Ich finde, die Beziehung zwischen Eltern und Kindern betrifft in erster Linie diese selbst - auch wenn Partner zum Leben dazugehören, so haben diese sich, was die genauen Fronten angeht, größtenteils rauszuhalten, außer das Verhalten der Eltern belastet die eigene Beziehung und wirkt sich darauf aus oder man wurde als Partner/in von den Eltern angegangen und gekränkt oder der Kontakt anderweitig negativ belastet.
Es ist schwierig zu beurteilen, ob und wie dein Verhalten zu einem Bruch beigetragen hat oder eine positive Beziehung zu deinen Kindern erschwert. Und welche Konflikte es in letzter Zeit gab, die vielleicht tiefere Verletzungen geschlagen haben.
Aber selbst dann empfinde ich das Verhalten der "Schwiegertochter" als sehr unangemessen. Sie hat ja quasi dich liebe TE als Mutter in die Ecke gedrängt. Ich vermute auch einfach mal, dass sie zumindest dich nur als Mutter ihres Freundes kennt - also auch nicht näher und tiefgehender beurteilen kann, wo deine Probleme liegen.
Sie hat da irgendwo dich beurteilt und noch schlimmer, über dich geurteilt. Und auch über die Art, wie du mit deinen Kindern umgehst und wie eure Beziehung ist. Klar ist sowas verletzend. Obwohl die Freundin ein Leben mit deinem Sohn teilt, hat sie da meiner Meinung nach Grenzen überschritten. Genauso, wie es daneben gewesen wäre, wenn du dich als Mutter direkt in die Beziehung und das Liebesleben deines Sohnes einmischen würdest - wäre auch nicht okay und würde Grenzen überschreiten, weil in erster Linie geht ja das Liebesleben deines Sohnes nur ihn etwas an und die Frauen, mit denen er zusammen ist.
WENN etwas im Argen liegt, sollten dein Sohn und deine Tochter mit dir darüber sprechen, aber garantiert nicht seine Freundin. Sorry, ich finde das ziemlich daneben, sich so einzumischen. Und wenn die Freundin quasi vorgeschickt wurde, ist das ziemlich schwaches Verhalten von deinen Kindern.
Was ich mir aber auch gut vorstellen könnte: dass dein Sohn vielleicht ziemlich viel über dich geschimpft und sich aufgeregt haben könnte und seine Freundin dann einfach genervt war und sich dachte, sie muss jetzt dafür sorgen, dass etwas vorangeht, weil ihr Freund, dein Sohn, sonst weiterhin ständig herummotzt, weil sich nichts ändert und er das vermutlich nicht gebacken bekommt, mit dir zu sprechen. Wäre auch wieder sehr vorausgreifendes Verhalten, was nicht so in Ordnung wäre, aber möglicherweise auch eine Erklärung - ist aber nur eine Überlegung meinerseits und macht die Gesamtlage auch nicht besser und ändert nichts daran, dass deine "Schwiegertochter" sich ganz ungut eingemischt hat.
Oder bist du mal mit ihr richtig aneinander geraten und hast sie verletzt? Auf mich hat der Text eher so gewirkt, als hätte sie sich eingemischt, was die Beziehung zu dir und deinen Kindern angeht, aber nicht was direkt dich und die Freundin deines Sohnes betrifft.
Empathisch und bedacht war ihr Verhalten nicht. Ihre Epressungsversuche übrigens auch nicht. Irgendwie macht sie ihr Verhalten besser, als es ist, während sie dich abwertet und beurteilt und das ist sehr kindisch und unreif. Auch, dass sie so belehrend ist. Ich finde es unötig, dass sie so den Erklärbären für eure Familie spielt und wie eure Beziehung ihrer Meinung nach zu sein scheint.
Ich würde mich erstmal zurückziehen und das sacken lassen. Und für mich überlegen, wie ich die Beziehung und den Kontakt zu meinen Kindern so aufrecht erhalten kann, dass die Gefahr von Kränkung und Streit gesenkt wird. Vielleicht hilft es, wenn du deinen Kindern anbietest, mal alleine mit ihnen sachlich und vernünftig über ihre Sicht der Dinge zu reden und wie sie sich fühlen - und was man unter Umständen an eurer Beziehung ändern oder verbessern könnte. Und das bitte OHNE Freundin. Ich glaube, die macht alles nur schlimmer. Ich würde auch sagen, dass es dir wichtig ist, positiven Kontakt zu deinen Kindern zu haben und dass die Beziehung zu ihnen auch klappt, selbst wenn es mal schwierig läuft oder du verbal und emotional um dich schlägst. Vielleicht gibt es alleine da Klärungsbedarf.
Das gilt meiner Meinung nach ebenfalls für dich, dass du ansprichst, wie du dich fühlst: du wurdest gekränkt und überfallen und okay war dieses "drei gegen eine"-Spielchen nicht. Und das würde ich auch so sagen, dass sowas sehr verletzend und gemein ist, dass man sich in einer Gruppe zusammenschließt, während jemand alleine dasteht. Ich hoffe, dass das deinen Kindern nicht so bewusst war.
Du hast ja schon in deinem Eingangspost beschrieben, dass du nicht immer leicht bist. Das sind aber Probleme, die du hauptsächlich mit deinen Kindern ausmachen und austragen musst. Und wenn du verletztend reagierst oder deine Kinder überforderst, sollten die das ansprechen - immerhin reden wir hier von erwachsenen Leuten und keinen Minderjährigen.
Wichtig ist die Beziehung und der Kontakt zu deinen Kindern. Wenn das alles stimmt, wird dein Sohn nicht zulassen, dass dir deine Enkelkinder vorenthalten werden, außer er steht extrem unter der Fuchtel seiner Freundin. Und dann ist ihm sowieso nicht mehr zu helfen, wenn er bei so einer krassen Erpressung mitzieht ...
Ich finde es auch interessant, dass die Freundin deines Sohnes nicht versucht, diplomatisch zu reagieren oder einzulenken, sondern dich erpresst und ziemlich belehrend verhält.
Wenn du dich mit deinen Kindern triffst, muss die Freundin deines Sohnes ja nicht ständig mit dabei sein. Es sollte doch auch machbar sein, dass er mal alleine zum Kaffee vorbeikommt oder ihr nur zu zweit was unternehmt? Das heißt ja nicht automatisch, dass du sie komplett ablehnst oder versuchst auszuschließen, doch du würdest dich da etwas mehr abgrenzen, aber gleichzeitig eben den Kontakt zu deinen Kindern halten. Vielleicht wäre das machbar für deinen Sohn und dich?