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Familie will nicht dass ich psychsich krank bin

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Respekt das Du in die Wohngruppe gehst
ich weis hier von einem Psychisch Kranken der schon immer zuhause ist
der in Abständen ausrastet das letzte mal wurde er mit Zwangsjacke abtransportiert
vorher schlug er seinen Betreuer zusammen und würgte seine Mutter und Schwester
ein Vierteljahr war er im Sanatorium jetzt wieder daheim und ich finde es unverantwortlich sowas nicht in die geschlossene zu stecken bevor er seine nächsten Angehörigen noch fix und alle macht!
Zusammenhang? Sie geht doch nicht in die Wohngruppe, weil sie sonst ihre Familie bedroht und mit der Zwangsjacke abgeholt werden muss.

@TE
Ich würde auch sagen, mach das, was für Dich wichtig und richtig ist. Deine Eltern sind eben anders sozialisiert, es dauert, bis solche anderen Sichtweisen in einer Kultur ankommen.

Was bedeutet es, wenn sie Deinen Vater einschalten will? Macht Dir das Angst?
 
Du bist nicht auf der Welt, um so zu sein, wie es sich Vater oder Mutter ausgemalt haben. Ab 18 ist man in Deutschland volljährig und darf über sich und sein Leben selbst entscheiden, auch wenn man eine psychische Erkrankung hat. Sollte Fachleute der Meinung sein, dass die Erkrankung zu schlimm ist, z.B. weil man fremd- oder eigengefährdet ist, wird ein Betreuer bestellt. Das scheint bei dir nicht der Fall zu sein.

Auffällig ist, dass es dir vor der Einmischung deiner Mutter deutlich besser und stabiler ging und du nun wieder runtersackst. Somit wird deutlich, dass einges sehr direkt mit deinem familiären Umfeld zu tun hat, spricht mit deinen Therapeuten oder Sozialarbeitern darüber und gucke, ob du eigene Konsequenzen daraus ziehen willst. Manchen hat nur der komplette Kontaktabbruch geholfen und sie damit aus dem psychischen Sumpf gezogen. Familiärer Druck kann viel Schlimmes auslösen, gerade wenn man feinfühliger ist.
 
Ja gut, wenn die dir die psychische Erkrankung verbieten, dann bist du es eben nicht mehr. Kann deine Familie nebenbei noch soziale Ungerechtigkeit und Krebs verbieten? 😉

Spaß bei Seite, ich finde das großartig, dass du dich für die Wohngruppe entschieden hast und hoffe sehr, dass du dort die Hilfe bekommst, die du brauchst!

Es ist schade, dass du keine Unterstützung von deiner Familie bekommst und im Gegenzug sogar noch eine drauf bekommst, obwohl du es genau richtig machst und dir Hilfe suchst.
Leider versteht nicht jeder, was eine psychische Erkrankung für den Betroffenen bedeutet und das hängt an verschiedenen Faktoren.

Dazu gehört so manche Kultur, wo es totgeschwiegen oder verleugnet wird, Generationen, die "einfach da durch" sind und mit Anfang 50 brav am Herzinfarkt oder Alkohol sterben, Unwissenheit (kenn ich nicht, brauche ich nicht!), Fehlinformationen (psychisch Kranke sind eh Serienmörder!) und auch die Angst vor der eigenen Verantwortung (schlechte Gene weiter gegeben, dem Kind/Jugendlichen zu viel Freiraum gegeben, im richtigen Moment nicht beschützt, usw.).

Das führt dann zu so einer Konstellation wie du sie gerade hast: du willst eh nur Aufmerksamkeit, simulierst, weil.....es so toll ist, stellst dich an, willst nicht erwachsen werden, nicht arbeiten gehen, bla bla bla!
Damit kann man schön die eigene Verantwortung von sich schieben und muss sich nicht mit dem Familienmitglied auseinandersetzen, super Sache.....

Wie du merkst, hat es nichts mit dir zu tun! Und das solltest du dir immer wieder klar machen: wenn sie es nicht verstehen wollen, dann kannst du daran nichts ändern.
Du bist ein Mensch mit einer ernsthaften Erkrankung und du hast Hilfe verdient! Da hat niemand etwas gegen zu sagen.

Zieh es durch und achte auf dich: mehr kannst du da leider auch nicht machen. Du schaffst das!
 
Ich ziehe demnächst in eine therapeutische Wohngruppe. Meine Schwester weiß davon und hat es gleich meiner Mutter erzählt. Diese rief mich an und meinte sie will das nicht und ein verstorbenes Familienmitglied hätte das auch nicht gewollt. Therapietechnisch fühlte ich mich sicher weil ich viele Perspektiven hatte. Suizidgedanken waren passé. Dann kam heute der Anruf meiner Mutter und ich fragte mich ob es ihnen lieber wäre wenn ich mich umbringe. Denn ich kann einfach nicht mehr wie ein Roboter funktionieren nur damit sie sich besser fühlen. Denn was könnten denn die anderen denken? In meiner Kultur gibt es keine psychischen Probleme.
Ich erwarte ja nicht dass sie applaudieren sondern es einfach akzeptieren. Ich bin ende juli hergezogen und nahm ne Überdosis weil ich in der Klasse nicht klarkam. War 3 Wochen stationär. Wollte das alles vor meiner schwester verheimlichen aber sie wusste dass was los ist. Als ich alles erzählte meinte sie ich wolle nur Aufmerksamkeit. Logik?
Die Ausbildung ist erstmal auf Eis gelegt.
Seit ich 17 bin hab ich psychische Probleme. Oft hab ich versucht zu erklären aber sie konnten oder wollten es nicht verstehen. Ich soll doch einfach funktionieren und ihnen keinen Ärger machen (so wirkt das). Mir mit 24 vorzuschreiben was ich zutun habe finde ich lächerlich. Ich bin auch ohne ihre Erlaubnis ausgezogen. Sie will meinen Vater jetzt einschalten. Soll sie doch. Aber heute habe ich nach langer Zeit wieder drüber nachgedacht mir was anzutun.
So langsam will ich mein leben endlich in den griff kriegen aber dann legt die eigene Familie mir Steine in den Weg. Ich werde so oder so nur das tun was für meine Psyche am besten ist. Dennoch ist es ein mieses Gefühl dass die Familie 0 dahinter steht nur weil es keine körperliche Erkrankung ist. Und da hab ich mich ehrlich gefragt ob es ihnen vllt lieber wäre ich würde mir das Leben nehmen und somit keinen "Ärger" mehr machen. Wahrscheinlich wäre es ihnen lieber ich hätte ein uneheliches Kind ohne Vater als das ich eind Paychotante bin. Ich hab wirklich drüber nachgedacht Suizid zu begehen aber ich will nicht mehr sterben.

Und ich versuche es positiv zu sehen. Es kann mich nur voranbringen meinen Weg zu folgen trotz jedem widerstand.

Meine Schwester fühlt aich auch für mich verantwortlich. Für sie und meine mutter bin ich noch ein Kind. Und es stimmt mit 24 bin ich noch sehr unreif. Jedoch wollen sie mir ihren Weg aufzwingen aber das funktioniert nicht. Ich bin kein Roboter den man einstellen kann.

Es belastet mich wirklich sehr. Und ich denkd ich werde mich erstmal nicht bei meiner Mutter melden. Ich hab genug der Bevormundung. Denn wenn ich nicht in diese TWG ziehe werde ich mir sicher etwas antun.

Natürlich ist es bitter, wenn die eigene Familie so wenig Verständnis hat und dich nicht unterstützt.

Also, so, wie du von deiner Familie erzählst, bin ich mir sehr sicher, dass sie dich lieben.

Euer Verhältnis klingt sehr innig.

Leider scheinen sie ein ziemlich rigides Weltbild zu haben und wenig Flexibilität und so versuchen sie - metaphorisch formuliert - einen kantigen Pflock mit aller Gewalt in einen runden Hohlraum zu hämmern, obwohl die Form nicht passt.

Allerdings denke ich, dass du das richtig siehst: dadurch, dass du aktuell besser weißt, was für dich gut ist, als deine Eltern, hast du gerade eine echte Chance, dich zu emanzipieren.

Ich weiß noch, wie unser Lateinlehrer damals gesagt hat, dass im Wort Emanzipation das Wort manus drinsteckt (Lateinisch für Hand).

Er fragte uns, ob wir uns denken könnten, warum?

Und erklärte uns dann, dass es wörtlich bedeuten würde, dass man sich aus der Hand, der Macht eines anderen befreit (e heißt heraus).

Aktuell hast du die Möglichkeit, dich von bestimmten Vorstellungen deiner Familie zu verabschieden und deinen eigenen Weg zu gehen.

Falls du dich dazu entscheidest (und ich wünsche dir, dass du den Mut dazu findest), wäre es evtl sinnvoll, die Haltung deiner Familie zur Therapie bei der therapeutischen Einrichtung anzusprechen und darum zu bitten, Anfragen o ä durch deine Familie erst mal nicht zu beantworten bzw Kontaktversuche abzublocken.

Wenn du gerade in einer labilen Gemütsverfassung bist, tut dir ein offener Konflikt mit Familienangehörigen vermutlich zur Zeit nicht gut.

Grundsatzfragen kannst du immer noch mit ihnen ausdiskutieren, wenn es dir wieder gut geht.

Erstmal Stabilität, dann kannst du dich um den Rest kümmern.
 
Eltern haben Schiss vor den psychischen Erkrankungen ihrer Kinder, weil sie ahnen, dass sie einen Anteil daran tragen.
Die Basis für seelisches Leid wird in der Kindheit gelegt.
Wenn Eltern zu feige sind, sich mit ihren Handlungen und Fehlern auseinanderzusetzen, verbieten sie das Thema eben.
Praktisch!... Leider wird das Kind dabei geopfert.
Lass dich nicht unterkriegen.
Du machst das richtig und hast eine mutige Entscheidung getroffen.
 
Zusammenhang? Sie geht doch nicht in die Wohngruppe, weil sie sonst ihre Familie bedroht und mit der Zwangsjacke abgeholt werden muss.

@TE
Ich würde auch sagen, mach das, was für Dich wichtig und richtig ist. Deine Eltern sind eben anders sozialisiert, es dauert, bis solche anderen Sichtweisen in einer Kultur ankommen.

Was bedeutet es, wenn sie Deinen Vater einschalten will? Macht Dir das Angst?
zusammenhang-Psychisch Krank-der von dem ich berichtete war auch "nur"Psychisch Krank und mittlerweile zum "Monster"mutiert
 
Vielleicht hab ich noch eine kleine Erklärung, warum die Familie denkt wie sie denkt.

Wenn jemand von zu hause weg zieht, nimmt er seine Füße und Hände mit und auch seinen Kopf.
Und darin sind die Gedanken.
Die Gedanken richten sich nach Erfahrungen.
Während hier jemand krank wird und sagt: ich geh ins Krankenhaus, kann es dort zwar gewünscht sein aber nicht erreichbar. Es gibt kein Krankenhaus.
Also braucht man Alternativen, die helfen können - wenn sie helfen.

Diese Alternativen werden bei einem Umzug natürlich als Grundüberlegung mitgenommen, weil es immer so war.
Also empfiehlt man Kaktusfeigen gegen Halsweh, übersieht aber, dass dies nur die Alternative gewesen wäre, also die zweitbeste Lösung.
Gegen manche Übel gibt es nicht mal Mittel, also heilt man es, indem man das Übel einfach weg diskutiert.
Danach ist der Mensch gesund. Symptome können bleiben, aber da kann man halt nichts machen: es geht irgendwie doch. Zwar mit mehr Mühe - aber es geht weil es muss.

Zwischen der Umzug-Generation und den Nachkömmlingen ergeben sich also Differenzen.
Die älteren denken an zu hause, die jüngeren an die Freunde. Und jeder orientiert sich, so gut er kann, aber eben verschieden.
So ein Zustand - alleine - ist nicht therapiebedürftig sondern muss erlebt und durchstanden werden, weil Welten aufeinander treffen.
Wer damals immer abends gegessen hat und nun erfährt, dass man drei Mahlzeiten braucht, kann nur an sich selber verzweifeln, weil er beigebracht bekommt, dass sein gesamtes Leben und auch die gute Erfahrung damit falsch war.
Also muss man sich seine Vergangenheit erhalten.
Die Nachfolge-Generation erlebt aber nicht das dort, sondern das hier und jetzt und geht eben in ein Krankenhaus weil es zur Verfügung steht.
Es ist also nicht falsch sondern einfach nur anderes, und es ist hier richtig, dort aber eben nicht - oder einfach nicht möglich.
 
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