Ich sehe da drei Themenkomplexe, die ich gerne trennen würde, so gut es geht:
1.
Ich finde es allgemein eher respektlos, während eines Telefonats etwas anderes zu machen. Klar, mal telefoniert man schon mal bei etwas Hausarbeit, aber auch da würde ich mit aufhören, wenn es um was Ernsteres ginge. "Nebenbei etwas schauen" geht für mich nicht, weil ich nicht derjenige sein will, mit dem "nebenbei gesprochen" wird, und das gälte für Pornos genauso wie für Quizsendungen.
2.
Ich finde, auch wenn ich selbst kein Porno-Konsument bin, Porno-Konsum nicht an sich problematisch. Wie bei so vielen macht aber das Maß den Unterschied. Jemand, der so oft Pornos konsumiert, der ist suchtgefährdet oder bereits süchtig und der gibt dem Thema Sexualität einen zu großen Platz in seinem Leben. Das wiederum wirft die Frage auf, was stattdessen auf der Strecke bleibt.
3.
Es ist haarsträubend, als Mensch an sich selbst zu zweifeln, weil der Partner oder die Partnerin in Pornos sich auf mal an anderen erregt, die naturgemäß anders aussehen als man selbst. Natürlich sehen die anders aus. Wenn meine Frau so etwas schaut, sieht sie da Männer, die haben in aller Regel einen längeren Penis als ich. Teilweise sogar einen knackigeren Hintern. Ich nehme das zur Kenntnis. Wenn mich das zu ein paar Übungen für den Hintern motiviert: gut so. Mein Penis bleibt, wie er ist. Es gibt reale Menschen, und es gibt Masturbationsvorlagen oder Anregungen für sonstiges. Da sollte man sauber unterscheiden.