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Frage zu Antidepressiva, wirkungeintritt

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Gast

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Ich habe schon ewig depreesionen, auf grund von komplexen und verschiedner dinge. Alles aufzuzählen würde zu lange dauern.

Nun hat mich meine freundin vor 4 Wochen verlassen, aus heiterem himmer. Ich halte es nicht mehr aus, diese schmerzen, kann nicht Arbeiten und nicht Essen nicht mal konzentrieren. Sie war meine Stützte. Ich war abhängig von ihr um glücklich zu sein. Habe bereits 2 Kilo abnommen, und ich bin schon ein mega dünner typ. Ich will nicht noch mehr abnehmen, dadurch würde ich nur noch mehr komplexe bekommen. Deshalb habe ich mich dazu enschlossen antidepressiva zu nehmen. Mein Psychiater meinte ich soll darauf verzichten. wollte mir keine verschreiben.

Ich weiß nicht ob er richtig verstanden hat wie es mir geht, ich bin in der ausbildung 3 lehrjahr und möchte das zuende bringen, ich habe das gefühl ich schaff das nur mit medis. Damals war meine Ex meine medizin, der Grund wieso ich morgens aufstehe und 8h arbeite, damit ich sie am abend sehen kann. Aber das ist leider vorbei

Nun hab ich welche von meiner mutter, die ich vorhin angefangen habe zu nehmen. Am montag gehe ich zu einem anderen psychiater von dem ich mir erhoffe das er mir was verschreiben kann.

Wahrscheinlich steht ihr dem ganzen skeptisch gegenüber, da antidperissiva nicht die lösung ist. Jedoch würde es mir helfen mein leben erstmal wieder in den griff zu kriegen und vorallen die beschissene ausbildung zu vollenden. Nochmal abbrechen will ich nicht!

Wie mir bekannt ist tritt die antidepressiva wirkung erst nach 2-3 wochen ein. Wie sieht es mit den nebenwirkungen aus? wirken die schon früher? Und was ist wenn ich nach einer woche auf ein anderen Antidepressiva umsteige, das mir der Arzt verschreibt?

Bitte um antwort
 
Ich finde es ziemlich leichtsinnig Antidepressiva ohne Absprache bzw. ohne Einverständnis des Arztes zu nehmen.
Manche können abhängig machen, oder die Wirkung ist eine andere, als Du sie benötigst und schadet Dir mehr, als daß sie Dir hilft.
Unter Umständen geht es Dir danach noch schlechter. Das willst Du bestimmt nicht.

Dein Arzt stimmt die Medikation auf Dich ab, da solltest Du nicht einfach so die Medikamente Deiner Mutter nehmen.
Finde ich ohnehin seltsam, daß sie es Dir erlaubt. Ein gewissenhafter Arzt verschreibt eben nicht mal die doppelte Menge, oder mehr als sein Patient benötigt.
Ich durfte immer erst kurz vor Ablauf meiner Packung bei ihm melden, um ein neues Rezept zu erhalten.
Braucht Deine Mutter ihre Antidepressiva nicht mehr?

Auch Dein Hausarzt kann Dir Medikamente verschreiben, die Einfluss auf Deine Psyche haben - wie z.B Citalopram oder Mirtazapin. An Deiner Stelle würde ich es erst einmal dort versuchen. Schildere ihm so genau wie möglich Deine seelische Situation, und die Ängste, die Dich beherrschen. Das sollte genügen, um von ihm zumindest ein Rezept für einen Stimmungsaufheller zu bekommen.
Schon dieser kann Dir helfen.

Leider ist es wirklich so, daß die Wirkung auf die Psyche erst nach ein zwei Wochen einsetzt.
Nebenwirkungen physischer Art treten schneller auf.
 
Du mußt zum Nervenarzt gehen, und der verschreibt Dir was dann, niemals alleine irgendwas nehmen. Ich empfehl: Trevilor, Wirkung beginnt leider erst nach 2 Wochen. Weiterhin: Bei Frauen vorsichtig sein, und lieber ein richtig guter Freund zunächst und dann erst die nächste Beziehung. Ein guter Freund ist wichtig, falls wieder was schiefgeht, daher sollte die Beziehung zu im etwas wertvolleres sein als die Beziehung zur Frau. Dann ist der Absturz auch erträglich falls die Zickerei wieder losgeht😉
 
Hallo Gast!

Mein Psychiater meinte ich soll darauf verzichten. wollte mir keine verschreiben...

Wie mir bekannt ist tritt die antidepressiva wirkung erst nach 2-3 wochen ein. Wie sieht es mit den nebenwirkungen aus? wirken die schon früher? Und was ist wenn ich nach einer woche auf ein anderen Antidepressiva umsteige, das mir der Arzt verschreibt?

Bitte um antwort
Antidepressiva beeinflussen das cholinerge, adrenerge und histaminerge System. Hieraus ergeben sich auch die Nebenwirkungen. Vor der antidepressiven Wirkung treten diese Nebenwirkungen ein und können daher vor allem am Anfang einer Therapie sehr unangenehm sein. Aufgrund von Nebenwirkungen muss manchmal auf ein anderes Medikament umgestiegen werden.

Diese Aussage dürfte sich meines Erachtens mit dem decken, was ich in einigen Lehrbüchern gelesen habe (Vergleiche vor allem: S. Brunnhuber, S. Frauenknecht, K. Lieb: Intensivkurs Psychatrie und Psychotherapie, 5. Auflage).

Bitte nichts ohne ärztlichen Rat machen! Spricht etwas dagegen, noch einen anderen Arzt zu konsultieren?

Ich habe den Eindruck, dass Du Dein Problem in der Tat ohne Antidepressiva lösen solltest und könntest. Aber da ich Dich nicht weiter kenne, ist jede Einschätzung aus der Ferne unseriös. Daher suche bitte ärztlichen Rat!
 
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