guten morgen marcus
liebe, zufriedenheit und wohlgefühl?
du hast sicherlich recht. das ist ein teil. ich persönlich bin noch vielem anderen in mir begegnet. es ist und bleibt schockierend. unfassbar.
durch sich begegnet man vielleicht auch anderen. auch das finde ich immer wieder schockierend. und zuletzt begegnet man dem leben und dem tod. der vergänglichkeit. das ist manchmal zuviel und auch unfassbar. die realität, die man selber darstellt, und die, die einen umgibt. verwirrend. aber das auch höchst lebendig. das chaos, das herrscht.
ich weiss nicht wieso, aber ich sauge viel in mir auf. unter anderem was gesagt wird, wonach scheinbar gestrebt wird. seit mensch reden kann, redet er ziemlich viel. oft in leidenschaft, die ich auch von mir kenne. alles hinterfragen. ich tue das nicht, weil ich glaube auserwählt zu sein oder so. einfach weil ich viel gesehen habe und somit auch viel widersprüchliches. es ist halt so. da fängt man halt an nachzudenken. worum geht es eigentlich? was passiert eigentlich? stimmt das, was gesagt wird? warum dreht die halbe welt durch? warum wird soviel gelogen? wieso versucht man soviele gesetze aufzustellen, die dann doch nicht ernst genommen werden? wieso widerspricht man sich permanent? wieso ist man selber so beschränkt?
einfach dahocken und traurig sein.
es stimmt mich traurig. oder ich einfach eine mimose auf dieser welt, die nichts verträgt, weil ich nicht erwachsen werden will. weil erwachsenwerden bedeutet in die widersprüche und in das chaos des lebens einzutauchen. zumindest darin zu leben. einzugestehen, dass man irgendwo sehr ohnmächtig ist. vieles kommt mir wie eine farce vor. menschliches stammhirn. vieles wird darauf abgeschoben. ein mensch, unterschiedliche messlatte in unterschiedlichen bereichen. geht das? gibt es da nicht die aussage, entweder du respektierst dich und somit alle anderen? wie buddha, der sagt, wenn du lebst, dann lebst du mit allem um dich herum. tiere und natur. es geht gar nicht anders. oder wenn ich behaupte, wie kann man bloss die eigene freundin oder frau so fest lieben aber anderem gegenüber kalt und rücksichtslos sein. vielleicht gehe ich mit der definition der liebe sehr weit. verstehe mehr als zuneigung zu einem menschen gegenüber. zuneigung, weil man etwas bekommt. weil man sich zu zweit gegen den rest der welt verbunkert. wie kann man hier lieben und dort hassen. vielleicht sollte ich mir meine mir selbsterwählte religion abschiessen. ich komm mir sehr dumm und sehr verarscht vor. ich muss lachen, wenn ich höre, welchen hehren ziele man verfolgt und dabei sich wie ein elitärer despot benimmt. macht das sinn?
sind wir nicht aus den nationalfaschistischen kinderschuhen raus? sind wir nicht alle bis auf die kleinsten quarkelemente aufgeklärt? wissen wir nicht um das universum und der dna bescheid? wie kann es sein, dass man abwinkt, dass man noch immer sagt, dass es nicht geht. dass man nichts machen kann? man kann klonen. man kann herzen verpflanzen. man kann mit dem flieger nonstop um die erde fliegen. man kann schnellshopping übers wochenende machen. man kann sich mit tv zudröhnen. internetvernetzung. mobile kommunikation. ausbildungen. schulen. universitäten.
der wettkampf um die schönsten plätze unter der sonne. was ist schon mitgefühl? dafür sind doch andere zuständig. politiker oder so! man macht seinen job. ist professionel. zieht sein ding durch. ist ein individuum geworden. aus der dorfgemeinschaft raus. die doch so bedrückend war. frei sein. was ist daraus geworden? zuerst verlor man sich in der aussenwelt, als man erklärte, dass die erde keine scheibe und gott da nicht im himmel ist. danach, dass die erde nicht im mittelpunkt, sondern um die sonne herum dreht, alles im grossen weiten unfassbaren all. manche suchen nach ausserirdischer existenz. während hier unten auf der erde menschen meinen, dass prositution ok sei. als job. aidsaufklärung für diese frauen. niemand scheint was grundlegendes ändern zu wollen. permanent wird einem erklärt, es würde nicht gehen. der hass, das ist das normale. der evolutionsbiologische kampf, das sei nunmal realtität. und leute die das nicht checken, spirituel verklärt oder eben mimosen. alpha-tierchen. chaos.
nix mit menschenwürde. bachab all die revolutionäre energie für eine bessere welt. man darf und soll auch wünsche haben. nach einem schönen outfit. nach einem partner. der einen wegnimmt aus dieser harten realität. einen job, überlegen, wo man ferien machen will. manche menschen wissen nicht was ferien sind. geschweige denn eine bodylotion, oder blockbusters. fronten. staatengrenzen. kilometerlang. und diskussionen darüber. aber es gibt fronten, die noch tiefer sitzen. fronten zwischen den menschen. kilometerlang. unendlich lang.
während hier die industrie gesäubert wird, mittels umweltgesetze menschen- und tierfreundlich gemacht werden, wird die anfängliche widersprüchlichkeit manifestiert. man darf nicht denken. nicht diskutieren. zu spät. vorbei.
ich glaube, der mensch würde, wenn er könnte, dafür sorgen, dass alle in würde und freiheit leben könnten. ich glaube viele verstehen nicht, dass man bei sich selber anfangen muss. dass es veränderung bedeutet. und dies wiederrum bedeutet angst. man versteht nicht, wie geil es wäre. wie gross und weit die welt würde.
wenn, wäre....
träume.
nein, ich spinne nicht.
nein, ich schiebe auch keine pubertäre trotzreaktion.
ich bin bloss... massivst verunsichert. ich finde, das ist ok. ich will mich auch nicht mit irgendwas zudröhnen.
vertrauen. man lernt zu vertrauen. wird im nachhinein als naives dummes lamm abgestempelt. das ist doch lustig. die menschen wissen nicht was sie tun. klar... ein physiker kann die elektromagnetische feldstärke berechnen. die verschiedenen frequenzen entschlüssen. ja auf diesem dem menschlichen auge unsichtbaren medium information transportieren. wauw, welche errungenschaft!
warum gibt man nicht zu, dass man innerlich ein vrack ist, ein krüppel? wieso fällt es so schwer? wir stacheln uns gegenseitig an. lächeln uns von weitem unser erlerntes lächeln an. wenn man es nicht tut, wird man als verbittert enttarnt und etikettiert. ja herrgott, es ist nicht lustig. es ist verdammt noch mal nicht lustig. und so klar wie die menschen tun, ist es auch nicht. aber was wäre, wenn man die unsicherheit zulassen würde? könnte man noch funktionieren? was wäre, wenn man anfängt zu hinterfragen? was wäre, wenn man seinem gegenüber offen und ehrlich wäre? in einer welt, wo es um wettkampf geht, gleicht das dem nicht dem selbstmord? man muss bescheuert sein, wenn man nicht mitmacht. einerseits wird einem geraten, mitzumachen. dann wiederrum wird gejammert über diese welt. aber wir kreiieren sie. niemand anders. natürlich, wir, ich... man glaubt immer alles unter krontolle zu haben, zumindest über sich zu herrschen. auch das, so eine illusion. über sich bescheid zu wissen. schamvoll die eigenen unzulänglichkeiten bedecken. mit keckem lächeln selber vorpreschen und die gesetze des machtkampfes für sich ausnützen.
ich nahm es zu ernst. der wandel zum erwachsensein.. gleicht einer zweiten traumatischen geburt. viele normen, die uns im alltag komplexe und hemmungen bescheren. dabei, irgendwo sind wir im wilden westen. nix gesetz. nix gleiches mit gleichem behandlen. schöne utopie. schöne theorie. aber immerhin hat man dann so seine theorien, in denen man sich sicher und aufgehoben fühlt. sich als was besseres fühlt. glaubt, das primitive zeitalter überwunden zu haben.
wenn ich rausschaue, dann wird mir weich in den knien. angst kriecht in mir auf. man will mir meine depressionen wegschneiden. ich will auch gar nicht dafür plädieren. sie sind ungemein hemmend und erdrückend. es müsste nicht sein. ist es nicht logisch, wenn man immer wieder innerlich gebrochen wird. vor der realität zusammenbricht und zurückkrebst. brainwash. so denken, dass man leben kann. dass man mitmachen kann. immer wieder brainwash. zeugs wird so lange diskutiert, dass es verwässert wird, dass es keinen sinn macht. irre logik, die mensch manchmal drauf hat. keine logik, die um seineswillen so durchdacht wird. eine logik, die einem persönlich hilft zu überleben. was überleben auch immer heissen mag.
es ist traurig. finde ich. ohne das andere, das schöne, verneinen zu wollen. ja es herrscht. aber ich mag nicht immer meinen rücken zum traurigen abwenden, das gesicht zur sonne halten. auch wenn es sein muss. weil man kraftlos ist, ausgezehrt und müde. kraft tanken. zeit ist ein knappes gut. so wie manche nur schwarzsehen, auch das andere sehen. keine demokratie.. in sich ein demokratisches wesen sein. es ist einfach, zu leben, wenn man vieles ignoriert. aber alles ist neu. immer ist alles neu. für jede generation ist alles neu. die umstände und die ausgangslage.. immer neu. eines bleibt. wir sind lebewesen. keine superfreaks, die alles wissen. wir sind lebewesen, vorallem menschen, die nicht nur nach instinkt leben. eine aufgabe? eine herausforderung? eine chance?
und eine gewissheit noch: ich wurde geboren, ich lebe, ich werde sterben.
gestern abend.. da habe ich das zweite oder dritte mal im leben für mich im stillen "gebetet": gib mir kraft!
lg puma