SanfteWelle
Mitglied
Ein Gedanke aus einem anderen Kommentar hier im Thread erscheint mir durchaus plausibel: Wenn ihr jetzt nur noch zu zweit seid und du 90 % arbeitest, deine Kollegin aber 60 %, könnte bei Ausfällen (Urlaub, Krankenstand) für sie deutlich mehr abzufangen sein als früher, als ihr zu dritt wart. Vielleicht spielt dieser Punkt bei ihr eine größere Rolle, als sie bisher ausgesprochen hat. Es könnte sich lohnen, sie einmal ruhig zu fragen, ob das einer der Gründe für ihre veränderte Haltung ist.Hallo, zusammen
ich würde euch gerne um eure Meinung bitten:
Wir sind ein kleines Verwaltungsbüro. Wir haben dies bisher zu dritt gemanagt. Jede von uns mit 50% Teilzeit. Nun hat eine gekündigt und persönlich wollte ich schon länger Stunden aufstocken. Meine Kollegin eigentlich auch. Nun habe ich auf 90% und meine Kollegin auf 60% aufgestockt. Sie wollte auch nur 60%.
Jetzt möchte sie das plötzlich nicht mehr. Sie möchte lieber wieder eine dritte Kollegin. Richtig begründen tut sie mir gegenüber auch nicht. Sie hat bisher aber auch nicht das Gespräch mit unserem Chef gesucht.
Ich muss dazu sagen, dass wir Sharing Arbeitsplätze haben und davor nicht soviel zeitgleich im Büro waren. Wir haben aber sehr viel Zeit durch ständige Übergaben verloren. Wenn wir zusammen gearbeitet haben, waren wir beide ziemlich gut zusammen. Deswegen hat es unser Chef auch genehmigt.
Nun ist mein Problem, dass ich mich wahnsinnig schwer tue, mit der Ungewissheit und
bin zeitgleich enttäuscht, weil ich mir gewünscht hätte, dass sie offener wäre und ich gerne einfach mehr verdienen würde. Sie hat nur mal angemerkt, dass sie sich von den anderen übergangen fühlt. Sie ist etwas länger in dem Büro.
Sie ist jetzt auch sehr kühl, war sie vorher nicht. Sie redet auch nur nicht beruflich mit mir. Vielleicht könnt ihr mir das ein wenig erklären.
Ich schätze sie eigentlich sehr, aber verliere das immer mehr.
Wie würdet ihr euch verhalten?
Danke schonmal
Möglicherweise wäre auch ein Mittelweg denkbar, zum Beispiel eine zusätzliche Unterstützung in geringem Stundenumfang, die bei Bedarf einspringen kann. Das würde den Druck etwas verteilen, ohne dass gleich wieder eine volle dritte Stelle entstehen muss.
Grundsätzlich würde ich aber versuchen, erst einmal abzuwarten, bis klar ist, wie der Chef die Situation einschätzt. Letztlich kann er die Entscheidung über die Stellenverteilung ohnehin nicht ohne Weiteres rückgängig machen.
Wenn die Stimmung zwischen euch sehr angespannt bleibt, könnte auch ein gemeinsames Gespräch mit ihm hilfreich sein, damit alle ihre Sicht ruhig darlegen können. Manchmal hilft es schon, Missverständnisse in einem moderierten Rahmen zu klären.