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Feiger Chef

  • Starter*in Starter*in Leiharbeiter
  • Datum Start Datum Start

Hallo Bergere.S,

schau mal hier: Feiger Chef. Hier findest du vielleicht was du suchst.

In Österreich steht uns "die Arbeiterkammer" zur Verfügung, die traditionell der SPÖ gehört.

In jungen Jahren, Anfang 90er bekam ich meinen ersten Werkvertrag aufgebrummt. Mit den beruhigenden Worten des Chefs "Keine Sorge, so einen jungen Mann quält die Finanz nicht!"

Was ich nicht überstanden hätte, denn ich wurde netto fürBrutto- bezahlt. Grundversichtert, ohne Krankenbett, Pension, Arbeitslosenversicherung ....gar nichts aber ja, Einkommensteuerpflichtig.

Also ein ans 19, Jhdt angelehntes Arbeitsverhältnis, dass man im Österreich der 1970er überhaupt nicht fassen könnte.

Ich wenig erfahren damit und doch beuunruhigt, ging mit meiner Sorge zur erwähnten, tiefroten Arbeiterkammer. Und der Portier warf mich auf die Straße. "Was wollen sie hier, sie sind Unternehmer, gehns halt auf die Wirtschaftskammer"

Ja sicher, auf der Wirtschaftskammer hätte sich bestimmt ein Kommerzialrat mit Hirschhornknöpfen Zeit für mich genommen........

Als quasia Paria und man kann es nicht oft genug wiederholen, ins 19. Jhd Katapultierter wurde man von der SPÖ (Arbeiterkammer) auf die Straße gesetzt. Weil wir ja auch als Feinde gesehen wurden.
Für Postler, Busfahrer, Angestellte....waren wir Werkvertagler Feindbilder, nicht Opfer. Denn wir waren doch die Pöhsen die ihre Standards angriffen, weil wir das Spiel notgedrungen mitmachten...
Aslso viel Eigenbeitrag normaler Gemnossen, die nicht verstehen, warum wir arme Teufel sind und keine Unternehmer.

Kurz und gut, für die österreichische Sozialdemokratie (die dieser 19. Jhdt Regelung übrigens zustimmte) war es der Königsweg in den Beinahe Selbstmord.

Erst vor ein paar Jahren kam die jetzt am Boden liegende SPÖ endlich dahinter, das unsereins unter ihre Fittiche gehört. Seither wird man als Werkvertragler auf die Arbeiterkammer eingeladen.

Na danke sehr. Bin inzwischen richtig selbstständig und kein Bedarf mehr, aber die Enttäuschung bleibt. Einmal wegem dem Mangel an Flexibilität - SPÖ beschließt 19. Jhdt und Vorfeldorganisation Arbeiterkammer setzt mich als Kapitalisten vor die Türe........das war schon
ein starkes Stück.

War ein Callcenter und allen StudentInnen hat jener schmalzgelockte Chef dasselbe gesagt;
"Macht euch keine Sorgen, die Finanz quält keinen jungen Menschen"

Eigentlich ein Irrenhaus und bin nicht sicher, ob wir das schon verrlassen haben........

Was die "macht euch keine Sorgen" Abwimmler betrifft, gibt es aber tatsächliche Axiome.

Bei uns in Ö. hat die Finanz eine intime Feindgruppe Nr 1, nämliche Fremdenführer, Die das 2x im Iahr mit viel Idealismus und geringem Engelt übernehmen. Man glaubt es kaum, aber diese wenig
bekannte Berufsgruppe wird durch alle Stockwerke und Buchregale perlustriert nachdem sie in
ihren 1aBüchern nichts feststellen konnten. Auf der Jadt nach 150.- unversteuerten Öros.

Das ist irgendwo Tradition geworden.

Jetzt der Hauptabendkrimi
Szenenwechsel an die slovakischen Grenze: "Die Kiab! Die Kiab ist da!" Also jene Zolleinheit die sich um illegale Beschätfitung kümmert. Alles Weitere eine Komödie, Peter Alesander(+)

Indessen Chef und junior duirchs Hintertürl 89 Slowaken in die Leitha trieben - wo sie in der winterlich kalten Leitha durchhalten musssten........strotzte das kleine Büro von gerüsteten KIAB Beamten, die dort die drei Sekretärinnen aufs Korn nahmen. Also die einzigen drei Angestellten dieses Beitriebes.

Niemand aufgegriffen, auf Wiedersehen.

Natürlich war es abgesprochen. Oder welche Idiotenheit massiert sich denn im
Bürokobel, sstatt wenigstens zwei Mann auf die Rüsckseite der Halle und dortigen Tür zu schicken.

Ich glaub das nenn man eine Farce,

Zurück ins 19. Jhdt. Die 89 SlowaKinnen verließen wieder verborgenes Bachbett und gingen nach
einigen Tocknungsveruschen an die Arbeit.

Und was für ein Beirieb war das. Eine abgelegene depenance eines Logistikers, Dort wurden Schulmaterialen hergestellt.

Also falls ein Junger hier mitliest: der Mensch, der die Ladung Spiderman Radierer für Deine
Filiale vorberereitete, könntest in 10 Jahren Du sein. Natürlich nicht unter einem Verschlag schlafend. Es sei denn Du bist Slowake.s o wie der an den ich mich erinnere "Tür angelehnt und Schlafscack drunter"......mitten in der Versandhalle.

Alles nicht ganz ausgereift, aber höflich blieben funktioniert immer. Wie wärs mit einem eMail an den Ex-Auftragsnehmer mit Text Lieber Herr.....ich bin etwas erstaunt und bekümmert. Am Freitag wünschten sie mir doch eine schönes Wochenende und sagten bis Montag zu mir. Bestimmt war ihnen zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt, dass ich am Mo nicht mehr erscheinen werde? Insofern fand ich das einigermassen irritierend, Liebe Grüße, Baba -----da ikönnte dein Zeitverleiher Dir nichts ans Heft flicken, es sei denn er wäre eine Gangsta. Aber wäre man wirklich nur noch von Gangstern umgeben.....Gewerkschaften wieder revitalisieren und bitte so, dass sie alle bleich werden!

Einzige Reaktion jedes sog. Leistungsträgers auf Dein Mail wird sein, dass er künftig keine Leiharbeiter mehr in Wochenende verabschiedet.

Langer Text von mir gewesen, mit wenig Neuigkeitsgehalt.. Wei wir lernen müssen Große Kampforganisationen auf die Beine zu bringen. Vergessen wir das ganze AfD/FPÖ Gschistigschasti und kümmern wir uns um das Wesentliche.
 
Zuletzt bearbeitet:
Soll heißen, er hat das Angebot einer Anstellung - jener zivilisierten Arbeitsform die vor 30 Jahren noch eine Selbstverständlichkeit gewesen ist - brüsk abgelehnt?
Erst mal wenn es dir noch nicht aufgefallen ist wir leben zur Zeit in einer Pandemie.
Sogar das Arbeitsamt hat mir keine Jobangebote geschickt weil es schlicht keine gibt.
Ich habe seit April mich überall beworben wo es ging immer nur absagen oder nicht mal eine Antwort.
Ich will auf gar keinen Fall In Harz 4 fallen.
In solchen Zeiten sollte man froh sein überhaupt eine arbeit zu haben oder zu bekommen.
 
Hi, tut mir leid. Das tut weh.
Versuch nebenbei irgendwie reinzukommen. Zeitarbeitsfirma sollte nur als Übergang gesehen werden. Die. Sind auch nicht deine Freunde.
 
Guten Tag. Mein Mund stand offen, als ich das gelesen habe. Das kann doch nicht sein. ich würde anrufen und fragen ob es deren ernst ist einen zu gehen zu lassen... Darf man das überhaupt😵😒

Ja,das ist in Zeitarbeitsfirmen üblich,..das man da hingeworfen wird, wo man dringend Arbeiter braucht.
Mit Glück,guter Arbeitsleistung und viel eigener Chourage übernimmt dich iwann hoffentlichg eine Firma,die auch kein Bock auf den ständigen wechsel haben und bezahlen dafür auch gerne eine Euro mehr.
 
Das Verhalten dieses Chef's in der Ausleihfirma ist wirklich nicht in Ordnung und ich kann es verstehen, dass du von ihm enttäuscht bist.
Auch wenn er einen Vertrag mit der Leihfirma geschlossen hat, sollte er nicht vergessen, dass er es mit menschliche Wesen zu tun hat.
Trotzdem hätte er wenigstens mit dir persönlich sprechen können um sich bei dir für deine bisherige Arbeit zu bedanken, auch wenn es ihm nicht möglich war, dich für eine Festanstellung zu übernehmen.
Solch eine menschliche Eiseskälte macht einem wirklich fassungslos.
Ich hoffe für dich, dass du bei deiner neuen Ausleihfirma besser aufgehoben bist und vor allem, dass du bald eine Festanstellung findest.
Da werden meist Massen an Arbeiter durch geschleust,teils Tag oder Nacht andere..Paar gute ins Körbchen ,andere werden weiter durch geschoben..sieht man gut in Schlachtbetrieben.
 
Hallo Leiharbeiter,

auch ich war einige Jahre Leiharbeiterin und kann dir sagen, dass das Verhalten dieser Firma zwar nicht gerade fair ist, aber es in dieser Branche schon hin und wieder so zugeht. Es ist nichts Außergewöhnliches.

Nehmen wir z. B. mal an, eine Kundenfirma einigt sich mit deiner Leihbude auf einen Vertrag von 6 Monaten, heißt das noch lange nicht, dass du die nächsten 6 Monate auf jeden Fall einen Job hast. Die Kündigungsfrist zwischen Leihbuden und Kundenfirmen beträgt nur 1 Woche. Wenn die Kundenfirma heute beschließt, dass sie dich nicht mehr haben will, bist du im besten Fall nur noch nächste Woche im Einsatz. Die meisten Kundenfirmen halten sich nicht einmal an diese kurze Kündigungsfrist und schicken die Leiharbeiter sofort nach Hause, weil sie ganz genau wissen, dass die Leihbuden eher auf einzelne Mitarbeiter verzichten können als auf ihre Kunden.

An deiner Stelle würde ich die Leiharbeit nur als vorübergehenden Zustand nutzen und mich intensiv um eine feste Stelle bewerben.
 

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