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Aber es ist doch schrecklich, wenn man gefrustet zur und gefrustet von der Arbeit kommt. Natürlich ist die Freizeit schöner.
Aber meine Arbeit macht mir Spaß - und deshalb erledige ich sie auch besser.
Dafür hatte ich ja nach dem Abi die Wahlfreiheit, was ich studiere/mache.

Und hat man die Wahlfreiheit heute auch noch? Ist ein Studium heutzutage immer noch gleichzusetzen mit einen sicheren Arbeitsplatz? Zahlen sich die Opportunitätskosten des Studiums heute noch aus (mal abgesehen von irgendwelchen ideellen Werten des Selbststudiums)?
 
Ich habe eine Sehbehinderung und mir wurde von Anfang an die Wahl verwert. Nun sitze ich in einer engen Büronische, und das solls gewesen sein? Die Natur entscheidet, ob wir Spaß am Leben, Spaß an der Arbeit haben. Wer denkt, das jeder die Chance hat, etwas erfüllendes tun zu können, beweist nur sein kleinbürgerliches Denken. Also das, was unsere Gesellschaft braucht - Leute, die sich nach Schildern richten, die funktionieren, die ohne Führung im Wald verenden würden.

Um es mal klar zu stellen. Ich habe nichts gegen Leute, die ihr Leben und ihre Arbeit hochpreisen, jedoch gegen die, die meinen, allen könnte es so ergehen, wenn sie sich nur mal auf den A**** setzten würden. Wie wäre es denn, wenn ihr euch in die Lage anderer hineinversetzt - aber man steckt ja nicht drin und wird dennoch anders denken, als die, die es betrifft.
 
Ich war die letzten 3 Jahre öffters in Psychosomatischenkliniken.
Sehr viel Menschen , vor allem junge Menschen, habe ich dort getroffen die am Arbeitsplatz zusammengeklappt sind.
Die Anforderungen in den meisten Betrieben sind sehr hoch und viele können nicht mehr mithalten.
Der Zwang immer besser und schneller als der Kollege zu sein, macht Menschen kaputt.
Der schwache oder kranke Mensch hat keinen Platz mehr.
Die Solidarietät unter Kollegen nimmt immer mehr ab.
Ich habe selbt erlebt wie in der Kommune, in der ich gearbeitet habe,
immer mehr Arbeit auf weniger Mitarbeiter verteilt worden ist.
Was am Bauhof 4 Arbeiter gemacht haben mußten wir zu dritt erlidigen.
Den ein Rentner wurde nicht ersetzt. Wenn wir den Bürgermeister auf die Probleme angesprochen haben, hat er geantwortet, du kannst dir ja eine ander Arbeitsstelle suchen wenn es dir zu viel wird.
100 bis 200 Überstunden waren die Regel.
Nicht jeder hat die Möglichkeit sich einen Arbeitsplatz zu suchen, der ihm am besten gefällt.
Wäre mehr Solidarität untert den Arbeitskollegen, könnten Arbeitgeber nicht so mit den Menschen umgehen.

LG Wolfgang
 
Die waren halt zu dumm oder doof.

und sowas kommt von einer Gymnasiallehrerin.

erschreckend, was für realitätsfremde Leute unsere Kinder unterrichten. Da wundere ich mich überhaupt nicht wenn aus der Schule solche Menschen mit Ellenbogen und pure Egoisten raus kommen. Eine grausige Entwicklung.

Ist schon richtig, an den Kommentaren sieht man, wie die Menschen schon abgestumpft sind und nur noch für das Kapital denken und arbeiten. Von Solidarität und Einfühlungsvermögen fehlt jede Spur.
Wir sind alle Menschen und keine Maschinen. Das sollte uns mal langsam wieder klar werden.
 
Wir sind alle Menschen und keine Maschinen. Das sollte uns mal langsam wieder klar werden.

Wahre Worte. Es wird höchste Zeit. Wenn der Mensch versucht, sogar schon selbst zur Maschine zu werden, dann wird er abgrundtief häßlich und zerstörerisch destruktiv, und das ist tagtäglich sehr gut zu beobachten. Gerade die Schule war ja vor allem immer der Ort, wo die Mechanisierung und Entmenschlichung so richtig voran getrieben wird. Das ist ja heute zum Glück auch längst kein Geheimnis mehr.
 
Mag sein. Aber es hat nichts mit äußeren Faktoren zu tun, ob du glücklich bist oder nicht. Das entscheidest du in deinem Kopf.

Bullshit!
Wenn ich sowas von einer Lehrerin lese, weiß ich schon warum ich Schule gehasst habe!

Vieles hat mit äußeren Einflüssen zu tun, schon allein wo man hineingeboren wird lenkt dich in eine bestimmte Richtung. Klar kann man dagegen halten, aber es ist verdammt schwer und nicht jeder ist so stark. Ist Schwäche denn wirklich sowas schlimmes??
 
Das ist Quatsch. Ich bin als Kind auch misshandelt und missbraucht worden, wurde magersüchtig, bin durch beide Staatsexamina gefallen - bin aber jetzt gesund und glücklich und Lehrerin. Ja. Beschissener Start ins Leben, aber habe mich daraus geboxt.

Man kann doch niemand anderen dafür verantwortlich machen, dass man unglücklich ist.
 
Die waren halt zu dumm oder doof.

Für diese Äußerung allein sollte man dich aus dem Staatsdienst entfernen und dir die Welt ganz unten mal zeigen, damit du sie mal am eigenen Leib zu spüren bekommst. Traust du dir diese Äußerung vor deinen Vorgesetzten auch?

Es ist richtig, dass jeder für sein Leben selbst verantwortlich ist. Nur schafft nicht jeder das, was er sich wünscht und muss dann eben auch Arbeiten verrichten, die ihm nicht gefallen. Logisch, dass diese Menschen dann nicht unbedingt glücklich sind, wenn sie um ihr Überleben kämpfen. Mich wundert, dass gerade du mit dem von dir geschilderten Hintergrund, dafür kein Verständnis hast. Denn es hätte auch anders kommen können. Trotz Kampf könntest du heute ganz unten sein, sind schon ganz andere Leute ganz unten gelandet.

Zu doof oder zu dumm ist keiner. Es ist seine Aufgabe, aus sich etwas zu machen, jedoch kommt es auch immer auf die Umstände an. Deine Aufgabe als Lehrerin ist es, den Schülern genug Wissen mitzugeben, um in der Arbeitswelt bestehen zu können. Ich hoffe sehr, dass du diese Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit erfüllst. Oder möchtest du eine Teilverantwortung tragen, wenn jemand aus den von dir zu unterrichtenden Klassen zu dumm und zu doof für das Arbeitsleben ist?
 
Wo bleibt die Menschlichkeit? Der Mensch ist keine Maschine und Arbeit soll einen nicht kaputt machen, es gibt Grenzen die sollten eingehalten werden.
Wir sollten miteinander nicht gegeneinander arbeiten.
Als ich 1978 meie Maurerlehre begann, wurde ich wie ein Mensch behandelt und nicht wie ein Roboter.
Ich habe immer gearbeitet wie viele andere auch, jetzt wo der verdammte Körper nicht mehr mitmacht, lässt man mich fallen.
So wie mir geht es vielen, muß das so sein?
Nicht jeder findet seinen Trauberuf, wichtig ist es Arbeit zu haben.
Aber muß man sich alles gefallen lassen?
Wo leben wir?

LG Wolfgang
 
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