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Familienbruch - wie geht sowas aus? Erfahrungen?

Was würdet Ihr mit den Geschwistern machen, die sich aus dem Staub gemacht haben? Diese Begegnung wird mir auch noch bevorstehen. Da bin ich mir sicher. Einfach so tun als wäre nix gewesen oder wie würdet Ihr damit umgehen?

Wie würdet Ihr das sehen? Es belastet mich schon sehr das alles (während der Studienzeit erleben zu müssen).
Dadurch wurde mir bewusst, dass ich psychsich schon sehr stabil bin aber dennoch hätte ich mir all das gerne erspart.
 
Am liebsten würde ich innerhalb der Kultur heiraten und mein eigenes Leben leben. All die Probleme wären mir dann erspart.
Du bist 34, wenn du dich ranhältst, klappt es vielleicht noch.
Was würdet Ihr mit den Geschwistern machen, die sich aus dem Staub gemacht haben? Diese Begegnung wird mir auch noch bevorstehen. Da bin ich mir sicher. Einfach so tun als wäre nix gewesen oder wie würdet Ihr damit umgehen?
Ich würde sie als erwachsene Menschen sehen, die tun dürfen, was sie möchten.
Dadurch wurde mir bewusst, dass ich psychsich schon sehr stabil bin aber dennoch hätte ich mir all das gerne erspart.
Du hast keine Herkulesaufgaben vor dir. Deine Eltern werden nichts von dir erwarten.
Gleichzeitig mit den Schwestern ist ein Bruder aus der Familie und hat ebenfalls kulturfern geheiratet.
"Kulturfern"? Warum ziehst du nicht heim in die "richtige" Kultur, wenn dir die "Kulturferne" offenbar Kummer berietet?
Es zwingt dich doch niemand, so zu leben, wie du gerade lebst. Da findest du auch leichter die passende Ehefrau.
Nur so viel: sie haben sich nicht der Kultur entsprechend verhalten. Es gab sehr viele und teilweise andauernde Streitigkeiten (das ging fast meine komplette Oberstufe so) . Die große Schwester hatte das Sagen. Es kam teilweise zu körperlichen Auseinandersetzungen. Es endete damit, dass eine der Schwestern in ein Frauenhaus gegangen ist und dann letztendlich komplett gegangen ist
Arme Schwester. Sie hat dieses kranke System verlassen und damit alles richtig gemacht.
 
Ich würde ihnen allgemein kein Vorwürfe für ihr Verhalten machen...auch wenn ihre Sprüche wegen dem Studium Abbruch unnötig und verletzend waren .

Vielleicht kannst du mit etwas Diplomatie und Verständnis für ihre Situation einen Frieden mit ihnen schließen ..
 
Was würdet Ihr mit den Geschwistern machen, die sich aus dem Staub gemacht haben? Diese Begegnung wird mir auch noch bevorstehen. Da bin ich mir sicher. Einfach so tun als wäre nix gewesen oder wie würdet Ihr damit umgehen?
Ich würde Verständnis dafür haben, dass sie aus der engen Familien-Bande ausbrechen und Abstand haben möchten.
Wie würdet Ihr das sehen? Es belastet mich schon sehr das alles (während der Studienzeit erleben zu müssen).
Dadurch wurde mir bewusst, dass ich psychsich schon sehr stabil bin aber dennoch hätte ich mir all das gerne erspart.
Die sich ihren Teil sicherlich auch.
 
Sowas kann man doch kaum noch Familie bezeichnen, oder?
Warum nicht?
Familienmitglieder sollten die Freiheit haben zu wohnen, wo sie möchten und lieben , wen sie möchten.
Zumindest, wenn man es gut mit ihnen meint.
Sie haben alle gewartet die Schule zu beenden und sind dann gefolgt. Es folgten zwei Hochzeiten, die in die Brüche gingen. Damit nahm der Bruch der Familie seinen Lauf.
Die eine Schwester ist dann nach Hamburg, weil sie das psychisch alles nicht mehr ausgehalten hat.
Kann man ja verstehen.
Gleichzeitig mit den Schwestern ist ein Bruder aus der Familie und hat ebenfalls kulturfern geheiratet.
Auch das war seine Entscheidung. Schließlich lebt er in Deutschland und da ist das erlaubt.
Bei uns ist eine Heirat außerhalb der Kultur nicht üblich. Innerhalb der Gemeinschaft wird das Verlassen der Kinder verschwiegen. Die Reden der Gemeinschaft sind das Letzte was mich interessiert.
Ihr lebt aber nicht mehr ausschließlich in Eurem Kulturkreis.
Und daher ist es nicht verwunderlich, dass die Kulturen sich auch vermischen können.
Was mich interessiert ist wie sowas endet und was mit den Eltern passiert? Ich stelle mich einfach auf alles ein. Ich weiß nur, dass meine Eltern das alles echt nicht verdient haben. Das tut mir so weh.
Vielleicht stört es Deine Eltern weniger als Dich.
Abgesehen davon haben Deine Geschwister das Recht ihr Leben selbst zu bestimmen.
Nichts anderes haben sie getan.
Du bist der , der sich dieser Kultur unterwerfen will.
Vielleicht bist Du auch etwas neidisch, dass die Geschwister den Absprung geschafft und ein eigenes Leben aufgebaut haben.
Am liebsten würde ich innerhalb der Kultur heiraten und mein eigenes Leben leben. All die Probleme wären mir dann erspart.
Bisher bist Du weder verliebt noch verheiratet und weit davon entfernt eine Familie unterhalten zu können.
 
Ich stelle es mir für eine junge Frau aus deinem Kulturkreis sehr schwierig vor: Junge Männer haben viel mehr Freiheiten, als Mädchen heißt es eher daheim bei den kleinen Geschwistern zu bleiben.
Zudem kann ich mir zumindest vorstellen, dass es sehr strikte Vorgaben hinsichtlich Verhalten, Umgang, Kleidung gab, denen deine Schwestern nicht entsprechen wollten.
Wenn du dich in ihre Situation versetzt: Wundert es dich da, dass sie versuchen, Abstand zu einer Kultur zu bekommen, die sie so beschränkt?
Und wenn die erste Partnerwahl nicht passend war - es war wahrscheinlich eine Möglichkeit, sich von den Zwängen zu lösen.

Hast du sie damals unterstützt? Ihnen geholfen, ihren Weg zu finden? Dann wäre es weniger nachvollziehbar, wenn sie dich links liegen lassen.

Mein Mann hat hier in Deutschland auch vor ein paar Jahren "kulturfremd" geheiratet. Heut waren wir zum Grillen beim Schwiegervater. Ein super Nachmittag! Mit etwas Toleranz und Wohlwollen geht vieles...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab mir noch einmal deine alten Fäden angeschaut. Wenn ich es richtig verstehe, fand dieses "Hör doch auf..." Gespräch bereits 2022 statt.
Damals ging es durchaus um eine finanzielle Unterstützung bzw einen Kredit durch deine Geschwister, da es für dich schwierig war, das Studium in Rumänien zu finanzieren.
Da du da mehrfach durch die Prüfungen gefallen bist, die du als "Physikumsäquivalent"gebraucht hättest, um in Deutschland weiterzustudieren. Irgendwie hat's doch geklappt, aber aufgrund finanzieller Probleme hast du das Studium dort letztlich abbrechen müssen.
Vielleicht nicht der beste Zeitpunkt, aber ich kann so einen Rat schon nachvollziehen: Warum so viel Zeit (d) und Geld (sie) investieren, wenn die Erfolgsaussichten schlecht sind.

Du willst plastischer Chirurg werden. Viel Handwerk und vielleicht liegt dir das.
Und ich find es anerkennenswert, wie viel Energie du da investierst... Aber das Medizinstudium an sich scheint dir nicht wirklich zu liegen, obwohl du als MTA eine solide Basis hast.

Überleg dir ganz unabhängig von der Familiengeschichte, worin du deine Stärken siehst, wo es sich für dich lohnt "dranzubleiben" und wo du der guten Zeit nur schlechte hinterherwirfst.
Das kann man auf verschiedene Lebensbereiche beziehen...

(und bevor du dich das fragst: Ich hab einen medizinischen Studiengang mit Physikumsäquivalent in D absolviert. Komme selbst aus einer Nicht-Akademiker Familie. Ist schon ein bisschen her, aber ich weiß so in etwa wovon ich rede 😉)
 
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