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Fehltritt der Evolution

hallo an alle !

@ schmusebär:

ja, ein ausschliesslich guter mensch wäre nicht lebensfähig - gibts aber auch nicht, da wir gewisse erinnerungen halt nicht haben.

du sagst, du hast dich immer gegen übersinnliches gestellt, und deshalb machen dir deine sehr ausgeprägten bildlichen vorahnungen (die auch eintreffen) kopfzerbrechen.

erstens - wir sind von seelen umgeben, z.b. von unsren schutzengeln, die sich uns bemerkbar machen wollen.
da, wo wir im zweifel sind - wenn wir übersinnliches kathegorisch ablehnen, allerdings eher nicht..

zweitens - viele menschen haben eine mediale veranlagung oder begabung - in gewisser weise ich auch - aber bei dir scheint die (in richtung hellsehen) stärker ausgeprägt zu sein.

natürlich bist du nicht verrückt.

ich denke, die andere welt will sich dir bemerkbar machen und deine zweifel ausräumen.

liebe grüsse

peter
 
Ich glaube bei mir trifft eher Platons Erkenntnistheorie zu,
die besagt, dass die Seele vor ihrer Geburt(Überführung) bereits die Welt
und ihre Abläufe und Wahrheiten sieht, und jede Erkenntnis im Leben
nur ein Wiedererrinnern ist, so fühlt es sich nämlich an.
 
hi schmusebär,

platons erkenntnistherorie deckt sich durchaus mit meinem wissen - wir haben vor unsrer geburt einen lebensplan erhalten, in dem wesentliche dinge die uns geschehen festgehalten sind, und unsren eigenen freien willen.
und natürlich haben wir kein wissen aus der andren welt mitnehmen können, wir sollen auch ohne das die nächstenliebe lernen und den glauben.
tun wir das, kanns durchaus sein, dass wir uns auch an so manches wiedererinnern dürfen...
 
pete meinte:
hallo an alle !


- wir sind von seelen umgeben, z.b. von unsren schutzengeln, die sich uns bemerkbar machen wollen.
da, wo wir im zweifel sind - wenn wir übersinnliches kathegorisch ablehnen, allerdings eher nicht..


peter

ich bin nicht im zweifel und glaube absolut an übersinnliches!!! aber warum macht sich mir keiner bemerkbar? warum kann ich nicht mit meiner verstorbenen mutter reden, wo ich doch noch so viel zu klären hätte!???? und wo zum henker sind meine schutzengel wo ich sie doch gerade so sehr brauche???????

sg
 
An soetwas wie Schultzengel zu glauben liegt mir auch fern,
da wär der Glaube an Dämonen und Quälgeister ja sogar warscheinlicher.
 
hallo ihr alle!

ich bin froh auf dieses forum gestoßen zu sein, denn hier scheint es menschen zu geben, die sich gedanklich und emotional in einem ähnlichen zustand befinden wie ich!

also, die fragen: ist der mensch gut oder böse? was ist er? was soll ich? was soll ich in der gesellschaft? was ist sinn?

in dieses loch bin ich gefallen, nachdem ich depressionen, die ich hatte, einigermaßen überwunden hatte, nun aber (ich bin 21) ziemlich am anfang meiner existenz stehe. jahrelanges außenseitertum und momentane unsicherheit in der perspektive haben mich schließlich in die ersten richtig (richtig) heftigen grüblereien in meinem leben gebracht (fern von depressiven tendenzen).

ich weiß nicht ob das für jeden der weg ist, aber ich habe für mich eine (mehr philosophische) lösung gefunden:

was unterscheidet den menschen vom tier? die entkopplung vom reiz-reaktions-schema! wir haben gedanken(=kognitionen), nicht nur reflexe. und das ist auch schon alles. DAS ist der kern der freiheit! ich habe zwar eine erziehung, eine gesellschaft, gene, eine persönlichkeitsstruktur, emotionen und was weiß ich noch alles, was eine art von "zwang" sein könnte, was mich in irgendein handeln oder denken hineindrücken kann, aber: ich kann so denken, ABER AUCH ANDERS! macht euch das mal klar! das denken, das ganze sein ist vielleicht durch irgendwelche sachen in irgendeinem maße gestaltet, aber das kann mir am A**** vorbei gehen! wenn ich arbeitslos bin kann ich mich scheiße fühlen, aber nur wenn ich DENKE/BEWERTE, dass ich einen bezahlten job(ergo eine gesellschaftliche interpretation von "richtigem" sinn) auszuführen als gut erachte. macht euch frei von der welt da draußen, sie hat nichtmal ansatzweise verstanden was menschliche freiheit bedeuted und was sie vermag, ihr seid herr eurer gedanken, es kommt drauf an wie ihr es bewertet!
ein wesentlicher teil der emotionen macht die bewertung aus(siehe bewertungstheorie in der psychologie), jeder psychologe wird dir das sagen. so habe ich übrigens meine emotionalen probleme in den griff bekommen.

ich weiß nicht was wahrheit ist, ich weiß nicht was gut und böse ist, ich kann auch nicht sagen ob das sein wirklich der essenz vorrausgeht (siehe sartre), irgendwelche sachen bedingen mein sein bestimmt, aber eins weiß ich: ich bin frei, was ich bin ist frei. gesellschaft ist ein sinnsystem von menschen geformt, technik ist aus seinem kopf entstanden, millionen wunderbarer bilder, die größten gedanken! die freiheit des menschen ist sein unglaubliches talent zu schöpfen! wir sind alle frei, wir können nichts dafür, so wurden wir geboren. ist das nicht wunderbar? man darf davor keine angst zu haben.

widerstände von außen sind somit egal, denn sie sind nicht ich, das ist die welt, ich habe nicht wirklich etwas damit zu tun.

für mich ergeben sich dadurch 2 lebensmöglichkeiten: absoluter individualismus, ein freies leben, hedonismus auf allen kanälen

oder aber alles daran geben in der gesellschaft die idee der freiheit (damit meine ich nicht pseudo-toleranz oder ellbogen-individualismus) zu verwirklichen, den sie schließt zugleich die liebe zum anderen ein!
 
scheiße das klingt ziemlich idealistisch... 🙂

aber ich bin momentan berauscht vom gedanken der freiheit, sorry
 
hallo !

ja, was unterscheidet den menschen vom tier ? eine katze erkennt sich selbst nicht im spiegel - muss was mit dem ich-bewusstsein zu tun haben..
und die freiheit - guter gedanke - wir sind ja keine marionetten gottes..
wie blöd ist daher die meinung, wenn sich menschen was schlimmes wie krieg etc. angetan haben, das "gott" eingreifen müsste..
nee - der läßt uns und unsre entwicklung in ruhe und greift nicht ein - wir haben die freiheit.
wie puma sagt - wir sind weder die verdammten, die "ewig verloren" gehen könnten, wie die religösen fanatiker meinen, noch die krone - wir sind menschen mit entwicklungsfähigkeit. und solange wir uns nicht selbst ausrotten....
hören wir doch auf, uns diesen gott als person, als alten mann mit bart, oder alttestamentarischen rächer vorzustellen - der hat etwas ganz komplexes geschaffen - und entwickeln wir uns einfach. ich glaube an die wiedergeburt - ohne die wäre eine solche entwicklung nicht möglich - in nur einem leben würds nicht gehen. aber das mit dem einmaligen leben ist auch so ein falsches kirchendogma - überhaupt sind dogmen das gegenteil von freiheit - davon müssen wir uns freimachen *g*

peter
 
Ich möchte an dieser Stelle mal ein Buch empfehlen:

"Sozialpsychologie des Kapitalismus" von Peter Brückner

Glaubt mir, es gibt ne Menge Menschen, die im Kopf bereits weiter sind, als es die gesamtgesellschaftliche Evolution bis dato geschafft hat.

Der Titel des Buches klingt ziemlich bescheiden, das gebe ich zu, aber Peter Brückner schrieb dieses Buch vor 25 Jahren, ist selbst Professor für Psychologie und Psychoanalytiker gewesen, der wegen seiner Erkenntnisse - wie sollte es anders sein - des Lehrstuhls verwiesen wurde und einem Berufsverbot unterlag. Leider ist er 1982 verstorben, ich würde mich gerne heute mal mit ihm unterhalten.
Erschreckendste Schlussfolgerung, die ich aus diesem Buch gezogen habe: Sozialpsychologisch hat sich der Mensch in den letzten 150 Jahren kaum entwickelt! Für mich persönlich nachweisbar zumindest die letzten 25 Jahre nicht, da dies die Zeitspanne zwischen Bucherscheinen und Heute ist.

Nun ist das aber ein Fachbuch, ein bißchen Hang zur Philosophie, Psychologie, ein paar Geschichtskenntnisse und vertrauter Umgang mit etwas schwierigeren Texten sollten vorhanden sein.

Hier mal ein Auszug aus dem Vorwort zum Thema Gewalt (nicht vom Autor selber):

">Hilfe und Gewalt geben ein Ganzes / und das Ganze muss verändert werden.< heißt es bei Bert Brecht in den Badener Lehrstücken zum Einverständnis. Dass Gewalt Menschen schädigt und dass den Menschen Hilfe zuteil werden soll - das wird bei Brückner nicht bestritten. Wichtiger jedoch ist ihm, den ZUSAMMENHANG - also das GANZE - zu verstehen. Gewalt ist ihm dabei keine Kategorie, die essenziell gedacht wird.
Den dümmlichen und individualisierenden Theorien zu männlicher Gewalt -egal, ob es sich um Ehemänner oder Jugendliche handelt - und den daraus folgenden systematischen Anti-Gewalt- und Anti-Aggressions-Trainings hätte Peter Brückner eine schroffe Absage erteilt.
Gerade, weil diese Theoretiker/innen den Zusammenhang nicht denken - es also unterlassen, männliche bzw. jugendliche Gewalt ins Verhältnis zu setzen zu den ökonomischen, sozialen und kulturellen Bedingungen, in denen Gewalt gelernt und gelebt wird - und den Subjekten das aufbürden, was gesamtgesellschaftlich verändert werden müsste, verfehlen sie ihr Ziel, dem sie dann umso vehementer und verbissener nachlaufen: eine gewaltfreie Gesellschaft. Scheinbar gesellschaftskritische Theorie - in diesem Fall feministische bzw. kritisch-kriminologische Theorie - wird herrschaftskonform in dem Augenblick, in dem sie vergisst, dass Subjekte zwar dafür verantwortlich sind, WIE sie in schlechten Verhältnissen handeln, nicht aber für die Verhältnisse selbst. Wie ökonomische und - damit verbunden - soziale Bedingungen es den Subjekten nahe legen, sich gewaltförmig zu verhalten, zeigt Dorothy Smith am Beispiel männlicher Gewalt überzeugend:
Ihre Analyse männlicher Gewalt sucht nicht IN den männlichen Subjekten und ihren Biographien nach eventuell gewaltfördernden Dispositionen, sondern in den gesellschaftlichen Formen, in denen Männer und Frauen Beziehungen eingehen, nach Erklärungen. [...]
Das Ganze, den Zusammenhang denken, heißt für eine kritische Sozialpsychologie vor allem [...] Ökonomie, Kultur, Soziales und Psyche als scheinbar völlig unabhängig voneinander existierende Sachverhalte zusammenzuspannen."

1*1
 
ich kenn mich zwar mit friedensforschung nicht aus, aber ich denk diese zusammenhänge von ökonomie, kultur, soziales und psyche spielen nicht nur bei der männlichen gewalt eine rolle, sondern auch bei kriegen..

peter
 

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