Zitronentorte
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Lieber Will,
erst vor einem Jahr hast du dich in unsere Herzen geschlichen, als wir im Tierheim eigentlich nur den Mikosch mitnehmen wollten. Du aber warst hartnäckig in deinem Werben um unsere Aufmerksamkeit. Bist immerzu hin- und hergetigert, bis wir dich endlich wahr- und am Ende auch mitgenommen haben. Was macht es schon aus, ob man eine oder zwei Katzen durchfüttert...
Nach dem langen Warten von über einer Woche konnten wir euch endlich abholen. Unglaublich, wie schnell ihr euch bei uns zu Hause gefühlt habt. Schon am ersten Abend lagst du auf dem Rücken und hast dir den Bauch kraulen lassen, eine Seltenheit und Ausdruck von unendlich viel Vertrauen uns gegenüber. Auch Mikosch hat sich gleich seinen Platz auf der Couch gesichert und sich angekuschelt. Ihr Zwei Tiger – die perfekten Familienkatzen. Schmusig, anhänglich, geduldig auch mit den Jungs. Dankbar dafür, dass wir euch endlich ein Zuhause gaben. Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt...
Du hattest dich so schön erholt nach der Zahn-OP, wo dir 8 Zähne aus dem entzündeten Kiefer gezogen wurden. Das Fell weich und seidig glänzend, deine langen Beine schön kräftig geworden. Ohnezahn, du hast sogar Mäuse und Ratten gefangen, so ein toller Kater warst du!
Du warst immer mit dabei. Im Garten, an der Straße - hast am Tor gewartet, bis einer nach Hause kam. Jeden Morgen das gleiche Ritual: sobald einer von den Jungs die Tür nach oben offen ließ, kamst du an unser Bett, hast uns begrüßt mit deinem rauhen Miau, dann zwei Minuten mit ins Bett, um mit uns aufzustehen, als hättest du die ganze Nacht mit im Bett gelegen, gähn. Jeden Abend das gleiche Ritual, noch eine halbe Stunde mit oben zu sein, wenn die Jungs noch Lego gebaut oder in der Wanne geplanscht haben. Beim Essen musste ich auf dem Stuhl immer eine handbreit Luft hinter mir lassen, damit du dich hinsetzen konntest. Ein schöner Rückenwärmer.
Wenn ich gewusst hätte, wie wenig Zeit uns noch bleibt!
Selbst als wir am Sonntag in die Tierklinik kamen, deine Hinterbeine schon taub, hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass ich ohne dich wieder nach Hause fahren muss. Deinen letzten Blick werde ich nie vergessen, alle Gefühle lagen darin – Schmerz, Liebe und Dankbarkeit, Fragen, Angst, Vertrauen, Loslassen. Ich bin so unendlich traurig, dass wir dich loslassen mussten.
Du fehlst mir, fehlst uns!
In Liebe, Anne
erst vor einem Jahr hast du dich in unsere Herzen geschlichen, als wir im Tierheim eigentlich nur den Mikosch mitnehmen wollten. Du aber warst hartnäckig in deinem Werben um unsere Aufmerksamkeit. Bist immerzu hin- und hergetigert, bis wir dich endlich wahr- und am Ende auch mitgenommen haben. Was macht es schon aus, ob man eine oder zwei Katzen durchfüttert...
Nach dem langen Warten von über einer Woche konnten wir euch endlich abholen. Unglaublich, wie schnell ihr euch bei uns zu Hause gefühlt habt. Schon am ersten Abend lagst du auf dem Rücken und hast dir den Bauch kraulen lassen, eine Seltenheit und Ausdruck von unendlich viel Vertrauen uns gegenüber. Auch Mikosch hat sich gleich seinen Platz auf der Couch gesichert und sich angekuschelt. Ihr Zwei Tiger – die perfekten Familienkatzen. Schmusig, anhänglich, geduldig auch mit den Jungs. Dankbar dafür, dass wir euch endlich ein Zuhause gaben. Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt...
Du hattest dich so schön erholt nach der Zahn-OP, wo dir 8 Zähne aus dem entzündeten Kiefer gezogen wurden. Das Fell weich und seidig glänzend, deine langen Beine schön kräftig geworden. Ohnezahn, du hast sogar Mäuse und Ratten gefangen, so ein toller Kater warst du!
Du warst immer mit dabei. Im Garten, an der Straße - hast am Tor gewartet, bis einer nach Hause kam. Jeden Morgen das gleiche Ritual: sobald einer von den Jungs die Tür nach oben offen ließ, kamst du an unser Bett, hast uns begrüßt mit deinem rauhen Miau, dann zwei Minuten mit ins Bett, um mit uns aufzustehen, als hättest du die ganze Nacht mit im Bett gelegen, gähn. Jeden Abend das gleiche Ritual, noch eine halbe Stunde mit oben zu sein, wenn die Jungs noch Lego gebaut oder in der Wanne geplanscht haben. Beim Essen musste ich auf dem Stuhl immer eine handbreit Luft hinter mir lassen, damit du dich hinsetzen konntest. Ein schöner Rückenwärmer.
Wenn ich gewusst hätte, wie wenig Zeit uns noch bleibt!
Selbst als wir am Sonntag in die Tierklinik kamen, deine Hinterbeine schon taub, hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass ich ohne dich wieder nach Hause fahren muss. Deinen letzten Blick werde ich nie vergessen, alle Gefühle lagen darin – Schmerz, Liebe und Dankbarkeit, Fragen, Angst, Vertrauen, Loslassen. Ich bin so unendlich traurig, dass wir dich loslassen mussten.
Du fehlst mir, fehlst uns!
In Liebe, Anne
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