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Freiheit?

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Hallo mikenull,

schau mal hier: Freiheit?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ich stelle mir das so vor, dass das Leben ab der Geburt sozusagen schon vorbestimmt ist. Jeder hat seine Rolle. So wie bei den Bienen. Und innerhalb dieser Rolle, hat man halt seine "Freiheiten". Keine Armut, immer was zu Essen, jeder hat Arbeit, jeder hat ein Dach über dem Kopf, jeder arbeitet für das Gemeinwohl..für ein gemeinsames Ziel. Zusammen.
 
Ich stelle mir das so vor, dass das Leben ab der Geburt sozusagen schon vorbestimmt ist. Jeder hat seine Rolle. So wie bei den Bienen. Und innerhalb dieser Rolle, hat man halt seine "Freiheiten". Keine Armut, immer was zu Essen, jeder hat Arbeit, jeder arbeitet für das Gemeinwohl..für ein gemeinsames Ziel. Zusammen.

Was hat eine Biene für Freiheiten?

Kann die sagen, nö heute flieg ich mal nicht mit oder bleibe draußen sitzen, weil es mir zu warm ist im Bienenstock?
 
Also eine Art Kommunismus?
Mmh, das könnte am Ende der Menschheit so kommen. Wenn alle Vorräte der Erde mehr oder weniger erschöpft sind und daher ein Verteilmechanismus einsetzen wird. Aber ob das schön ist?
 
Mir geht es nicht um die Freiheit tun und lassen zu dürfen worauf man gerade Lust hat, sondern um die "Freiheit, seinen Platz auf dieser Welt finden zu MÜSSEN!"...weil man ja eben "frei" ist.


Dieser Satz widerspricht sich schon in sich. Entweder man kann entscheiden oder eben auch nicht.

Ich stelle mir die Frage, ob es nicht besser wäre, wenn jeder ab seiner Geburt seinen festen Platz hat, die Zukunft sozusagen bereits gesichert ist. Arbeit steht fest, eine Frau und Familie sind garantiert... und innerhalb dessen, hat man selbstverständlich seine eigene Freiheit.


Und wie sollte diese Freiheit dann aussehen?

Und was , wenn Dir der zugewiesene Platz sowie die Familie nicht gefällt? Musst Du sie dann behalten?
 
Also eine Art Kommunismus?
Mmh, das könnte am Ende der Menschheit so kommen. Wenn alle Vorräte der Erde mehr oder weniger erschöpft sind und daher ein Verteilmechanismus einsetzen wird. Aber ob das schön ist?

Naja.. das ist halt meine Frage mit diesem Thread. Was ist denn bitte schöner? Ellbogen Kapitalismus? Kompetitionsgesellschaft wo zwangsläufig jemand verrecken wird, damit jemand anderes in Wohlstand und Luxus leben kann, oder ein von Anbeginn an total durchdachtes Lebenskonzept für jeden Menschen..wo halt eben auf gewisse Freiheiten verzichtet werden muss, es aber jedem gut geht? Schön dass wir dem Gedanken dieses Threads jetzt endlich mal etwas näher kommen.
 
Warum Schlaraffenland? Es wäre möglich, die Grundbedürfnisse eines jeden Menschen zu erfüllen. Und diese sind nunmal Geborgenheit, Nähe, Familie, Liebe und Zuneigung. Du bezeichnest sowas als "Glücksgüter"? Sie sind das einzig wichtige im Leben eines Menschen. Meines Erachtens! "Glücksgüter" sind Autos, ein gefüllter Kühlschrank, ein Computer mit High-Speed Internet, ein pervers grosser Fernseher... DAS sind "Glücksgüter". Familie, Zusammenheitsgefühl, Geborgenheit...das sind keine "Glücksgüter" sondern essentielle Bedürfnisse eines jeden Menschen! Ohne diese, wird der Mensch krank. Warum wohl gibt es soviele kranke, traurige, hoffnungslose Menschen? Trinker, Junkies, verlorene Seelen.

Hallo Eduardo,

erst einmal sind selbst in der Natur die Grundbedürfnisse nicht immer gegeben. Viele Tiere sterben ganz natürlich zB an Nahrungsmangel. Wie soll man denn in einem von Menschen gemachten System Dinge wie "Geborgenheit, Nähe, Familie, Liebe und Zuneigung" garantieren? Die kann man doch nicht anordnen (?).

Auf der politischen Ebene ist es wichtig, dass man die Freiheiten des Einzelnen in Einklang bringt mit den Freiheiten aller. Das soll unser Rechtssystem ermöglichen. Hier geht es auch um die gerechte Verteilung von Gütern oder Möglichkeiten. Hier stimmen wir wohl überein. Auch darin, dass auf diesem Gebiet in unserem Land so manches falsch läuft.

Dennoch meine ich, dass man nicht erwarten darf, dass einem Glückgüter (ja, Nahrung ist auch ein Glücksgut und nicht nur ein Grundbedürfnis; auch die Stillung von Grundbedürfnissen darf man als Glück betrachten) bedingungslos geschenkt werden (zur Verfügung stehen).

Ich übertreibe vielleicht mal: es ist nicht selbstverständlich, in einem Land geboren zu werden, in dem Glückgüter gerecht und üppig verteilt werden.

Ich würde Dir raten, Dich nach Deinen Möglichkeiten darum zu bemühen, Dich nützlich in die Gesellschaft einzubringen. Vielleicht machst Du das ja auch schon. Möglicherweise kann Dir dieses Engagement vorerst nicht mehr Glück bringen. Aber Du kannst damit ein gutes Gewissen haben. Und ich glaube, dass sich ernsthaftes Engagement irgendwann einmal auszahlen wird. Ich kann Dich aber auch gut verstehen, wenn Du jegliche Hoffnung verloren hast oder aus diversen anderen Gründen Dich nicht effektiv in die Gesellschaft einbringen kannst.
 
Im sogenannten Kommunismus ist es doch keinen Tropf besser.

Nur dass es viele Arme hat, die unter dem Ellenbogen einer Elite-Regierung, die alles hat , leiden.

So läuft das nunmal in der Praxis. Jedes mal.

In welchem Land ist es denn praktisch gut gegangen?

Schau Dir an was in Kuba und Venezuela passiert.

Kuba muss sich zwangläufig dem Kapitalismus öffnen, weil ihnen das Geld ausgeht und alle bettelarm sind, bis auf die Regierung und deren engste Kreise und Venezuela kann trotz Öl und bester landwirtschaftlicher Voraussetzungen das eigene Volk nicht mehr ernähren, geschweige denn irgendwas importieren.

Und das soll gut sein?
 
Demokratie und Kapitalismus sind gefühlt sehr schlechte Systeme, aber es sind die besten, die es gibt.

"Egoismus, Narzismus, Ellbogengesellschaft, Kompetitionsgesellschaft" prangern wir als negativ an, aber was ist die Alternative? Eine Diktatur? Wer bestimmt denn da den Diktator und die Regeln?

Anstatt sich in der Demokratie und dem Kapitalismus dem zugegeben harten und oft unfairen Konkurrenzkampf zu stellen, findest du eine diktierte Ordnung besser? Und wenn dir morgen diktiert wird 14 Stunden am Tag im Bergwerk zu arbeiten?

Auch der Kommunismus ist insofern nichts besseres. Das Eigentum an allem hat zwar offiziell das "Volk" und keine Großindustriellen, aber verwaltet wird es von einem übermächtigen Staat, dem man sich nicht entziehen kann und vollkommen ausgeliefert ist. Die Macht liegt bei den hohen Verwaltungsbeamten und Politikern, ist also auch wieder an einer Stelle versammelt ähnlich einer kapitalistischen Ordnung.
 
Ich stelle mir das so vor, dass das Leben ab der Geburt sozusagen schon vorbestimmt ist. Jeder hat seine Rolle. So wie bei den Bienen. Und innerhalb dieser Rolle, hat man halt seine "Freiheiten". Keine Armut, immer was zu Essen, jeder hat Arbeit, jeder hat ein Dach über dem Kopf, jeder arbeitet für das Gemeinwohl..für ein gemeinsames Ziel. Zusammen.

Eine solche Vorstellung ist das absolute Gegenteil jeder Freiheit. Jedem soll schon seine Rolle bei Geburt zugewiesen werden, als Maurer, Soldat, Müllfahrer, ganz egal wo die tatsächlichen Interessen und Fähigkeiten jeder Person liegen... und eine zugewiesene Frau willst Du auch noch dazu, aber was machst Du, wenn Du einen warzenbesetzten Besen bekommst, der Dich nicht leiden kann und Du sie nicht, und jeden Tag fetzt Ihr Euch bis aufs Blut? Was dann - Rückgaberecht gibt es keins, da ja alles vorherbestimmt?

Wenn Du Dir solche Vorstellungen als toll und wünschenswert ausmalst, dann wundert es mich, warum Du nicht längst dort bist, an einem Ort, wo Du Deine Freiheit und Eigenverantwortung an der Türschwelle abgeben mußt - beispielsweise bei der Bundeswehr/Armee, die Dir Dein ganzes tägliches Leben bis in die letzte Kleinigkeit vorschreiben wird, oder ins Kloster, oder in eine beliebige Sekte, die nicht nur Dein Leben vorschreibt, sondern Dir auch ggf. ein "williges Weibchen" stellen wird, damit der Sektennachwuchs gesichert ist?
Möglichkeiten gibt es also, worauf wartest Du noch?
 
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