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Extremer Selbsthass und sehr verbittert

Schon probiert, bringt nichts. Ich kann mich auch nicht öffnen, weil ich Angst habe abgelehnt zu werden. Das Problem ist ja, dass ich mich selbst ablehne. Ich kann mit meiner Vergangenheit nicht abschließen. Es frisst mich auf. Manchmal will ich nichts mehr mit meinem Leben zu tun haben. Schlafe nur und ziehe mich komplett zurück. Da ich mich selbst hasse, strahle ich das auch aus und mache mich somit selber zum Sündenbock. Für die anderen ein gefundenes Fressen. Auch deshalb habe ich Angst anderen entgegenzutreten. Aus Angst vor Hass gegen mich. Wie kann ich wieder anfangen mich selbst zu lieben?

Du brauchst dich nicht ad hoc selbst zu lieben, dich selbst erst einmal zu akzeptieren wie du derzeit bist mit allem drum und dran und auch deine Vergangenheit zu akzeptieren, ist der erste Schritt.

Du warst ein Kind und wurdest hin- und her geworfen, was hättest du wirklich dagegen tun sollen / können? Und Eltern bestimmen nun mal über einen hinweg, solange man in ihrer Obhut steht. Ich nehme an du kannst dich auch deswegen heute nicht öffnen weil du damals nichts gesagt hast bzw. niemand auf dich hören wollte? Deswegen das Gefühl der Ohnmacht bzw. diese Selbstvorwürfe.

Versuch aber mal zu unterscheiden was früher war und wie du heute dastehst; du bist nicht verantwortlich für die Entscheidungen deiner Eltern und die ganze Entwicklung damals, du bist aber heute für dich selbst verantwortlich und kannst loslassen, was damals passiert ist. Die Entscheidungen deiner Eltern haben mit dir nichts zu tun und ausrichten konntest du auch nichts.

Wenn du heute, sofern ich mich recht erinnere, deinen Eltern verziehen hast und der Kontakt sich normalisiert hat, dann kannst du dir selbst auch verzeihen und den Umgang mit dir (und damit mit deiner Umwelt) normalisieren.

Und was du dir auch verzeihen kannst, ist dass du - wie du sagst - deine Mutter terrorisiert hast, wenn deine Mutter dir das verziehen hat, dann kannst du dir das auch verzeihen und einen Schlussstrich ziehen.
 

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