Hallo,
Zunächst mal - quasi als erfreuliche Einleitung - die Vorgeschichte, das eigentliche Problem kommt dann im nächsten Absatz.
Und zwar war ich über 10 Jahre Single und mit damals 42 hatte ich auch nicht mehr damit gerechnet, dass ich noch mal eine Frau finde. Da mich die vorherigen Frauen eigentlich auch alle nur enttäuscht haben (gelogen, beklaut, betrogen, ausgenutzt usw), hatte ich auch kein Interesse mehr. Doch dann passierte es wie aus dem "Bilderbuch". Bei einem Forumstreffen kam sie durch die Tür (wir kannten uns ja schon aus dem Forum) und in mir machte es "klick" und etwas sagte mir "Das ist sie". Da wir allerdings über 400 km auseinander wohnten, war uns das eigentlich gar nicht so geheuer. Trotzdem haben wir uns erstmal auf das Abenteuer Fernbeziehung eingelassen und sind dann nach einem halben Jahr zusammen gezogen (zu ihr, weil sie den besseren Job hatte und ich die kleinere Wohnung 😀 ). Nun wohne ich schon über zwei Jahre mit ihr zusammen und bereue auch nichts. Alles fühlte sich von Anfang an richtig an und es gab auch noch keinen einzigen Tag Streit oder ein Gefühl das falsche getan zu haben.
Nun ist es allerdings so, dass ich durch den Umzug natürlich meine Freunde nicht mitnehmen konnte. Ich war natürlich nie der gesellige Typ. Also ich hatte eigentlich nur einen "wirklichen" Freund, wobei das mit ihm in der letzten Zeit auch nicht mehr so dolle war. Was sicherlich mit seiner Karriere und Freundin zu tun hatte, die ihn sicherlich mehr einspannte als noch vor 10 Jahren (insgesamt kennen wir uns jetzt ca. 16 Jahre). Dann noch ein paar andere und natürlich Arbeitskollegen mit denen man auch mal essen war oder sich halt auf der Arbeit (oder via Chat) gut unterhalten hat.
Damals war ich ein Stubenhocker und mir war das egal, wenn sich niemand für mich interessierte. Ich hatte mein eigenes Ding und gut. Wenn ich ab und zu mal mit meinem Kumpel unterwegs war, dann reichte mir das.
Seit ich hier allerdings wohne, hat mich noch NIE jemand hier angerufen. Zwar stehe ich via Whattsapp noch mit einigen in Kontakt, aber das ist natürlich auch eher Smalltalk. Mal den Status kommentieren oder was man irgendwo gesehen/gelesen hat teilen oder mal ein kurzes Gespräch.
Im neuen Ort habe ich natürlich auch noch keine Freunde gefunden. Ich wüsste auch nicht wie und wo und weiß auch nicht, ob mir das so recht wäre, da ich jetzt in der neuen Umgebung viel zu tun habe (Garten, Wohnung in Schuss halten, Hund Gassi führen, Einkaufen und die Hobbys natürlich). Bei den Kollegen ist auch niemand, wo ich sagen würde, dass ich den noch Außerhalb sehen möchte. Also ich verstehe mich durchaus mit allen, aber sie wohnen halt weiter weg und sind meistens bedeutend jünger als ich.
Wie dem auch sei. Ich bin jedenfalls ständig irgendwie "niedergeschlagen". Irgendwas fehlt mir und ich vermute, dass es der Kontakt zu anderen ist. Wenn ich meinen damaligen Kumpel mal anrufe, dann sind die Gespräche oft recht belanglos. Er war noch nie der Typ, der mal über sein Privatleben gesprochen hat (Beziehung, Arbeit usw). Meistens geht es um Videospiele (dadurch haben wir uns mal kennengelernt), wo ich aktuell aber kaum noch interesse dran habe.
Er sagt dann zwar auch immer, dass ich ihm mal meine Nummer geben soll, aber ich habe ihn "damals" meine neue Visitenkarte gegeben und auch über Whattsapp habe ich ihn schon dreimal die Nummer geschrieben (man kann dies ja in der Regel auch nachlesen). Angerufen hat er deshalb aber trotzdem nie.
Auch der "Beste Kumpel" auf Arbeit hat nie angerufen, wobei er auch Beruflich sehr stark beansprucht ist (Betriebsrat von mehreren Niederlassungen) weswegen ich das noch verstehen kann. Trotzdem denke ich mir, ob da nicht mal ne Stunde Zeit ist mal zu quatschen.
Gut, ich sage mir, dass ich damals halt auch kein umgänlicher Typ war (also nett und freundlich, aber eben Eigenbrödlerisch) und sich deswegen auch niemand um mich scheren wird.
Trotzdem frisst es mich auf. Manchmal überlege ich mir, dass ich einfach sämtlichen Kontakt zu allen abbrechen sollte und dann einen Schlussstrich ziehen soll. Aber dann schreibt mein Kumpel mal wieder was und dann habe ich doch wieder den Drang zu antworten. Aber hinterher fühle ich mich wieder mies. So hat er z.B. vorgestern gefragt, was es neues gibt und ich habe ihn dann geschrieben, was so interessantes gewesen ist, das hat er dann zwar gelesen aber nicht weiter kommentiert. Heute habe ich ihn ein Bild unserer Pfirsichernte geschickt, das hat er zwar angesehen, aber auch noch nicht kommtiert. Meistens kommt da eh nur sowas wie "Guck mal" oder "Deine Tomaten sind aber Pelzig".. Jedenfalls fühle ich mich dann doch wieder mies.
In meiner Heimat war ich z.B. auch in der Gemeinde tätig. In einem Verein, für das Kulturamt freier Mitarbeiter und auch für den hiesigen Pastor habe ich einige Sachen gemacht und war über mehrere Jahre "gut befreundet". Die haben alle meine Email-Adresse und teilweise auch meine Handy-Nummer oder Facebook.
Aber niemand hat mal geschrieben wie es so geht.
Jetzt habe ich schon angefangen Brücken einzureissen. Ich schaue mir z.B. nicht mehr die Lokalnachrichten oder Zeitungen aus der Heimat an. Habe mich kürzlich aus den Heimat-Facebook-Gruppen abgemeldet.
Jetzt überlege ich noch, ob ich ggf. eine neue Nummer fürs Handy beantrage oder einfach die Leute aus meiner Nummernliste lösche. Eventuell auch - bei manchen - mit einer kleinen Erklärung.
Ich bin da unschlüssig. Ich weiß auch nicht, ob es einem dann besser geht, oder schlechter. Gerade bei Whattsapp sieht man halt häufig was die Leute gerade so treiben durchs Profilbild oder Statusbilder.
Bei meinem Kumpel habe ich so z.B. erfahren, dass er wohl geheiratet hat, oder das er kürzlich auf einer Kreuzfahrt gewesen sein muß. Aber erzählt hat er davon nix und dann ärgere ich mich wieder irgendwie. Ich meine, wenn ich irgendwo toll in Urlaub fahre, erzähle ich das halt vorher gerne. Aber so fühle ich mich halt mies.
Was würdet ihr dazu sagen? Sorry, dass ich so viel geschrieben habe (Und vermutlich doch wieder viele relevante Punkte vergessen).
Ich bin gespannt auf eure Meinung.
Zunächst mal - quasi als erfreuliche Einleitung - die Vorgeschichte, das eigentliche Problem kommt dann im nächsten Absatz.
Und zwar war ich über 10 Jahre Single und mit damals 42 hatte ich auch nicht mehr damit gerechnet, dass ich noch mal eine Frau finde. Da mich die vorherigen Frauen eigentlich auch alle nur enttäuscht haben (gelogen, beklaut, betrogen, ausgenutzt usw), hatte ich auch kein Interesse mehr. Doch dann passierte es wie aus dem "Bilderbuch". Bei einem Forumstreffen kam sie durch die Tür (wir kannten uns ja schon aus dem Forum) und in mir machte es "klick" und etwas sagte mir "Das ist sie". Da wir allerdings über 400 km auseinander wohnten, war uns das eigentlich gar nicht so geheuer. Trotzdem haben wir uns erstmal auf das Abenteuer Fernbeziehung eingelassen und sind dann nach einem halben Jahr zusammen gezogen (zu ihr, weil sie den besseren Job hatte und ich die kleinere Wohnung 😀 ). Nun wohne ich schon über zwei Jahre mit ihr zusammen und bereue auch nichts. Alles fühlte sich von Anfang an richtig an und es gab auch noch keinen einzigen Tag Streit oder ein Gefühl das falsche getan zu haben.
Nun ist es allerdings so, dass ich durch den Umzug natürlich meine Freunde nicht mitnehmen konnte. Ich war natürlich nie der gesellige Typ. Also ich hatte eigentlich nur einen "wirklichen" Freund, wobei das mit ihm in der letzten Zeit auch nicht mehr so dolle war. Was sicherlich mit seiner Karriere und Freundin zu tun hatte, die ihn sicherlich mehr einspannte als noch vor 10 Jahren (insgesamt kennen wir uns jetzt ca. 16 Jahre). Dann noch ein paar andere und natürlich Arbeitskollegen mit denen man auch mal essen war oder sich halt auf der Arbeit (oder via Chat) gut unterhalten hat.
Damals war ich ein Stubenhocker und mir war das egal, wenn sich niemand für mich interessierte. Ich hatte mein eigenes Ding und gut. Wenn ich ab und zu mal mit meinem Kumpel unterwegs war, dann reichte mir das.
Seit ich hier allerdings wohne, hat mich noch NIE jemand hier angerufen. Zwar stehe ich via Whattsapp noch mit einigen in Kontakt, aber das ist natürlich auch eher Smalltalk. Mal den Status kommentieren oder was man irgendwo gesehen/gelesen hat teilen oder mal ein kurzes Gespräch.
Im neuen Ort habe ich natürlich auch noch keine Freunde gefunden. Ich wüsste auch nicht wie und wo und weiß auch nicht, ob mir das so recht wäre, da ich jetzt in der neuen Umgebung viel zu tun habe (Garten, Wohnung in Schuss halten, Hund Gassi führen, Einkaufen und die Hobbys natürlich). Bei den Kollegen ist auch niemand, wo ich sagen würde, dass ich den noch Außerhalb sehen möchte. Also ich verstehe mich durchaus mit allen, aber sie wohnen halt weiter weg und sind meistens bedeutend jünger als ich.
Wie dem auch sei. Ich bin jedenfalls ständig irgendwie "niedergeschlagen". Irgendwas fehlt mir und ich vermute, dass es der Kontakt zu anderen ist. Wenn ich meinen damaligen Kumpel mal anrufe, dann sind die Gespräche oft recht belanglos. Er war noch nie der Typ, der mal über sein Privatleben gesprochen hat (Beziehung, Arbeit usw). Meistens geht es um Videospiele (dadurch haben wir uns mal kennengelernt), wo ich aktuell aber kaum noch interesse dran habe.
Er sagt dann zwar auch immer, dass ich ihm mal meine Nummer geben soll, aber ich habe ihn "damals" meine neue Visitenkarte gegeben und auch über Whattsapp habe ich ihn schon dreimal die Nummer geschrieben (man kann dies ja in der Regel auch nachlesen). Angerufen hat er deshalb aber trotzdem nie.
Auch der "Beste Kumpel" auf Arbeit hat nie angerufen, wobei er auch Beruflich sehr stark beansprucht ist (Betriebsrat von mehreren Niederlassungen) weswegen ich das noch verstehen kann. Trotzdem denke ich mir, ob da nicht mal ne Stunde Zeit ist mal zu quatschen.
Gut, ich sage mir, dass ich damals halt auch kein umgänlicher Typ war (also nett und freundlich, aber eben Eigenbrödlerisch) und sich deswegen auch niemand um mich scheren wird.
Trotzdem frisst es mich auf. Manchmal überlege ich mir, dass ich einfach sämtlichen Kontakt zu allen abbrechen sollte und dann einen Schlussstrich ziehen soll. Aber dann schreibt mein Kumpel mal wieder was und dann habe ich doch wieder den Drang zu antworten. Aber hinterher fühle ich mich wieder mies. So hat er z.B. vorgestern gefragt, was es neues gibt und ich habe ihn dann geschrieben, was so interessantes gewesen ist, das hat er dann zwar gelesen aber nicht weiter kommentiert. Heute habe ich ihn ein Bild unserer Pfirsichernte geschickt, das hat er zwar angesehen, aber auch noch nicht kommtiert. Meistens kommt da eh nur sowas wie "Guck mal" oder "Deine Tomaten sind aber Pelzig".. Jedenfalls fühle ich mich dann doch wieder mies.
In meiner Heimat war ich z.B. auch in der Gemeinde tätig. In einem Verein, für das Kulturamt freier Mitarbeiter und auch für den hiesigen Pastor habe ich einige Sachen gemacht und war über mehrere Jahre "gut befreundet". Die haben alle meine Email-Adresse und teilweise auch meine Handy-Nummer oder Facebook.
Aber niemand hat mal geschrieben wie es so geht.
Jetzt habe ich schon angefangen Brücken einzureissen. Ich schaue mir z.B. nicht mehr die Lokalnachrichten oder Zeitungen aus der Heimat an. Habe mich kürzlich aus den Heimat-Facebook-Gruppen abgemeldet.
Jetzt überlege ich noch, ob ich ggf. eine neue Nummer fürs Handy beantrage oder einfach die Leute aus meiner Nummernliste lösche. Eventuell auch - bei manchen - mit einer kleinen Erklärung.
Ich bin da unschlüssig. Ich weiß auch nicht, ob es einem dann besser geht, oder schlechter. Gerade bei Whattsapp sieht man halt häufig was die Leute gerade so treiben durchs Profilbild oder Statusbilder.
Bei meinem Kumpel habe ich so z.B. erfahren, dass er wohl geheiratet hat, oder das er kürzlich auf einer Kreuzfahrt gewesen sein muß. Aber erzählt hat er davon nix und dann ärgere ich mich wieder irgendwie. Ich meine, wenn ich irgendwo toll in Urlaub fahre, erzähle ich das halt vorher gerne. Aber so fühle ich mich halt mies.
Was würdet ihr dazu sagen? Sorry, dass ich so viel geschrieben habe (Und vermutlich doch wieder viele relevante Punkte vergessen).
Ich bin gespannt auf eure Meinung.