Das Haus gehört meinem Vater und meiner Mutter, sie sind seit 29 Jahren glücklich verheiratet, zurzeit ist mein Vater leider schwer herzkrank, aber naja das ist wieder ein anderes Thema.....
Mein Vater und meine Mutter wollen mir das Haus überschreiben, weil ich ihr einziges Kind bin.
Meine Eltern und auch ich wollen das ich da bleibe. Ich glaube meine Eltern würde der Schlag treffen, wenn ich weiter weg ziehen würde.
Bitte begreift: Ich liebe meine Eltern (ja ich liebe meine Mutter trotz ihres psychotischen Anfalls) und ich will im Alter bei ihnen sein, wenn sie gebrechlich werden.
Wenn ich ins Erdgeschoß ziehe, finde ich nicht dass das eine Pseudo-Selbstständigkeit ist, denn ich muss den Haushalt und die Kindererziehung komplett alleine bewältigen und das ist dann haargenau das selbe wie in einer Mietwohnung.
Es gibt bei uns am Land sehr viele junge Menschen, die bei ihren Eltern (ihn getrennten Räumlichkeiten) wohnen und ich muss mich deswegen weder rechtfertigen noch schämen.
Schöne Grüße
Lena
Was machst du beruflich? Falls deine Eltern es darauf anlegen dass du bei ihnen bleibst um Altenhilfe zu leisten sieh zu, dass du das vertraglich absicherst. Eine vorzeitige Hausübertragung braucht 10 Jahre bis sie greift, regle das vorzeitig, bevor ein Elternteil (oder beide) gesundheitsbedingt (Demenz) nicht mehr dazu in der Lage sind oder die juristische Anerkennung fehlt. Erkundigt euch zusammen bei einem Notar...macht einen Übertragungsvertrag mit Nießbrauchssicherung od.ä. damit alle Seiten etwas davon haben.
Unterm Strich ist es in der Regel günstiger und gesünder (und gesellschaftlicher mehr anerkannt) wenn Erwachsene sich vom Elternhaus abnabeln und finanziell eigenständig werden.
Generell ist nichts gegen das Mehrgenerationenmodell dass unter einem Dach wohnt einzuwenden aber die Grundlagen dazu müssen stimmen. Du hilfst deinen Eltern wenig, wenn du keine Ahnung von Altenbetreuung hast und zu viele finanzielle Eigeninteressen mit reinspielen!
Frage dich auch Folgendes: geht es nicht auch um Kontrolle? Das du dein Erbe bewachen kannst indem du weiter bei deinen Eltern lebst? Welche Ängste hast du eigentlich? Das dich deine Eltern weniger lieben und dir nix vererben wenn du nicht brav bei ihnen bleibst? Tut dir dieses Verhältnis wirklich gut?
Anders wäre es natürlich wenn du und dein Partner arbeiten würdet, auf eigenen Beinen steht und ggf bei den Eltern eine günstige Mietwohnung bezieht od.ä. Persönliche Nähe funktioniert nur indem du innerlich ausreichend abgenabelt und allgemein selbständig genug bist. Das gilt auch für deine Mutter.
In Sachen Sorgen machen: es ist eine faule Ausrede die Sorgenmafia zu spielen und die Kontrolle zu verlieren. Mit Kontrollverlusten aufgrund von Ängsten und Sorgen hilft man niemandem, schon gar nicht einem herzkranken Mann der diesen Stress mitbekommt und dadurch unnötig belastet wird. Damit deine Mutter zukünftig inneren Druck auf bessere und für sämtliche Mitangehörige gesündere Weise abbaut ist es wichtig, dass sie für sich im Alltag dauerhaft Strukturen entwickelt in denen sie ihre Ängste und inneren Druck abbauen kann. Sie braucht Freunde mit denen sie reden kann, ggf eine zeitlang einen Therapeuten mit dem sie einiges klärt und beredet, ggf auch Beratung in Beratungsstellen od.ä.
Ganz wichtig ist dass Familienmitglieder nicht wie Speckklösse aufeinanderhocken...es ist immer günstiger wenn viele Kontakte auch außerhalb der Family da sind..wo man sich mal ausquatschen kann, neue Ansichten und Einsichten gewinnen kann....
Dein Weg hier ins Forum war richtig, aber bringt wenig, wenn du dir von anderen Meinungen nicht auch ein stückweit etwas annimmst um in deinem Alltag die eine oder andere Sache zu verändern.
Du bist derzeit dabei die Angelegenheit zu stark zu bagatellisieren! Das Drama mit Polizei etc war nicht im Normbereich....was genau tust du um Wiederholungen zukünftig und dauerhaft zu unterbinden?
Geht zumindest mal zu einer Familienberatung und regelt einige Dinge besser und ein wenig anders!
Zum Thema Liebe:.welche Liebe meinst du? Die zu dem Haus und Geld deiner Mutter? Manchmal ist es gut aus Liebe eher loszulassen und (zumindest für eine Weile) auf Abstand zu gehen. Affenliebe klammert...Eltern die es der Schlag trifft wenn die Kinder gehen finde ich persönlich zu affig. Darin zeigen sich zu starke Abhängigkeitsverhältnisse, zu viele Ängste, zu viel Druck + Unruhe.
Es hat sich kürzlich ein Gewitter daraus entladen...du kannst damit rechnen, dass mit zunehmendem Alter die "Macken" verstärkt auftreten....sieh also zu Vorsorge zu treffen um künftige Dramen zu vermeiden.
Du hast hier diverse Ansichten erhalten...achte darauf, dass auch an den Meinungen die dir (momentan) nicht passen etwas dran sein könnte.
Letztlich ist es dein Leben und deine Entscheidung wie du lebst und wo du lebst. Wenn du in Sachen Selbstachtung und Selbstliebe fit genug bist wirst du darauf achten, dass die Lebensqualität passt.
Falls du dich dazu entscheidest bei deinen Eltern im Untergeschoss zu leben achte auf eine ausreichend gute Organisation und Struktur, schaffe klare Regelungen, am besten auch zu wichtigen Punkten schriftlich-vertraglich, damit es nicht zu unnötigen Streitereien und Spannungen kommt.
Gruß
Tyra
du bezeichnest deine Mutter wiederholt psychotisch....falls sie psychische Probleme hat (ohne psychotisch zu sein aber in Sachen Ängste, Depressionen, Konrollverluste) , hast du als die bei ihr lebende Tochter die alles mitkriegt eine Fürsorgepflicht sie in Therapie zu kriegen. Auch das gehört zu Regelungen dazu, die dabei helfen eure Familiensituation dauerhaft zu stabilisieren und ruhiger zu halten. Grad für dein Kleinkind wichtig, sonst setzt sich die Tradition unnötiger Dramen fort....frag dich ob du das so für dich und dein Kind willst. Wie sieht es mit deiner Mutterliebe eigentlich aus, würdest du deinem Kind später zumuten und von ihm erwarten, dass es anstatt in die Welt zu ziehen, ggf Karriere zu machen, neue Eindrücke zu gewinnen daheim bleibt um für dich Altersbetreuung zu leisten?