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fühle mich auf der arbeit ständig innerlich unruhig und "eingesperrt"

G

Gast

Gast
hallo,

ich habe ein merkwürdiges problem, das mich wirklich belastet und zwar bin ich (27, weiblich), wann immer ich irgendwo arbeite, jedesmal total unruhig, fühle mich unwohl und würde am liebsten nur weg. das erschwert mir natürlich das arbeiten an sich ungemein und im grunde ruinieren diese gedanken und diese innere unruhe meinen kompletten tag.

in meiner ausbildung z.b. bin ich jeden morgen zu meinem arbeitsplatz gekommen mit dem gedanken "jetzt sitzt du wieder 9-10 stunden hier fest und kannst nicht weg.". es war eigentlich mein traumberuf und die tätigkeiten an sich gefielen mir auch, aber ich merkte einfach ständig, dass ich nur wegwollte. das hatte nichts mit dem betrieb oder den kollegen (die alle nett waren) zu tun, ich kann es mir selbst nicht erklären und es war bisher bei jeder arbeitsstelle so. ich habe förmlich alle 5 minuten auf die uhr gestarrt und und wurde regelrecht panisch, wenn es noch früh war und ich wusste, dass ich noch mehrere stunden arbeiten muss.

ich möchte wirklich gerne mal sagen können, dass ich gern zur arbeit gehe, aber es ist nicht möglich. jedesmal, wenn mein chef mir sagte, dass überstunden anstehen, geriet ich regelrecht in panik. mir wurde heiß, mein herz raste. "du wirst hier nicht vor xy uhr rauskommen" und ähnliches ratterte dann unentwegt durch meinen kopf, ich fühle mich beim arbeiten generell total "gefangen", "gezwungen", wie auch immer.

für mich ist es der größte alptraum, morgens aufzustehen und zu wissen, ich MUSS da jetzt hingehen, ich MUSS 8-10 stunden auf meinem platz sitzen, kunden bedienen, daten erfassen etc. .. zuerst dachte ich, dass es vielleicht daran liegt, weil ich immer nur sitze bei meinem job. aber als sich dann mal alle daran machten, riesige kartons zusammenzufalten den ganzen tag, um diese hinterher zu entsorgen, fühlte ich mich genauso schlimm. total demotiviert, kraftlos und wieder der gedanke, dass ich einfach am liebsten meine tasche schnappen und abhauen würde. ich war auch ein paarmal schon wirklich kurz davor.

bei meiner letzten stelle wurde ich gekündigt, da man mir vorwarf, ich wäre total desinteressiert, fahrig und würde nicht präzise und konzentriert genug arbeiten. mir graut es schon jetzt davor, wenn ich wieder irgendwo eingestellt werde irgendwann und das ganze von vorn anfängt.

bitte helft mir. 🙁
 
Hallo Gast,
[...] wann immer ich irgendwo arbeite, jedesmal total unruhig, fühle mich unwohl und würde am liebsten nur weg. [...]

in meiner ausbildung z.b. bin ich jeden morgen zu meinem arbeitsplatz gekommen mit dem gedanken "jetzt sitzt du wieder 9-10 stunden hier fest und kannst nicht weg.". es war eigentlich mein traumberuf [...]

jedesmal, wenn mein chef mir sagte, dass überstunden anstehen, geriet ich regelrecht in panik. mir wurde heiß, mein herz raste. "du wirst hier nicht vor xy uhr rauskommen" und ähnliches ratterte dann unentwegt durch meinen kopf, ich fühle mich beim arbeiten generell total "gefangen", "gezwungen", wie auch immer.[...]

für mich ist es der größte alptraum, morgens aufzustehen und zu wissen, ich MUSS da jetzt hingehen, ich MUSS 8-10 stunden auf meinem platz sitzen, kunden bedienen, daten erfassen etc. .. zuerst dachte ich,mich genauso schlimm. total demotiviert, kraftlos und wieder der gedanke, dass ich einfach am liebsten meine tasche schnappen und abhauen würde. ich war auch ein paarmal schon wirklich kurz davor.

[...] mir graut es schon jetzt davor, wenn ich wieder irgendwo eingestellt werde irgendwann und das ganze von vorn anfängt.

bitte helft mir. 🙁

Erleichterung / Druckabbau könnte Dir bringen, wenn Du Dir fest verinnerlichst, dass Du tatsächlich nicht gefangen bist im Betrieb. Du kannst (auch wenn es gegen "Konventionen" "verstößt"😉)
theoretisch wie praktisch
zu jedem Tag, zu jeder Uhrzeit gehen.
Wenn es zu diesem "Abgang" mal real käme, und Du bei der Firma weiterarbeiten möchtest, wäre ein direkter Gang zum Arzt empfehlenswert.

Überlege Dir mal, ob eine berufliche Selbständigkeit oder freiberufliche Betätigung für Dich in Frage käme, eines Deiner Hobbies als Beruf-ung zB,
damit Du von jenem
Deine Lebensqualität massiv senkenden
derzeitigen "Kreisel" quasi befreit wärst.
 
ich musste den beitrag 2mal lesen.... aber ich habe ihn nicht verfasst. wahrscheinlich sind wir "seelenverwandte" was arbeiten gehen anbelangt. haargenauso ging es mir, naja vielleicht nicht ganz so extrem, aber z.t. schon - wenn ich 8 stunden im geschlossenen gebäude mich mit bestimmten dingen befassen musste, also eben "normal" arbeiten, kriegte ich manchmal die krise, kam mir auch eingesperrt vor, dabei hatte ich immer sg. kreative jobs, wo zwar termindruck war, aber die arbeit ansich auch nicht eintönig. selbst wenn ich heute noch sg. "karrieremenschen" sehe - meine assoziation geht da immer in die richtung "bei tollsten sommerstrandwetter müssen die armen? im büro schwitzen und überstunden schieben."
phasen der arbeitslosigkeit waren für mich wie erholung und urlaub, weil ich mich da frei bewegen konnte. rel. erträglich waren jobs im aussendienst, jobs wo man nicht "angekettet" war am schreibtisch, wo auch mal ausserhaustätigkeit dazugehörte, dienstreisen etc. wo man zwar sein pensum seine aufträge heranschaffen musste, man aber "raus" konnte und nicht ständig "unter kontrolle" stand. vielleicht währ das ne option für dich? jobs mit nen bewegungsrdius "drinnen-draussen" also weg von 8 stunden schreibtisch - vertrieb aussendienst so in die richtung. selbständig machen währ auch was, aber selbst da hast du (im idealfall) absolute hochdruckphasen, wo man eben nicht weg kann - weil sonst auch der verdienst weg ist - mir hilft da immer an den nächsten urlaub zu denken - oder konkret zu planen ;-). allerdings kannste da deinen arbeitsrhytmus etwas freier gestalten
 
Ich fühle mich genau gleich beim arbeiten und halte es deswegen nur schwer lange aus. Bei mir liegt es vor allem daran, dass die Zeit langsam vergeht und ich nochmal was machen muss und danach nochmal. Deswegen muss ich mich auch informieren, wie es mit freiberuflicher oder flexibler Arbeit aussieht. Beispielsweise Aufträge erhalten und dort arbeiten, von wo man will. Es gibt Beschäftigungen wie Schreiben, Designern oder Nachhilfe geben, die man nicht auf einem festen Arbeitsplatz machen muss. Erkunde dich dahingegend und versuche, so eine Arbeit zu machen. Es bringt nichts, wenn du dich immer schlecht fühlst wegen der Arbeit.
 

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