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Freundschaft

Zumutung

Mitglied
Hallo,

es gibt Zeiten, da finde ich einfach und schnell Kontakt zu anderen Menschen. Die Beziehungen werden enger und ich freue mich, Freunde gefunden zu haben.
Doch dann merke ich, dass ich einmal mehr nur benutzt werde. Davon habe ich inzwischen so was von die Nase voll.
Ich bin bald 60 Jahre alt und immer noch auf der Suche nach Menschen (wenigstens einem Menschen), bei dem ich nicht nur zu geben habe, sondern auch mal nehmen darf. Ich suche jemanden, dem ich vertrauen kann und der ein echtes Interesse an einer wirklichen Freundschaft hat.
Doch anscheinend bin ich eine solche Zumutung und niemals geeignet, für eine wirkliche Freundschaft.

Blöd nur, dass ich so langsam keine Kraft mehr habe zum immer wieder neu anfangen. Ich habe aber auch keine Lust immer und überall alleine unterwegs zu sein.

Irgendwie hat das alles keinen Sinn mehr.
 

Hallo Zumutung,

schau mal hier: Freundschaft. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo,

ich finde es traurig, dass du dich so fühlst (auch ein paar deiner anderen Beiträge beschreiben eher Negatives). Und ja, die Mehrzahl der Menschen ist genau wie du es beschreibst, aber daran kann man leider nichts ändern (und ich denke, das weißt du auch). Also bleibt nur selbst das Beste draus zu machen. Ich verstehe deinen Frust sehr gut und immer mal wieder verliert man auch die Motivation (ich nehme an, dir geht's grad so). Aber irgendwann geht's auch wieder aufwärts und das ist eine Chance, die man nutzen kann/sollte.

Immerhin hast du nicht aufgegeben und jetzt wäre meine Idee, dass du mal andere Sachen/Wege ausprobieren solltest. Spontan kommt mir in den Sinn: Mehr auf dein Bauchgefühl zu hören. Überleg mal bitte, ob du in früheren Situationen nicht eventuell schon vor dem enttäuschenden Moment etwas "geahnt" hast. Genau solche "Eingebungen" sind es, die zu Änderungen führen können. Denn wenn du dich da mehr drauf verlässt, ändern sich Situationen von ganz alleine.

Und eines sollte dir auch klar sein, Menschen wie du sind in der Minderheit (ich schätze mal so um die 10%). Dementsprechend schwer ist, jemand aus diesen 10% zu finden. Deshalb finde ich den Rat eines deutschen Schauspieler so klasse: Beschäftige dich nicht mit Menschen, die dir nicht gut tun.
 
Hallo,

Spontan kommt mir in den Sinn: Mehr auf dein Bauchgefühl zu hören. Überleg mal bitte, ob du in früheren Situationen nicht eventuell schon vor dem enttäuschenden Moment etwas "geahnt" hast. Genau solche "Eingebungen" sind es, die zu Änderungen führen können. Denn wenn du dich da mehr drauf verlässt, ändern sich Situationen von ganz alleine.

Und eines sollte dir auch klar sein, Menschen wie du sind in der Minderheit (ich schätze mal so um die 10%). Dementsprechend schwer ist, jemand aus diesen 10% zu finden. Deshalb finde ich den Rat eines deutschen Schauspieler so klasse: Beschäftige dich nicht mit Menschen, die dir nicht gut tun.

Danke Querdenker, ja wenn ich es recht bedenke, habe ich Ahnungen und die innere Farbe wechselt von hell auf dunkel. Zeichen, denen ich wohl wirklich mehr Gewicht schenken soll.
Und doch: ich komme aus einem großen GEschwisterkreis und habe selber mehr Kinder als in Deutschland üblich. Sprich: ich bin Leben um mich herum gewohnt. Es fällt mir sehr schwer, auf mich selber geworfen zu werden - auch wenn es mir besser tut, als mich mit Menschen zu umgeben, die mich ausnutzen und mir nicht gut tun.
Vielleicht ist es ja "nur" an der Zeit, Abschied zu nehmen von dem Traum in einer Gemeinschaft alt werden zu dürfen.
 
Vielleicht ist es ja "nur" an der Zeit, Abschied zu nehmen von dem Traum in einer Gemeinschaft alt werden zu dürfen.

Nö, ist es nicht. Du weißt ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Nehm dir ein Beispiel an einem kleinen Kind, wenn es auf die Nase fällt, gib's Mecker und dann geht's wieder weiter. Also lass dich bitte nicht entmutigen.
 
Hast du Kinder?

Ich habe ne ganze handvoll groß werden sehen:
Ja, sie stehen wieder auf, wenn sie gefallen sind.
Doch wenn du ihnen oft genug gesagt hast, dass sie etwas nicht können, geben sie auf und versuchen es nicht weiter.

Es ist gar nicht negativ gemeint und ich werde mich wohl in einem positiven Sinn damit abfinden müssen, dass ich nicht tauge als Freund und überhaupt.
Immerhin höre ich das nun seit bald 60 Jahren. Ich tauge bestenfalls zu irgendwas, wenn meine Familie oder Bekannte meint meine Unterstützung zu benötigen.

Vielleicht habe ich ja auch bloß das Leben immer noch nicht verstanden. Und träume nur von einer Freundschaft, die es niemals gibt. Eine Freundschaft, in der niemand immer nur der Gebende oder der Nehmende ist. Ich träume davon, daß jeder mal der Nehmende und mal der Gebende ist. Ein Traum .....
 
Jemand zu sagen, dass er etwas nicht kann ist destruktiv. Und solche Leute tun einem nicht gut, also meiden. Und ja, es gibt unglaublich viele bescheuerte Eltern die genau das tun (denken die wirklich das hilft dem Kind? - verstehe ich nicht). Es wäre doch viel besser ein Kind probiert sich aus und findet selbst heraus, was es gut kann und was nicht. Eltern sollten dabei unterstützen und vor allem aufpassen, dass nichts passieren kann.

Mit Erwachsenen ist das doch ähnlich, nur das Aufpassen fällt mehr oder weniger weg. Wenn jemand was Neues probieren möchte, dann machen doch Worte wie "das kannst du eh nicht" gleich alles kaputt. Das ist doch Unsinn. Viele Männer machen das aus Prinzip um die Frau klein und schwach zu halten. Oft wird das auch einfach so gemacht, um besser als der andere da zu stehen. Aber diesen Mist muss man doch nicht mitmachen.

Überhaupt stelle ich mir gerade die Frage, wieso hörst du so viel auf andere? Und wenn du dich mit Leuten abgibst, die weniger geben als du, wie könnte das jemals ausgeglichen sein? Es gibt unglaublich viele Schmarotzer auf der Welt, lass dich doch bitte nicht von denen benutzen.
 
Es ist gar nicht negativ gemeint und ich werde mich wohl in einem positiven Sinn damit abfinden müssen, dass ich nicht tauge als Freund und überhaupt..
Wieso sollst Du nicht als Freund taugen ?
Das Problem ist, Du musst einfach nur eine Person finden, mit der Du auf einer Wellenlänge liegst.
Mit Sicherheit in der heutigen Ellenbogengesellschaft nicht einfach ... aber möglich.

Immerhin höre ich das nun seit bald 60 Jahren. Ich tauge bestenfalls zu irgendwas, wenn meine Familie oder Bekannte meint meine Unterstützung zu benötigen..
Leider ist es heutzutage normal geworden, dass sich viele Menschen nur melden, wenn sie "Etwas" benötigen.

Vielleicht habe ich ja auch bloß das Leben immer noch nicht verstanden. Und träume nur von einer Freundschaft, die es niemals gibt. Eine Freundschaft, in der niemand immer nur der Gebende oder der Nehmende ist. Ich träume davon, daß jeder mal der Nehmende und mal der Gebende ist. Ein Traum .....
Ich will Dir ja nicht zu nahe treten, aber vielleicht gehst Du verbissen an die Sache ran.
Was ich damit sagen will, vielleicht hoffst Du immer die passende Person zu finden und dadurch wirst Du dann, wenn es wieder mal nicht klappt, enttäuscht.
Besser wäre es sich überraschen zu lassen und wenn es nicht klappt --- einfach abhacken.

Menschen, die noch wissen, was Freundschaft bedeutet sind nun mal eine aussterbende Spezies ...
 
Hi Du,

kommt mir alles arg bekannt vor. Wenn ich mal Unterstüzung brauchte, kam nix. Hauptargument: Keine Zeit, du schaffst das schon selber, bist doch stark für alles.
Irgendwann, so nach 30 Jahren, habe ich meine Hilfsbereitschaft sehr stark eingestellt, mich von den so genannten Freunden und dann auch von der gesammten "Famillie" für immer verabschiedet. Denn in meiner schwersten Stunde, hat man mich allein gelassen. Man schämte sich sogar wegen mir. Hat mir (wegen der Leute) vorgegaukelt, dass man für mich da sein würde, wenn ich das hinter mir habe. lol... Wie ich das (den Nervenzusammenbruch) hinter mir lassen kann, dass war nicht relevant. Im Gegenteil. Wenn es nach denen geht, bin ich ein faules und empathieloses Schwein. Natürlich nur, wenn es um ihre Situation usw. geht. 🙄
Damit nicht genug, mein bester Freund stieg mit meiner Frau in die Kiste. Frei nach dem Motto, dem (mir) ist eh nicht mehr zu helfen, was solls = Scheidung.

Heute kann ich drüber lachen. Ist jetzt 13 Jahre her. Ich habe damals einen glatten Schnitt mit allen und allem gemacht. Habe damit nichts mehr gehabt. Auch die Arbeit verloren. Ich konnte somit nur noch gewinnen. Egal was ich gemacht hätte.
Im Grunde hätte mir nichts besseres passieren können. Sonst wäre das Ausnutzen und das - Michübergehen, immer so weiter gegangen. Die bitter Erkenntnis ist, dass ich sehr viel früher meine Grenzen hätte setzen müssen, auch wenn sie den ein oder anderen nicht gefallen hätten = ich hätte schlicht - auf mich achten müssen. Das mach ich nun auf meine alten Tage. Die 6 kommt ja auch bald. 😀

---

Thema Freundschaft finden, dass ist und bleibt allgemein schwierig. Heute allerdings, noch schwieriger. Das finde ich paradox, angesichts der Möglichkeiten die man heute hat. Die kleinste charakterlich Unebenheit reicht, und man ist außen vor = alles oder nichts. Hopp oder Top. Diese Einstellung kann man gerne ohne mich behalten!😛

Dir würde ich als erstes empfehlen, den Nicknamen ändern zu lassen.( Kurze PN an Admin reicht dafür)
Wie wäre es mit - Wolke? 🙂 Das umschreibt Dich doch viel besser. Wolken sind schön und immer abgegrenzt, sonst könnten sie nicht schön sein. Deshalb.😉

Alles Liebe
abendtau
 
Glückwunsch zum Umdenken und
der Erkenntnis erst einmal nach sich
selbst zu schauen.

Praktiziere es ebenfalls seit gut über
einem Jahr und mir geht es prima dabei.

Viele Grüße und alles Gute,
Muir
 
Dir würde ich als erstes empfehlen, den Nicknamen ändern zu lassen.( Kurze PN an Admin reicht dafür)
Wie wäre es mit - Wolke? 🙂 Das umschreibt Dich doch viel besser. Wolken sind schön und immer abgegrenzt, sonst könnten sie nicht schön sein. Deshalb.😉

Alles Liebe
abendtau

Hi abendtau,
erstenmal: lieben Dank für deine Worte. Bei all den Antworten habe ich bei dir den Eindruck: du (ver-) urteilst nicht, du verstehst.
Das tut gut.
Es gibt ein sehr schönes Märchen für Erwachsene: Kleine Drache Hab-mich-lieb (A. Schwarz) Im Moment hilft es mir, mich in (m)eine Höhle zurück zu ziehen, die Wunden zu lecken und darauf zu warten(?)/hoffen (?), dass irgendwann eine Melodie ihren Weg an mein Ohr findet, die mich neugierig die Höhle verlassen lässt.

Vielleicht hast du Recht und es hilft (allein für die Selbstwahrnehmung), den Nick zu ändern.
Ich werde es mir durch den Kopf gehen lassen. Vielleicht findet sich dann hier irgendwann einmal eine Wolke oder eine Welle oder eine Windhauch ... Vielleicht auch eine Melodie .... Ich weiß es (noch) nicht.
Grad schmerzen die Wunden der Zumutung arg. Und lassen kaum einen klaren Gedanken entstehen.

Danke für dein Verstehen ... und die ermutigenden Worte.

Lieben Gruß
(noch) Zumtung
 

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