Werner
Sehr aktives Mitglied
Als jemand, der im Laufe seines Lebens schon oft verliebt war ... mich hat schon immer gewundert, wie es unsere vorherrschende Kultur geschafft hat, das Verliebtsein als eine Gefahr zu definieren. Verliebtsein, Faszination, verdrehter Kopf, etc. – das sind Gefühle und die sollte man zunächst einmal zulassen und ernst nehmen. Aber eben nur als Gefühle. Daraus müssen nicht zwangsläufig auch bestimmte Gedanken oder gar Verhaltensweisen entstehen.
Auch dass es sofort eine bestehende, gute Beziehung "gefährden" soll, wenn man auch jemand anderen liebt, ist mir immer wieder ein Rätsel – so lange ich außer acht lasse, dass für die meisten Menschen das "Lieben" mit einer Art "alleinigem Besitzanspruch" verbunden ist. Dann ist natürlich klar, dass man nicht zwei Menschen lieben kann, das wäre, wie wenn jemand, der nur an den "einen wahren Gott" glaubt, plötzlich in einer neuen Religion etwas Liebenswertes entdeckt 🙂
Mein praktischer Tipp wäre also: Akzeptieren, was da ist und trotzdem nicht etwas bisher Wertvolles (die Lebensgemeinschaft) deshalb aufgeben. Sich selbst eingestehen, dass man sich verliebt hat, dass da ein Mensch ist, der mich fasziniert, anzieht, interessiert. Aber dann die eigene Grenze kennen, ab der es für mich zu riskant wird – und auch keine falschen Hoffnungen wecken. In der Regel ist es ja so, dass der neue, reizvolle Mensch auch nur genau das ist: ein Mensch. Und dass viel von unserer Verliebtheit daher rührt, dass wir ihn nicht gut genug kennen, um das zu erkennen. Also dass wir in unsere Projektionen verliebt sind oder im anderen Wesenszüge erkennen, die bei uns selbst zu schwach entwickelt sind und die wir gerne über den anderen dann integrieren (oder hinzuerwerben) möchten. Dazu brauche ich aber nicht eine/n zweite/n Partner/in, das geht auch in einer tiefen Freundschaft; aber halt eher nicht dort, wo auch ein starker erotischer Reiz vorhanden ist und ich mir nur bei einem Menschen erlaube, dem auch nachzugeben.
Auch dass es sofort eine bestehende, gute Beziehung "gefährden" soll, wenn man auch jemand anderen liebt, ist mir immer wieder ein Rätsel – so lange ich außer acht lasse, dass für die meisten Menschen das "Lieben" mit einer Art "alleinigem Besitzanspruch" verbunden ist. Dann ist natürlich klar, dass man nicht zwei Menschen lieben kann, das wäre, wie wenn jemand, der nur an den "einen wahren Gott" glaubt, plötzlich in einer neuen Religion etwas Liebenswertes entdeckt 🙂
Mein praktischer Tipp wäre also: Akzeptieren, was da ist und trotzdem nicht etwas bisher Wertvolles (die Lebensgemeinschaft) deshalb aufgeben. Sich selbst eingestehen, dass man sich verliebt hat, dass da ein Mensch ist, der mich fasziniert, anzieht, interessiert. Aber dann die eigene Grenze kennen, ab der es für mich zu riskant wird – und auch keine falschen Hoffnungen wecken. In der Regel ist es ja so, dass der neue, reizvolle Mensch auch nur genau das ist: ein Mensch. Und dass viel von unserer Verliebtheit daher rührt, dass wir ihn nicht gut genug kennen, um das zu erkennen. Also dass wir in unsere Projektionen verliebt sind oder im anderen Wesenszüge erkennen, die bei uns selbst zu schwach entwickelt sind und die wir gerne über den anderen dann integrieren (oder hinzuerwerben) möchten. Dazu brauche ich aber nicht eine/n zweite/n Partner/in, das geht auch in einer tiefen Freundschaft; aber halt eher nicht dort, wo auch ein starker erotischer Reiz vorhanden ist und ich mir nur bei einem Menschen erlaube, dem auch nachzugeben.