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Freunde

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GastohneFreunde

Gast
Hallo allerseits,
ich hatte eigentlich nie das Problem, zu wenige Freunde zu haben. Ich hatte bisher immer einen tollen Freundeskreis.
Jetzt bin ich zum Studieren in eine große Stadt gezogen und habe enorme Probleme, neue Freunde zu finden. Ich (w) bin optisch nicht gerade ein Sympathieträger, ich bin leider dick 🙁 (daran arbeite ich seit einiger Zeit, aber so schnell, wie der Semesterstart kam, wollten die Kilos nicht purzeln^^). Die Leute sind zwar alle höflich zu mir, aber eben auch nicht mehr. Mich belastet das. Jeder braucht Freunde, auch dicke^^.
Die meisten Leute lassen sich eben doch von Vorurteilen leiten und gehen nur nach dem Äußeren.
Hat irgendjemand eine Idee, wie ich Freunde finden könnte?
 

Hallo GastohneFreunde,

schau mal hier: Freunde. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo Sid,
erstmal danke für deine Antwort!
Ich bin eigentlich weder besonders selbstbewusst, noch besonders schüchtern. Mein Hauptproblem ist, dass ich aus Situationen, die ich als unangenehm empfinde, schwer wieder rauskomme. In diesem Fall ist es ja so: Ich habe den Eindruck, dass niemand mit mir befreundet sein möchte, was sich für mich (jaja, alles irrational, aber leider sind Gefühle nicht steuerbar^^) anfühlt wie Kritik bzw abgestoßen werden von mir als Person. Und das verunsichert mich total, was wiederum nicht gerade zuträglich ist für mein Selbstbewusstsein und den Mut, andere anzuquatschen.
Naja. Ich hoffe, das ergibt sich alles noch 🙁
 
Hey, ich habe mom. genau dasselbe Problem wie du.
Vielleicht können wir uns ja mal kurzschließen.

Ich bin aus der nähe des Ruhrpottes ebenfalls in die Nähe von Berlin gezogen um hier zu studieren.
Mein Studium ist seit ca. 4 Wochen im gange, aber ich habe noch keine richtigen Kontakte geschlossen.

Ich habe Zuhause einen kleineren, aber sehr engen Freundeskreis.
Dieser besteht aber schon seit dem Kindergarten bzw. der Grundschule.
Mittlerweile bin ich 21. 😛

Ich habe generell irgendwie Probleme neue Bekanntschaften zu schließen und ich habe das Gefühl mit meiner ich sag mal "Unseriösen-Ruhrpottart" manchmal falsch verstanden zu werden.
Zuhause ist es üblich sich ständig zu "necken" und einfach Schwachsinn zu erzählen und viel zu übertreiben.

Ich habe das komplett in mir drin und Zuhause ist es wie gesagt auch üblich, aber hier nehme ich mich schon zurück und habe trotzdem den Eindruck falsch verstanden zu werden.
Irgendwie fühlen sich die Leute hier schnell angegriffen anstatt mit der üblichen Retourkutsche zu kontern. 🙄


Die Leute in meinem Kurs passen von den Interessen auch nicht so gut, aber die anderen unternehmen unter sich auch nicht wirklich was.
Ich versuche schon öfter die Initiative zu ergreifen, aber irgendwie will nichts enstehen.

Fühle mich momentan echt einsam, sitze im Wohnheim und habe alle Wochenenden alleine verbracht. :wein:
Die Dunkelheit des Winters kommt hinzu und ich falle wieder in ein ziemliches Loch.
Ich hatte vor 2 Jahren schonmal Depressionen und war in Psychatrischer Behandlung, aber seitdem ging alles klar.
Habe einfach Angst abzurutschen.

Sorry, musste das einfach loswerden.
War etwas viel von mir.


Ich behaupte mal du musst dich versuchen zu Überwinden und öfter mal die Initiative ergreifen.
Ich habe auch Probleme damit, aber ich habe mich ein paar mal durchgerungen.

Im Studium müssten die Leute eig. so reif sein, dich nicht nach deinem Aussehen zu beurteilen, sondern nach deinem Auftreten und deinem Charakter wenn sie dich kennenlernen.

Ich hoffe du bekommst dein Probleme in den Griff.
Wenn du Redebedarf hast melde dich, bin auch froh wenn ich jemanden zum reden habe.

Grüße, duke
 
Hallo allerseits,
danke für Eure Antworten!

Meine Hobbys lassen sich leider nicht wirklich zum Freunde finden benutzen, bzw haben dabei versagt 😛 Ich spiele in einem Studentenorchester. Das ist ganz nett und beschäftigt mich, aber das ist irgendwie nicht wirklich ein soziales Gefüge. Man sieht sich in den Proben und dann geht man halt wieder.
Duke, das mit der dunklen Jahreszeit stimmt. Das ist irgendwie auch nicht gerade ein Stimmungsaufheller 😛

Das hier ist eh schon das zweite Mal, dass ich von zu Hause ausgezogen bin. Das erste Mal war noch weiter weg als jetzt (ca. 300km) und für eine Ausbildung. Ist ziemlich schief gelaufen, auf der ganzen Linie. Try and error, sozusagen. Jetzt sind aber dafür umso höhere Erwartungen an mich da ("das muss jetzt aber klappen, du bist immerhin schon 20...!!"). Das wiederum bedeutet, dass ich meinen Eltern eigentlich gar nicht erzählen kann, wie es mir hier wirklich geht, weil bei denen sonst wieder alle Alarmglocken angehen und sie sich nur noch Sorgen machen. Die sind einfach viel zu verwöhnt durch meine beiden perfekten großen Geschwister 😛
 
Hi,

ich hatte das Problem am Anfang auch. Bin eher der schüchterne Typ und mir fiel es einfach schwer, da keinen zu kennen und dann alleine auf "Fremde" zuzugehen. Nach 2 Wochen habe ich es aber dann nicht mehr ausgehalten und mir nen Ruck gegeben und ein anderes Mädchen aus dem Seminar angesprochen und siehe da, ihr ging es genauso. Lustigerweise war es dann letztendlich so, dass immer mehr zu uns dazukamen und wir jetzt 5 Mädels sind, die viel zusammen unternehmen. Daher Augen zu und durch und wie hier bereits angemerkt: wer nur auf Äußerlichkeiten achtet, wird vermutlich ohnehin kein wahrer Freund werden!

PS. Ich denke, es ist dennoch nicht falsch, mit deinen Eltern über deine Probleme zu sprechen. Jeder Mensch ist anders und manche brauchen halt etwas länger um den richtigen Weg für sich zu finden. Das ist doch kein Problem und deine Eltern wüssten sicherlich gerne, wie es dir in der neuen Stadt wirklich geht. Mein Cousin hat mit 30 seine Ausbildung geschmissen und hat dann Lehramt studiert und damit erst seine richtige "Berufung" gefunden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, leider kann ich mit meinen Eltern nicht darüber reden. Sie machen sich große Sorgen, dass jetzt wieder alles so läuft, wie das letzte Mal (ich finde keinen Anschluss, die gewählte Studien-/Ausbildungsrichtung ist nicht meins, etc). Und wenn ich ihnen erzählen würde, dass ich hier verdammt einsam bin und irgendwie alles so gar keinen Sinn zu haben scheint, dann geht es mir auch nicht besser und es zieht meine Eltern nur runter. Außerdem bin ich leider so, dass ich es hasse, als "Opfer" dazustehen.

Ach irgendwie hab ich manchmal das Gefühl, ich schau dem Leben nur zu. Von den ganzen Wünschen und Träumen, die ich früher so für meine Zukunft, mein Studentenleben hatte, erfüllt sich so rein garnix. Es ist fast so, als hätte ich mit dem Abschluss meiner Kindheit das beste hinter mir.
 
Hey du,

ich bin schon 30 Jahre alt und studiere im 19. Semester an der dritten Universität mein drittes Studium (es ist jetzt gerade nicht wichtig, warum).
Aus irgendeinem Grund, den ich nicht so genau kenne, schaffe ich es auch nie, Anschluss an meine jeweiligen Kommilitonen zu finden. Inzwischen fühle ich mich auch zu alt, um mich mit den 21-23 jährigen in meinem Semester anzufreunden.

Ich habe aber mit den Jahren in meiner Stadt einige wirklich gute Freunde gefunden mit denen ich meine Freizeit verbringe. Eine kenne ich aus meinem Studium aber wir hatten nie Seminare zusammen sondern uns in der Mensa kennengelernt. Mit einem hab ich mal in einer WG gewohnt und wir haben uns zufällig sehr gut verstanden. Ein anderer hat mich mal an einer Bushaltestelle angesprochen und durch ihn habe ich 6 weitere nette Menschen kennengelernt und bin da jetzt fest in einer Gruppe. Außerdem habe ich eine Reihe an netten Bekanntschaften durch zwei kirchliche Gruppen in denen ich aktiv bin.

Was ich sagen will ist, dass man echte Freunde nicht dann findet wenn man es erwartet, und dass man es nicht erzwingen kann.

Vielleicht ergibt sich noch was bei dir im Studiengang, und wenn nicht, such dir ein (weiteres) Hobby, es gibt so viele Angebote zB Hochschulsport, Chor, KHG und ESG oder auch mal einen VHS-Kurs.

Ich habe auch zwei weitere Freunde über das Internet kennengelernt. New-in-Town wäre doch zum Beispiel was.

Was ich bei mir nicht verstehe: ich bin durch meinen Freundeskreis außerhalb der Uni so gut wie jedes Wochenende ausgebucht und unter der Woche bin ich durch meine Hobbies/Aktivitäten beschäftigt - und trotzdem fühle ich mich an der Uni permanent sozial unter Druck weil ich es nicht schaffe, dort Anschluss zu finden :-(
Ich versuche offen zu sein und freundlich zu lächeln, ich spreche auch von mir aus direkt Leute an, aber es entsteht nichts daraus außer Gruppenarbeitskontakte die nach dem Seminar wieder vorbei sind. Und dann fühle ich mich ausgeschlossen.

Wünsche dir viel Glück!
 
Hey,
naja, selbst wenn man außerhalb der Uni viele Freunde hat, nimmt man es ja doch als Ablehnung wahr - und das verletzt natürlich.
Bei mir kommt noch dazu (oder vielleicht ist es auch zumindest in Stücken bedingt dadurch), dass ich im Moment ziemliches Heimweh habe. Ich kann meine Familie nicht jedes Wochenende besuchen. So rein für den Abnabelungsprozess und so weiter wäre das bestimmt eh nicht hilfreich, aber es wäre zumindest ein tröstlicher Gedanke, zu wissen, dass ich nach 4 Tagen Uni (Freitag ist zwangsläufig frei bei mir) heim zu meiner Familie kann, wo es mir gut geht.
Ich fühl mich einfach überfordert von allem. Und auch, wenn es irrational ist, meine Gedanken spinnen sich automatisch weiter von "Ich hab jetzt grad keine Freunde" zu "Ich werde für immer einsam bleiben". Und dann studiere ich auch noch Lehramt 😛
Das mit dem Heimweh ist schon fast peinlich, irgendwie scheint es nur mir so zu gehen. Klar, einige haben Heimweh, das zeigt sich dann so, dass sie beim Abschied von Mama ein paar Tränchen verdrücken, aber so wie mir gehts da kaum jemandem. Ich geh ins Bett und denke an meine Familie und mein zu Hause, mit dem gleichen Gedanken wache ich auf. Ich hab überhaupt keine Lust, mir was zum Essen zu machen, weils einfach blöd ist, dann alleine in seinem Zimmer zu sitzen und Müsli zu essen (haha, gut für die schlanke Linie^^).

Viele Grüße!

(so, und jetzt dürft ihr raten, ob ich heute einen guten oder schlechten Tag habe 😛)
 
Ich denke, ich war in genau deiner Situation, einfach ist es bei mir schon ein Jahr her. Ich werde alles andere als eine Hilfe sein, weil ich nach vier Wochen aufgegeben habe. Manchmal gehts einfach nicht anders. Meine Eltern sind zum Glück nicht die, die die allerhöchsten Erwartungen haben, aber ich denke, in einer Sache sind sie wie deine: Sie wollen viel lieber ein Kind, das einen Neustart wagt als eines, das vollends am Boden zerstört ist (ich habe wirklich nichts mehr gemacht als darauf gewartet, bis ich nach Hause konnte und meine Zeit mit seelischem Weinen in der Öffentlichkeit oder auch echtem Weinen wenn ich alleine war verbracht).
Das Problem, dass man nicht sieht, wies weitergeht, scheint mir angebracht. Aber bei mir war das Gefühl, dass ich auf diesem Weg nie und nimmer irgendwie glücklich werden könnte, war dann so viel stärker, dass sich damit jede Frage erledigt hat und ich habe abgebrochen und bin nach Hause. Jetzt studiere ich von zu Hause aus. Früher habe ich immer davon geredet, im Ausland zu studieren und auszuwandern, Abenteuer etc.. Aber jetzt weiss ich immerhin, wo ich hingehöre. Nicht, dass ich mit 30 noch zu Hause sein möchte, aber es gibt Menschen, die brauchen Zeit für Veränderung. Ich studiere jetzt erstmal von zu Hause aus (auch wenn meine Traumunis irgendwo weit weg waren), vielleicht in einem Jahr oder nach dem Bachelor zieh ich dann auch aus. Ich brauche wahrscheinlich ein festes Umfeld, dass mein jetziges ablöst, wenn ich irgendwo ankommen will, und muss mindestens zu Beginn noch an den Wochenenden nach Hause, wer weiss.
Ich will dir nicht raten, auch abzubrechen, vielleicht bringt dir die Geduld etwas, Menschen sind nicht alle gleich. 🙂
Aber wenn ich dir etwas raten kann, dann hör auf dich selbst. Vielleicht gehörst du einfach nicht zu der Sorte Mensch, die von heute auf morgen alles stehen und liegen lassen kann um neu zu beginnen. Ich fühlte (eigentlich jetzt auch wieder) mich immer stark, und dachte, ich könnte einfach gehen. Mein Körper oder was auch immer hat dann aber ziemlich schnell und wie bei dir ausdrücklich klar gemacht, dass ich mich grausam selbst überschätzte. 🙂

Viel Glück auf jeden Fall und alles Gute! 🙂
 

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