@ hablo
In Baden-Württemberg ist es so, dass man, wenn man seinen Wohnsitz in Stuttgart hat, definitiv nur im 50-km-Radius "frei" fahren kann.
In dem Merkblatt, das man mit der Wertmarke erhält, ist genau eingezeichnet, wie weit die Freifahrten gehen.
inzwischen ist auch ganz bawü von verkehrsverbünden abgedeckt;
Mobilitätsportal für behinderte Reisende*–*Deutschlandkarte der Verkehrs- und Tarifverbünde
vor ein paar jahren sah das vllt. noch anders aus. und seit heute ist es ja eh egal....
Die entsprechende Wertmarke bekommt man hier bei dem Versorgungsamt, in dessen Einzugsgebiet man sich befindet.
das streckenverzeichnis bekam JEDER, auch wenn sich der komplette 50 km-radius innerhalb eines beliebigen verkehrsverbundes befand.
ich sagte ja, wenn man im verkehrverbund fuhr, ist das streckenverzeichnis eh irrelevant gewesen. es ist nur relevant gewesen, wenn man in einem landstrich ohne verkehrsverbund reiste (ungeachtet des eigenen wohnsitzes). ein stuttgarter konnte ebenso von dortmund nach duisburg fahren - kein problem!
busfahren ging schon jahrelang deutschlandweit, wie ich schreib. als ich in ostfriesland (damals wie heute ohne verkehrsverbund) bus fuhr, hat sich kein fahrer bemüht, extra auf die PLZ bei meiner wertmarke zu gucken. sie haben nur flüchtig beguckt, also anscheinend nur auf die gültigkeitsdauer, welche größer eingetragen ist als die adresse.
mir haben auch andere behindis vor jahren im brustton der überzeugung erzählt, ich käme mit der wertmarke ja nur 50 km weit. die haben dann auch doof geguckt, als ich das gegenteil herausfand und so vom rheingau bis ins obere ruhrtal unentgeldlich fahren konnte
😀
(extra in der vergangenheit formuliert, weil es ja nun einfacher geworden ist.)
gerüchte lassen sich gerade in dem bereich anscheinend nur schwer ausrotten.....
Und Kosten entstehen auch. Die Wertmarke kostete vor einigen Jahren knappe 70 Euro pro Jahr. Ob das nun mehr ist, weiß ich gerade nicht.
in NRW und hessen 60 euro. einerlei, ob 60 oder 70 euro, die hat man aber schnell wieder raus. nehmen wir mal an, man würde lediglich ein mal im monat von kassel nach frankfurt mit dem RE fahren (sonst nichts, noch nicht mal bus!), dann wären 60 oder 70 ocken schon ein schnäppchen
😉 (ok, ein konstruiertes beispiel, zumal sich für wenignutzer öfftl. verkehrsmittel eher die ermäßigung der kfz-steuer anbietet)
nein, die wertmarke ist für die meisten(!) nicht kostenlos (für einige schon: blinde und hartz-IV-empfänger, glaube ich), aber heruntergebrochen auf einzelne fahrten zahlt man einen wirklich kleinen obolus.
und man hat weniger ärger mit den tickets. und das kann einen in den wahnsinn treiben; beispiel köln (zumindest vor einigen jahren noch): u-bahn-fahren macht da weniger spaß, wenn man für einzelne fahrten löhnt, weil sie eine wabenartige struktur für die tarife haben (und keine schalenartige struktur).
vor dem hintergrund der normalen preise und des tarifdschungels finde ich 60 bis 70 euro keinesfalls schlimm.