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Frage????????

K

kiah

Gast
Hallo!
Ich hab ne Frage: Darf man sein Leben einfach so beenden? Einfach so gehen?
Ich kann nciht mehr meine Vergangenheit holt mich jede Nacht ein! Jede nacht diese schrecklichen Träume! Jeden Abend das hoffen das man am nächsten morgen nicht mehr aufwacht! Wenn ich am Abend ritze Träume ich nachts nichts aufjedenfall ncihts an das ich mich erinnern kann! Das ist doch kein Leben mit vernarbten und aufgeritzten Armen rum zu rennen! Wenn alle so doof auf dein Arm schauen und denken die hat doch ein Knall! Ich lauf seid über einem Jahr nur ncoh mit Pullis rum kein T-shirt selbst im Sommer! Teilweise denken sie halt das ich ein SChaden haben aber was solls!
Was soll ich tun! Ich habe schon oft probiert mich um zu bringen aber irgendwie gehts nichts! Mein Kolleg meinte das war ein Zeichen von oben das ich ncoh nciht gehen darf! Ich halte es für Quatsch denke einfach das ich zu Blöd war mich um zu bringen! Als ich einmal Tabletten schluckte und doch noch von alleine aufwachte. Trotzdem ich hab einfach kein Bock mehr! Ständig macht irgendjemand blöd rum weil ich nicht mehr so bin wie ich mal war! Ständig die selben fragen warum ich mich so zurück ziehe! Ja ich weiß das ich gerne alleine bin oder hauptsächlich alleine bin zu hause manchmal zwinge ich mcih dazu weg zugehen damit meine Eltern denken das alles ok ist! So ein scheiß! Naja ich finde ncihts mehr positives an dem beschissenen Leben! DArf ich gehen einfach so? Ich galub schon oder?

kiah
 
So wie ich dich verstanden habe ritzt du weil du Angst hast es könnten dich ansonsten Alpträume plagen. Hab ich das richtig zusammengefasst?
Was sind das für Träume? Meinst du nicht dass man da vielleicht anders entgegenwirken kann? Ich würde zum Arzt gehen meinetwegen sogar in ein Schlaflabor gehen was da bei dir los ist. Denn denke schon dass man das auch anders hinkriegt. Vielleicht hast du Gewohnheiten die deinen Schlaf nicht begünstigen. Kann es auch sein dass du dir irgendwelche Horrorfilme reinziehst und vielleicht noch jeden Tag? Man kann aussen noch so cool machen wenns der innere Mensch nicht erträgt muss er sich irgendwie wehren und seis in Träumen seine Ängst zu zeigen.
Kann mich ja irren, würde aber vorher nochmal alles durchchecken ob das Leben tatsächlich nichts mehr positives bringen kann bevor du dem ein Ende setzt. Denn so wie das Leben einen nicht zu was zwingen soll, so sollte uns auch nichts zwingen den Tod zu wählen. Gruß, Cindy
 
Nein, niemand sollte sich selber umbringen! Das, was du berichtest, passierte einem guten Freund von mir.
Als ihn seine Freundin ohne Erklärung verließ, fing er irgend wann an, sich zu schneiden. Als ich ihn kennen lernte, war er sehr zurückgezogen und ich meinte damals zu ihm, das scheinbar der körperliche Schmerz leichter zu ertragen sei, als der seelische.
Er fing an, Tagebuch zu führen, die ich alle gelesen habe. Es stellte sich raus, das er ein sehr kreativer Mensch ist und solche Menschen sind bekanntlich sehr sensibel. Sie verkraften manche Erlebnisse nicht so gut, wie Menschen, die eher rational sind.
Heute schneidet er sich nicht mehr, dafür schreibt er geschichten und das absolut gut.
Was machst du kreatives? Machst du überhaupt etwas? Malen, Schreiben,Töpfern, irgend etwas?
Wünsche dir und allen, denen es so geht wie dir, aus ihren Sorgen zu wachsen

Herzlichst Melanie
 
Liebe Kiah!

Ja, du darfst dein Leben einfach so beenden.

Ob es allerdings der beste Weg ist, es auf dies Weise zu tun, bezweifle ich ;-)

Und ich bezweifle auch, dass du es dann sein wirst, der sich das Leben nimmt, viel wahrscheinlicher scheint mir, dass du nur den finalen Schritt/Schnitt für andere machst, die dir schon vor längerer Zeit ein Messer zwischen die Rippen gestoßen, dich aber blutend liegen gelassen haben.

Willst du ihnen wirklich die Arbeit abnehmen?

Dein Leben ist eine einzige Qual, du schleppst dich von einer Nacht zur anderen und diese erlösenden Nächte sind viel zu kurz.
Du hast Recht.
Du solltest dein Leben beenden, dein Körper und deine Seele schreien danach.

Aber nicht auf diese Weise.

Was auch immer dir passiert ist, du musst an der dir zugefügten Wunde nicht verbluten.
Sie ist heilbar, auch wenn vielleicht eine Narbe zurückbleibt.
Doch um diese Wunde zu schließen, brauchst du Hilfe. Einen Verband, jemanden der ihn dir anlegt.
Dann erst kann dein Körper beginnen, die Wunde zu heilen.

Auch wenn es dir schwer fällt: versuche über deine Verletzung zu reden, mit einer guten Freundin, einem Psycholgen, oder vielleicht möchtest du uns ein paar Dinge erzählen.

Du hast das Recht auf ein anderes Leben, und das kannst du auch haben.
Aber nicht, indem du vor ihm flüchtest.

liebe Grüße, Martin 🙂
 
Hallo Kiah!
Ich habe eine gute Freundin. Sie ist sehr depressiv. Sie ritzt sich auch. Ihr wachsen der Alltag und alles sehr schnell über den Kopf. Sie braucht nur ein paar nicht so tolle Noten in der Schule haben und dazu läuft es dann auch noch mit ihrem Freund nicht so toll und schon ist sie am Überlegen, ob ihr Leben noch einen Sinn hat.
Lange Zeit hatte sie auch keine beste Freundin, der sie alles erzählen konnte. Sie ging zu einem Spycvhologen, der ihr aber auch nicht so viel gebracht hat. Vor ca. einem Jahr lernten wir zwei (wir kannten uns schon) besser kennen. Wir hatten in vielen Situationen den selben tiefschwarz sarkastischen Humor, viele ähnliche Interessen und sie begann mir zu vertrauen. Ich wusste bereits, dass sie sich ritzt, hatte mich aber bisher nie damit so intensiv auseinandergesetzt. Das hatte sowieso noch niemand bei ihr getan. Ich war die erste, die sie ernst nahm, die ihr zuhörte, der sie wirklich jeden scheiß und jedes problem erzählen konnte. Dabei war es mir erstmal egal, ob sie schuld an einzelnen Problemen hatte oder jemand anderes. Ich hab ihr erst mal einfach nur zugehört, ihre Probleme hinterfragt, hab mit ihr zusammen herausbekommen was eventuell tiefergründiger Anlass ihres Problemes war. Sie konnte und kann mir erzählen, was sie für Gefühle empfindet, was ihr Angst macht. Ich hab versucht ihr ritzen zu verstehen. Ganz ist es mir bis heute nicht gelungen, aber ich nehme sie ernst. Manchmal schreibt sie Gedicht über das Ritzen, ihre Gefühle, ihre Ängste. Die liest sie mir dann vor. Manchmal fragt sie mich, wie sie mit Situationen umgehen soll, was sie tun soll. Wenn ich ihr Rat geben kann, tu ich es. Oft kann ich ihr Rat geben. Manchmal wenn sie bei mir anruft (total verheult), ich Zeit habe oder mir nehme, sage ich zu ihr: "Jetzt beruhige dich erstmal! Atme durch. Erzähl mir, was los ist!" oder ich frage sie auch spät Abends noch:"Soll ich zu dir kommen?" Manchmal geh ich dann noch zu ihr, wenn sie nichts dagegen hat. Das Gute daran ist auch, dass sie sich in meiner Gegenwart nicht ritzt. Ich hab es nur einmal mitbekommen. Da hat sie sich auf Klassenreise die ganze Hand aufgeschnitten. Währendessen zwei anderen Mädchen schlecht wurde, hab ich mich dann um sie gekümmert. Nur in meiner Gegenwart traut sie sich auch ohne langärmelige Sachen herumzulaufen. Sie weiß, dass ich nicht dumm gucke und auch nicht lache oder sie für bekloppt halte.
Oft muntere ich sie auch auf, hole sie aus ihrem Kummer heraus, nehme sie irgendwo mit hin. Dann haben wir oft eine wirklich schöne Zeit, weile es mir so gut gelingt sie von ihrem Kummer abzulenken. Und dann lachen und scherzen wir auch und es scheint ihr fast so, als hätte sie für eine gewisse Zeit keine Probleme. Ich mach mir viele Sorgen um diese wirklich liebe Freundin von mir. Ich weiß, dass sie seelisch sehr zerbrechlich und schwach ist. Sie ist auf mich oder eine andere starke Person, bei der sie sich anlehnen kann angewiesen.

So, um endlich zu deinem Prob zu kommen: Vielleicht brauchst du ja auch eine wirklich gute Freundin, der du ALLES erzählen kannst und mit keinem Detail hinterm Berg bleiben musst. Brauchst du eine Freundin, einen Freund, einen Menschen, dem du deine persönlichsten Gefühle anvertrauen kannst? Ich denke jeder Mensch braucht so etwas. Hast du so etwas? Ich habe viele gute Freunde. Aber den wenigsten kann ich wirklich alles erzählen oder besser gesagt den wenigsten vertrau ich soweit. Hast du Freunde? Hast du gute Freunde? Ich wünsche dir einen Freunde, eine Freundin, der du alles erzählen kannst, der/die sich deiner annimmt, dir zuhört, dir vielleicht helfen kann.

Die allerliebsten Grüße, Sophie.
 

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