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Freund prokrastiniert (schiebt alles auf)

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Und jetzt gerade wieder?!?

Ich bin vor 20 Minuten ins Wohnzimmer gegangen und habe ihn gefragt, ob er kochen will oder ob ich kochen soll. Wenn er nicht wolle, würde ich nun kochen. Wir sind dann beide in die Küche gegangen, ich habe noch was weggeräumt und er meint "Ich gehe noch kurz zur Toilette, und dann koche ich." Ich fand das gut, wir sind gemeinsam ins Wohnzimmer zurückgegangen (Weg zur Toilette oder Arbeitszimmer führt daran vorbei) und ich habe mich dann in mein Arbeitszimmer zurückgezogen, um zu lernen. Allerdings ist er nie auf der Toilette angekommen, sondern ist am PC hängen geblieben (seit 27 Minuten!). Ich werde wahnsinnig... 🙁

Oder übertreibe ich?

Hallo Pietje,
da sein Verhalten Dir gegenüber keinerlei Konsequenzen hat, wird er sein Verhalten nicht ändern.
Dafür gibt es für ihn keinen Grund.

Meiner Ansicht nach sind das "Machtkämpfe". Es geht nur darum, wer die "stärkeren Nerven" hat und wer "nachgibt"
und "wer nicht nachgibt".
Er testet das regelmäßig bei Dir aus und gewinnt. Wozu soll er sein Verhalten ändern, er kann z.B. Zugesagtes Dir
gegenüber ignorieren und es kommen keinerlei Konsequenzen von ihm.

Du kannst ihn nicht ändern.
Ändere Du Dich. Nehm Dir eine räumliche Auszeit von ihm oder lass sehe weiterhin tatenlos zu, wie er Dich wieder und
wieder ignoriert.
Es liegt also einzig und alleine an Dir, wie lange Du das bei ihm noch aushalten willst oder wirst.

Sorge und kümmere Dich um Dein eigenes Leben und genieß das und lass Dir ein liebevolles Beziehungsleben von
einem Freund, der sehr dazu neigt, seine Abmachungen mit Dir zu ignorieren, nicht versauern.
Sei Dir selber treu und Deinen Lebenseinstellungen. Du liebst es, Lösungen zu finden und diese auch absprachege-
mäß zu leben. Dein Freund liebt das Gegenteil. So begegnen sich in Eurer Beziehung zwei sehr, sehr unter-
schiedliche Lebenseinstellungen. Und, da sie sich nicht ergänzen, "hälst Du das nicht mehr aus" und bleibst
trotzdem. Dieses Bleibenwollen hat evtl. damit zu tun, daß Du glaubst, ihn verändern zu können oder hoffst,
daß er irgendwann einlenken wird. Beides wird er nicht, ihm fehlt "die Reife" dazu. Er möchte lieber eine
Partnerin an seiner Seite haben, mit der er Unzuverlässigkeiten z.B. bei Absprachen etc. leben kann.
Er möchte lieber eine Partnerin an seiner Seite haben, die ihn beputzt, bekocht, für ihn einkauft etc.
Das Erledigen von Hausarbeiten etc. ist einfach nicht seine Stärke und er geht halt den Weg des geringsten
Widerstandes und überläßt Dir diesen Lebensbereich. Er will einfach nicht und hat dazu keine Lust.
Aus dem Zusammenleben mit Dir weiß er, daß er das z.B. den Haushalt nicht mitzubewältigen braucht, da Du
es sowieso mitmachst und es nicht aushälst.

Wünsch Dir einen Freund, der verantwortungsbewußter und reifer sein eigenes Leben gestaltet und dem es
persönlich sehr viel bedeutet, z.B. Absprachen, die er mit Dir getroffen hat, auch einhält.
Das nimmt "jede Menge Zündstoff" aus einer Beziehung heraus.

Ich kann nur davon abraten, mit ihm eine Familie zu gründen. Da sind, ausgehend vom jetzigen Alltag der
Beziehung zwischen Euch beiden und deren Bewältigungsstrategien, die Probleme schon vorprogrammiert.
Werde wach und schau Dir die Wirklichkeit mit ihm an.
Solch einer Beziehungsbelastung würde ich mich schnellstmöglichst entziehen. Damit würde ich mein eigenes
Leben nicht belasten wollen und schon gar nicht ein irgendwann geplantes Familienleben mit Kind/Kindern.

alles Liebe
gaestin
 
vielleicht solltet ihr getrennt wohnen anstatt nach einer größeren wohnung zu suchen.

so kann er sehen wie es ist, den haushalt alleine zu schmeißen.
 
@gaestin

Vielen Dank für deinen langen Beitrag!Das mit den Konsequenzen war mir bisher gar nicht bewusst (und das, obwohl ich selbst im Bildungs- und Erziehungsbereich arbeite und eigentlich wüsste, wie es funktionieren würde).. Aber die einzige Konsequenz, die "sinnvoll" ist, wäre mit Trennung zu drohen, was ich allerdings sehr schlecht finde. Jemanden damit unter Druck zu setzen, finde ich nicht gut..Andere Konsequenzen wie "Putzfrau zahlen" o.ä. wäre 1. finanziell zu teuer und 2. möchte ich niemanden, der in meinen Sachen "rumwühlt" (und ja, ich weiß natürlich, dass eine Putzfrau das nicht macht, aber ich würde mich dabei nicht wohl fühlen..).

Eine räumliche Auszeit ist nur sehr schwer möglich, da ich hier keine engen Freunde/Verwandte habe, bei denen ich unterkommen könnte. Ich weiß auch, dass er eigentlich für sich selbst sorgen kann, er hat, bevor wir zusammengezogen sind, fünf Jahre lang alleine gelebt und es sag besser aus als bei uns jetzt (wenn ich nichts mache).

Durch deinen Betrag, und die anderen Beiträge hier, wird mir bewusst, dass ich unsere Beziehung gegenüber anderen sehr oft schönrede, ich erzähle von tollen Dingen und lasse alles andere einfach weg. Natürlich geht das die anderen auch nichts an, allerdings tut Austausch schon auch gut..
So wie es klingt, wäre eine Trennung wirklich das Beste. Da ich aber weiß, wie viel besser es früher war, hält sich bei mir die Hoffnung, dass wir wieder dahin zurückkehren können. Wir hatten gestern auch ein gutes Gespräch, wobei er mir erzählt hat, dass er die Arbeiten für die Uni, aber auch die andere Arbeit sinn- und nutzlos findet. Im Internet kann er sich in Artikel vertiefen, die ihn interessieren und so sein sowieso schon enormes Allgemeinwissen weiter ausbreiten (und ja, er spielt tatsächlich keine Spiele, sondern ist oft auf Wikipedia, liest Forschungsberichte und manchmal halt auch so sachen wie 9gag oder so).. Ich wollte ihm schon raten, sich Hilfe zu suchen, da man im Leben nun mal arbeiten muss. Oder zu einer Beratung zu gehen, da er vielleicht den richtigen Job nicht gefunden hat.

Eine gemeinsame Familie kann ich mir im Moment auch nur sehr schlecht vorstellen. Ich weiß, dass er ein liebevoller Vater sein würde, allerdings habe ich z viel Angst davor, dass dann alles, und wirklich alles, außer vielleicht mit den Kindern spielen, an mir hängen bleiben würde. Und das wäre nicht fair. Und die Streitigkeiten, zu denen das automatisch führen würde, würde ich einem Kind nicht antun wollen!

Falls du das hier liest, würde ich mich über eine weitere Antwort von dir freuen!
Pietje


@ Gast: Der geplante Umzug hat nichts mit einer größeren Wohnung zu tun, sondern mit einem Standortwechsel. Das wird sogar zur Folge haben, dass wir dann in einer kleiner Wohnung wohnen werden.
 
Und jetzt gerade wieder?!?

Ich bin vor 20 Minuten ins Wohnzimmer gegangen und habe ihn gefragt, ob er kochen will oder ob ich kochen soll. Wenn er nicht wolle, würde ich nun kochen. Wir sind dann beide in die Küche gegangen, ich habe noch was weggeräumt und er meint "Ich gehe noch kurz zur Toilette, und dann koche ich." Ich fand das gut, wir sind gemeinsam ins Wohnzimmer zurückgegangen (Weg zur Toilette oder Arbeitszimmer führt daran vorbei) und ich habe mich dann in mein Arbeitszimmer zurückgezogen, um zu lernen. Allerdings ist er nie auf der Toilette angekommen, sondern ist am PC hängen geblieben (seit 27 Minuten!). Ich werde wahnsinnig... 🙁

Oder übertreibe ich?

Nein. Du übertreibst nicht.

An Deiner Stelle wäre ich - ohne irgendwas zu sagen - weggegangen und hätte die nächste Pizzeria aufgesucht und wäre dann auch nicht so schnell zurückgekommen.

Auf Nachfrage hätte ich ihm erklärt, dass ich jetzt essen war , weil es zuhause, entgegen jeder Absprache , ja nichts gegeben hat und dass er sich jetzt ja ein Brot machen kann.
 
[...]
@RoXXana: Ja, das habe ich ihm auch bereits einmal gesagt, dass ich "Angst" davor habe, dass ich später "alleinerziehend mit Mann" bin. Und dass ich daran zweifle, dass er Dinge später wirklich so umsetzt, wie er das sagt bzw. wie es gemacht werden muss oder sollte mit Kindern. . Er meint dann, dass er das versteht, weil er mir ja nicht zeigt, dass er es kann. Trotzdem versichert er mir, dass er es kann. Und ich glaube ihm auch. Bis vor ca. 4 Monaten war es ja auch noch nicht so schlimm. Er musste ein längeres Praktikum machen in einem Betrieb und ich irgendwie mit den Arbeitszeiten (8-17 Uhr) nicht klargekommen, da er ein Abendmensch ist. Und er fürchtet sich vor der Zukunft, weil er Angst hat, dass er später nie einen Job findet, der ihn glücklich macht. Vielleicht kommt diese "Lähmung" und "Unfähigkeit" auch daher..[...]

Ich bin fast 30 Jahre verheiratet, und aus dieser Erfahrung her kann ich dir nur raten, zieh die Reißleine. Wenn er jetzt schon mit den Anforderungen des Lebens nicht klar kommt wird es später, zumal noch wenn Kinder da sind und der Alltag Haarig werden kann nicht besser.

Er lügt sich selber was in die Tasche und ich glaube wenn du tief genug in dich hinein horchst dann weist du es auch selber.
Du wünschst dir das es so ist, leider wird der Wunsch nicht In Erfüllung gehen.
 
Hallo Gast, in den letzten Beiträgen habe ich alles dazu (und noch mehr) geschrieben, da findest du wahrscheinlich die ZusatzInfos, die du brauchst 🙂

@RoXXana: Ich glaube, du hast recht. Ich hatte gestern einen "Zusammenbruch", er hat einen doofen Satz gesagt über seine/meinen Anteil an der Hausarbeit, da hab ich ihn "angeschrien", geweint und im ein Kissen geschrien. Danach habe ich mich erstaunlich leer gefühlt. es fühlt sich an, als ob etwas kaputt ist...

@kasiopaja: das wollte ich auch schon machen, ich schaffe es bloß nie, es auch durchzuziehen..
 
du hast jetzt wirklich mehrer vorschläge gemacht.
wenn er die icht annehmen will, musst du was ändern.
momentan macht er sich es einfach gemütlich.
hast du vlt ne freundin bei der du mal unterkommen kannst.
einfach mal in einem schock versetzen, sie meint es ja doch ernst, wenn ich nix mache 😉
 
Und jetzt gerade wieder?!?

Ich bin vor 20 Minuten ins Wohnzimmer gegangen und habe ihn gefragt, ob er kochen will oder ob ich kochen soll. Wenn er nicht wolle, würde ich nun kochen. Wir sind dann beide in die Küche gegangen, ich habe noch was weggeräumt und er meint "Ich gehe noch kurz zur Toilette, und dann koche ich." Ich fand das gut, wir sind gemeinsam ins Wohnzimmer zurückgegangen (Weg zur Toilette oder Arbeitszimmer führt daran vorbei) und ich habe mich dann in mein Arbeitszimmer zurückgezogen, um zu lernen. Allerdings ist er nie auf der Toilette angekommen, sondern ist am PC hängen geblieben (seit 27 Minuten!). Ich werde wahnsinnig... 🙁

Oder übertreibe ich?

liebe pietje,
danke für deine detaillierte Schilderung des Problems. Vom Blickwinkel eines neutralen Beobachters ist schon zu erkennen, dass bei euch die Dinge besser laufen könnten. :nerv: Eine Form von Ratlosigkeit macht sich bei dir bemerkbar und die Suche nach einer Lösung gestaltelt sich schwierig. Heute ist es der Abwasch, morgen sind es dann viel wichtigere Dinge und irgendwann entstehen daraus große Probleme, die nicht mehr so einfach aus der Welt zu schaffen sind. Ich kenne eine Person, die genau das gerade durchmacht. Dein Freund empfindet das bisher noch nicht, also sieht er keinen Grund, sich zu ändern. Und da liegt das eigentliche Problem, was kann deinen Freund veranlassen, Dinge nicht mehr aufzuschieben bzw. sie überhaupt in Angriff zu nehmen.
--Selbsterkenntnis, d.h. er muss das Verlangen verspüren, hey ich muss hier etwas unternehmen, so gehts nicht weiter. Du hast völlig recht, Ratschläge oder Zurechtweisungen werden kaum etwas bewirken. Das Aufschieben von Arbeiten ist keine rationale Entscheidung, da es nur sehr selten Vorteile für denjenigen bringt.
Ich wünsche dir, dass dein Freund auch eines Tages die Notwendigkeit verspürt, etwas an seinem Verhalten ändern zu wollen.
 
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