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Fühle mich wie ein Versager

galapagos

Mitglied
Ich hab das Gefühl, dass ich total versagt habe.
Ich bin jetzt 23 Jahre alt, hat 2014 mit der Note 2,1 Abi gemacht und bin sofort 700 km von zu Hause weggezogen um zu studieren. Meine Eltern haben mich total unterstützt und ihre ganze Hoffnung in mich gesteckt. Alle Freunde und die ganze Familie denken von mir, dass ich ne krasse Karriere machen werde.
Nach zwei Semestern Politik und zwei weiteren Semestern Jura fühle ich mich total ausgelaugt.

Meine soziale Phobie hat sich verstärkt, ich vereinsame, meine Stimme verkümmert, weil ich kaum rede am Tag.
Mein Kopf fühlt sich leer an und ich hab das Gefühl, ich kann nicht denken.
Ich habe versucht für die Jura-Klausuren zu lernen, aber das Zeug ödet mich extrem an, es ist unerträglich.
Ich habe das Gefühl, mein Gehirn trocknet aus.

Heute saß ich vor der Zwischenprüfung, hab auf das leere Blatt geglotzt und mich gefragt, was ich überhaupt mache.
Ich werde jetzt abbrechen müssen und muss wohl zurück in meine Heimatstadt. Mit leeren Händen.

Es ist mir peinlich.
 
Ich hab das Gefühl, dass ich total versagt habe.
Ich bin jetzt 23 Jahre alt, hat 2014 mit der Note 2,1 Abi gemacht und bin sofort 700 km von zu Hause weggezogen um zu studieren. Meine Eltern haben mich total unterstützt und ihre ganze Hoffnung in mich gesteckt. Alle Freunde und die ganze Familie denken von mir, dass ich ne krasse Karriere machen werde.
Nach zwei Semestern Politik und zwei weiteren Semestern Jura fühle ich mich total ausgelaugt.

Meine soziale Phobie hat sich verstärkt, ich vereinsame, meine Stimme verkümmert, weil ich kaum rede am Tag.
Mein Kopf fühlt sich leer an und ich hab das Gefühl, ich kann nicht denken.
Ich habe versucht für die Jura-Klausuren zu lernen, aber das Zeug ödet mich extrem an, es ist unerträglich.
Ich habe das Gefühl, mein Gehirn trocknet aus.

Heute saß ich vor der Zwischenprüfung, hab auf das leere Blatt geglotzt und mich gefragt, was ich überhaupt mache.
Ich werde jetzt abbrechen müssen und muss wohl zurück in meine Heimatstadt. Mit leeren Händen.

Es ist mir peinlich.

Sieht ganz nach einem falschen Fach für Dich aus. Wie sieht es aus mit einem Studiengangswechsel oder alternativ eine Ausbildung zu beginnen?

Peinlich muss Dir das nicht sein: Viele brechen ihr Studium ab. Wichtig ist, dass man danach die Kurve kriegt. Dazu gehört auch eine tief gehende Phase der Orientierung, damit man einen weiteren Fehlschlag vermeidet!
 
Ich glaube auch das dies die falschen Fächer sind. Jura ist trocken aber Politik soll Staubtrocken sein. So interessant der Beruf eines Juristen sein mag aber bei so trockenen Studienfächern würde es mir wahrscheinlich auch so gehen.

Deshalb bist du noch lange kein Versager. Nimm dir wenn es geht eine Auszeit und mach dir Gedanken ob und in welcher Richtung du weiter studieren willst und vor allem was dich interessiert. Und man muss auch nicht unbedingt studieren nur um die Eltern nicht zu enttäuschen. Du studierst und lebst in erster Linie für dich und nicht für deine Eltern.🙂
 
Da könnte es vielleicht helfen, dass du dich versuchst daran zu erinnern warum du überhaupt diesen Studiengang gewählt hast. Möglicherweise hilft dir dies dabei weiterzumachen oder du gestehst dir selber ein, dass du die falsche Wahl getroffen hast und probierst etwas anderes.

Höre bitte auf es den anderen Leuten recht machen zu wollen und sorge gebe dir ein wenig um Zeit wieder auf die Beine zu kommen und deine weitere Zukunft zu planen. Es wird noch viele Niederlagen im Leben geben und es ist wichtig zu lernen, wie man mit solchen Dingen in Zukunft umgeht und es nicht mehr so an sich heranlässt.
 
Meine Eltern haben mich total unterstützt und ihre ganze Hoffnung in mich gesteckt.

Das ist nett von deinen Eltern, viele Eltern machen das so, dass sie Studium oder Ausbildung vorschlagen, und unterstützen. Aber deine Eltern wissen auch nicht, wie du dein Leben führen sollst, kannst und willst. Das wirst du selber entdecken und erforschen.

Versagt hast du, wenn du aus Stolz und Dummheit ein Fach fertigstudierst, was du verabscheust, und dann 40 Jahre in einem Job arbeitest, den du haßt. Und nur halbe Sachen produziert 40 Jahre lang. Dann kannst du dich beruflich als gescheitert betrachten 😀 Aber vielleicht hast du dann damit eine tolle Familie finanziert, oder tolle Leidenschaften ausgelebt, oder privates Engagement.

Was ist überhaupt Erfolg und Versagen im Leben? Frag 10 Menschen, krieg 10 Meinungen.

Willst du denn voll die Karriere machen? Bist du überhaupt sicher dass das alle von dir erwarten?

Mach lieber was, das du willst, magst und kannst, oder verdien einfach Geld und gib es aus.

Studieren finde ich eh bissi trocken und langwierig.

Was ist'n Zwischenprüfung, 'ne Art Vorexamen? Wäre nett, wenn du das noch schaffst, aber hört sich gerade nicht so an, dann vergiss es.

Und denk dir was anderes aus. Vielleicht kannst du auch Beratung einholen, von Beratungsstelle, und Leuten aus der Familie.
 

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