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Freund beendet Beziehung wegen meiner Depressionen?! Fassungslos...

Wenn es wirklich Liebe gewesen wäre, dann hätte er weiter zu Dir gestanden! Vlt. hat er in der Beziehung auch Deine Anteilnahme vermisst und musste immer der Starke sein.

Wahrscheinlich war die Bindung nicht gross genug, sonst hättet ihr erstmal eine Auszeit vereinbaren können.

Ich kann mir vorstellen, dass es Dir sehr weh getan hat aber Du hast jetzt die Möglichkeit während einer Therapie neue Lebensansätze zu entwickeln.
Du kannst Dich jetzt erstmal nur auf Dich konzentrieren und neue Wege und Perspektiven erarbeiten!

ich hasse diesen satz "wenn es liebe ist"...
die leibe eines menschens hält nicht alles aus, denn auch andere menschen sind keine helden und halten alles aus.😉
 
Moin,

ich bin völlig fassungslos. Soeben hat mein Freund die Beziehung beendet, ich hatte gedacht es wäre alles geklärt... dass ich mir bei ihm 'nen Psychologen suche und dort hingehe...

Wie,Du suchst dir bei IHM einen Psychologen ?

Soll das heißen du willst ihm auf die Pelle rücken,dort einziehen usw.?
Wie ist dort dein Lebensunterhalt gesichert ?Durch nix ?

Bist du nicht die,welche vom Vater des Freundes bereits aus der väterlichen Wohnung rausgeschmissen wurde ?
Es am Wohnort des Freundes durch dich Probleme gab,durch Selbstmordversuch, ´Polizei usw.
 
Es ist sehr schwierig mit einem depressiven Menschen zusammen zu leben und es fordert sehr viel Kraft ab.Ich habe einen Thread über dieses Thema unter "Sonstiges" verfasst:
aber dennoch: ich persönlich würde versuchen durchzuhalten, wenn der Partner bereit ist, sich helfen zu lassen, mir meinen Freiraum lässt,
Rücksicht und Liebe sind die Eckpfeiler einer solchen Partnerschaft. Mit Hilfe eines Arztes kann eine Depression meistens auch wieder verarbeitet werden und den Depressiven in eine heitere Stimmung zurück führen

Depressive fühlen sich verzweifelt und klagen über ihr Leben. Sie ziehen sich zurück, das darf der Partner wiederum nicht als Liebesentzug ansehen. Er muss Geduld aufbringen, sich klar machen, dass dieser Zustand eine Krankheit ist. Ich kann auch niemand verurteilen, der dieses Leben auf die Dauer so nicht mehr mitleben will. Kein Mensch will immer verzchten, Verständnis aufbringen und selbst nicht verstanden werden

Tatsächlich ist nichts schlimmer für den Depressiven, als wenn sein Leiden nicht ernst genommen wird. Er dramatisiert sein Erleben nicht, es nimmt ihn wirklich in dieser Heftigkeit ein. Der kleinste Schmerz kann zum Unerträglichen geraten. Daher darf der Partner dieses Verhalten auch nicht als Ablehnung verstehen.
Man darf aber seinen Alltag nicht völlig auf den depressiven Partner reduzieren, da die Belastung nur umso größer wird und der Partnerschaft schadet.
Gib Deinem Freund Zeit, lass ihn zur Ruhe kommen , schreib einen Brief und versuche ihm alles zu erklären...Vielleicht gelingt es Dir auf diese Art einen neuen Weg mit ihm zu gehen.Versuche auch ihn zu verstehen
 
Ich kann deine Fassungslosigkeit verstehen! Muss mich aber dem Vorposting anschließen - die Liebe hält nicht alles aus. Könnte es nicht sein, dass du deinen Freund mit bestimmten Verhaltensweisen überfordert hast, die man manchmal Depressiven nachsagt. ZB Aggressivität, dass du vielleicht viel gejammert hast und ihm für deine Befindlichkeit verantwortlich gemacht hast oder ähnliches. Dass er damit selbst nicht mehr klar kam.

Ich denke auch, du solltest jetzt in erster Linie dir selbst helfen, dass du aus deiner Depression herauskommst. Das geht, kostet aber viel Konsequenz. Erst dann kannst du wieder an eine neue Beziehung denken.

Nicht von ungefähr habe ich vor einiger Zeit einen Thread eröffnet "Depressiver Mensch als Partner?"
Ich denke, in aller erster Linie musst du dir jetzt selbst helfen und schauen wieder gesund zu werden, du kannst von einem Partner nicht erwarten, dass er deine gesundheitlichen Probleme löst.


Würde euch das vom Eingehen einer festen Beziehung abschrecken? Wäre das für euch ein Grund mit so einem kranken Menschen lieber doch keine engere Beziehung bzw. Ehe einzugehen?
 
ich hasse diesen satz "wenn es liebe ist"...
die leibe eines menschens hält nicht alles aus, denn auch andere menschen sind keine helden und halten alles aus.😉

Die Frage ist auch, ob das wirklich eine Hilfe für den betroffenen Partner wäre, wenn der andere alles aushalten würde. Meist findet dann nur eine Verstärkung der negativen Muster statt.
"Wenn es Liebe ist..." ist kein Freifahrtschein, den Partner über seine psychischen Grenzen hinweg zu treiben und seine Eigenverantwortung auf diesen abzuschieben.
 
Verständlich daß es dich schockt und runterreisst Miss You, aber ich denke auch daß er einfach durch deine Depression an seine Grenzen geraten ist und jetzt erstmal auf sich schauen muss. Arbeite an dir, geh zur Therapie; Wer weiss, wenn es dir wieder besser geht gibt es ja evtl. einen Neuanfang
 
Fühle mich gerade echt von Gott und der Welt verlassen

Also das brauchst du wirklich nicht sein. Es gibt bei einer Depression viele Möglicheiten, da wieder rauszukommen. Es gibt eine Reihe von (professionellen) Hilfen, von Tabletten über Psychotherapie bis zum Sport - Bewegung hilft immer! Es ist nur viel Arbeit an sich selbst.

Jetzt jedenfalls scheint dein Freund überfordert ist. Und es kann durchaus sein, dass das was Timmymama schreibt wirklich eintrifft "Wer weiss, wenn es dir wieder besser geht gibt es ja evtl. einen Neuanfang". Entweder mit ihm oder auch mit einer neuen Lieb die auf dich wartet.
 
Ich finde es aber auch nicht so normal seinen depressiven Partner einfach zu verlassen. Ok, wenn die Liebe schon davor abgeflacht war, sollte man deswegen nicht zusammen bleiben.

Aber sonst gilt fuer mich das gleiche wie fuer andere Krankheiten. Liebe ist kein Versprechen, dass man in schwierigen Situationen einfach mal so aufloest. Klar muss der Kranke die Bereitschaft haben etwas zu unternehmen und gegen das Problem anzugehen, sonst wird man als Partner irgendwann zum Co-Abhaengigen und fuettert nur noch die Symptome.

Ich wuensche dir, dass du bald deine innere Staerke erkennst und lernst auf eigenen Beinen zu stehen. Es gibt ein Leben nach der Trennung und du wirst diese neugewonnene Eigenstaendigkeit sehr bald auch zu schaetzen wissen. Liebe bedeutet nicht sich aufzugeben, du bist ein Individum und solltest auch jederzeit bereit sein, dein Leben alleine weiter zu beschreiten.
 
ich war jahrelang mit einer depressiven zusammen. es gab wenige gute tage, einige die erträglich waren, und viele schlechte. zum schluss ging es mir selbst nicht mehr gut. ich wusste, dass meine freundin eine krankheit hat, und diese nie wirklich, selbst mit therapeutischer hilfe zu einhundert prozent in den griff bekommen würde.
es war ganz schön hart immer der starke teil der beziehung sein zu müssen und sich nie schwäche erlauben zu dürfen, oder trost bei dem partner zu können, ohne dass man gefahr läuft, dessen depression anzufeuern. im endeffekt hat mich die beziehung so viel kraft gekostet, dass ich selbst psychisch und physisch am ende war. ich trennte mich.
ich bekam von ihr den vorwurf zu hören ich sei selbstsüchtig, und das argument, wenn ich sie wirklich lieben würde, wäre ich bei ihr geblieben. aber tatsächlich ist liebe nie bedingungslos, und erst recht kein freifahrtschein dafür, dass man den partner mit in seine krankheit hereinziehen kann, bis er selbst darin gefangen ist.
diese moralische verpflichtung, die einem der kranke partner dann auferlegt ist ein riesiger liebeskiller, und natürlich auch auf dauer unerträglich.
nachdem ich mich getrennt hatte, hat meine exfreundin sich übrigens in der therapie tatsächlich angestrengt etwas zu erreichen, und nicht mehr nur das "alles ist sinnlos"-denken an den tag gelegt. momentan ist sie wieder in einer beziehung, und wie ich höre, scheint das ganz gut zu funktionieren. ich selbst war übrigens auch am rande der therapierbedürftigkeit. mitteleweile geht es mir wieder gut, aber ich habe nach wie vor ernste probleme, eine neue beziehung einzugehen.

LG
 

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