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Flüchtlinge aufnehmen

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_Tsunami_

Urgestein
Das Thema wird in Deutschland zwar "gepushed", aber ist noch relativ klein. Ist ein ziemlich reicher Mensch nicht dazu verpflichtet, ziemlich arme Menschen aufzunehmen?
 
Moralisch korrekt wäre ihnen zu helfen und sie auf zu nehmen. Allerdings finde ich, dass dies ziemlich weit geht, denn meine Wohnung ist mein Privater Bereich, ich möchte nicht dass da plötzlich jemand wohnt den ich noch nie zuvor gesehen habe. Ich finde es auch recht weit gegriffen wenn man Leute dazu zwingt Obdach zu bieten, denn wie gesagt, privat ist privat.

Sehr überspitzt könnte man dann auch vorschreiben dass die Wände Farbe X haben müssten und man nur Auto Y fahren dürfe usw...

Mal weiter gedacht, müsste ich dann nicht auch heimische Obdachlose aufnehemen? Denn diese sind auch ziemlich arm, und würden bei einem ziemlich reichen Menschen Zuflucht finden.

Um ehrlich zu sein würde ich nicht mal meinen Nachbar bei mir wohnen lassen. Auch wenn ich dafür vill gehatet werde, ich fühle mich nicht bereit jemanden in meinem Haus auf zu nehmen. (Vorrausgesetzt meine Wohnsituation würde das erlauben; 1 Zimmer Küche Bad mit Freundin. Würde "kuschelig" werden...)

Nichts desto trotz, ein heikles Thema
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich sind wir moralisch dazu verpflichtet sie aufzunehmen. Das heißt aber nicht, dass wir sie in unsere Privatwohnung aufnehmen sollen, sondern dass wir ihnen angemessene Unterkünfte zur Verfügung stellen und sie menschenwürdig aufnehmen. Also ihnen ermöglichen, sich von dem Leid und Elend, dass viele von ihnen erlebt haben zu erholen. Ihnen medizinische und psychologische Versorung zu gewähren. Ihnen den Zugang zu Arbeit und Bildung ermöglichen.

Davon sind wir hier leider meilenweit entfernt.
 
Es ist ja schon ein ziemliches Problem in viele Gegenden angemessene Quartiere für Flüchtlinge zu bekommen. Ob es da helfen würde die Menschen in Privatwohnungen bei Privatleuten unterzubringen?
Ich bin da eher skeptisch. Kann sich eine Privatperson um traumatisierte Menschen kümmern? Ich bin mir nicht so sicher, ob jemand, der weder selbst Verfolgung, Armut, Krieg erlebt hat, noch psychologisch geschult ist, das alleine wuppen kann. Und das ist etwas was diese Menschen brauchen, neben einem Platz zum schlafen.
Die andere Seite ist: Du weisst nie wie Leute wirklich ticken. Und damit meine ich beide Seiten. Sowohl unter den Flüchtlingen als auch unter selbsternannten Helfern.
 
Ich sehe das mit den Flüchtlingen mit geteilter Meinung. Klar ist es menschlich, dass man den Flüchtlingen helfen soll, denn diese haben viel schlimmes hinter sich. Allerdings wenn ich höre, dass sich Flüchtlinge über ihr Quartier beschweren und Anforderungen stellen als wären sie Grösus, dann platzt mir der Kragen. Die sollen froh sein, dass sie überhaupt ein Dach über den Kopf haben und sie keiner mehr irgendwie angreift. Eine ältere Verwandte von uns war in einem Kinderheim in den 50er Jahren. Die wurden dort grundlos geschlagen, misshandelt usw. und mussten zu 30 in einem Raum schlafen ohne Radio, Fernseher oder so. Schlimmer wie ein Gefängnis heutzutage.

Oder Menschen die ebenfalls einen Krieg (2. WK) erlebt haben die froh waren wenn sie überlebt haben und im Gegensatz zu den zahllosen Flüchtlingen nicht weggerannt sind und sich der Gefahr gestellt haben und Österreich bzw. Deutschland aus Trümmern wieder aufgebaut haben. Da könnt ihr euch vorstellen, dass die Menschen so langsam das Verständnis und die Hilfsbereitschaft an den Flüchtlingen verlieren.

Außerdem haben bei uns genug eigene Landsleute Probleme und wissen nicht mehr wie sie über die runden kommen sollen (Stichwort: Armutspensionen, Dumpinglöhne, Bildungswahnsinn usw.). Desweiteren sind Deutschland und Österreich nicht die einzigen Länder auf diesen Planeten und genug andere Länder könnten ebenfalls die Flüchtlinge aus Syrien, Irak usw. aufnehmen. Beispiele wären Kanada, USA, Mexiko, Japan, China, Brasilien usw.
 
Das Thema wird in Deutschland zwar "gepushed", aber ist noch relativ klein. Ist ein ziemlich reicher Mensch nicht dazu verpflichtet, ziemlich arme Menschen aufzunehmen?

Sicher ist es immer richtig und wichtig Menschen zu helfen, die in Not sind.
Allerdings ist es immer schwierig, verschieden Mentalitäten und Lebensgewohnheiten den unsrigen anzupassen.
Viel zu oft werden den Flüchtlingen zur Verfügung gestellte Wohnungen verwüstet, Heizungen rausgerissen und verkauft und trotz einer Innentoilette die Fäkalien auf der Straße entsorgt, ebenso Hausmüll und anderer Unrat.
So macht man sich keine Freunde und aus einem Willkommen wird sehr schnell ein nicht ganz unberechtigter Unmutsschrei.

Man sollte doch bei der Aufnahme der Flüchtlinge abwägen, ob sie in einem anderen Land, ihrer Lebensweise ähnliche Bedingungen finden, denn gerade Deutschland hat sehr viel strenge Normen, die für Anderslebende nicht nachvollziehbar und schwer verständlich sind und einen gewissen Grad an Anpassung verlangt.
 
Man sollte doch bei der Aufnahme der Flüchtlinge abwägen, ob sie in einem anderen Land, ihrer Lebensweise ähnliche Bedingungen finden, denn gerade Deutschland hat sehr viel strenge Normen, die für Anderslebende nicht nachvollziehbar und schwer verständlich sind und einen gewissen Grad an Anpassung verlangt.

Und was, wenn man bei dieser "Abwägung" zu dem Schluss kommt, dass es ihnen sehr schwer fallen wird, sich anzupassen? Soll man sie dann einfach zurückschicken, wo man ihnen vllt. aus politischen Gründen die Köpfe abhackt oder wo sie eines grausamen Hungertodes sterben müssen?

Flüchtlinge brauchen einfach angemessene psychologische Betreuung, gerade am Anfang. Sie sollten dabei unterstützt werden, sich in einem anderem Land zurechtzufinden, das sich so fundamental von allem, das sie kennen, unterscheidet.

Moralisch sind wir meiner Meinung nach auf jeden Fall dazu verpflichtet, Flüchtlinge nicht nur aufzunehmen, sondern auch für die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu sorgen, damit sie in unserer Gesellschaft heimisch werden können.

Wäre ich aus irgendeinem Grund Flüchtling, dann würde ich ja auch wollen, dass man mich akzeptiert und ich nicht überall auf Ablehnung und Vorurteile stoße. Ich versetze mich da immer in die Lage des anderen hinein und überlege mir: "Was würde ich in dieser Situation hoffen, mir wünschen, fürchten?"
 
Sicher ist es immer richtig und wichtig Menschen zu helfen, die in Not sind.
Allerdings ist es immer schwierig, verschieden Mentalitäten und Lebensgewohnheiten den unsrigen anzupassen.
Viel zu oft werden den Flüchtlingen zur Verfügung gestellte Wohnungen verwüstet, Heizungen rausgerissen und verkauft und trotz einer Innentoilette die Fäkalien auf der Straße entsorgt, ebenso Hausmüll und anderer Unrat.
So macht man sich keine Freunde und aus einem Willkommen wird sehr schnell ein nicht ganz unberechtigter Unmutsschrei.

Das beobachte ich an der Flüchtlings-Unterkunft in meinem Wohnort... das ist eine wunderschöne alte Villa, aber seit dort Flüchtlinge sind, liegt permanent Sperr- und anderer Müll rundherum verteilt, die Außenwände sind beschmiert... Schade um das schöne Gebäude.

Und ansonsten - egal ob Flüchtling oder nicht, ich würde generell niemand Fremdes bei mir wohnen lassen wollen. Eine Wohnung ist ein ganz privater Raum, da renn ich auch mal nur in T-Shirt und Schlüpper rum, alber mit meinem Freund rum usw. - und da würde ich mich nicht beobachten lassen wollen. Ausserdem könnte ich dann nicht mehr mit einem guten Gefühl zur Arbeit fahren, weil ich immer Angst hätte, dass meine Sachen durchwühlt und begrabbelt werden oder vielleicht sogar geklaut wird.
 
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