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Fühle mich minderwertig

SoL94

Aktives Mitglied
Hallo,


ich weiß, dass jeder viel wert ist und man sich nicht minderwertig fühlen muss.

Ich fühle mich aber minderwertig, habe zweimal das Studium abgebrochen und mache eine Ausbildung. Mit der Situation bin ich sehr unglücklich.
Meine paar Kumpels sind alle weiter, das Studium beendet und arbeiten oder studieren weiter.

Ich fühle mich schlecht und finde für mich keine Richtung...Interessen habe ich genug. Habe auch große Angst bezüglich der Zukunft...und eine Angststörung wurde bei mir diagnostiziert. Hatte beim Studium immer auch mit psychischen Problemen zu kämpfen, verbockt habe ich es aber selbst. Soll keine Ausrede sein.


Habt ihr vielleicht einen Tipp?



VG



VG
 
Habt ihr vielleicht einen Tipp?

Ausbildung jetzt durchziehen 😉

Ich fühle mich aber minderwertig, habe zweimal das Studium abgebrochen und mache eine Ausbildung. Mit der Situation bin ich sehr unglücklich.
Meine paar Kumpels sind alle weiter, das Studium beendet und arbeiten oder studieren weiter.

Da bist du doch nicht allein. Es gibt genügend andere, die auch 2x ihr Studium abgebrochen haben. Deswegen muss man sich doch nicht minderwertig fühlen. Aber ich glaube dein Knackpunkt ist, weil deine Kumpels das Studium beendet haben und du nicht, oder?

Du kannst doch nach deiner Ausbildung dann immer noch ein Studium draufsetzen. Als was machst du die Ausbildung? Also ich kann nur von mir sprechen: Habe nach dem Fachabitur eine Ausbildung als Industriekaufmann angefangen. In der Ausbildung hat man Zeit, das Schulische ein bisschen zumindest sacken zu lassen (klar, es gibt auch noch Berufsschule, aber nur 1-2x in der Woche) und sieht das Ganze ein bisschen anders. Es ist halt nicht mehr Vollzeitschulunterricht, das will ich damit sagen. Und, dass man dadurch als Mensch persönlich wächst und die betrieblichen Abläufe eines Unternehmens besser verstehen lernt brauche ich glaub ich gar nicht weiter erklären. 😀

Wie gesagt, kann nur von mir und meinem Beruf sprechen. Hab noch ein Lehrjahr, aber kann jetzt schon sagen, dass ich damals gleich nach der Schule nicht so reif für ein Studium gewesen wäre, wie ich es nun bin. Zudem weiß ich jetzt auch, wo ich hin will.
 
Vielen Dank für eure Antworten!


@Bork.Laser: ja ich will sie auch durchziehen und will weiter komme. Hatte zu ihr auch keine andere Alternative und ein neues Studium habe ich mich nicht getraut...wüsste auch nicht welches...kann mir viele Berufe vorstellen..

Ja, ich fühle mich schon seit der Jugend minderwertig und natürlich die Leute die ich kenne sind fertig oder arbeiten. Aber alle haben studiert und sind fertig oder machen einen Master oder coole Praktika und einen guten Job. Und ich eben nicht...das trifft mich. Habe das Abitur ja nicht zum Spaß gemacht, obwohl ich gerne gelernt habe.
Außerdem trifft es mich, dass ich meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht werde...
Fühle mich schon verstärkt wie ein Versager, treffe Entscheidungen oft falsch und habe zu mir irgendwie noch gar nicht gefunden. Habe kein Bauchgefühl bzw immer zu spät, versuche es rational zu lösen, lasse mich aber leider leicht beeinflussen.

Ja, das stimmt. Habe aber Angst, dass ich dann zu alt bin...bin jetzt schon bald Mitte 20. Und wissen welches ich dann machen will muss ich davor ja auch wieder.
Ich denke aber wohl zu viel und bewege mich nur in Theorie.

Es ist die gleiche Ausbildung, welche du auch absolvierst.

Ja, das stimmt. Reifer wurde ich aber, nach der Schule war ich das auch nicht.
 
Manchmal dauert es einfach länger.
Bei mir waren es 42 Jahre, bis ich klären könnte, was ich da so mit mir rumschleppt.
Hab mich bis dahin ständig mit anderen verglichen, die mehr hätten, besser verdienten usw. und deswegen fertig gemacht. Das zieht runter.
So etwas ist der ideale Weg, um sich unglücklich zu machen. Schau einfach mal auf Menschen, denen es nicht so gut geht und mach dir bewusst, was du Gutes in deinem Leben hat. Das kann ein Anfang dann sein. Und besorge dir zum Einstieg das Buch "Sorge dich nicht, lebe"
Gruß Jim
 
Ok, muss ich lernen.

Das Problem ist glaub, dass meine Mutter mich nie so akzeptierte wie ich bin...
Sie sagte auch alle haben Erfolg nur ich nicht und will mich immer loswerden. Zieht sich seit früher durch, ich war nie ihr Lieblingskind und der Bruder wurde bevorzugt...

Außerdem redet sie mir zu sehr rein und ich kann es ihr nie recht machen.
"Sie hat uns total gut aufgezogen, dass wir erfolgreich werden"...
Aber was ist denn überhaupt Erfolg ? Für jeden was anderes. Und dann ist man der "Komische" wenn man in ihren Augen abweicht.

Das tut weh und so wurde ich wohl immer geprägt.
 

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