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Fahrrad-Hype

  • Starter*in Starter*in Holzrose
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H

Holzrose

Gast
Möchte mir kurz mal Luft machen. Da ich gerne zu Fuß gehe, zu Fahrrädern hab ich irgendwie keinen Draht... passiert es oftmals, dass auf schmalen Fußwegen dutzendweise Radfahrer angeradelt kommen (nicht alle auf einmal) aber dann wird so laut geklingelt, dass man sich komplett erschrickt und man muss entweder auf den matschigen Rand springen oder fast in die Hecken. Weil die Straße scheinbar zu gefährlich ist, ist es Radfahren auf diesem Fußweg wohl gestattet zu fahren. So ca. 5 Minuten Fußweg, wo es mir an manchen Tagen passiert, dass von hinten 10 Radfahrer kommen und ich jedes Mal stehen bleiben muss um die vorbei zu lassen. Es nervt total. Warum soll ich als Fußgänger einen Umweg machen müssen, der 15 Minuten dauert, um dahin zu kommen wo ich hin möchte? Die sind ja eh schneller mit dem Rad, sollen die doch den Umweg fahren, wo genug Platz ist für Fußgänger und Radfahrer. Was mich an der ganzen Sache stört ist, das Autofahrer Radfahrer verdrängen und Radfahrer wiederum Fußgänger. Selbst aber hab ich erlebt, war ich dennoch mal mit dem Rad auf eben diesem Weg unterwegs, wurde ich von Fußgängern gar nicht beachtet, als ich Klingelte, wie gesagt, der Weg ist eben auch für Radfahrer frei gegeben, weiß es aber nicht mit Sicherheit. Ich habe das Pech, dass man mir als Radfahrerin wiederum kein Platz gemacht wird. Na toll. Zu Fuß gehen ist eh gesünder. Mit dem Rad kann man eher irgendwo gegen fahren. 🙄
 

Hallo Holzrose,

schau mal hier: Fahrrad-Hype. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ich bin selbst aktive Radfahrerin. Fakt ist mal eins: Räder haben auf dem Gehweg nichts zu suchen und schon gar nicht zu klingeln.

Ich springe als Fußgängerin nirgendwo hin. Wenn ich selbst auf dem Gehweg fahre, was hin und wieder vorkommt, verhalte ich mich höflich und defensiv und steige im Zweifelsfall stets ab.

Aber da es wie überall eben solche und solche gibt, kannst Du nicht sehr viel tun.
 
Für "Dual Use" muß in der Regel der Weg breit genug sein, damit beide Sorten Platz haben, sonst kommt man sich dauernd in die Quere. Deshalb glaube ich nicht, daß in unserer durchreglementierten Gesellschaft ein derart enger Weg für Radler ausgewiesen ist. Gehwege sind nun mal in erster Linie für Fußgänger da und nicht für Radfahrer, und da ein Fußgänger bekantlich auch keinen Rückspiegel trägt und keineswegs verpflichtet ist, ständig nach hinten zu schauen, ob da ein Radl-Raser angestoben kommt, muß der Radler (rechtzeitig!) vorher seine Anwesenheit kundtun und auch seine Geschwindigkeit anpassen. Denn woher will der Radler wissen, ob der Fußgänger, wenn er "springt", auch in die richtige Richtung (aus Sicht des Radlers) springt, und nicht in die andere, Zusammenstoß vorprogrammiert? Im Fall einer Kollision ist immer der Radler schuld als der schnellere, der auffährt. Denn normalerweise sind die Straßen für Radfahrer da und nicht die Fußwege, auf Gehsteigen werden nur Kinder auf dem Rad toleriert, wegen der besseren Sicherheit. Das hat sich inzwischen zu einer großen Unart ausgewachsen, daß dann ganze Familien auf dem Gehsteig angeradelt kommen und sich auch noch für die Herren des Gehsteigs halten, vor denen der Fußgänger gefälligst auszuweichen hat.
 
Für "Dual Use" muß in der Regel der Weg breit genug sein, damit beide Sorten Platz haben, sonst kommt man sich dauernd in die Quere. Deshalb glaube ich nicht, daß in unserer durchreglementierten Gesellschaft ein derart enger Weg für Radler ausgewiesen ist. ....

Oh, es gibt alles unter der Sonne. Die berüchtigste mir bekannte Stelle: Berlin Frankfurter Allee, Höhe Samariterstraße stadteinwärts.

Dort teilen sich Massen von Fußgängern mit Massen von Radfahrern einen sehr schmalen Gehweg, der noch von U-Bahn-Ausgängen garniert wird, deren ausströmende Menschen ohne rechts und links zu gucken, den Radstreifen queren.
 
Dann sollte man den Radweg wohl besser verlegen. Ein Radler hat es leichter, hundert Meter mehr zurückzulegen als ein Fußgänger.
 
Dann sollte man den Radweg wohl besser verlegen. Ein Radler hat es leichter, hundert Meter mehr zurückzulegen als ein Fußgänger.
Das ist bei uns den Radlern wurstegal. Die fahren kreuz und quer, als gäbe es keine Verkehrsregeln.

Und am allerliebsten direkt neben dem Fahrradweg, damit die Autos alle langsam fahren müssen.
 
Jede Stadt und Gemeinde hat die Möglichkeit, gefährliche Ecken zu entschärfen, indem sie den motorisierten Verkehr dort praktisch verbietet (nur noch Anlieferfahrten, mit Umleitung des Restverkehrs über andere Strecken) und auch das Radfahren reglementiert oder sogar komplett verbietet, wie auf dem Nürnberger Hauptmarkt. Dann heißt es halt, Radfahrer absteigen! Spätestens wenn mal ein paar deftige Unfälle passiert sind, denkt man in der Verwaltung langsam um.
 
Radfahrer steigen aber nicht ab. Noch nicht mal auf dem Zebrastreifen.

Die pfeifen da drüber , als gäbe es kein Morgen oder eine Radrennen zu gewinnen.
 
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