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"Fixierungen in der Psychiatrie - im größeren Zusammenhang

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Über Übergriffe kann ich nichts sagen, aber Fixierungen kommen meiner Kenntniss nach sehr selten vor.
"Die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung schätzt sogar, dass bis zu 280.000 von insgesamt 700.000 Pflegeheimbewohnern fixiert werden. "
Bundesgerichtshof: Gericht setzt Grenzen für Fixierung Demenzkranker | Gesellschaft | ZEIT ONLINE

Gut, das ist Altenpflege, schlimm genug - aber sieht das in der Psychiatrie tatsächlich anders aus? - Und weshalb findet man keine offiziellen Statistiken über Zwangsfixierungen bzw. -medikation?
 
Ich habe auch schon besser gelacht als über die Psychologie bzw. Psychiatrie. Es gibt ja auch die Antipsychiatrie und die Psychiatrieerfahrenen u. a., die das auch nicht so witzig finden, was man da staatlich legitimiert mit Menschen macht, um nachher zu sagen: "Wir dürfen das."

Darin liegt das Problem und so lange das so bleibt, wird belächelt und das eigene Verhalten nicht reflektiert.

Das Problem liegt einzig im System - und bis sich das ändert bringt es nichts die "Ausführenden" zu kritisieren, vor allem nicht, wenn sie trotz aller Fehler auch noch Menschen tatsächlich eine Hilfe sind. 😉

Bisschen was tut sich ja schon... KLICK
 
Manchen von euch mag das Thema ja amüsieren, aber natürlich gibt es verstärkten sex. Missbrauch an Frauen in therapeutischen Abhängkeitsverhältnissen, wie z. B. in der Psychiatrie:

https://docs.google.com/viewer?a=v&...kR8fBZ&sig=AHIEtbRgWqJZ_rEUmjje3FypRuwwzvR18w


...wird dort auf die Zahl der tatsächlich in der Fixierung angegriffenen Personen eingegangen? ...hab' um die Uhrzeit keine Lust, alles zu lesen. Zu betonen wäre hier, dass gerade in einem Vier-Augen-Gespräch die Gefahr eines Übergriffes höher ist als in einem Bett bei nicht abgeschlossener Zimmertür.
 
Bleiben wir mal bei der Entgiftungsstation, andere kenne ich nicht. Die darf man als Angehöriger nicht betreten, sondern der Patient kommt inklusive Pfleger mit dem Fahrstuhl, der dann in die oberen Stockwerke in ein Besucherzimmer fährt.

Hast du mal gefragt, warum das so ist? Ist das eine offene o. geschlossene Station? Ich rate mal ins Blaue und vermute, dass es sowohl um den Schutz der Besucher (vor dem Anblick "Entzügiger" in der harten Phase) als auch um den Schutz der Patienten (vor allzuvielen neugierigen Blicken) gehen könnte. ...oder es ist ein Tick der Klinikleitung, wobei man das ja durchaus angehen könnte.
 
Das Problem liegt einzig im System - und bis sich das ändert bringt es nichts die "Ausführenden" zu kritisieren, vor allem nicht, wenn sie trotz aller Fehler auch noch Menschen tatsächlich eine Hilfe sind. 😉

Bisschen was tut sich ja schon... KLICK
Sehe ich auch so, dass der Fehler im System liegt. Die Medizin ist zu mächtig als öffentliche Institution, grundsätzlich, BGH und Grundgesetze sind lediglich Staffage, um ein bissel Demokratie zu spielen. Im Prinzip interessiert das in der Praxis kein Schwein, denn dafür gibts ja Betreuungsrecht etc, um Grundrechte der Bürger auszuhebeln. Und was passiert dem Pfleger oder Therapeuten, wenn er Gewalt gg. Patienten ausübt? - Bestenfalls wird er von einem, der in der Hirarchie über ihm steht, entlassen, aber nicht strafrechtlich verfolgt.
 
...wird dort auf die Zahl der tatsächlich in der Fixierung angegriffenen Personen eingegangen? ...hab' um die Uhrzeit keine Lust, alles zu lesen. Zu betonen wäre hier, dass gerade in einem Vier-Augen-Gespräch die Gefahr eines Übergriffes höher ist als in einem Bett bei nicht abgeschlossener Zimmertür.
Ich hab`s mir mal angetan. Korrekt - bezieht sich eher auf die Vier-Augen-Gespräche.
 
Psychisch Kranke, die unter der Vormundschaft eines gerichtlich bestellten Betreuers stehen, dürfen vorerst nicht gegen ihren Willen ärztlich behandelt werden.
Das ist ein Auszug aus dem zitierten Urteil, finde ich lächerlich. In der Praxis wird der freie Wille millionenfach durch Gutachten und richterliches Urteil den Patienten abgesprochen, und schon werden sie zwangsbehandelt, gegen ihren natürlichen Willen, der wiederum irrelevant ist in der deutschen Rechtssprechung.

Mehrarbeit für die Betreuerschaft, müssen sie halt ein mal mehr zum Betreuungsrichter laufen, das ist alles.
 
Hast du mal gefragt, warum das so ist? Ist das eine offene o. geschlossene Station? Ich rate mal ins Blaue und vermute, dass es sowohl um den Schutz der Besucher (vor dem Anblick "Entzügiger" in der harten Phase) als auch um den Schutz der Patienten (vor allzuvielen neugierigen Blicken) gehen könnte. ...oder es ist ein Tick der Klinikleitung, wobei man das ja durchaus angehen könnte.
Das war eine ganz normale Entgiftungsstation (Alkoholkranke zumindest) und von daher geschlossen, dass alles vergittert und umzäunt war und Patienten nur in Begleitung innerhalb des Klinikgeländes unterwegs waren, mit Sondergenehmigungen auch außerhalb, bspw. zur Suchtberatung. Gefragt habe ich nicht, aber nach Erzählung der Zustände dort, aber auch telefonisch, wenn man hört, wie manche da rumstöhnen und -schreien, habe ich meine Angehörige frühzeitig entlassen quasi, d.h. sie war ein WE zuhause und sollte montags wieder dorthin, was wir dann lieber gelassen haben, und natürlich gab es leichten Ärger in der LZT deswegen.
 
Das ist ein Auszug aus dem zitierten Urteil, finde ich lächerlich. In der Praxis wird der freie Wille millionenfach durch Gutachten und richterliches Urteil den Patienten abgesprochen, und schon werden sie zwangsbehandelt, gegen ihren natürlichen Willen, der wiederum irrelevant ist in der deutschen Rechtssprechung.

Mehrarbeit für die Betreuerschaft, müssen sie halt ein mal mehr zum Betreuungsrichter laufen, das ist alles.

...warum klagen dann so wenige gegen die Kliniken? Auch hier bei den "bösen Betreuern" gilt: das Übel liegt im System, solange dies sich nicht ändert, nützt es überhaupt nüscht die "Ausführenden" zu verteufeln. Denn es gibt auch "Betreuungsopfer" die sich wohl fühlen....
 

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