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freiberufliche Tätigkeit

T

tanzmaus

Gast
hallo!

habe kürzlich in einer werbeagentur angefangen und soll dort kundenaquise machen. beworben wird ein internetportal, bezahlt auf provisionsbasis. um zunächst zu sehen ob mir die sache liegt soll ich vorerst mit der anmeldung noch warten um nicht unnötig anmeldegebühr zu zahlen. fand ich ok. das ganze soll dann wohl auf freiberuflicher basis laufen. finanziell abgesichert bin ich durch meinen ehepartner.
nun die frage: ist eine anmeldung als freiberufler die richtige wahl? ab wann muss ich mich selbst versichern? ich möchte nämlich in der familienvers. bleiben. und im grunde nur ein wenig nebenher verdienen... da die erste zeit wohl nicht mit großen prov. zu rechnen sein wird - bin auch k. profi auf d. gebiet - hat mir jemand dringend empfohlen eine sog. monatl. garantiezahlung zu verlangen für meine investierte zeit dort.
für gute ratschläge und tips freue ich mich!

gruß von der tanzmaus
 
AW: freiberufliche Tätigkeit OHNE Einkommen ist Schmeiße

Moin tanzmaus !
Laß Dich nicht in die miese Ecke von Freiberuflern bzw in die unternehmerische Selbständigkeit drängen, solange keine sicheren wesentlichen Einkünfte zu erwarten sind, die das rechtfertigen würden.
Laß doch die Werbe-Agentur erstmal als Deinen AG =Arbeitgeber mimen, und der stellt Dich erstmal an, auf einer Aushilfe-Basis oder auf 400-Euro-Job-Basis oder so, probehalber.
Du mußt dann die Zeit SOFORT nutzen, bei der KK Krankenkasse genau redend, besser noch schreibend um Rat zu bitten,,, wenn Du da nicht aufpaßt, werfen die Dich (auch nachträglich) noch raus aus Deiner bisherigen Familien-Versicherung, und Du mußt dann später noch und nöcher nachzahlen, auch für die Vergangenheit,,, - da kennen die nix, das ist eine der leichtesten Übungen der Krankenkassen. Dieses Risiko ist für Dich besonders hoch, wenn Du Dich in eine unternehmerische bzw freiberufliche "Ecke" drängeln läßt. Hast Du aber einen Arbeitgeber und bleibst selber "nur" AN= Arbeitnehmerin, dann muß der AG für die Ordentlichkeit all Deiner gesetzlichen Abgaben und deren Abführungen sorgen.

"Agenturen" sind oft die größten Gauner.
Die freuen sich natierlich wenn Leute für sie arbeiten und werben, die sie nicht anstellen müssen, die wollen Dich natierlich in die Ecke einer Selbständigen bzw Unternehmerin drängeln, mit fiesesten Argumenten.

Paß auf !

Rede mit Fachleuten.
Kostenlos kannst Du auch beim Viehnanzamt um einen Rat-Termin bitten. Die haben Ahnung und sind nett.
Beim Steuerberater könntest Du Kostenrechnungen kriegen für Beratung,,, beim Finanzamt und bei der Krankenkasse NICHT.
soso
soguter
 
Zuletzt bearbeitet:
solange du unter 360 euro GEWINN (umsatz-betriebsausgaben=gewinn) monatlich bleibst (sicherheitshalber nochmal bei krankenkasse nachfragen!) kannst du die freiber. tätigkeit machen, ohne dass du aus der familienversicherung rausfliegst. deine provisionen kann die agentur dir ja so auszahlen, das du eben diese 360 euro gewinngrenze nicht überschreitest.
bei einem minijob auf 400 euro basis kannst du familienversichert bleiben, wenn du monatlich nicht mehr wie die 400 euro verdienst.

fazit klar ist das ne billige masche um die leute nicht anstellen zu müssen, aber wenn du da nicht mehr wie die 360 euro/monat verdienst, nach abzug deiner betriebsausgaben....und sooo leicht ist akquise heutzutage nicht.... hmmm ich würds erstmal angehen mit der freiberuflichkeit.
 
vielen dank für deine Antwort!

ich werde mich morgen gleich bei meiner Krankenkasse erkundigen.

Das schöne bei meiner "freiber. Tätigkeit" ist ja, dass iman völlig flexibel ist was die Arbeitszeit/Tage betrifft, das geht bei einem 400 Euro Job nicht so leicht. Das ist der ganze Reiz bei der Geschichte. Und eigentlich dachte ich , dass man bis zu 700 Euro verdienen kann bevor man bei der KK beitragspflichtig wird.

Schaaaade das alles so kompliziert ist...🙁
 
vielen dank für deine Antwort!

ich werde mich morgen gleich bei meiner Krankenkasse erkundigen.

Das schöne bei meiner "freiber. Tätigkeit" ist ja, dass iman völlig flexibel ist was die Arbeitszeit/Tage betrifft, das geht bei einem 400 Euro Job nicht so leicht. Das ist der ganze Reiz bei der Geschichte. Und eigentlich dachte ich , dass man bis zu 700 Euro verdienen kann bevor man bei der KK beitragspflichtig wird.

Schaaaade das alles so kompliziert ist...🙁
Tanzmaus,
ich weiß ja nicht, WO Du wohnst.
Drum frag evtl gründlich beim Finanzamt.
Ich warne nochmal vor der Selbständigkeit!
Freiberuflich klingt immer so schön,
is OHNE guten Verdienst abba Schmeiße.

Es kommen Rattenschwänze hinterher
von denen Du bisher nichts ahnst.
Du mußt als Selbständige immer nur zahlen:
Berufsgenossenschaft,
IHK Industrie & Handelskammer
Gewerbesteuer,
Kurtaxe, (falls Du in einem Kurort wohnst)
und wennze auch kaum Umsätze hast, mußte
doch die Umsatzsteuer-Voranmeldungen machen,,,
lästig, - lästig, -

Ich kenne jemand, der ist nach 1,5 Jahren Mitarbeit
von einer solchen "Agentur" um 14 000 € betrogen
worden, und der hat nun die Schreibarbeit all die
Interessenten von den ebenfalls Betrogenen für
die Anzeige bei der Kripo zusammenzufassen.....
soso
soguter
 
Es gibt einen Unterschied zwischen "Freiberufler" und "Gewerbetreibenden".
Klar !
Es gibt nicht nur einen sondern mehrere Unterschiede.

Noch ne Binsenweisheit:
Worte, die unterschiedlich aussehen, die haben
in der Deutschen Sprache immer andere Werte,
also Unterschiede.

Egal ob Gewerbetreibender oder Freiberufler,,,
A B E R beide zählen zu den Selbständigen,
beide haben NICHT den Vorteil AN zu sein,
also Arbeitnehmer zu sein,,,

beiden werden widerliche Selbständigkeitspflichten
auferlegt, als wären sie richtige Unternehmer.

Bitte Unternehmer auch mal fragen, was die
so alles auferlegt bekommen.
soso
soguter
 
Ich war bis Mitte diesen Jahres freiberuflich.

Wie hoch die Geschichte mit der KK ist, weiß ich nicht, ich hab mich selbst versichern müssen.

Umsatzsteuer muss man aber abführen, eine Nummer beim FA beantragen und (das ist unterschiedlich) vierteljährlich vorab an das FA zahlen. Es sei denn, Deine Tätigkeit ist nach Paragraph 22a UStG umsatzsteuerbefreit.

Außerdem ist man verpflichtet, in die staatliche Rentenversicherung einzuzahlen, da kommen locker 250 Euro und mehr im Monat auf Einen zu. Dieses ganze Geld muss man erstmal verdienen.

Ich würde in jedem Fall vorerst unter der 400 €- Grenze bleiben udn gucken, wie Du mit dem Laden zurecht kommst und wieviel man tatsächlich verdienen kann.

Außerdem musst Du aufpassen, dass Du mehrere Auftraggeber hast. Ansonsten nennt sich das "Scheinselbstständigkeit" und ist nicht zulässig. Weil man dann vermuten könnte, die Firma, die Dich beschäftigt, wolle sich um die Sozialabgaben drücken.
 
Moin allerseits !
Wenn eine Frau so jung und so rege ist wie
hier, dann wird sie öfter mal im Leben suchen
nach einer Eingliederung ins Geschäftsleben,

darum nützt ihr das Vorgaukeln einer einzelnen
Bestimmung garnichts,,, das soll heißen:

Man darf ihr nicht verschweigen, daß sie den
Status MW-Steuer-Befreiung NICHT beliebig
wechseln kann.
Gerade zu Anfang eines "Unternehmens" hat
man normalerweise hohe Invest-Kosten, (Auto,
Büro usw) wovon man vielleicht die Vorsteuer
absetzen will.

Das wäre aber mit dem Status als "MW-Steuer-
Befreiter" nicht möglich, und ein beliebiges
"Rein und raus ausse Kartoffeln"
ist auch nich möglich.

Fachmanns-Rat wäre angebracht.
Ohne Kosten möglich beim Finanzamt,
ansonsten beim Steuerberater.

So ein Routinier kann die Tanzmaus oder
deren Schreiben sehen, und weiß dann
(sicherer als wir hier) was sie braucht
& was für sie gut ist.
soso
soguter
 

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