Cenerentola
Aktives Mitglied
Liebe Leser und Leserinnen meines Beitrages, liebe Community,
als allererstes möchte ich meinen Dank aussprechen für diejenigen, die verantwortlich sind für die Aufrechterhaltung und Führung dieses Forums. Seelische, psychische Angelegenheiten sind derart facettenreich und oft schwer zu handhaben, so dass es sehr gut ist, das hier jegliche Themen Platz finden. Manchmal sind es komplexe Themen, die ihre Zuflucht hier finden... manchmal ganz „banale“... und oft sind es Themen, die gute Freunde an unserer Seite hätten lösen können...
Und deswegen appeliere ich mit diesem Post an uns alle! Und stelle mich als gutes „schlechtes“ Beispiel voran. Nachdem ich mich im vorherigen Post schon sehr selbstironisch als „Wurst“ geoutet habe, möchte ich jetzt etwas ernster werden. Ich bin schon seit jeh her ein recht sensibler Mensch, der so ziemlich alle psychosomatischen Beschwerden durchgegangen ist (zumindest hoffe ich, dass ich mit der Liste langsam durch bin... momentan ist es der Dauerschwindel, verhältnismässig noch erträglich – Panikattacken sind unangenehmer...; )).
Ich spule 8 Jahre zurück... zu diesem Zeitpunkt arteten die „Beschwerden“ aus... ein Waschzwang entwickelte sich, der schleichend, aber immer heftiger ausartete. Letztendlich soweit, dass sich mein beruflicher Alltag unangenehm entwickelte und ich mich gesellschaftlich natürlich sehr verbarrikadierte. Auch wenn ich den ZWANG wohl vor den Freunden gut verbergen konnte, da die Treffen sehr selten wurden und eben kurzfristig waren, war eher schwer übersehbar, dass ich zunehmend an Gewicht verlor... Bekannte und mein Chef sprachen mich darauf an... FREUNDE aber keine... es gab EIN Gespräch mit zwei Freundinnen in einem Cafe. Eine sagte: „XY, du hast uns schon so oft geholfen... lass uns dir jetzt helfen“, dieses Gespräch kam, nachdem ich mitteilte, dass ich meine Arbeitsstelle aufgebe und etwas ins Ausland gehe, da es mir nicht gut gehe. Natürlich war der gut gemeinte Ssatz meiner Freundin nun schon zu spät. ZU SPÄT! Damit es keine Missverständnisse gibt. Ich bin kein „leichter“ Mensch, kein Mensch, der offen über seine Gefühle und Probleme spricht. Ich bin ein Buch mit sieben Siegeln. DOCH. Meine Freunde waren GUTE Freunde. Freunde über viele Jahre, Jahrzehnte hindurch. Und wahrscheinlich HABEN sie etwas gemerkt, ich weiss es bis heute nicht. Auch für mich war diese Zeit mit sehr viel SCHAM verbunden. Immernoch. DENN, ich bin immernoch nicht „gesund“. Zwar ist der Waschzwang grösstenteils verschwunden, aber seither ist noch vieles passiert.
Was möchte ich also sagen, worauf appelieren? Bitte achtet auf eure Freunde, vor allem auf die Verschlossenen. Sie sind es meist, die EUCH am meisten helfen, aber unfähig sind um Hilfe zu bitten... Ich zeige nicht mit dem Finger auf MEINE Freunde, sie sind wirklich gute Menschen, vermutlich wussten sie es nicht besser... und ich hätte es Ihnen nicht leicht gemacht... Aber wenn ihr seht, dass es einem Freund nicht gut geht, GEBT IHN BITTE NICHT AUF!!! Ihr braucht ihn/sie nicht mit Aufmeksamkeit zu bombardieren, aber es schadet nicht öfters präsent zu sein mit Freundlichkeiten. Vielleicht gelingt es nicht den Freund „zu retten“, vielleicht braucht er „professionelle“ Hilfe, aber wahrscheinlich reicht ihr vollkommen als „Medizin“ aus! Ganz ehrlich, mir hätten sie bestimmt geholfen! : )
Danke für das Lesen meines Beitrages!!! 🙂
als allererstes möchte ich meinen Dank aussprechen für diejenigen, die verantwortlich sind für die Aufrechterhaltung und Führung dieses Forums. Seelische, psychische Angelegenheiten sind derart facettenreich und oft schwer zu handhaben, so dass es sehr gut ist, das hier jegliche Themen Platz finden. Manchmal sind es komplexe Themen, die ihre Zuflucht hier finden... manchmal ganz „banale“... und oft sind es Themen, die gute Freunde an unserer Seite hätten lösen können...
Und deswegen appeliere ich mit diesem Post an uns alle! Und stelle mich als gutes „schlechtes“ Beispiel voran. Nachdem ich mich im vorherigen Post schon sehr selbstironisch als „Wurst“ geoutet habe, möchte ich jetzt etwas ernster werden. Ich bin schon seit jeh her ein recht sensibler Mensch, der so ziemlich alle psychosomatischen Beschwerden durchgegangen ist (zumindest hoffe ich, dass ich mit der Liste langsam durch bin... momentan ist es der Dauerschwindel, verhältnismässig noch erträglich – Panikattacken sind unangenehmer...; )).
Ich spule 8 Jahre zurück... zu diesem Zeitpunkt arteten die „Beschwerden“ aus... ein Waschzwang entwickelte sich, der schleichend, aber immer heftiger ausartete. Letztendlich soweit, dass sich mein beruflicher Alltag unangenehm entwickelte und ich mich gesellschaftlich natürlich sehr verbarrikadierte. Auch wenn ich den ZWANG wohl vor den Freunden gut verbergen konnte, da die Treffen sehr selten wurden und eben kurzfristig waren, war eher schwer übersehbar, dass ich zunehmend an Gewicht verlor... Bekannte und mein Chef sprachen mich darauf an... FREUNDE aber keine... es gab EIN Gespräch mit zwei Freundinnen in einem Cafe. Eine sagte: „XY, du hast uns schon so oft geholfen... lass uns dir jetzt helfen“, dieses Gespräch kam, nachdem ich mitteilte, dass ich meine Arbeitsstelle aufgebe und etwas ins Ausland gehe, da es mir nicht gut gehe. Natürlich war der gut gemeinte Ssatz meiner Freundin nun schon zu spät. ZU SPÄT! Damit es keine Missverständnisse gibt. Ich bin kein „leichter“ Mensch, kein Mensch, der offen über seine Gefühle und Probleme spricht. Ich bin ein Buch mit sieben Siegeln. DOCH. Meine Freunde waren GUTE Freunde. Freunde über viele Jahre, Jahrzehnte hindurch. Und wahrscheinlich HABEN sie etwas gemerkt, ich weiss es bis heute nicht. Auch für mich war diese Zeit mit sehr viel SCHAM verbunden. Immernoch. DENN, ich bin immernoch nicht „gesund“. Zwar ist der Waschzwang grösstenteils verschwunden, aber seither ist noch vieles passiert.
Was möchte ich also sagen, worauf appelieren? Bitte achtet auf eure Freunde, vor allem auf die Verschlossenen. Sie sind es meist, die EUCH am meisten helfen, aber unfähig sind um Hilfe zu bitten... Ich zeige nicht mit dem Finger auf MEINE Freunde, sie sind wirklich gute Menschen, vermutlich wussten sie es nicht besser... und ich hätte es Ihnen nicht leicht gemacht... Aber wenn ihr seht, dass es einem Freund nicht gut geht, GEBT IHN BITTE NICHT AUF!!! Ihr braucht ihn/sie nicht mit Aufmeksamkeit zu bombardieren, aber es schadet nicht öfters präsent zu sein mit Freundlichkeiten. Vielleicht gelingt es nicht den Freund „zu retten“, vielleicht braucht er „professionelle“ Hilfe, aber wahrscheinlich reicht ihr vollkommen als „Medizin“ aus! Ganz ehrlich, mir hätten sie bestimmt geholfen! : )
Danke für das Lesen meines Beitrages!!! 🙂