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Für die falsche Wohnung entschieden. Wem ist es auch schon so ergangen.

ElCommentare

Neues Mitglied
Hallo ich bin 29 und gerade in eine größere Stadt gezogen. Seit 1 Monat bewohne ich jetzt eine 48 m² Wohnung in einem Gebäude von 1998 und während bei der Besichtigung eigentlich alles gut erschien merke ich nun, dass diese Wohnung doch eher ein Griff ins Klo war. Mir ist direkt nach dem Einzug aufgefallen, dass das Gebäude extrem hellhörig ist. Das Getrampel meiner Übermieter ist echt heftig zu vernehmen und das den ganzen Tag, man hört jeden Spülvorgang, jedes Telefon-und Türklingeln und auch die Gespräche der Nachbarschaft sind gut zu hören. Ich hatte anfangs immer den Eindruck sie wären auf dem Balkon aber draußen war immer Ruhe. Ein zusätzlicher Punkt sind die Nachbarn selbst, die scheinbar allesamt sehr spießig veranlagt sind und jeder den anderen im Visier hat. Während meines Einzuges hatte ich 2 sehr nette Handwerker zu Besuch, welche das Objekt seit Jahren betreuen und die meinten zu mir wortwörtlich ,,in diesem Haus wohnen nur Bekloppte". Ich dachte sie machen Spaß aber ganz falsch ist es wohl nicht. Die Leute sind ziemlich unfreundlich, wenn man sich im Treppenhaus begegnet und man grüßt kommt nichts zurück, man wird nur komisch angegafft. Kurioseersweise gibt es in der Küche keine Steckdosen, außer für den Kühlschrank, vermutlich noch ein kleines Übel. Mittlerweile bin ich die meiste Zeit in der Stadt oder mit dem Fahrrad unterwegs und habe gar keine Lust mehr in die Wohnung zu gehen. Mein Mietvertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann mit der üblichen Frist gekündigt werden, also ohne Mindestmiezeit. Ich spiele echt mit dem Gedanken wieder zu suchen, selbst wenn dies in größeren Städten nicht so einfach ist. Ging es jemandem ähnlich und wie habt ihr gehandelt?
 
Ich hatte auch schon mal Probleme mit Lärm, trampeln und Türe knallen zu jeder Uhrzeit. Allerdings habe ich in einem Neubau gewohnt und der Lärm ist von den Nachbarn unter mir gekommen. Gespräche mit den Nachbarn, Hausverwaltung und Vermieter hat nix gebracht. In dieser Zeit habe ich zwischen 2 und 4 Stunden geschlafen aufgrund des Lärms. Ich bin auch nicht mehr gerne in meiner Wohnung gewesen. Ich bin dann nach 2 Jahren aufgrund beruflicher Gründe in einen anderen Ort gezogen.

Im Nachhinein würde ich das so lange nicht mehr mitmachen und allerspätestens nach einem Jahr wieder umziehen, wenn sich nix ändert bzgl Lärm. In meinem Fall hätte ich schon spätestens nach 6 Monaten umziehen sollen bzw. hätte ich das jetzt auch so gemacht. Umzüge sind zwar nervig und stressig, aber mein Seelenheil ist mir wichtiger.

Wenn es für dich wirklich unerträglich ist, würde ich jetzt schon regelmäßig die Wohnungsanzeigen studieren und bei einem passendem Objekt zuschlagen. Und solltest du ein schlechtes Gewissen ggü. dem Vermieter haben, weil du so schnell wieder ausziehst, dann hätte er mit offenen Karten spielen sollen was die Hellhörigkeit angeht und i. d. R. finden sich in größeren Städte schnell neue Mieter.
 
Hallo ich bin 29 und gerade in eine größere Stadt gezogen. Seit 1 Monat bewohne ich jetzt eine 48 m² Wohnung in einem Gebäude von 1998 und während bei der Besichtigung eigentlich alles gut erschien merke ich nun, dass diese Wohnung doch eher ein Griff ins Klo war. Mir ist direkt nach dem Einzug aufgefallen, dass das Gebäude extrem hellhörig ist. Das Getrampel meiner Übermieter ist echt heftig zu vernehmen und das den ganzen Tag, man hört jeden Spülvorgang, jedes Telefon-und Türklingeln und auch die Gespräche der Nachbarschaft sind gut zu hören. Ich hatte anfangs immer den Eindruck sie wären auf dem Balkon aber draußen war immer Ruhe. Ein zusätzlicher Punkt sind die Nachbarn selbst, die scheinbar allesamt sehr spießig veranlagt sind und jeder den anderen im Visier hat. Während meines Einzuges hatte ich 2 sehr nette Handwerker zu Besuch, welche das Objekt seit Jahren betreuen und die meinten zu mir wortwörtlich ,,in diesem Haus wohnen nur Bekloppte". Ich dachte sie machen Spaß aber ganz falsch ist es wohl nicht. Die Leute sind ziemlich unfreundlich, wenn man sich im Treppenhaus begegnet und man grüßt kommt nichts zurück, man wird nur komisch angegafft. Kurioseersweise gibt es in der Küche keine Steckdosen, außer für den Kühlschrank, vermutlich noch ein kleines Übel. Mittlerweile bin ich die meiste Zeit in der Stadt oder mit dem Fahrrad unterwegs und habe gar keine Lust mehr in die Wohnung zu gehen. Mein Mietvertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann mit der üblichen Frist gekündigt werden, also ohne Mindestmiezeit. Ich spiele echt mit dem Gedanken wieder zu suchen, selbst wenn dies in größeren Städten nicht so einfach ist. Ging es jemandem ähnlich und wie habt ihr gehandelt?
Genau das selbe Problem habe ich auch und man lernt nie aus, auf was man so alles achten muss. Wenn Du die Möglichkeit hast, kündigen und in eine andere Wohnung ziehen. Wenn möglich, den Vermieter kontaktieren, um vielleicht eine Aufhebung des Vertrages zu erwirken.

Übrigens, der Blick auf die Klingelschilder kann schon einiges aussagen.
 
Bei mir war das Problem, daß die Wohnungen zuerst prima waren, sich die Situation im Laufe der Jahre aber änderte.

Einmal wohnte ich über einer Kneipe, die bei Einzug eine ruhige Eckkneipe ohne Musik etc. war, aber sich später nach einem Pächterwechsel zu einem Szene-Treffpunkt mit lauter Musik, nächtlichem Gegröle vor der Tür etc. wandelte.

Ein anderes Mal zog ich in ein Haus mit sehr ruhigen älteren Mietern. Nach einigen Jahren hatte sich diese Nachbarschaft aufgrund von Wegzügen, Todesfällen etc. komplett geändert und es wohnten nur noch alleinstehende junge Männer, die viel Besuch hatten und laut waren, sowie eine Familie mit kleinen lauten Kindern dort.

In beiden Fällen hab ich mir nach gewisser Zeit, in der ich noch Hoffnung hatte, daß sich mit den Nachbarn reden ließe, Hausverwaltung, Ordnungsamt bei Lärmbelästigung einschreiten etc., was anderes gesucht und bin ausgezogen.

Wenn so klar ist, daß es an den baulichen Gegebenheiten der neuen Wohnung liegt, diese einfach ungewöhnlich hellhörig ist, würde ich nicht zögern, sondern schon mal Ausschau halten, ob ich was besseres finde. Klar gewöhnt man sich an gewisse Geräusche mit der Zeit und das Gehirn blendet die dann aus, aber ich glaube nicht, daß das klappt, wenn die Hellhörigkeit so stark ist, wie Du das schilderst.
 
Mein Mitgefühl!
Ich habe schon an vielen Orten gewohnt, und so einiges erlebt. In einem Haus (ungefähr dasselbe Baujahr wie das, wo du jetzt wohnst) gab es auch dieses Problem mit der Hellhörigkeit, relativ stark.
Allerdings mochte ich den Mieter über uns ganz gern, was auch ein Aspekt ist. Wenn die Umgebung nett ist, dann stören Geräusche nicht so sehr, als wenn du im Treppenhaus nur angemuffelt , blöd angeschaut oder ignoriert wirst.
Du bist ja in der komfortablen Situation, dass du erstmal ein Dach überm Kopf hast und keine Eile - wie schon gesagt wurde: du kannst anfangen, nach einer besseren Wohnung zu schauen. Allen das Wissen, dass deine Zeit dort im ungemütlichen Zuhause bald vorbei ist, wird dich moralisch stärken!
Und wer weiß, vielleicht ändert sich dort auch etwas zum Besseren? Da steckt man bei Mietshäusern nicht drin. Manchmal muss nur einer der Idioten ausziehen, jemand Angenehmes kommt neu dazu, und die Atmosphäre wird besser.
Wobei, wenn schon die Handwerker, die dort länger zugange sind, den Eindruck haben, es seien nur "Bekloppte", dann lässt das tief blicken ...
Viel Glück dir - vielleicht findest du bald die optimale Wohnung, die du ohne diesen "Zwischenstopp" nie bekommen hättest ...
 
Bei mir war das Problem, daß die Wohnungen zuerst prima waren, sich die Situation im Laufe der Jahre aber änderte.
So ist es. Eine falsche Mietpartei im Haus, die rücksichtslos Radau macht, kann den gesamten Hausfrieden stören.

In meiner letzten Wohnung lebten alles Eigentümer, man nahm gegenseitig Rücksicht, achtete auf Sauberkeit im Treppenhaus usw. Ein himmlisch ruhiges wohnen über 20 Jahre lang. Bis nach und nach die Eigentümer ihre Wohnungen verkauften und die neuen Eigentümer vorwiegend an Studenten und junge Familien oder WG vermieteten. Jedes Wochenende big Fete bis in die Morgenstunden, der Keller war zugemüllt, Getrampel von oben und von unten, Geschrei im Treppenhaus, dazwischen eine Familie, die ihre 2 Kinder antiautoritär erzogen mit entsprechenden Auswirkungen.

Ich spiele echt mit dem Gedanken wieder zu suchen, selbst wenn dies in größeren Städten nicht so einfach ist. Ging es jemandem ähnlich und wie habt ihr gehandelt?
Das würde ich unter diesen Umständen machen, auch wenn es schwer ist, eine Wohnung zu finden, aber nicht unmöglich.
Dass man seiner Wohnung fern bleibt, weil man sich dort nicht wohlfühlt, geht gar nicht.

Ich musste nicht handeln, da ich wegen Eigenbedarfs gekündigt wurde, man ist mir sozusagen zuvor gekommen.
 
Der Vermieter meiner zweiten Mietwohnung hat fast nebenan gewohnt... er ist regelmäßig Patrouille gelaufen, hat Zettelchen in unseren Briefkasten geworfen, wenn er z.B. der Ansicht war, dass wir mal wieder Unkraut zupfen sollten oder der Rasen gemäht werden müsste. Das war sehr nervig und übergriffig.
Als dann noch eine neue Bewohnerin in der Oberwohnung einzog, die mega laut war und ständig trotz mehrfacher Bitte, das nicht zu tun, ihren Hausmüll - und nicht zu knapp! - in unserer Restmülltonne entsorgt hat, haben wir uns eine andere Wohnung gesucht.

Ich würde es vom persönlichen Leidensdruck abhängig machen.
 
Leider kann es aber auch anders gehen. Ich bin genau wegen meiner Nachbarn ausgezogen und habe es noch schlimmer angetroffen. Lärm tagsüber ist das Eine, aber die Nachtruhe, die nicht gegeben ist, das Andere.
 
Was für eine Wahl hat man denn heutzutage noch als Geringverdiener??
Wenn man nicht auf der Straße hausen will, muss man doch inzwischen nehmen , was und wo etwas da ist.
Umso wichtiger sind ja auch eine gute Ausbildung und eine gesunde Lebensweise damit man möglichst gar nicht erst in dieser Zielgruppe landet (echte Schicksalsschläge und schwere Erkrankungen nehme ich jetzt mal aus).

Für mich ist ein schönes und ärgerfreies Zuhause mein Energiequell, um die Batterien wieder aufzuladen. Würde ich es so antreffen wie du @ElCommentare, würde ich mir daher auch ohne Wenn und Aber schnellstmöglich etwas Neues suchen.
 

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