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Falsche Berufswahl

Feder

Mitglied
Mein Traum war es schon immer, Informatik zu studieren. Allerdings habe ich Dyskalkulie und aus diesem Grund habe ich mich für einen anderen Studiengang entschieden. Mich deprimiert die gegenwärtige Situation, mein Job fördert mich nicht, ich würde so gerne im IT-Bereich arbeiten, aber ich bin dazu kognitiv einfach nicht in der Lage. Hinzu kommt, dass viele in meinem Umfeld beruflich erfolgreich sind.
Ich weiß einfach nicht was ich tun soll 🙁
 
Hallo Feder,
ich habe mich nach der Schule auch für den falschen Beruf entschieden, einfach aus Bequemlichkeit. Hab über 20 Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Rückblickend betrachtet war das ein großer Fehler. Könnte ich nochmal zurück würde ich mein Berufsleben anders gestalten.
 
Hallo Feder, bestimmt erzähle ich dir nichts neues, wenn ich dir sage, dass dein beeinträchtigtes arithmetisches Denken nicht zwangsläufig bedeutet, dass du Schwierigkeiten mit komplexen, mathematischen Problemen hast.

Außerdem ist Informatik und IT nicht gleichzusetzen.
Im IT-Bereich gibt es viele Tätigkeiten, für die ein Informatiker nicht besonders gut geeignet ist.
Wer hat dich denn beraten und welchen Beruf hast du jetzt?
 
Hallo Feder, bestimmt erzähle ich dir nichts neues, wenn ich dir sage, dass dein beeinträchtigtes arithmetisches Denken nicht zwangsläufig bedeutet, dass du Schwierigkeiten mit komplexen, mathematischen Problemen hast.

Außerdem ist Informatik und IT nicht gleichzusetzen.
Im IT-Bereich gibt es viele Tätigkeiten, für die ein Informatiker nicht besonders gut geeignet ist.
Wer hat dich denn beraten und welchen Beruf hast du jetzt?

Niemand hat mich beraten. Bin im Bereich Bildung tätig.
 
Schau doch mal, wie du dich auf Basis deiner Ausbildung weiter bilden kannst, zu Bereichen die dir mehr liegen. Extra-Kurse usw. Tausche dich auch mal mit Leute in den unterschiedlichsten Bereichen auf, vielleicht finden sich da völlig neue Ideen und Perspektiven. Ran an die Arbeit und mach dich schlau, es gibt sicher auch spezielle Foren in denen man viele Infos und Erfahrungsberichte findet. Viel Glück und halte uns auf dem Laufenden. Pack es an, von alleine ändert sich nichts. Farnmausi
 
Was hättest Du denn nach einem Informatikstudium gerne gemacht?
Und wenn dich keiner beraten hat, was waren dann deine Gründe diesen Wunsch aufzugeben?
Ich meine deine vielen ganz konkreten Gründe?
Nicht pauschal die Arithmetik-Schwäche.
 
Mathe ist ein nicht ganz kleiner Teil des Studiums aber je nach späterer Tätigkeit danach nicht unbedingt relevant. Ich arbeite z.b. in der Anwendungsentwicklung und habe in den letzen Jahren nichts benötigt was man nicht in der Schule schon gelernt hat.

Je nachdem welche Bereich der Informatik dich interessiert ist ggf eine Ausbidung was, z.B. Fachinformatiker. Wenn Mathe da nicht deutlich über das hinausgeht was du in der Schule hattest sollte es doch klappen oder sehe ich das falsch?
 
Zuletzt bearbeitet:
Mathe ist ein nicht ganz kleiner Teil des Studiums aber je nach späterer Tätigkeit danach nicht unbedingt relevant. Ich arbeite z.b. in der Anwendungsentwicklung und habe in den letzen Jahren nichts benötigt was man nicht in der Schule schon gelernt hat.Je nachdem welche Bereich der Informatik dich interessiert ist ggf eine Ausbildung was, z.B. Fachinformatiker. Wenn Mathe da nicht deutlich über das hinausgeht was du in der Schule hattest sollte es doch klappen oder sehe ich das falsch?

Dyskalkulie ist eine Krankheit. Es ist keine generelle Mathe-Schwäche. Es ist eine sehr schmalbandige Störung wodurch beispielsweise das grundlegende Verständnis für Zahlensysteme fehlt. Die Probleme treten so eher bei einfacher Arithmetik auf und weniger bei abstrakten mathematischen Problemen. Gerade Informatiker oder andere Beschaftigte im Informatikbereich sind häufig gleich mit mehreren Zahlensystemen konfrontiert. Während jeder Normalsterbliche nur mit dem Dezimalsystem hantiert, ist man im IT-Bereich im Binärsystem und im Hexadezimalsystem unterwegs. Das genau dürfte schwierig werden.

Wie du bin ich aber der Meinung, das es Nischen gäbe. Außerdem kann man wirksam der Schwäche begegnen. Wie genau das ausschaut kann ich aber nicht sagen.
 
Dyskalkulie ist eine Krankheit. Es ist keine generelle Mathe-Schwäche. Es ist eine sehr schmalbandige Störung wodurch beispielsweise das grundlegende Verständnis für Zahlensysteme fehlt. Die Probleme treten so eher bei einfacher Arithmetik auf und weniger bei abstrakten mathematischen Problemen. Gerade Informatiker oder andere Beschaftigte im Informatikbereich sind häufig gleich mit mehreren Zahlensystemen konfrontiert. Während jeder Normalsterbliche nur mit dem Dezimalsystem hantiert, ist man im IT-Bereich im Binärsystem und im Hexadezimalsystem unterwegs. Das genau dürfte schwierig werden.

Wie du bin ich aber der Meinung, das es Nischen gäbe. Außerdem kann man wirksam der Schwäche begegnen. Wie genau das ausschaut kann ich aber nicht sagen.

Dessen bin ich mir bewusst aber das Schulsystem wurde doch auch durchlaufen also muss doch die Fähigkeit da sein in dem Bereich mit der Krankheit umzugehen, zumindest so gut um in einer Ausbildung mit ggf ähnlichen Themen auf ähnliche art und weise vorzugehen.
Man wird doch deswegen nicht vom Mathe Unterricht befreit?

Mir erschließt sich nicht ganz warum Ausbildungsmathe nicht in der selben art bewältigt werden kann wie Schulmathe.
Das das bei Uni Klausuren ggf nicht geht ist klar aber und in der Hochschule wird auch z.T. noch relativ viel auf Binär rum geritten bzw. es kommen andere Mathe-Fächer wie E-Technik, Wirtschaftslehre und Physik dazu.

Ich kenne die Ausbildungsinhalte jetzt nicht 100 % würde aber mal davon ausgehen das da im gegensatz dazu nicht ewig auf binär rumgeritten wird. Das gibt es, aber wenn man z.B. nicht Assembler unterrichtet gibt es keinen Grund dem mehr als ein paar Stunden Unterricht zu widmen. Und meines wissens wird Assembler in der Ausbildung nicht mehr gelehrt.

Es gibt auch Stellen wo wirklich nur Programmiert wird und das ohne mehr zu rechnen als 3 mal im Jahr "Datum + 3 Monate". Ob eine Stelle machbar ist kann ja vor der Ausbildung mit einem Praktikum ausprobiert werden. Und wenn man eine Mathefreie Nische gefunden hat kann man sich in der auch umbewerben.
 

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