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fehlende Gesprächsthemen mit (potentiellem) Partner?

S

stumm3412

Gast
Ich habe wenig Hobbys/Interessen und verwende eigentlich meine ganze Zeit dazu, zu lernen (bin Student), zu trainieren und zu kochen.
Bei manchen Menschen hab ich das Gefühl, sie könnten ununterbrochen über verschiedene Dinge reden.
Bei mir und meinen Gesprächspartnern ist das nicht so.
Wenn ich mit jemandem "neues" schreibe/rede, gibt es anfangs viel Gesprächsstoff, da man sich noch nicht kennt. Sobald aber alle Informationen ausgetauscht wurden, sind die Gesprächsthemen immer die gleichen "Was machst du?", "Wie war dein Tag?". Und im schlimmsten Fall hat man sich gar nichts zu sagen.
Auch bei meiner letzten (und einzigen) Beziehung war es so, dass wir in der "Kennenlernzeit" sehr viele Gesprächsthemen hatten, nach einigen Monaten ging es in den "Gesprächen" nur noch um völlig belanglose Dinge (z.B. "guck mal, der Baum sieht aus wie ein Ei").

Ich setze mich deswegen so unter Druck, weil ich Angst habe, dass man mich für einen Langweiler halten könnte, so von wegen "Mit dem kriegt man ja gar kein Gespräch zustande".
 

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Petra47137

Namhaftes Mitglied
Gesprächsthemen ergeben sich meist erst durch gemeinsames Erleben oder gemeinsame Erfahrungen.
Ein Erfahrungsaustausch ist dann zu Ende, wenn alle Fakten ausgetauscht wurden und keine Basis für Gemeinsamkeiten vorhanden sind, die zusammen neue Erfahrungen und Erleben schaffen.
 

Old Flow

Namhaftes Mitglied
Es ist halt " nur " ein Forum.
Mann hat nur den Textkanal für Unterhaltungen.
Mit jemanden, den man gerade erst kennen gelernt hat, wird man vermutlich nicht seine intimsten Dinge besprechen.
Auch wie ein Tag war kann doch sinnvoll besprochen werden. Bei mir sind glücklicherweise nicht alle Tage gleich.
Weter Themen wären ja was ich gerade gehört gelesen oder gesehen habe.
Über aktuelle Themen und Politik kan man reden und streiten.
Manchmal mag ich es auch etwas rum zu albern.
Wenn Du Dir weitere Hobbys und interessen zulegst, gibt es wieder was zu besprechen.
Vieleicht ist für andere auch Dein studium interssant.

Das mit dem sich Druck machen verstehe ich, das kenne ich.
Aber wenn man mal nichts zu sagen hat ist es doch auch ok. Finde ich
Du mußt nicht der Unterhalter, Alleinunterhalter sein.
Ich vermeide es z.B. in einem Forum so ein Tempo zu machen. Viele Antworten eilen nicht so.
Im RL reden die Leute ja glücklicherweise auch nicht wie ein Wasserfall, warum also hier.
Und wieder wie im RL, mann kann nicht mit jedem. Und wenn einem dann die Themen ausgehen ist es halt so.

Kannst ja hier ein wenig üben.

LG
OF
 

Joergii

Aktives Mitglied
Ich habe bei mir gemerkt, dass es oft an dem eigenenen wahren Interessen an dem Gegenüber liegt. Ich nehme einfache mal als Beipiel das Kennenlernen über Datingportalen. Wenn mir dort jemand gefiel, dann verliefen viele Gespräche recht gleich ab. Und am Anfang ist es oft gefühlt noch wichtiger sich erst mal selbst zu verkaufen, einen guten Eindrucke zu hinter lassen, anstatt sich auf das tiefe Innere des Gegenüber zu konzentrieren. Selbst wenn man eigentlich tiefsinnige Gespräch führt, funktioniert dies dann eher oberflächlich, weil einem eher selbst die Themen interessieren als die wahre Denkweise des Gegenüber. Man vertraut dem Gegenüber noch nicht so seine tiefe Gedanken an, und hakt meist bei den Antworten des Gegenüber nicht weiter nach. Allein auf die Frage: "Wie geht es dir?" wird ein "gut, und dir?" auch nur zur Kenntnis genommen. Wenn mich aber ein Mensch tiefer interessiert und ich wirklich alles von ihm wissen möchte, dann möchte ich auch wissen, warum es ihm gut geht und frage dementsprechend nach, was der Anlass dafür ist. Während bei oberflächlichen Gesprächen auch nur ein "mir auch" folgt. Dadurch sind Gespräche schnell beendet, obwohl es so viele Themen hätte geben können. Die Konzentration darauf was man selbst sagen könnte, das Gefühl das Schweigen gerade doof ist und man langweilig rüber kommt... sagt doch schon aus, dass man eher auf sich selbst fixiert ist, anstatt einem die Gefühle und Gedanken des Gegenüber tatsächlich wichtig sind.
 

Old Flow

Namhaftes Mitglied
Allein auf die Frage: "Wie geht es dir?" wird ein "gut, und dir?" auch nur zur Kenntnis genommen. Wenn mich aber ein Mensch tiefer interessiert und ich wirklich alles von ihm wissen möchte, dann möchte ich auch wissen, warum es ihm gut geht und frage dementsprechend nach, was der Anlass dafür ist. Während bei oberflächlichen Gesprächen auch nur ein "mir auch" folgt. Dadurch sind Gespräche schnell beendet, obwohl es so viele Themen hätte geben können.
Da bin ich ganz bei Dir. Besser kan man es nicht beschreiben.
Nur bin ich immer der Meinung, ich sollte bei manchen Themen nicht zu heftig nachbohren, und wenn man mir etwas sagen möchte wird man das schon tun.
Wie kann ich in einem Forum, mit recht wenig Feedback, da einen wirklich guten Weg finden?
Oft kenne ich mein " Gegenüber ", ja auch noch nicht so gut.
 

Joergii

Aktives Mitglied
Da bin ich ganz bei Dir. Besser kan man es nicht beschreiben.
Nur bin ich immer der Meinung, ich sollte bei manchen Themen nicht zu heftig nachbohren, und wenn man mir etwas sagen möchte wird man das schon tun.
Wie kann ich in einem Forum, mit recht wenig Feedback, da einen wirklich guten Weg finden?
Oft kenne ich mein " Gegenüber ", ja auch noch nicht so gut.
Bei besten Freunden plappert man ja auch öfters darauf los, weil man seinen Drang zum Reden freien lauf lassen kann, ohne Angst haben zu müssen, dass man den Gegenüber mit seine Story langweilt oder vorverurteilt wird usw. .. Dieses Sicherheitsgefühl muss man erstmal bei einem Gegenüber auslösen. In einem Forum sehr schwierig, weil man sich trotz allem immer etwas Fremd bleibt, weil vieles nochmals vermehrt auf eigene Interpretationen beruhrt. Dort bleibt wohl eher ein Hintergedanke auch die eigene Anonymität sich überhaupt zu öffnen.

Meine Erfahrung ist, wer gibt, der bekommt. Ich vertraue oft zuerst und dadurch wird mir auch auch schneller vertraut. Ich gebe oft erst intimere Einblicke von mir und der Gegenüber hat dann oft Punkte, wo er dann einsetzen kann, dass es ihm dort und dort genau so geht oder ebend genau andersrum usw. . Wenn jemand sagt, dass es ihm heute nicht so gut geht, dann würde ich eventuell antworte: "Mir geht es heute auch nicht so gut, weil so und so - Warum geht es dir heute nicht so gut?" Es ist ein besserer Einstieg für den Gegenüber als nur interviewt zu werden.

Habe ich selbst Vorurteile gegenüber einer andere Person, habe ich dagegen selbst diese große Schwierigkeiten, weil ich selbst schwer in die Lage komme, zuerst vertrauen zu können. Dabei bin ich von den Themen selbst gar nicht so angreifbar, da ich öfters eine emotionale Unabhängigkeit dazu habe. Halte ich mein Gegenüber vorher schon für arrogant, miesmacherisch oder besserwisserisch, dass er auf mich herab blicken würde, habe ich eher selbst Angst mich zu öffnen und in andere Gefühlssituationen durch ein Öffnen zu geraten, anstatt zu einem interessanten Austausch zu gelangen. Manchmal möchte ich durch ein schlechtes Vorurteil gar nicht, dass jemand anderes durch mich profitiert. Beispiel: Nehme ich ein Mensch als eingebildet wahr und denke, dass er gezielt die Blicke auf sich ziehen möchte, dann schaue ich oft mit Absicht nicht dahin, um ihn nicht noch mehr zu bestätigen - vor allem wenn Leute mit ihrer Karre protzen durch Aufgeheule und Raserei, möchte ich sie nicht mit Blicken Bestätigen.. obwohl ich eher ablehnende Gedanken dann habe. ( Wobei ich mir das noch abtrainieren möchte, weil ich mich selbst in eine schlechtere Verfassung durch Ablehnung begebe, während es für den Gegenüber dagegen wenig Unterschied ergibt, ob 2 Augen mehr schauen oder nicht. ) :D
 

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