M
Migu1006
Gast
Schönen guten Morgen zusammen,
heute beschäftigt mich folgendes Problem mit einer kleinen Vorgeschichte:
Bis 2006 habe ich mit meiner Familie zur Miete in einem Nachbardörfchen gewohnt (30 Einwohner). In den ersten Jahren war alles relativ normal, nur wurde uns schnell klar - die Vermieter sind nicht sehr beliebt im Dorf. Wir hatten die ersten vier Jahre keine nennenswerten Probleme mit ihnen. Zwar kamen sie uns sehr bestimmend vor, aber das war nicht weiter tragisch. Irgendwann ging der Terror los. Sie betraten mit einem Zweitschlüssel unsere Wohnung - dieser Zweitschlüssel war von uns toleriert, weil es im Haus nur einen gemeinsamen Sicherungskasten gab. Und da der Vermieter angeblich Sauerstoff für eine nächtliche Atemmaske brauchte, hätte ja im Fall eines Stromausfalls während unserer Abwesenheit die Sicherung wieder reingedrückt werden müssen. Irgendwann fiel uns auf: Auch ohne Stromausfall betraten die Leute die Wohnung.
Wir haben daraufhin das Wohnungstürschloss ausgetauscht und einer lieben Nachbarin einen Zweitschlüssel gegeben, so dass immer gewährleistet war, dass die Wohnung betreten werden kann. Ab da ging der Terror los. Wir sollten das Schloss wieder umbauen - wir haben uns geweigert. Ich mache es mal kurz: Kündigung, Schreiben vom Rechtsanwalt, Räumungsklage - hat der Vermieter bis vors Landgericht gebracht und verloren. Dann fing es an, dass er uns die Heizung abdrehte. Und so saßen wir im Winter bei Außentemp. von -11° Grad da und hatten drinnen gerade mal 10° - dank Elektroöfchen und Kaminofen im Wohnzimmer (mit dem aber nicht die ganze Hütte geheizt werden konnte). Strom wurde uns abgezapft - beweisen konnten wir es nicht. Das ging bis hin zu Anzeigen, die der Vermieter beim Jugendamt stellte (angebl. Kindesvernachlässigung) bis hin zu Anzeigen bei der Gemeindeverwaltung (wg. angeblichen widerrechtlichem Wohngeldbezug unsererseits), es gipfelte dann in Handgreiflichkeiten seitens des Vermieters und Diebstahl seitens selbigem. Da wir ungern mit unseren Kids und Tieren dort wegwollten (weil es eben ein kleines und gemütliches Dörfchen mit einer guten Nachbarschaft war), haben wir den Terror gut fünf Jahre ausgehalten.
Dann wurde 1,5 km. entfernt in einem kleinen Dörfchen (hört sich an, als würden wir in Gallien wohnen) was frei und wir zogen 2006 weg. Dieser Schritt hat uns unendlich leid getan, aber es ging einfach nicht mehr. Unsere Wohnung wurde dann auch recht schnell wieder vermietet, mittlerweile wohnen die vierten Mieter dort. Immer wieder bekamen wir von den früheren Nachbarn mit, dass unsere ehem. Vermieter Lügen über uns erzählten. Wir haben das einfach immer ignoriert und fertig waren wir damit.
Heute früh rief mich eine frühere Nachbarin an. Der aktuelle Mieter des Hauses war bei ihr zu Besuch und beklagte sich, dass sein Vermieter (unser Ex-Vermieter) die Heizung runterschraubt und den Strom anzapft. Beweisen kann er es offensichtlich - wie wir damals auch - nicht. Dann erzählte er, der Vermieter habe mit Round-Up seine Pflanzen und Obstbäumchen kaputt gespritzt. Daraufhin ist er zum Vermieter und wollte ihn zur Rede stellen, was das soll. Der Vermieter erklärte daraufhin: "Damit habe ich nichts zu tun. Das war Fam. .... (also wir), die waren nachts hier und haben das gemacht."
So, eigentlich wäre ich jetzt soweit, mal was dazu zu sagen. Aber was bringt es? Der Witz ist nämlich: Alle in diesem Dorf haben die ein oder andere "Leiche im Keller" (Schwarzarbeit, unangemeldete Helfer in der Landwirtschaft, mal ein Feuer gemacht ohne Genehmigung) und alle haben Angst, von diesem Vermieter angeschissen zu werden. Ergo halten alle Distanz zu ihm und sagen nichts, was ihm Schwierigkeiten machen könnte. Wenn es hart auf hart käme, würden sie keine Partei ergreifen.
Was denkt Ihr, sollen wir das einfach weiter ignorieren? Wäre vielleicht auf eine Art das Beste. Auf der anderen Seite werden wir immer noch - obwohl wir ja seit März 2006 nicht mehr dort wohnen - in das Hickhack dort mit reingezogen. Wie würdet Ihr damit umgehen?
Schon mal Danke für Eure Antworten und einen schönen Tag und einen guten Wochenstart
wünscht Micha
heute beschäftigt mich folgendes Problem mit einer kleinen Vorgeschichte:
Bis 2006 habe ich mit meiner Familie zur Miete in einem Nachbardörfchen gewohnt (30 Einwohner). In den ersten Jahren war alles relativ normal, nur wurde uns schnell klar - die Vermieter sind nicht sehr beliebt im Dorf. Wir hatten die ersten vier Jahre keine nennenswerten Probleme mit ihnen. Zwar kamen sie uns sehr bestimmend vor, aber das war nicht weiter tragisch. Irgendwann ging der Terror los. Sie betraten mit einem Zweitschlüssel unsere Wohnung - dieser Zweitschlüssel war von uns toleriert, weil es im Haus nur einen gemeinsamen Sicherungskasten gab. Und da der Vermieter angeblich Sauerstoff für eine nächtliche Atemmaske brauchte, hätte ja im Fall eines Stromausfalls während unserer Abwesenheit die Sicherung wieder reingedrückt werden müssen. Irgendwann fiel uns auf: Auch ohne Stromausfall betraten die Leute die Wohnung.
Wir haben daraufhin das Wohnungstürschloss ausgetauscht und einer lieben Nachbarin einen Zweitschlüssel gegeben, so dass immer gewährleistet war, dass die Wohnung betreten werden kann. Ab da ging der Terror los. Wir sollten das Schloss wieder umbauen - wir haben uns geweigert. Ich mache es mal kurz: Kündigung, Schreiben vom Rechtsanwalt, Räumungsklage - hat der Vermieter bis vors Landgericht gebracht und verloren. Dann fing es an, dass er uns die Heizung abdrehte. Und so saßen wir im Winter bei Außentemp. von -11° Grad da und hatten drinnen gerade mal 10° - dank Elektroöfchen und Kaminofen im Wohnzimmer (mit dem aber nicht die ganze Hütte geheizt werden konnte). Strom wurde uns abgezapft - beweisen konnten wir es nicht. Das ging bis hin zu Anzeigen, die der Vermieter beim Jugendamt stellte (angebl. Kindesvernachlässigung) bis hin zu Anzeigen bei der Gemeindeverwaltung (wg. angeblichen widerrechtlichem Wohngeldbezug unsererseits), es gipfelte dann in Handgreiflichkeiten seitens des Vermieters und Diebstahl seitens selbigem. Da wir ungern mit unseren Kids und Tieren dort wegwollten (weil es eben ein kleines und gemütliches Dörfchen mit einer guten Nachbarschaft war), haben wir den Terror gut fünf Jahre ausgehalten.
Dann wurde 1,5 km. entfernt in einem kleinen Dörfchen (hört sich an, als würden wir in Gallien wohnen) was frei und wir zogen 2006 weg. Dieser Schritt hat uns unendlich leid getan, aber es ging einfach nicht mehr. Unsere Wohnung wurde dann auch recht schnell wieder vermietet, mittlerweile wohnen die vierten Mieter dort. Immer wieder bekamen wir von den früheren Nachbarn mit, dass unsere ehem. Vermieter Lügen über uns erzählten. Wir haben das einfach immer ignoriert und fertig waren wir damit.
Heute früh rief mich eine frühere Nachbarin an. Der aktuelle Mieter des Hauses war bei ihr zu Besuch und beklagte sich, dass sein Vermieter (unser Ex-Vermieter) die Heizung runterschraubt und den Strom anzapft. Beweisen kann er es offensichtlich - wie wir damals auch - nicht. Dann erzählte er, der Vermieter habe mit Round-Up seine Pflanzen und Obstbäumchen kaputt gespritzt. Daraufhin ist er zum Vermieter und wollte ihn zur Rede stellen, was das soll. Der Vermieter erklärte daraufhin: "Damit habe ich nichts zu tun. Das war Fam. .... (also wir), die waren nachts hier und haben das gemacht."
So, eigentlich wäre ich jetzt soweit, mal was dazu zu sagen. Aber was bringt es? Der Witz ist nämlich: Alle in diesem Dorf haben die ein oder andere "Leiche im Keller" (Schwarzarbeit, unangemeldete Helfer in der Landwirtschaft, mal ein Feuer gemacht ohne Genehmigung) und alle haben Angst, von diesem Vermieter angeschissen zu werden. Ergo halten alle Distanz zu ihm und sagen nichts, was ihm Schwierigkeiten machen könnte. Wenn es hart auf hart käme, würden sie keine Partei ergreifen.
Was denkt Ihr, sollen wir das einfach weiter ignorieren? Wäre vielleicht auf eine Art das Beste. Auf der anderen Seite werden wir immer noch - obwohl wir ja seit März 2006 nicht mehr dort wohnen - in das Hickhack dort mit reingezogen. Wie würdet Ihr damit umgehen?
Schon mal Danke für Eure Antworten und einen schönen Tag und einen guten Wochenstart
wünscht Micha