Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Fürchte dich, ich bin bei dir. Manipulation in der Beziehung.

Angst machen ist immer einfacher als Hoffnung zu geben.
Ist die Angst nicht schon zu einer Volkskrankheit geworden.
Sie wirkt von innen, diese Angst ist ein diffuses Gefühl.
Dagegen die Furcht, sie ist nicht gegenstandslos, sondern liegt gezielt einer realen äußeren Gefahr zu Grunde.
Wie ist die uns " antrainiert " worden, diese globalisierte Angst und wovor.
"Sei artig, sonst kommt der Weihnachtsmann nicht.“
War das ein erster Schritt?
Es sind keine großen Dinge, aber sie generalisieren eine allgemeine Angst in uns.
Daß wir dieses und jenes nicht tun dürfen, weil dann dies oder das geschieht, um so stärker ist ein generelles Muster der Angst in uns angelegt.
Warum spielen wir das hinterlistige Spiel mit unseren Ängsten mit?
Weil wir uns freiwillig in Abhängigkeiten begeben; wenn wir zu angepaßt sind.
Aus Furcht vor dem Entzug der Liebe !
 
Man bleibt zusammen aus Angst. Stell dir vor, du fühlst etwas, du fühlst eindeutig, dass du gerade sehr abwertend oder rücksichtslos behandelt wirst. Aber dein Partner steht lächelnd vor dir, er rastet nicht aus, er hat einfach die eindeutig besseren Argumente, dass das was du fühlst nicht der Realität entspricht. Er hat nichts falsch gemacht und gute Gründe für das Verhalten was dich verletzt. Dazu kommt meistens, dass er sich auch anderen Menschen gegenüber sehr gut verkaufen kann und alle ihn ganz toll finden. Niemand würde es verstehen, wenn du sagst, dass du dich verletzt und ungeliebt fühlst. Du bist ja mit dem besten beliebtesten Mann (oder andersherum mit einer Frau) zusammen. Wenn du dieses Bild zerstören würdest würdest du nur Unverständis empfangen. Du willst außerdem glauben, dass er ein toller Typ ist, weil alle anderen das auch denken und Menschen, die gesellschaftliche Muster ignorieren machen sich schnell dadurch unbeliebt. Du fängst an seiner Realität mehr zu glauben, als deiner. Du fragst dich die ganze Zeit, ob deine Gefühle richtig sind oder nicht, du kannst dir selber nicht vertrauen, aber an wen wendest du dich? Er ist der Mensch, der dir am nächsten steht. Sobald du dich vollkommen leer fühlst und dich zurückziehst, bemerkt er es und kommt auf dich zu. Aber nur bis er weiß, dass er dich wieder am Haken hat. Wie gehst du damit um? Wie entkommst du aus der Falle?

Sorry für den depressiven Text. Ich glaube, das ich die Realität für Menschen in einer solchen Beziehung.
 
Dein Text hat es super gut beschrieben wie ich mich in dieser Beziehung fühle.

Er ist beliebt bei allen, der Traummann schlecht hin. Keiner würde mir die Sachen glauben, die er mir antut. Keiner!

Irgendwann zweifelt man an seiner Wahrnehmung. Ob man noch richtig tickt ...
 
Sobald du dich vollkommen leer fühlst und dich zurückziehst, bemerkt er es und kommt auf dich zu. Aber nur bis er weiß, dass er dich wieder am Haken hat. Wie gehst du damit um? Wie entkommst du aus der Falle?

Sorry für den depressiven Text. Ich glaube, das ich die Realität für Menschen in einer solchen Beziehung.

Ja, so ist es. Er bemerkt das Zurückziehen, da muß man sich nicht vollkommen leer fühlen, und kommt auf einen zu. Dieses
auf-einen-zukommen wird gelebt wurd mehr Aufmerksamkeit der Partnerin schenken, ein freundlicheres Zugewandtsein etc.
Es taucht so ein Beziehungshauch von dem auf, wie es anfangs der Beziehung war - er weiß ganz genau, wieviel dosiert er
sich bemühen muss und er spürt das Angekommensein am Haken und das vorher Genannte flacht ruckzuck wieder ab.
Und für ihn ist er weg dieser "Kick" oder was immer ihn dazu beflügeln mag, sich so zu verhalten. Es braucht viel Zeit um zu verstehen, mit verstehen und zu verinnerlichen, mit welchen Mechanismen sich diese "Kicks" für ihn wiederholen. Es gibt keine Ausnahmen seiner "menschlichen Spielkicks", manchmal/öfters/weniger wirkt es so, als warte er nur darauf, Mechanismen in Gang zu setzen, die sein Verhalten wieder und wieder rechtfertigen. Ist dieser "Spielkick" zu lange her, wird er im Alltag
ungenießbarer und gereizter. Anfangs nur ganz leicht und sie tauchen auf im Alltag des Zusammenseins: diese kleinen
"Seitenhiebe", manchmal auch unterhalb der Gürtellinie. Es puscht ihn auf, er spürt die damit verbundene Anspannung in
der Beziehung, die er nun von Tag zu Tag weiter aufpuscht mit Ungenießbar-Sein und seinem gereizterem Verhalten.
Auf der einen Seite gibt es Beziehungszuckerbrot, Zucker ist süß und auf der anderen Seite die Peitsche, seelisches Untergebuttertwerden.
Nähert er sich Frauen mit seinem sympatischem Auftreten, dessen ist er sich durchaus bewußt, so "kleben sie an ihm fest" und können sich nicht lösen und er genieß, genieß und genießt. Die Aufmerksamkeit, die ihm geschenkt wird und die er um "jeden Preis der Welt zu ergattern sich bemüht".
Auch, erkennt man all dieses zusammenhängend von den Auslösern seiner Mechanismen bis hin zum goldenen "Kick", daß er einen wieder an den Haken hat, will man das nicht wahrhaben. Da sträubt es sich innerlich, sich damit auseinanderzusetzen
und es gibt doch (teilweise halberfundene) kleinere Anzeichen im Alltag, die gegen seinen Hakenkick sprechen und das muß doch irgendwie alles nur ein Versehen sein. Da zweifelt man lieber an der eigenen Wahrnehmung und stellt diese infrage.
Es ist dieses nicht Wahr-haben-Wollen, so entwürdigend behandelt zu werden.
Man will nicht wahrhaben, an solch einen Mann geraten zu sein, der sich leider zur falschen Zeit am falschen Ort befand, als die Liebe zu ihm in ihrem Herzen entstand. Mit Schamgefühlen ist es behaftet und der Haltung: das glaubt einem niemand.
Es ist sind halt diese Verdrängungsmechanismen, die einsetzen. Es braucht viel, viel Zeit und viel geschaffenes Leid, sehr vieles von dem Letztgenannten um bereit zu sein, sich den Verdrängungsmechanismen zu stellen. Das tut weh, macht traurig und wütend und wirkt lähmend. Verdrängungsmechanismen Richtung Selbstbetrug die sich einstellen.
Was ihn trotz alledem bewegt, jahre- jahrelang in der Beziehung zu verweilen, wer weiß das schon. Dort zu bleiben, wo die
Anerkennung, nach der er sich doch so sehnt, mehr und mehr sich in Verweigerung wandelt und Streitereien mit zunehmender Distanz da sind in der Beziehung. Was ihm dann bleibt ist: Beziehungszuckerbrot mit entsprechendem Kick zu gegebener Zeit
zu verteilen, den "Kick" des nun-hängt-sie-wieder-am-ausgetrockneten Beziehungshaken.

Finde ich gut, diesen Thread. Konnte so erstmalig über das Schreiben, was so bewußt unbewußt lieber im Seelenverdrängungsbereich gehalten wird und was sich langsam wie ein Zwiebelsystem entblättert.
Danke für das Zuhören.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
A Warum bin ich so? Liebe 8
Eve_Miya Bin erbärmlich ig Liebe 18
D Kennenlernphase, bin verzweifelt Liebe 29

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben