Hallo Gast,
leider habe ich Deinen Beitrag erst heute gelesen. Einen lieben Menschen zu verlieren gehört zu den schlimmsten Erfahrungen, die man in Laufe seines Lebens machen muss. Das habe ich auch vor einigen Jahren selbst erfahren müssen.
Es ist für Dich sicher sehr schwer, mit dem Schmerz und der Trauer richtig umzugehen. Was könnte denn helfen und Erleichterung bringen? Wenn Du mit jemandem, der geduldig und mitfühlend zuhört, über Deine Gefühle sprechen kannst, mag Dir das ein gewisses Maß an Erleichterung bringen. Vielleicht kennst Du ja jemanden, der Ähnliches wie Du durchgemacht hat und sich deswegen in Deine Lage hineinversetzen kann. Es könnte Dir allerdings auch schwerfallen über Deine Gefühle zu sprechen. Dann kannst Du versuchen, das, was Dich bewegt, niederzuschreiben oder später wieder zu lesen.
Was ebenfalls Erleichterung bringen kann, ist weinen. Schon die Bibel sagt, dass es "eine Zeit zum Weinen" gibt. (Prediger, Kapitel 3, Vers 1 u. 4) Ja das Vergießen von Tränen der Trauer ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Du brauchst Dich daher nicht zu schämen, wenn Du weinen musst. Es kann allerdings auch sein, dass Du erst einmal gar nicht weinen kannst. Aber auch diese Zeit geht vorüber. Neben diesen praktischen Anregungen möchte ich Dir auch gern den Trost, den uns die Bibel gibt, vermitteln.
Jesus Christus gab einmal folgende deutliche Erklärung ab: " Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will.Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, ..." (Johannes, Kapitel 5, Verse 21, 28 u. 29a).
Diese Verheißung beschreibt, das Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Die Bibel lässt erkennen, dass wir dann unter friedlichen, paradiesischen Verhältnissen leben werden. Dazu heißt es in der Bibel in Psalm, Kapitel 37, Vers 29: " Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen."
Gemäß Matthäus, Kapitel 5, Vers 5 sagt Jesus:"Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden."
Viele halten das für unglaublich. Dir geht es möglicherweise auch so. Als Jesus auf der Erde war, zeigte er an mehreren Beispielen, dass er die Macht hat, Tote wieder zum Leben zu bringen (siehe z. B. die Auferweckung seines Freundes Lazarus gemäß Johannes, Kapitel 11, Vers 30 bis 44). Insgesamt berichtet die Bibel von 9 Auferweckungen, bei denen größtenteils Zeugen anwesend waren. Dazu gehörten auch erbitterte Gegner, die Jesus deswegen umbringen wollten.
Da also die Toten nicht für immer im Grab bleiben werden, verglich Jesus den Tod mit einem Schlaf. Sowohl der Tod, als auch der Schlaf sind Zustände ohne Bewusstsein. So, wie es aus dem Schlaf ein Erwachen gibt, so gibt es auch aus dem Tod ein Erwachen durch die Auferstehung. Es ist vielleicht damit zu vergleichen, als ob der Tote auf eine lange Reise gegangen wäre, von der er eines Tages zurückkehrt. Ich finde, das ist ein sehr tröstlicher Gedanke! Wenn der Tod wirklich nur eine Unterbrechung des Lebens darstellt, dann verliert er enorm an Schrecken und ist viel leichter zu ertragen. Ich freue mich außerordentlich, dass der Tag naht, an dem man seine geliebten Freunde und Angehörigen wieder in die Arme schließen kann und dass dann nicht mehr die Gefahr besteht, dass sie je wieder sterben müssen. Eine bessere Hoffnung gibt es meiner Meinung nach nicht!
Ein Diener Gottes aus der alten Zeit, der treue Hiob, sagte einmal über die Bereitschaft Gottes, die Toten zum Leben zurückzubringen: "Wenn ein kräftiger Mann stirbt, kann er wieder leben? Alle Tage meiner Fronarbeit werde ich warten, Bis meine Ablösung kommt. Du wirst rufen, und ich, ich werde dir antworten. Nach dem Werk deiner Hände wirst du dich sehnen."
Wenn sich schon Gott selbst nach der Auferstehung "sehnt", meinst Du dann nicht, dass wir ganz sicher sein können, dass diese auch tatsächlich stattfinden wird?
Mir selbst hat die Hoffnung auf die Auferstehung immer wieder sehr geholfen, da ich in den letzten Jahren selbst einige geliebte Menschen durch den Tod verloren habe. Dennoch ist der Schmerz eine Zeit lang riesengroß, lässt dann aber etwas nach. Alles Gute!
Liebe Grüße
Finn