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Fühle mich unwohl, weil mein Partner alles ins Sexuelle zu lenken scheint....

Mich würde es so unsagbar nerven, wenn z.B. nach einem Morgengruß a la "ich würde jetzt gerne kuscheln" ein "schick mal ein Foto von deinen Brüsten, wollte wissen ob die noch genauso groß wie gestern sind" käme.
Das ist einfach nur ein pubertäres, albernes Verhalten.
Auch würde ich mich dann als Mensch irgendwann nicht mehr respektiert fühlen.

Ich glaube du hast da schon das richtige Bauchgefühl. Er scheint zu denken, dass Frauen nur seiner sexuellen Bedürfnisbefriedigung dienen. Das ist auf Dauer keine Basis für eine ernsthafte Partnerschaft auf Augenhöhe.
 
Ich würde ziemlich viel wetten, das er die Bilder alle nicht gelöscht hat.

Aber wenn er dich jetzt nicht mehr danach fragt, wäre doch alles so wie du es möchtest ,oder?

Sein Verhalten dich dann zu beleidigen und zu nötigen und dir die Schuld zu zuschieben finde ich da aber eher ganz doll unlustig! Da sehe ich keine wirkliche Partnerschafft und Liebe!
 
Hallo ihr Lieben, erstmal vielen Dank für eure Antworten 🙂

Doch meine Erfahrung ist dass man leider im Internet häufiger Menschen zu treffen scheint mit einseitigen Vorlieben.Vor allem viele Männer fahren zweigleisig und haben eine feste Partnerschaft und oder mehrere Sexbekanntschaften denen sie vorgauckeln sie sei die Einzige!


Wir haben uns zwar tatsächlich im Internet kennengelernt, aber er steht sehr offen zu mir, hat mich auch allen seinen Freunden/innen als seine Partnerin vorgestellt. Ich denke in dem Ort würde es sich schnell herumsprechen, wenn er mit mehreren was hätte. Auch teilt er Fotos von uns auf Facebook und benutzt diese als Profilbilder. Er ist auch nicht gerade ein "Womanizer" oder Partygänger, eher jemand der sich auf seine Bücher stürzt oder tagträumt, also vertraue ich ihm schon dass ich die Einzige bin und er treu ist. Und vermutlich eher schon viel zu sehr nur auf mich fixiert ist, und dabei eine riesige Phantasie hat...


Seine Reaktion auf Deine vorsichtigen Äusserungen ist auffallend manipulierend. Echt das letzte Dir ein schlechtes Gewissen zu machen!


Da gebe ich dir recht. Ich fühle mich in der Tat oft manipuliert.
Mir wird mittlerweile auch immer deutlicher, dass dieses vielleicht sogar mit einer Persönlichkeitstörung seinerseits zusammenhängen könnte.

Vielleicht nicht ganz so krass wie "Gast" sagt, aber ähnlich:
Das ist ein Mensch, der andere nicht wahrnimmt, und diese Ignoranz nutzt um das Maximum für sich herauszuholen. Und glaub mir bitte: solche Menschen ändern sich NICHT. Die Bereitschaft, dieses Maximum zu verringern ist nicht vorhanden. Man nennt das auch Soziopath, es handelt sich um eine leichte bis moderate Persönlichkeitsstörung die ehrliche Kommunikation unmöglich macht. Auf dem Gebiet der Zwischenmenschlichkeit ist Dein Freund krankhaft gestört.


Ich würde ihn zwar nicht gleich als Soziopath einschätzen, da er für mich und viele andere Menschen auch ein empathischer und hilfsbereiter Freund sein kann. Aber wenn es zu Kritik kommt oder sogar nur vermeintlicher und eingebildeter Kritik, scheint bei ihm definitiv ein Schalter zu umzukippen...


Er wird die Sache immer wieder verkomplizieren, weil er auf der komplizierten Ebene gewinnt. Der Ebene des "aber man kann das auch ganz anders sehen", "vielleicht ist es gar nicht so wie ich es empfinde" und dieses ganze kranke Gesülze. Er wird Dich mit aller Macht von der einfachen Ebene abhalten, denn die einfache Ebene ist - nun ja, einfach eben.


Das hast du sehr gut beschrieben, genauso fühlt es sich an. Als würde er die Dinge auf eine völlig verkomplizierte Ebene heben die mir Kopfschmerzen und Schwindel bereitet, ich selbst nicht mehr durchblicke, was überhaupt passiert und letztendlich klein beigebe und mich entschuldige, nur damit er sich beruhigt und endlich aufhört zu Reden...


Ich habe schon viel nachgedacht, woher dieses Verhaltensmuster kommt und glaube mittlerweile Folgendes:


Er ist jemand, der sich innerlich eigentlich wie ein Versager fühlt, das hat er mir schon oftmals angedeutet. Im Kontrast dazu steht zwar dieses übertriebene Hochhalten seiner eigenen Meinung, aber ich denke im Grunde hat er Angst etwas falsch zu machen oder von anderen als eine Niete gesehen zu werden.
Ich habe schon mehrmals festgestellt, dass er eigentlich sehr dünnhäutig ist und ihn Kritik, oder selbst nur eine Reaktion die von seiner Vorstellung abweicht, persönlich trifft und irritiert.


Ich denke meine Bitte an ihn ein VERHALTEN zu ändern transformiert er direkt in eine Kritik gegenüber seiner GESAMTEN PERSON und das ruft in ihm ein so großes Schamgefühl hervor, dass er es direkt umlenkt und zum Selbstschutz in einen Angriff übergeht (Du bist verrückt...mal wieder schlecht drauf.. unhöflich... DU hast ein Problem! Ich weiss ich bin ein guter Mensch. und DU bist unhöflich...undankbar etc)


Was ich in meinem Freund oft beobachte ist eine ziemlich komplizierte Mischung von einerseits sich und seine Meinung/Wissen/Grundwerte völlig zu idealisieren und undurchdringlich zu machen und andererseits auch ein Gefühl ganz großer Unsicherheit und Scham.


Unser Gespräch gestern abend hat mir diese Vermutung zum Teil auch noch einmal bestätigt: Er hat zugegeben, dass er zuvor überreagiert hatte und sich eigentlich nur geschämt und unsicher gefühlt hat, so als könne er nichts richtig machen. Dass er mich doch nur glücklich machen und einer guter Freund sein will. Und manchmal wohl etwas zu verrückt nach mir ist und davon fortgerissen wird, wie ein Teenager. Und er sich dabei ertappt und bloßgestellt gefühlt hat.


Soweit so gut, dachte ich, da hat er wirklich mal reflektiert und nachgedacht. Ich war erstmal dankbar für die Ehrlichkeit und Offenheit.


Dann fuhr er fort:
Er meinte, er sehe ständig diese Paare die total verrückt nacheinander sind. Und um ehrlich zu sein, wäre er etwas neidisch auf diese Paare, die einfach ganz viel ignorieren und denken dass der Partner der/die Größte in der Welt wäre und nichts Falsch machen kann.
Er meinte, vielleicht liegt das daran, weil er seine Mutter vermisst (vor 2 Jahren an Krebs gestorben) und er sich ungeliebt fühlt. Und das zusammengenommen resultiert darin, dass er sich wünscht jemanden bei sich zu haben, der denkt er könnte nichts Falsch machen.
Auch wenn er weiss, dass er kein perfekter Mensch ist und nicht erwartet dass das jemand wirklich von ihm denken könnte. Also glaubt er dieser Wunsch/Neid eher daher kommt, weil er dieses Gefühl von Sicherheit/bedingungsloser Liebe nicht mehr hat und vermisst.


Ich denke das macht Sinn, doch besorgt mich seine überidealisierte Vorstellung einer Partnerschaft die eine Kompensation für die fehlende bedingungslose Mutterliebe zu sein scheint.
Ich kann es zwar nachvollziehen dass ihm etwas Grundlegendes im Leben fehlt, aber er lädt damit auch eine schwere Last auf mich ab, wenn ich diese Leere nun komplett auffangen soll.


Ausserdem glaube ich auch nicht, dass es solche Paare wirklich gibt, jedenfalls nicht über Jahre hinweg. Es gibt immer mal Reibereien und Dinge, über die geredet werden muss. Für mich bedeutet eine gute Beziehung, dass man gut kommunizieren kann, auch wenn etwas unangenehm ist. Und man dabei von dem Vertrauen getragen wird, dass man sich hinterher immer noch liebt.


Das sagte ich ihm auch, und er meinte das wäre wohl etwas schwer für ihn... und dass ich das ganze Konzept scheinbar nervig finde, von den vermeintlichen Fehlern des anderen abzusehen und nicht gleich das Schlimmste zu vermuten...


Ich meinte das sehe ich ein, dass man nicht vorschnell urteilen sollte, aber es trotzdem wichtig ist, dem anderen mitzuteilen wenn ein bestimmtes Verhalten langfristig eine unangenehme Wirkung erziehlt, auch wenn der andere das gar nicht beabsichtigt.


"Schätze mal", war seine kurze Antwort. Da er nichts mehr sagte, fuhr ich fort:


dass für mich gerade die offene und ehrliche Kommunikation miteinander ein Gefühl der Nähe erzeugt und ich das auch wichtig finde, dass mein Partner mir mitteilt, wenn er sich unwohl fühlt und ich mich ebenso wohl dabei fühlen kann mit meinem Partner über gewisse Dinge zu reden, anstatt stillschweigend etwas zu ignorieren das mir langfristig Bauchschmerzen bereitet.


Kann sein, meinte er. Und das es wohl eine Angelegenheit ist die wir in einer Nacht nicht klären können und es nun Zeit fürs Bett ist.


So sind wir dann verblieben.... und ich kann gerade nicht wirklich sagen, ob mich dieses Gespräch eher erleichtert oder noch mehr besorgt hat...

Einerseits denke ich dass er völlig idealisisterte, unrealistische Leitbilder hat und erwachsen werden sollte... andererseits kann ich auch sehen, dass dieser Konflikt das Ergebnis seiner Vergangenheit ist, aber ich das wahrscheinlich nur schwer ändern kann... es sei denn ich werde zu einem Partner, der niemals ein Problem oder etwas zu bereden hat...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann Dich genauso verstehen , wie ich auch Deinen Freund verstehe .

Da treffen sozusagen zwei Level aufeinander.

In der Mitte komt ihr beide damit klar , so wie Dich sein Sexlevel da nur etwas nervt , nervt ihn wahrscheinlich Deiner genauso , die Frage ist nur, ob ihr Euch beide darüber klar seid.

Alle was ich hier bisher gelesen habe von Euch ist ein Versuch, die beiden Level anzugleichen, die Frage die ich mir stelle ist , ob das klappt und die zweite Frage ist , ob das der richtige Weg ist.

Es könnte sein, das Dein Sexlevel steigt, sozusagen bist Du dann ganz einfach öfter scharf auf ihn als jetzt , rein gefühlsmässig ohne großartige Überlegungen , Du verspürst einafch das Gefühl mit ihm Sex haben zu wollen vermehrt.
Wäre auch ein Weg der Angleichung , es kann aber auch sein, daß Dich sein zusätzlich noch ansteigender Level vermehrt stört ....weil eben Deiner nicht steigt.

Es gibt doch sicher ne Möglichkeit mal drei oder vier Wochen gemeinsam zu verbringen, einfach um auszutesten ob das wirklich klappt , daß er sich etwas zurücknimmt und Du vielleicht dahingehend tendierst öfter zu wollen , als Du vorher dachtest.

Manchen Menschen ist Sex nicht so wichtig, die pratizieren ihn auch nicht ausgiebig, sondern sind eher verklemmt und tabuisieren Sex, warum auch immer.

Andere wiederum haben da eine sehr offene und sexfreudige Einstellung , definieren auch u.U. ihr Lebensgefühl darüber , ob sie guten Sex haben oder nicht , da gibt es die verschiedensten Varianten.

Klar ist Sex auch nicht alles , da gibt es weitaus mehr in einer Partnerschaft, was passen sollte, damit es gut funktioniert.

Du kannst aber letztendlich nur Prognosen wagen, denn wie ein Mensch wirklich ist, das erfährt man immer erst, wenn der Mensch sich nicht verstellt, wenn man den Menschen 24 h um sich hat.

Was aber für erkenntlich ist, sind zwei ganz unterschiedliche Level, die den Sex betreffen, nicht nur die Häufigkeit , sondern auch die Art und Weise .
Klar gibt es Menschen, die gerne Fotos erotischer Art verschicken, klar gibt es Menschen, die gerne mehrmals am Tag Sex haben, klar gibt es Menschen, die "ständig heiß " aufeinander sind.

Das sagt aber nichts über die Qualität und die Intensität des Sexes aus, den sie haben , auch da gibt es verschiedene Unterlevel , wenn Du so willst.

Klar gibt es genauso Menschen , die lieber jemanden um sich haben, dafür sogar schlechten Sex in Kauf nehmen, weil ihnen einfach der richtige Partner fehlt , ihnen das Alleinesein mehr zu schaffen macht, als der nächste Versuch sich sexuell anzugleichen.

Aber was das Wichtigste ist ,denke ich , ihr beide solltet Euch ehrlich gegenüber treten Euch respektieren und akzeptieren, als Grundvorraussetzung und wenn dann Dir der Sex, nach dem Wadern in der Wanne, mit Muskelkater, trotzdem gefällt und er sich die Mühe macht mal abzuwarten, bis Du ne sexuelle Anspielung machst , kann es genauso sein , das ihr Euch im Laufe der Jahre prima ergänzt.

Es kann aber auchs ein, daß ihr Euc beide über Eure wahren Bedürfnisse klar werdet und zu dem Ergebnis kommt, daß ihr sie bei dem anderen nicht finden werdet.
 
ich muss sagen, dass eine tendenz hier im forum etwas anstrengend ist (allgemein gesagt, nicht bezogen auf den objektiven post meines vorschreibers) : während frauen selbst bei richtig krassen geschichten noch verständnis entgegen gebracht bekommen (siehe seville und ihre "zig männer seit jahren" geschichte, wo tatsächlich regelmässig user (insb gäste) schreiben, dass der mann eine (mit-) schuld trägt, weil er eben ihre bedürfnisse und speziellen triebe nicht befriedigen konnte oder nicht erkannt hat, was in ihr vor sich geht.

gleichzeitig wird ein mann aber - wie in diesem thread hier geschehen - der nun wirklich nix böses gemacht hat von allen seiten "zerrissen" und äusserst negativ gesehen, es wird zur trennung geraten und so weiter.

das ist schon etwas nervig und trägt relativ wenig dazu bei, objektiv einem hilfesuchenden wirklich diese bieten zu können.


aber zum thema von ruby :

ich glaube, dass ihr beide ziemlich ähnliche probleme innerhalb der beziehung "verursacht" und das beide auf jede euch eigene art und weise.


dein freund z.b. scheint so gut wie kein feingefühl zu haben bzw keine empathie in der richtung zu erkennen, wann seine doppeldeutigkeiten bzw "sexuellen" wünsche angebracht wären, so dass du seine versuche als nervig und anstregend wahrnimmst, dich als sexobjekt fühlst (anbei, ich kenne einige frauen die nehmen es als ziemliches kompliment, wenn der FREUND oder partner sagt "du bist ein totales sexobjekt für mich" - wobei damit natürlich gemeint ist, dass die frau extrem heiß, anziehend ist und die sexuelle phantasie etc anregt). tatsächlich ist es ja so, dass viele frauen gerade damit ein problem haben, dass der partner ANDERE frauen (egal ob pornos oder sonstwo) als sexobjekt ansieht und für seine erregung hernimmt, deiner hingegen bezieht sich auf dich. dass du dich damit unwohl fühlst kann für mich eignetlich nur zwei ursachen haben. entweder hat es etwas mit deiner erziehung zu tun, d.h. du wurdest sehr stark emanzipiert erzogen und kommst mit der vorstellung, dass DU Eben sehr sexualisiert wirst von deinem freund (was per se kein drama ist, sondern sogar schön sein kann, wenn auch der rest in der beziehung stimmt), nicht so gut klar. die alternative ist, dass es einfach an der schieren masse seiner "versuche" liegt - dies zu beurteilen ist für aussenstehende glaube ich extrem schwierig. kommt er z.b. JEDESMAL wenn du duschen gehst (bzw es ihm schreibst) damit an fotos etc zu wollen, dann kann ich absolut verstehen, dass es dich anstrengt und auch kein gutes gefühl auslöst. sind solche erlebnisse aber nur ab und an vorhanden (sagen wir 1, 2 mal so eine situation pro woche), dann ist es imo total im normalen rahmen und die meisten frauen würden sich darüber freuen (jedenfalls die, die ich kenne) - erst recht nach zwei jahren beziehung wo viele partner schon die neulust verloren haben und (leider) sich auch anderweitig orientieren.

auf der anderen seite könnte ich mir auch vorstellen, dass du - wenn du ihm verklickerst, dass du mit ihm und seinem verhalten unzufrieden bist, nicht besonders feinfühlig bzw empathisch vor gehst. anhaltspunkte habe ich dafür aus deinen reinen beschreibungen keine bzw so gut wie keine, aber seine reaktion auf dein ansprechen der problematik spricht entweder dafür, dass er (wie andere auch erwähnt haben) in gewissem masse noch sehr "kindlich" ist, was übrigens bei männern mitte ende 20 sooo ungewöhnlich nicht wäre, oder aber dass du auf "falsche" art und weise das thema anschneidest. auch hier also wieder die möglichkeit, dass beide "falsch" reagieren, es ist aber sehr schwer, dies aus ein paar sätzen bzw beschreibungen zu 100% rauszufiltern - meiner erfahrung nach im freundes, bekanntenkreis, aber auch mir selbst ist es aber fast immer in solchen situation ein problem, das von beiden verursacht ist. ihr seid ja eher "normal" (und keine extremisten in irgendeiner sexuellen oder beziehungspsychologischen hinsicht)

ich versuche mal ein beispiel zu nennen :

ich bin selbst ein sehr direkter typ, und wenn mir was nicht passt (und es mir wichtig ist), dann spreche ich es auch ziemlich direkt an. ob ich andere damit verletzte hat mich noch nie interessiert (bzw : ich denke darüber gar nicht nach, sondern lege den fokus auf absolute und ziemlich direkte ehrlichkeit). im laufe meines lebens ist mir aber natürlich klar geworden, dass man so mit mitmenschen, insbesondere mit partnern nicht umgehen kann. und jeder mensch erfordert hier eine andere art und weise, "wahrheiten" zu verpacken. nach 2 jahren euer beziehung sollte dir also eigentlich ein weg "offenstehen" (und klar sein) mit dem du zu ihm durchdringen und das problem ansprechen und auch lösen kannst. du wirkst jedenfalls clever genug dazu, nachdem wie du schreibst, und auch reflektiert genug. wenn er aber auf die beschriebene art und weise reagiert liegt das eben nicht nur zwingend an ihm, sondern möglicherweise auch an dem weg, den du gewählt hast (der vielleicht für viele andere sogar der richtige zugang wäre, für ihn aber nicht).



sicher ist wohl nur, dass ihr relativ unterschiedliche typen seid, was die sexuelle ebene angeht.

du scheinst sex nicht die allzugrosse bedeutung beizumessen, dein partner jedoch (bei einem mann in dem alter sogar absolut normal, da gibts nur sehr wenige ausnahmen) schon. dazu kommt wohl auch, dass er dich einfach per se extrem anziehend findet (wie du zu ihm in dieser hinsicht stehst konnte ich nicht genau herauslesen). das ist per se nichts schlechtes, du DEINERSEITS scheinst aber grosse probleme zu haben, sowohl sexuelle grenzen zu setzen ("nee, hab keine lust dir ein bild zu machen, bin total im stress gerade, muss ja gleich zur arbeit" oder sowas) als auch richtig einzuordnen, welche situationen eben (zurecht) irgendeine sexuelle komponente haben, und es auch total normal ist, dass er da dann auf ideen kommt oder "dich will".

ein satz von dir hat sich mir ziemlich stark eingeprägt, "warum dieses oder jenes jetzt unbedingt zu Sex führen muss (z.B. nach ner langen Wandertour mit Muskelkater in der Badewanne entspannen -> Sex in der Wanne)" - an dieser stelle war mir klar, dass euer problem nicht nur an ihm alleine liegt, sondern tatsächlich von euch beiden ausgeht. ich würde sagen, dass die meisten menschen, die z.b. zusammen baden oder zusammen duschen durchaus oft auch sex haben. wenn man NUR duschen will (ohne intimitäten auszutauschen), dann geht man alleine - geht schneller und ist praktischer, da man nicht abgelenkt wird. dies gilt erst recht fürs baden. ich würde sogar sagen, dass du "eher" die ausnahme bist, die es seltsam zu finden scheint, wenn gemeinsames baden zu etwas sexuellem führt. nicht, dass das ein problem wäre oder so, aber es zeigt eben, dass das, was dein partner scheinbar ZUVIEL sexualisiert (fast jede handlung bekommt was sexuelles, selbst banales wie "ich gehe nun alleine duschen"), während du relativ wenig in den kontext sex bringst. wie gesagt, beides ist eigentlich total ok, aber in diesem punkt passt ihr nicht wirklich zusammen.


alles in allem fand ich einige der hinweise hier, dass du dich trennen sollst (o.ä.) schon ziemlich heftig. dein partner scheint dich jedenfalls sehr zu lieben (schriebst du ja auch), sowohl sexuell als auch auf anderer ebene. in deinem fall vermute ich, dass du ihn auch liebst - warum sollte man sich also direkt trennen, weil eine ebene der beziehung etwas "schieflage" hat.

ich denke, dass ihr zuerst einen weg finden müsst richtig zu kommunizieren. und ich fürchte, hier wirst du die treibende kraft sein müssen. denn er findet dich ja supertoll, warum sollte er also veränderung wollen. du MUSST hierbei aber einen weg wählen, der zu ihm passt und der funktioniert. selbst wenn du mit samsthandschuhen ankommen musst. wenn ihr diesen weg des dialogs gefunden habt wird es wichtig sein, dass du in zukunft klare grenzen setzt. denn das problem, dass er sehr stark auf dich abfährt (und dann auch sehr stark ins sexuelle abdriftet) ist direkt weniger eins, wenn du ihm kontra gibst und klar sagst "du, heute mal nicht" oder eben erkennst, dass gemeinsam baden jetzt keine so gute idee ist, weil es eine situation ist, die sexuell ist für die meisten menschen "sorry hase, aber ich würde lieber nur duschen, bin total ko". wichtig ist dabei imo, dass du eben nicht in die richtung gehst "keine lust auf baden, du willst ja eh nur sex wieder" (= vorwurfsvoll).


puh, ich entschuldige mich direkt mal für das unstrukturierte geschreibsel hier. im kopf sah das ganze irgendwie anders aus.

ich wünsche dir auf jedenfall viel glück. in meinen augen (wenn du deinen partner toll findest, auch anziehend) solltest du alles tun, dass eure beziehung bestand hält. viele männer würden sich nach 2 jahren komplett anders verhalten (und zwar auf eine weise, die dir garantiert nicht gefallen würde und auch sonst keiner frau die gerne wertgeschätzt wird). wenn du es lernst auf die richtige (und zu deinem freund passende) art und weise grenzen zu setzen ist der erste grosse schritt schon getan. denn sowas wie "auch wenn ich normale bilder schicke sagt er mir dass er jetzt hart ist und mich will" ist halt schon ziemlich plump. aber das kann er ohne weiteres lernen.



ps. ein wenig verhalte ich mich meiner freundin ggüber wie deiner es bei dir tut (wir snd 9 jahre zusammen). sie findet es allerdings toll, weil ich tatsächlich erkenne, wenn sie es positiv auffasst wenn ich etwas sexuell deute, und wann sie möglicherweise absolut nicht in der stimmung dazu ist. dein kerl scheint in dieser hinsicht aber keine "antennen" zu haben, und du es ihm auch nicht richtig zu verklickern (wenn ich z.b. mal über DIESES Ziel hinausschiesse macht meine freundin das sehr charmant, und es wird deutlich dass sie sich einerseits freut, dass ich sie so begehre, andererseits aber auch, dass sie gerade kein bock auf diese eben hat, OHNE dass es als vorworf rüber kommt, denn für einen solchen gibts auch keinen grund). also nochmal, viel glück. ich bin mir sicher, dass euch jede chance offen steht (ich sehe jedenfalls nix, was dagegen sprechen würde)
 
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