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Fassungslos über das Verhalten meiner Tochter

jumpy

Mitglied
Meine Tochter wurde kurz vor ihrem 18. Geburtstag Mutter. Die erste Zeit wohnte sie noch bei mir und meiner zweiten Tochter. Dann in einer betreute WG und zwei Jahren zog sie in eine eigene Wohnung.
Mit 20 fing sie eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau an. Die Arbeitszeiten waren aber mit dem Kind auf Dauer nicht machbar. So wechselte sie nach 1/4 Jahr den Ausbildungsbetrieb. Dort wurde sie, wegen wiederholtem nicht bzw. zu spätem Melden bei Krankheit, nach einem 3/4 Jahr entlassen. Zwischenzeitlich hatte sie auch eine fristlose Kündigung der Wohnung, wegen Mietrückstand. Dazu kamen auch noch Schulden bei diversen Handynetzanbieter, GEZ, Kindergarten, Stromlieferant usw.. Insgesamt stand sie mit gut 4.500 Euro in der Kreide.
Für einen Monat wohnte sie dann wieder bei mir. Nachdem sie die zugesagte Mithilfe im Haushalt nicht erledigen wollte, brachte sie ihren Sohn zu ihrem Vater und selbst wohnte sie bei der Großmutter. Allerdings auch nicht lange. Die zwischenzeitlich 3. Ausbildungsstelle hat sie wegen sexuellen Übergriffe des Besitzers auch wieder geschmissen. Jetzt jobt sie mal hier mal da.
Ihr Sohn lebt auf ihren Wunsch, nachdem ihr Vater das Sorgerecht für den Kleinen beantragen wollte, mit Genehmigung vom Jugendamt und richterlichem Beschluß bei einer Bekannten.
Als sie damals zu mir zog, habe ich alle Gläubiger angerufen und entsprechende Ratenzahlungen vereinbart. Jetzt nachdem sie allerdings nicht mehr in einem Ausbildungsverhältnis steht, ist natürlich ihr Kindergeld und auch der Unterhalt vom Vater gestrichen. Das Geld was sie bei ihren Jobs verdient gibt sie fast ausschließlich für Klamotten aus. Ich habe also keine Chance ihre Schulden weiter abzubauen.
Da sie ab und zu bei mir schläft, sind auch einige Sachen von ihr hier. Heute habe ich unter diesen Sachen eine Weihnachtskarte von ihrer Großmutter gefunden. Die Karte war an die Bekannte, die ihren Sohn betreut, gerichtet. Sie steckte in einem aufgerissenen Kuvert und laut Text hätte auch noch Geld darin sein müssen. Es war das Weihnachtsgeschenk der Urgroßmutter an ihren Urenkel.
Da die Bekannte kein Geld erhalten hat, ist klar, dass meine Tochter das Kuvert unterschlagen und selbst geöffnet hat.
Ich bin total fassungslos. Wie kann man als Mutter sein eigenes Kind beklauen?
Jedesmal kommt sie mit neuen Klamotten an, angeblich alle geschenkt bekommen. Ich glaube es ihr nicht mehr. Und nun, nur weil man sich schon wieder was kaufen möchte, das eigene Kind um sein Weihnachtsgeschenk bringen. Ich bin entsetzt, enttäuscht, wütend. Am liebsten würde ich ihre ganzen Sachen, die bei mir sind, vor die Türe stellen und sie nicht mehr reinlassen.

Weiß irgendwer vielleicht einen Rat? Das kann doch so nicht weitergehen.
 

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S

Struwelpetra

Gast
Meine Tochter wurde kurz vor ihrem 18. Geburtstag Mutter. Die erste Zeit wohnte sie noch bei mir und meiner zweiten Tochter. Dann in einer betreute WG und zwei Jahren zog sie in eine eigene Wohnung.
Mit 20 fing sie eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau an. Die Arbeitszeiten waren aber mit dem Kind auf Dauer nicht machbar. So wechselte sie nach 1/4 Jahr den Ausbildungsbetrieb. Dort wurde sie, wegen wiederholtem nicht bzw. zu spätem Melden bei Krankheit, nach einem 3/4 Jahr entlassen. Zwischenzeitlich hatte sie auch eine fristlose Kündigung der Wohnung, wegen Mietrückstand. Dazu kamen auch noch Schulden bei diversen Handynetzanbieter, GEZ, Kindergarten, Stromlieferant usw.. Insgesamt stand sie mit gut 4.500 Euro in der Kreide.
Für einen Monat wohnte sie dann wieder bei mir. Nachdem sie die zugesagte Mithilfe im Haushalt nicht erledigen wollte, brachte sie ihren Sohn zu ihrem Vater und selbst wohnte sie bei der Großmutter. Allerdings auch nicht lange. Die zwischenzeitlich 3. Ausbildungsstelle hat sie wegen sexuellen Übergriffe des Besitzers auch wieder geschmissen. Jetzt jobt sie mal hier mal da.
Ihr Sohn lebt auf ihren Wunsch, nachdem ihr Vater das Sorgerecht für den Kleinen beantragen wollte, mit Genehmigung vom Jugendamt und richterlichem Beschluß bei einer Bekannten.
Als sie damals zu mir zog, habe ich alle Gläubiger angerufen und entsprechende Ratenzahlungen vereinbart. Jetzt nachdem sie allerdings nicht mehr in einem Ausbildungsverhältnis steht, ist natürlich ihr Kindergeld und auch der Unterhalt vom Vater gestrichen. Das Geld was sie bei ihren Jobs verdient gibt sie fast ausschließlich für Klamotten aus. Ich habe also keine Chance ihre Schulden weiter abzubauen.
Da sie ab und zu bei mir schläft, sind auch einige Sachen von ihr hier. Heute habe ich unter diesen Sachen eine Weihnachtskarte von ihrer Großmutter gefunden. Die Karte war an die Bekannte, die ihren Sohn betreut, gerichtet. Sie steckte in einem aufgerissenen Kuvert und laut Text hätte auch noch Geld darin sein müssen. Es war das Weihnachtsgeschenk der Urgroßmutter an ihren Urenkel.
Da die Bekannte kein Geld erhalten hat, ist klar, dass meine Tochter das Kuvert unterschlagen und selbst geöffnet hat.
Ich bin total fassungslos. Wie kann man als Mutter sein eigenes Kind beklauen?
Jedesmal kommt sie mit neuen Klamotten an, angeblich alle geschenkt bekommen. Ich glaube es ihr nicht mehr. Und nun, nur weil man sich schon wieder was kaufen möchte, das eigene Kind um sein Weihnachtsgeschenk bringen. Ich bin entsetzt, enttäuscht, wütend. Am liebsten würde ich ihre ganzen Sachen, die bei mir sind, vor die Türe stellen und sie nicht mehr reinlassen.

Weiß irgendwer vielleicht einen Rat? Das kann doch so nicht weitergehen.
Ich bin selbst so aufgewachsen. Meine Mutter konnte noch nie mit Geld umgehen und alles, was sie an Geld zusammenraffen konnte, hat sie unter die Leute gebracht.
Sie hat auch vor meinem Geld nicht halt gemacht.
Heute weiß ich, dass sie krank ist.
Kaufsüchtig.
Vielleicht ist das bei deiner Tochter auch der Fall.
Man sucht sich eine Ersatzbefriedigung, um das eigentliche Problem zu verdrängen.
Auch meine Mutter hat keinen geregelten Tagesablauf hinbekommen.
Und ich weiß nicht, wieviele Arbeitsstellen sie schon in den Sand gesetzt hat.

Das Kaufen bestimmter Sachen, erzeugt ein Glücksgefühl für den Moment.

Es ist wie bei einem Raucher, wenn er sich eine Zigarette ansteckt.

Wie lange macht sie das denn schon so?

Seitdem sie schwanger war, oder auch schon vorher?

Hast du auch das Gefühl, wenn sie Geschichten erzählt, dass sie diese Geschichten zu ihren Vorteil "umdekoriert"?
 

jumpy

Mitglied
Danke für Deine schnelle Antwort.
Das mit dem Geld fing irgendwann während der Schulzeit an. Ich habe meinen Mädchen immer gleich viel Taschengeld gegeben. Also mit 12 Jahren soviel, mit 13 Jahren soviel usw.. Es gab also nie eine Benachteiligung. Meine große Tochter, also die, von der hier die Rede ist, konnte mit Geld ab diesem Alter nicht mehr umgehen. Sie hat immer alles innerhalb von kürzester Zeit ausgegeben. Es gab sogar Zeiten, da hat sie mir Geld aus dem Geldbeutel gestohlen.
Aber jetzt, ich bin total fertig. Auf der einen Seite bin ich wütend auf meine Tochter, auf der anderen Seite weiß ich aber auch, dass ich sie nicht fallen lassen darf.
Aber was soll ich machen? Ich fand es schon schlimm, das sie keine Rechnungen etc. mehr bezahlt hat, aber dass sie jetzt auch noch ihr eigenes Kind bestiehlt macht mich total fertig, und das nur wegen ein paar Fetzen mehr.
Was kommt da noch? Wie soll das weiter gehen. Reden kann ich nicht mit ihr darüber. Sie würde auf der Stelle kehrt machen und gehen. Ich weiß, dass sie Hilfe braucht, aber wie bringe ich sie soweit, diese Hilfe auch anzunehmen?
 
B

_BabyMiss_

Gast
Hallo jumpy!

Bist du dir denn sicher, dass es deiner Tochter an sonsten gut geht?
Hattet ihr vielleicht in ihrer Kinderzeit viele Probleme oder so

Ich kann mich daran erinnern, dass es bei uns zuhause drunter und drüber ging. Ich kam mir als Kind total überflüssig und ungeliebt vor.
Und wenn meine Mutter/Eltern mich mal wieder angeschriehen oder geohrfeigt haben, dann habe ich auch schonmal Geld aus ihrem Geldbeutel genommen um mit Freundin ins Mc Donalds zu gehen oder so.

Ich wusste damals auch nicht wirklich, warum ich das eigtl tat.
Ich bekam zwar kaum Taschengeld, aber das ist ja kein Grund.

Jetzt weiß ich es besser.

Ich war einfach innerlich so wütend und enttäuscht von meiner Mutter, dass ich mir Geld genommen habe. Ich habe das Geld genommen um mir anderswo meine 'Befriedigung' zu holen.
Kinder sind eben so.
Obwohl deine Tochter ja nun doch schon alt genug ist, um da ihr Hirn ein zu schalten. Ö.ö :eek:

Vielleicht solltest du dich erstmal etwas beruhigen und dich mit deiner Tochter treffen.
Frag sie doch einfach mal warum sie das tut.
Aber nicht böse oder vorwurfsvoll. Eher besorgt....einfach ruhig.

Vielleicht kommt da etwas ans Licht, was du bisher noch garnicht wusstest.

Meine Mutter weiß auch vieles nicht von mir, weil sie mich als Kind so mies behandelt hat, dass ich mich nicht getraut habe es ihr zu sagen. Oder mich geschämt habe.

Als ich z.B. in der 2. Klasse von einem Klassenkameraden begrabscht wurde, habe ich das Wochenlang mit mir rumgeschläppt. und es letzten endes meiner Oma im Urlaub erzählt.
Das einzige was meine rMutter dazu einfiel war, dass sie stink sauer auf mich war, dass ich es meine rOma und nicht ihr gesagt habe.
Seitdem habe ich ihr bis zum Tod meines Vaters nie wieder etwas so persönliches erzählt.
 
S

Struwelpetra

Gast
Danke für Deine schnelle Antwort.
Das mit dem Geld fing irgendwann während der Schulzeit an. Ich habe meinen Mädchen immer gleich viel Taschengeld gegeben. Also mit 12 Jahren soviel, mit 13 Jahren soviel usw.. Es gab also nie eine Benachteiligung. Meine große Tochter, also die, von der hier die Rede ist, konnte mit Geld ab diesem Alter nicht mehr umgehen. Sie hat immer alles innerhalb von kürzester Zeit ausgegeben. Es gab sogar Zeiten, da hat sie mir Geld aus dem Geldbeutel gestohlen.
Aber jetzt, ich bin total fertig. Auf der einen Seite bin ich wütend auf meine Tochter, auf der anderen Seite weiß ich aber auch, dass ich sie nicht fallen lassen darf.
Aber was soll ich machen? Ich fand es schon schlimm, das sie keine Rechnungen etc. mehr bezahlt hat, aber dass sie jetzt auch noch ihr eigenes Kind bestiehlt macht mich total fertig, und das nur wegen ein paar Fetzen mehr.
Was kommt da noch? Wie soll das weiter gehen. Reden kann ich nicht mit ihr darüber. Sie würde auf der Stelle kehrt machen und gehen. Ich weiß, dass sie Hilfe braucht, aber wie bringe ich sie soweit, diese Hilfe auch anzunehmen?
Das ist jetzt sehr hart, aber meine Erfahrung war, dass Gespräche gar nichts bringen.
Aus diesem Grund habe ich den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen.
Es ist wie mit einem Drogensüchtigen.
So hatte ich zumindest den Eindruck.
Gibt es bei euch Erziehungsberatugsstellen?
Da kann man sich kostenfrei hinwenden, um sich Rat und Hilfe zu holen.
Vielleicht versuchst du es mal dort?
Gruß Struwel
 

jumpy

Mitglied
Bist du dir denn sicher, dass es deiner Tochter an sonsten gut geht?
Hattet ihr vielleicht in ihrer Kinderzeit viele Probleme oder so

Ich kann mich daran erinnern, dass es bei uns zuhause drunter und drüber ging. Ich kam mir als Kind total überflüssig und ungeliebt vor.
Und wenn meine Mutter/Eltern mich mal wieder angeschriehen oder geohrfeigt haben, dann habe ich auch schonmal Geld aus ihrem Geldbeutel genommen um mit Freundin ins Mc Donalds zu gehen oder so.
Danke für Deine Antwort.
Leider muss ich dazu sagen, dass wir zum Einen sehr gut gelebt haben. Ich war bis sie 4 und die Andere 3 Jahre alt waren immer zu Hause. Danach gründete mein Mann und ich eine Werbeagentur. Ich arbeitete aber immer nur Vormittags, damit ich am Nachmittag für meine Kinder da sein konnte. Wir haben dann gebaut, lebten in einem wunderschönen Haus. Schon zu dieser Zeit (also mit 10 Jahren) hat meine Tochter sich an meinem Geldbeutel bedient.
Wir haben sie aber niemals hängen lassen.
Als sie nur wegen dem Umzug von der A-Klasse in die B-Klasse wechseln musste (dort kannte sie kein einziges Kind), haben wir uns dafür eingesetzt (ging bis zum Schulamt mit Hilfe eines RA), dass sie wieder in ihre alte Klasse zurück durfte. Grund für den Einsatz war vorallem ihr Versuch vom Balkon zu springen, weil sie nicht mehr in diese Klasse gehen wollte.
Ca. 3 Jahre später hat sie sich mit einem Messer ins Duschbad eingesperrt und drohte sich umzubringen. Der Grund dafür: sie durfte nur bis 10 Uhr auf einer privaten Party bleiben.
Wir haben wirklich immer alles für unsere Kinder getan. Sie wurden auch nie schlecht behandelt.
2002 wurde ich dann sehr schwer krank, da war sie 15 Jahre. Daraufhin suchte sich mein Mann eine Andere. Zwei Monate nach meiner Entlassung aus dem Krankenhaus zog er bei uns aus. 2004 mussten wir aus unserem Haus ausziehen, da mein Ex die Firma so in den Ruin geführt hatte, dass das Haus verkauft werden musste.
Diese Zeit war natürlich für uns alle schwer. Für beide meiner Töchter, wie auch für mich.
Als sie mit 17 Jahren schwanger wurde, habe ich ihr auch keine Vorwürfe gemacht. Ich habe zwar gefragt, warum sie nicht verhütet hatte, aber gleichzeitig ihr auch mitgeteilt, dass sie immer auf mich zählen kann.
Man kann also nicht sagen, dass sie eine schlechte Kindheit hatte oder Eltern, die sie nicht verstanden haben. Sie eventuell sogar geprügelt hätten. Wirklich nicht. Und der beste Beweis dafür ist ja auch meine jüngere Tochter.
Sicher, Menschen sind verschieden, aber auf diese Art und Weise!
Übrigens reden ist mit ihr nicht drinn, sie blockt sofort ab oder verlässt die Wohnung. Die Bekannte, die jetzt ihren Sohn aufzieht, hat es auch schon versucht. Keine Chance, sie sitzt dann einfach nur da und sagt kein Wort.
 
B

_BabyMiss_

Gast
Danke für Deine Antwort.
Leider muss ich dazu sagen, dass wir zum Einen sehr gut gelebt haben. Ich war bis sie 4 und die Andere 3 Jahre alt waren immer zu Hause. Danach gründete mein Mann und ich eine Werbeagentur. Ich arbeitete aber immer nur Vormittags, damit ich am Nachmittag für meine Kinder da sein konnte. Wir haben dann gebaut, lebten in einem wunderschönen Haus. Schon zu dieser Zeit (also mit 10 Jahren) hat meine Tochter sich an meinem Geldbeutel bedient.
Wir haben sie aber niemals hängen lassen.
Als sie nur wegen dem Umzug von der A-Klasse in die B-Klasse wechseln musste (dort kannte sie kein einziges Kind), haben wir uns dafür eingesetzt (ging bis zum Schulamt mit Hilfe eines RA), dass sie wieder in ihre alte Klasse zurück durfte. Grund für den Einsatz war vorallem ihr Versuch vom Balkon zu springen, weil sie nicht mehr in diese Klasse gehen wollte.
Ca. 3 Jahre später hat sie sich mit einem Messer ins Duschbad eingesperrt und drohte sich umzubringen. Der Grund dafür: sie durfte nur bis 10 Uhr auf einer privaten Party bleiben.
Wir haben wirklich immer alles für unsere Kinder getan. Sie wurden auch nie schlecht behandelt.
2002 wurde ich dann sehr schwer krank, da war sie 15 Jahre. Daraufhin suchte sich mein Mann eine Andere. Zwei Monate nach meiner Entlassung aus dem Krankenhaus zog er bei uns aus. 2004 mussten wir aus unserem Haus ausziehen, da mein Ex die Firma so in den Ruin geführt hatte, dass das Haus verkauft werden musste.
Diese Zeit war natürlich für uns alle schwer. Für beide meiner Töchter, wie auch für mich.
Als sie mit 17 Jahren schwanger wurde, habe ich ihr auch keine Vorwürfe gemacht. Ich habe zwar gefragt, warum sie nicht verhütet hatte, aber gleichzeitig ihr auch mitgeteilt, dass sie immer auf mich zählen kann.
Man kann also nicht sagen, dass sie eine schlechte Kindheit hatte oder Eltern, die sie nicht verstanden haben. Sie eventuell sogar geprügelt hätten. Wirklich nicht. Und der beste Beweis dafür ist ja auch meine jüngere Tochter.
Sicher, Menschen sind verschieden, aber auf diese Art und Weise!
Übrigens reden ist mit ihr nicht drinn, sie blockt sofort ab oder verlässt die Wohnung. Die Bekannte, die jetzt ihren Sohn aufzieht, hat es auch schon versucht. Keine Chance, sie sitzt dann einfach nur da und sagt kein Wort.

Oh Weia! Das hört sich aber garnicht gut an. :/

Ich meine, bei Trennungskindern sind zwar meistens Verhaltensauffälligkeiten zu erkennen. ;)
Aber SO ist mir das auch noch nicht begegnet. Gut bin halt auch erst 20. ;)

Ich denke, sie braucht dringend professionelle Hilfe.
Wenn sie schon in diesen jungen Jahren mit Selbstmord gedroht hat, weil sie nicht bekam was sie wollte.
Ich meine, wenn man eine schwere Lebenskriese hat und dann mal in Suizidgedanken verfällt....okay! Aber das ist echt etwas unnormal.
Der erste Junge in den ich verliebt war hat sich mit 14(!) erhängt, weil sein Vater ihn aus dem Fussballteam genommen hatte. Er hätte eigtl einen Vertrag bei einer Profimannschaft gehabt.
Das wollte ihm der Vate rjedoch verbieten, dar er eine 4 geschrieben hat.
Es kann also auch wirklich dazu kommen, dass sie ihre Drohungen ernst machen.

Deine Tochter sollte es mal mit einer Verhaltenstherapie versuchen.
Sie scheint eine zu starrsinnige Person zu sein, um es ohne fremde Hilfe zu schaffen.

Ich kenne das selbst....ich habe meine 'rebellische' Phase hinter mir. :D (Gott sei dank ;) )
Vielleicht kam deine Tochter aus dieser einfach noch nicht wieder raus.
Aber ob sie sich helfen lässt ist da leider die andere Frage. : /

Es gibt leider Leute, die nicht einmal darüber nachdenken Hilfe von anderen an zu nehmen.
 

jumpy

Mitglied
Oh Weia! Das hört sich aber garnicht gut an. :/

Ich meine, bei Trennungskindern sind zwar meistens Verhaltensauffälligkeiten zu erkennen. ;)
Aber SO ist mir das auch noch nicht begegnet. Gut bin halt auch erst 20. ;)

Ich denke, sie braucht dringend professionelle Hilfe.
Wenn sie schon in diesen jungen Jahren mit Selbstmord gedroht hat, weil sie nicht bekam was sie wollte.

Es hat ja schon vor meiner Trennung von meinem Ex angefangen, da war noch alles in Ordnung. Und professionelle Hilfe bezüglich ihrer Selbstmordgedanken, nun die hat sie auch schon vier mal bekommen. Sogar mit Einweisung in eine Jugendpsychiatrie. Damals hat sie nicht nur gedroht sich selbst umzubringen, sondern vorher noch ihre Schwester und mich mit meinem großen Fleischmesser bedroht. Leider hat der Aufenthalt dort auch nichts gebracht.
Nein ich glaube einfach, dass sie kaufsüchtig ist und dadurch den Überblick, das Gefühl was wichtig ist und ihren Sohn total vergisst. Sie mach mit der Bekannten (bei der der Kleine jetzt lebt) Termine aus, auch um ihren Sohn zu sehen, und erscheint trotzdem nicht. Sie gibt nicht mal Bescheid, dass ihr etwas dazwischen gekommen ist.

Auch was Struwel, danke übrigens, mir geschrieben hat,
Zitat:
„Das ist jetzt sehr hart, aber meine Erfahrung war, dass Gespräche gar nichts bringen.
Aus diesem Grund habe ich den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen.
Es ist wie mit einem Drogensüchtigen.
So hatte ich zumindest den Eindruck.
Gibt es bei euch Erziehungsberatugsstellen?
Da kann man sich kostenfrei hinwenden, um sich Rat und Hilfe zu holen.
Vielleicht versuchst du es mal dort?”

Auch dies nur vergeudete Zeit. Schon versucht und hat nichts gebracht.
Aussperren auch nicht möglich. Sie steht einfach mitten in der Nacht vor dem Haus und will rein um zu schlafen. Was soll ich da tun? In der Kälte kann ich sie nicht stehen lassen.
Zum Teil nimmt sie sogar heimlich meinen zweiten Wohnungsschlüssel mit, damit sie zumindest ins Treppenhaus kommt. Wenn ich sie dann da nicht reinlasse, würde sie wahrscheinlich so einen Krach machen, dass die anderen Bewohner aufwachen würden. Dann hätte ich aber auch ganz schön schnell meine Wohnungskündigung im Briefkasten.

Ich hab mir echt schon überlegt in eine ganz andere Gegend zu ziehen. Die dann aber so weit weg ist, dass sie mich nicht so einfach erreichen kann. Aber wann sehe ich dann meine andere Tochter und meinen Enkel wieder?
Außerdem fehlt mir das Geld für so einen Umzug, denn da kann man dann nicht 10 mal mit dem Auto hin- und herfahren.

Ich fühl mich so hilflos. Vorallem wahrscheinlich auch, weil ich vor ihr Angst habe. Zum Einen, wegen der Bedrohung damals mit dem Messer, zum Anderen hat sie mich schon einmal quer durchs Zimmer geschlagen, nur weil ich ihr gegenüber meine Meinung gesagt habe und von dieser nicht abgewichen bin.
Ich weiß mir wirklich keinen Rat mehr.
 
T

Truth

Gast
Ich fühl mich so hilflos. Vorallem wahrscheinlich auch, weil ich vor ihr Angst habe. Zum Einen, wegen der Bedrohung damals mit dem Messer, zum Anderen hat sie mich schon einmal quer durchs Zimmer geschlagen, nur weil ich ihr gegenüber meine Meinung gesagt habe und von dieser nicht abgewichen bin.
Ich weiß mir wirklich keinen Rat mehr.
Liebe Jumpy,

Eltern können viel richtig und viel falsch machen. Das ist das eine. Kinder können auch außerhalb der Familie fürchterliche Dinge erleben, von denen Eltern nie was erfahren, weil Kinder nicht darüber reden. Wenn ich durchlese was du schreibst und beschreibst, würde ich auch ganz andere Dinge in Betracht ziehen. Eine Persönlichkeitsstörung die "gentechnisch" bedingt sein kann oder eine Missbrauchsgeschichte in früher Kindheit. Das würde bedeuten, dass alles Reden im Moment sinnlos wäre, weil du niemals die Handlungen eines Menschens "korrigieren" kannst, ohne dem wirklichen Übel auf den Grund zu gehen. Du weißt, was sie tun müsste, um es richtig zu machen. Du weißt aber im Moment nicht, warum sie es nicht tun kann. Das "warum" kann so abgrundtiefe Gründe haben, in die sie vielleicht selbts nicht blicken kann - weil es zu schmerzvoll ist. Vielleicht hat sie es sogar soweit verdrängt, dass sie sich nur durch ganz bestimmte Reize daran erinnert. Wenn sie sich erinnert und damit umgeht (was eventuell nur mit GUTER professioneller Betreuung passieren kann) hat sie eine Chance.

Das ist jetzt nur mal eine These von mir. Egal ob sie der Wahrheit entspricht oder nicht. Sie hilft dir vielleicht zu verstehen, dass deine Tochter von einer Ohnmacht getrieben sein kann, von der sie selbst nichts weiß und alles was du sagst, ist sinnlos, solange du diese Ohnmacht nicht kennst.

Was sind deine Gedanken und Gefühle, wenn du so mit der ganzen Situation deiner Tochter und ihrem "Fehlverhalten" umgehst?

Liebe Grüße
Truth
 

123

Aktives Mitglied
Hallo jumpy,

ich würde jetzt im Moment gar nicht so viel analysieren und nach dem Grund suchen, den sie wahrscheinlich selbst nicht kennt.
Vielleicht ist es dies und das oder auch was ganz anderes.

Wichtig ist, denke ich, so wie Du schreibst, sie ist erwachsen. Ob sie das will oder nicht, sie ist selbstverantwortlich für ihr Leben. Sie muss also auch selbst erkennen, dass sie Hilfe braucht.
Reden bringt da gar nichts. Wenn sie erwachsen sind, dann ist die Zeit, aus ihren Erfahrungen zu lernen.
Das heißt nicht, dass Du alles stillschweigend dulden sollst, sondern Du musst Dich klar abgrenzen. Die überlegen, was Du willst, was Du ertragen kannst und dabei darauf achten, nur Grenzen zu setzen, die Du auch tatsächlich einhalten kannst, denn sonst wirst Du in ihren Augen unglaubwürdig.

Du kannst sie nicht retten, wenn sie nicht gerettet werden will. Ich denke, dass wichtigste ist, nicht zu vergessen, was man an seinem Kind liebt, das in dem ganzen Ärger und den ganzen Sorgen nicht aus den Augen verlieren und dann einfach da sein und helfen, wenn die Ansage kommt: "Ich habe Probleme. ".

Es gehen viele Ehen kaputt und nicht jede Scheidungsweise fährt ihr Leben gegen die Wand. Irgendwann, nämlich dann, wenn Kinder erwachsen sind, müssen Eltern und Kinder begreifen, dass Kinder selbstverantwortlich handeln und wenn sie zeigen, dass sie es nicht können, dann werden sie eben aus den Konsequenzen lernen, Verantwortung zu tragen.

Glaube an sie, glaube an Deine Tochter. Die wird das schon irgendwann auf die Reihe bringen und zwar alles. Wenn Du nicht an sie glaubst, wer soll das dann tun?
Und die Schulden und alles drum rum, das ist ihre Verantwortung, damit muss sie leben. Du weißt, Du hast das beste gegeben, was Du ihr mitgeben konntest.
Auch Eltern sind nur Kinder ihrer eigenen Erfahrungen.

LG,
123
 

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