sollte.

Dennoch versteh ich nicht, was mich genau daran so stört und wieso eigentlich - da es ja auch alles Vergangenheit ist.
 
Hi,
ich kann schon nachvollziehen, dass dir der Gedanke, dass deine Freundin in diesem zarten Alter schon mit mehr als 25 Typen im Bett war, sauer aufstoesst.
Fuer dich war Sex immer etwas besonderes, was du mit einem Menschen den du liebst teilst. Nun schenkst du ihre diese Exklusivitaet musst aber akzeptieren, dass sie dir diese Exklusivitaet eben nicht eintgegenbringen kann.
Ich verstehe auch, dass es an deinem Ego krazt, dass deine Freundin so viel mehr Erfahrung hat. Du scheinst hin und hergerissen, von deinen eigenen Moralvorstellungen und dem Gedanken, doch gerne ein bisschen mehr Erfahrungen gemacht zu haben. Und da liegt der Knackpunkt.
Bbevor du ueberhaupt naehr ueber eure Beziehung nachdenken kannst, solltes du dir erstmal ueberlegen, was denn nun eigentlich dein Hauptproblem ist
Trauerst du deinen nicht genutzten Chancen hinterher?
Oder sind dir deine moralischen Ideale wichtiger als sexuelle Erfahrung?

Falls es fuer dich momentan ein grundlegender Wert ist, Liebe und Sex nicht zu trennen. Dann musst du ueberlegen, ob du damit leben kannst eine Freundin zu haben, die das anders sieht.
Geht es dir eher um die eigenen verpassten Chancen, dann wirst du frueher oder spaeter eh ausbrechen um diese nachzuholen.

Du musst erstmal ehrlich mit dir selbst sein bevor du es ihr gegenueber sein kannst.
 
25? Mit 18, und innerhalb weniger Monate?

Das muss ich erst mal verdauen. 😀 Das klingt für mich nicht mehr im entferntesten normal, das klingt für mich "behandlungsbedürftig".
Sie ist jetzt anders? OK, jetzt vielleicht. Aber in 2 Jahren? Alles Gute. 🙂
 
Ich hab mir Gedanken darüber gemacht, ob es vielleicht sowas wie Neid sein könnte - dass ich mir so eine Phase nicht eingestanden oder "gegönnt" habe.

Und ich glaube, es ist nicht der Neid. Vor meiner jetztigen Beziehung war ich 4 1/2 Jahre lang in einer glücklichen Beziehung, die dann letztes Jahr im Oktober auseinanderbrach. Danach war ich bis Mitte Februar Single und hatte nie wirklich das Bedürfnis, irgendwelche Mädels abzuschleppen und flach zu legen. Für mich stand die Suche nach einer ordentlichen Beziehung im Vordergrund; allein der Gedanke, bereits beim ersten oder zweiten Date Sex zu haben, war und ist mir nach wie vor widerstrebt mir.

Insofern habe ich vermutlich momentan wirklich das Problem, dass meine jetztige Freundin nicht dem Ideal entspricht, das ich mir für eine Beziehung wünsche; die Frage ist nun, wie ich damit nun umgehen soll? :-(
 
Hallo Threadersteller,

ich denke mal das Neid nicht der Punkt ist, welcher das Unwohlsein erklären könnte.
Ein Verschleiß von 25 Männern im Alter von 18 Jahren liegt doch nicht mehr im "Normalbereich"
(und wenn dieses Verhalten von anderen Menschen als normal definiert wird, dann ist das so,-
Dein Bauchgefühl meldet Dir jedenfalls deutlich das sich diese "Norm" nicht mit Deinem Moralempfinden verträgt).
Vielleicht leidet Deine Freundin auch unter einer Sucht, über die sie sich noch keine Gedanken gemacht hat.
Wenn eine Frau sich nicht ihrer Würde bewusst ist bzw. keinen Stolz hat (siehe Verschleiß an Sexualpartnern), dann ist es fraglich ob sich diese innere Einstellung in einer ernsten, längeren Beziehung ändern kann. Denn die Gefahr das sie stets für neue Reize anderer Männer empfänglich ist, ist gegeben.
Wenn diese Dame nach Deiner Ansicht nicht Deiner Vorstellung von einer Partnerin entspricht, dann wird das wohl auch weiter ein unterbewusstes Problem für Dich bleiben. Es gibt sicher noch viele Frauen, die Deine Einstellung zu einer Beziehung teilen, und aus dieser Sicht schon mal weniger Unwohlsein erzeugen. Da bleibt nur noch die Wahl in der Beziehung zu bleiben und die Vergangenheit samit ihrem Wesen hinzunehmen, oder sich anderweitig neu zu orientieren.
 
Ich denke, ob jemand Liebe und Sex trennt oder nicht, sollte jedem selbst überlassen bleiben und ich finde nicht, dass sich irgendjemand da eine Wertung erlauben kann, weil da einfach jeder auch andere Auffassungen und Grenzen hat.
Aber ich finde auch, wenn du, lieber TE da anderer Ansicht bist als deine Freundin, solltest du dir wirklich Gedanken machen, ob ihr auf Dauer zueinander passt und ob du mit ihrer Vergangenheit leben kannst.
Ich finde auch Füchsins Antwort in dem Sinne gut, dass sie schreibt, dass du auch ehrlich zu dir selbst sein und überlegen solltest, ob da aus dir vielleicht sogar ein Bisschen Neid spricht. Muss nicht sein, kann aber.
Aber egal wie unterschiedlich eure Ansichten wirklich sind, ich denke, das ist ein großer Konflikt zwischen euch und dir scheint es doch sehr weh zu tun und deswegen glaube ich persönlich nicht, dass eure Beziehung von langer Dauer sein wird.

@Soupgirl: ich bin als Single durchaus auch recht wild (manchmal) und lebe meine Sexualität auch mit Menschen aus, in die ich nicht unbedingt verliebt sein muss.
Das heißt aber nicht, dass ich in einer Beziehung nicht treu sein kann.
Ich lebe nun seit etwa 3 Jahren in einer Beziehung und es ist von meiner Seite noch nie zu Zwischenfällen dieser Art gekommen.
Ich will damit nur sagen, dass jemand, der nicht gerade gewissen Moralvorstellungen entspricht, durchaus auch zu einer treuen, monogamen Beziehung fähig ist.
 
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