Was wäre denn eine "normale" Reaktion bei soetwas?
Schon eher: "Hey lass uns darüber reden. Ich höre dir zu/bin für dich da. Wir stehen das gemeinsam durch!", oder?
Ich versuche dir zu helfen, in dem ich klar Tacheles rede, also bitte nimm meine Worte nciht als einen persönlichen Angriff war.
Dein Verhalten IST kindisch und unreif. Denn du siehst in deinem Selbstmitleid und in deinem Verhalten gar nciht, dass dein Freund emotional und persönlich völlig überfordert ist!
Du brauchst professionelle Hilfe, einen ausgebildeten Therapeuten mit Erfahrung, Weitsicht und Geduld und erwartest deine Gesundung von einem Laien.
Du schreist nicht nur nach Liebe von ihm, du schreist nach Hilfe in jeglicher Form - Depressives Verhalten, Ritzen, Essstörung: "Du ich glaube, ich hab eine Essstörung" oder nicht eher: "Ich fühle mich so einsam, kannst du bitte zu mir kommen und für mich da sein?"
Du stellst Ansprüche an deinen Freund, die er nicht erfüllen kann, bitte mach dir das klar. Seine Worte und Handlungen sind einfach nur Versuche seinerseits, sich von dir zu distanzieren:
a) er weiss gar nicht, wie genau er dir helfen, kann, woher auch?
b) du drückst dich auf eine Art und Weise aus (Ritzen, Essen), die er weder nachvollziehen kann, noch weiss er eine Antwort darauf
c) dein Autoaggressives Verhalten bestimmt eure Beziehung, du hast Raum für dich, aber er keinen Raum für sich
-> völlige Überforderung. Manche reagieren sarkastisch, manche emotional, wieder andere aggressiv. Diese Art und Weise des Umgangs mir dir ist SEIN Hilferuf, seine Art zu sagen: "Ich kann nicht mehr! Ich weiss doch selber nciht mehr weiter, wieso setzt du mich so unter Druck! Wie soll ich dir helfen, wenn ich mir selbst nicht helfen kann!"
Dein Freund kann für dich da sein und ich bin mir auch sicher, dass er dir helfen will und wird, so weit er es auf einer beziehungstechnischen Ebene kann.
Aber er ist nicht dein Therapeut!
Es ist wirklich wichtig, dass du dir bewusst wirst, dass es allein mit "für dich da sein und Reden" nicht mehr getan ist. Du kannst das alles verdrängen, aber es wird nciht verschwinden..
Da dein Freund nach solchen, ich nenne es mal "Aktionen" immer wieder kommt und dir sagt, dass er dich liebt und das es ihm leidtut, daran siehst du ja, dass ihm noch was an dir liegt. Wenn das wirklich auf Gegenseitigkeit beruht, musst du den Schritt machen, deine Probleme mit auf ihn zu projizieren, so böse das auch jetzt klingen mag - ich sage ja nicht, dass du das absichtlich tust.
Aber auch unterbewusst wird eure Beziehung auf lange Sicht daran scheitern:
...Bis ich anfing unterbewusst die Beziehung zu sabotieren, ich habe auch so witzchen gerissen über ihre Probleme, und andere eigentlich verletzende Sachen und änderte gleichzeitig auch mein Verhalten mehr richtung Passivität, Gleichgültigkeit. Und habe sie so langsam aus der Beziehung rausgeekelt, sie machte schluss.
Nicht nur du hast die Gedanken, dass du es nicht mehr schaffst oder kannst oder willst, egal in welcher Hinsicht, und das es dir schlecht geht. Ihm kann es genauso gehen.
Nochmal zum Schluss, dass ist kein persönlicher Angriff. Nur ein großer, roter Denkzettel und ein Aufruf von einer, die beinahe denselben Weg gegangen ist, wie du.