Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Frage an Lehrer: Umgang mit massiven Unterrichtsstörungen

Ich arbeite auch an einer anderen Institution, wo man strenger ist. Ein neuer Schüler hat wiederholt laut geredet, weshalb ich ihn in die erste Reihe umsetzen wollte, nachdem sich ein Kollege nebenan beschwert hatte,d ass es so laut ist. Der Schüler hat sich geweigert, etwas auf arabisch geschimpft, was keiner übersetzen wollte, und wollte in einen anderen Kurs gehen, was eigentlich nicht geht. Ich habe die Sekretärin gebeten, ihm zu erklären, wo der Kursraum ist. Sie hat ihn zur Schulleitung geschickt, woraufhin er nach wiederholt unangebrachtem Verhalten rausgeschmissen wurde. Ich fand das schon etwas streng, aber ich denke auch, dass es richtig war, weil dadurch ein exempel statuiert wurde.
 
Es ist ja absurd dass kein schüler der schule verwiesen werden kann. Offenbar will die schule für jeden die gelder mitnehmen und es ist ihr unwichtig wie viel die schüler in summe lernen.

Wäre ich ein motivierter flüchtling, würde ich mir eine andere schüle suchen.

Was ist denn deine persönliche meinung zu diesem vorgehen?
 
Ich finde es besser, wenn man manchmal ein Exemple bei Schülern statuiert, die sich unmöglich benehmen. bei der einen Institution läuft das auch so. fazit: keine Probleme. Bei der andere nicht. Fazit: Probleme
 
Hallo,
ich selbst habe auch ein halbjähriges Praktikum in einer Schule gemacht und dabei vor allem Flüchtlingen geholfen. Das waren zwar Grundschüler, aber auch, wenn man es auf den ersten Blick nicht glauben mag wegen dem großen Altersunterschied, die Hintergründe für das auffallende Verhalten sind oft gleich. Auch das auffallende Verhalten ist meist gleich.
Erst bei Handgreiflichkeiten habe ich einmal den Direktor eingeschaltet (vermutliches Trauma bei dem Kind), den Rest habe ich immer selbst in den Griff bekommen.
Flüchtlinge kennen es oftmals nicht, dass Frauen "etwas wert sind". Das betrifft lang nicht alle, aber trotzdem zu viele. Eine Frau, die das Sagen hat, ist für viele seltsam, ungewohnt , nachdem sie, meist ja doch Männer, sich durchschlagen mussten und das Sagen hatten. Wie gesagt, das soll nicht verallgemeinernd klingen, aber es trifft tatsächlich oft zu. Ich habe selbst einen Einblick bekommen, wie es in vielen Wohnheimen abläuft, gerade die Männer müssen sich immer wieder behaupten.
Deine Schüler sind aber keine Extremfälle. Sie können ja ganz offenbar anders, wenn sie eine Autoritätsperson haben, die sich durchsetzt.
Also setze dich mal durch. Schmeiß die Leute, die sich aufführen raus, schick sie zum Direktor/Leiter/... Es wird ja wohl einen Ansprechpartner geben. Sowas musst du in deinem Unterricht nicht dulden. Du must Konsequent sein. Das was du Monat Vormittag sagst muss auch noch Freitag Nachmittag gelten. Sie brauchen klare Regeln, Struktur, wie jeder andere Schüler auch. Nur Flüchtlinge oftmals ganz besonders. Was ich schon für Storys gehört habe, was mit ihnen passiert ist, wenn sie in der Schule nicht gehorcht haben. Da ist das Schlagen mit dem Stock früher ein Witz dagegen. Wohlgemerkt in der Grundschule ... Ich habe da aber nicht einen allzu großen Einblick, daher sehe es nicht als Tatsache, dass das oft passiert ist, nur als möglichen Hintergrund. Wenn man sowas schon in der Grundschule beigebracht bekommt oder in der Familie oder wo auch immer, wie willst du dann verstehen können, dass du dich hier zu benehmen hast, wenn dir sowieso nichts passiert und du dann einen inkonsequenten Lehrer hast. So kommt es mir nämlich vor. Du lässt denen zu viel durchgehen, vermutlich mal mehr mal weniger. Falls das der Fall ist, ändere es. Es wird sich bessern. Auch wenn da ein riesen Altersunterschied ist, aber der Mensch tickt dennoch gleich. Auch mit 50 willst du immer noch einen "Chef", der sagt, was Sache ist, genauso mit 9 oder mit 22. Wie es mein Vorgesetzter immer gesagt hat: Sei konsequent. Das was du Montag vormittags sagst muss auch noch Freitag Nachmittag in 5 Monaten gelten.
 
Ich bin zwar kein Lehrer an einer Schule sondern Schülerin. Deshalb glaube ich schon Tipps geben zu können. An Ihrer Stelle würde ich den störenden Schüler einfach von dem Unterricht verweisen und eine 6 geben. Die andere störende Schüler sehen auch das es Konsequenzen gibt und hören auch auf.
 
Ich bin zwar kein Lehrer an einer Schule sondern Schülerin. Deshalb glaube ich schon Tipps geben zu können. An Ihrer Stelle würde ich den störenden Schüler einfach von dem Unterricht verweisen und eine 6 geben. Die andere störende Schüler sehen auch das es Konsequenzen gibt und hören auch auf.

Eine 6 geben für was?
Als Mitarbeitsnote vielleicht. Alles andere wären autoritäre "Erziehungs"maßnahmen, sofern man das bei Erwachsenen noch als Erziehung bezeichnen kann. Autoritäre Erziehung war noch nie wirklich sinnvoll, erst recht nicht bei so einem Fall. Wenn sie den Unterricht stören und sich nicht dafür interessieren, werden sie wohl kaum gute Noten haben, geschweige denn davon dass es sie "juckt", wenn sie eine 6 kassieren. 😕 Autoritativ wäre da sinnvoller.
Noch ein kleiner Tipp: "Du störst mich!" vs. "Dein Verhalten stört mich!"
Das eine greift an, das andere bewirkt oftmals was.
Deshalb im negativen Kontext "du" vermeiden und durch "dein Stören", "dein Verhalten", ... ersetzen.
Wie gesagt, die Tipps kommen von ner Grundschule, aber aus psychologischer Sicht ergibt das durchaus auch Sinn, egal bei welchem Alter. Mensch ist und bleibt Mensch.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
L NRW, Gymnasium, unbegründeter Vorwurf von Lehrer an Schüler Schule 40

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben