Hi, ich bin männlich und 20 Jahre alt. Nach vielen Threads und jahrelanger Therapie, und nachdem ich jetzt nun schon ein paar Wochen in stationärer Behandlung bin, bin ich nun richtigerweise wieder bei der richtigen Erkanntnis angelangt.
Ich hasse mich selbst, mein komplettes Leben und bin sehr verbittert und wütend auf mich selbst. Es fing an bei dem ersten Umzug von Deutschland nach Canada. Ich war 6 Jahre alt. Mir hat das überhaupt nicht gepasst. Neue Sprache neue Freunde und der ganze Scheiß. Ich hatte in Canada-Zeiten sehr viel Angst vor Blitzen und großen Hunden, und war auch in Therapie. Die Lehrer mussten wegen mir immer die Fenster geschlossen halten bei Gewittern. Ich habe sehr viele Aggressionen in mir dringehabt und diese an meinen Geschwistern rausgelassen, und zwar in extremster Weise. Ich habe sie genervt, Namenswitze gemacht und sowas. Mein Bruder ist heute 16 und meine Schwester 23.
Dann, als ich 8 Jahre alt war, ging es wieder zurück nach Deutschland, weil meine Mutter es so wollte. Eigentlich wollte ich zu dem Zeitpunkt gerne in Canada bleiben, weil ich mich dort schon eingelebt hatte. In Deutschland ging es mir dann noch schlechter. Konnte nicht deutsch schreiben, wurde von Klassenkameraden ausgelacht, wurde auf der Toilette eingesperrt, war total unsicher und sowas.
Dazu kam noch, dass sich meine Eltern trennten, als ich 11 war. Das war der nächste harte Schlag. Meine Eltern hatten eine gestörte Kommunikation, d.h. mein Vater sagte erst uns Kindern, dass er sich scheiden lässt, und dann unserer Mutter. So scheiß Aktionen sind häufiger vorgekommen. Meine Mutter erzählte mir, dass mein Vater uns kein Geld überweisen würde, er untreu war, etc. Es war sogar von der Seite meines Vaters aus schon der nächste Umzug geplant, und zwar nach München. Das war der Punkt, wo sich meine Mutter von meinem vater trennte. Das fand ich ehrlich gesagt dann auch richtig. Mein Vater schmiss Tassen rum, es gab andauernd Streit, er schlief im Keller, eigentlich wusste ich schon dass es passieren würde.
Der nächste und mit am entscheidensten Punkt ist, dass ich angefangen habe alles abzublocken. Ich wusste nicht wie ich anders damit umgehen sollte. Ich habe mich total in die Schule reingehängt, weil ich denke ich mal 1. etwas gebraucht habe, was mir Halt gibt, und 2. was viel wichtiger ist, dringend Liebe und Anerkennung brauchte, weil ich daran gezweifelt habe, dass meine Eltern mich noch lieben. Auch habe ich mich sehr in den Sport reingehängt. Ich war sehr egoistisch und wollte ganz allein der Liebling der Eltern sein. Von meinem Vater habe ich dann auch nerkennung bekommen, aber für wechen Preis?!? Ich habe keine Freunde, hatte keine Freundin und hasse mich selbst und meine Vergangenheit. Ka, ob ich da drüber hinwegkomme. Bin sehr verbittert. Es ist einerseits Narzißmus und andererseits Selbsthass, der glaube ich größer ist. Ich habe mich gegen meine Geschwister gestellt und sie sich gegen mich, was sehr hart für mich war. 2 gegen 1 eben. Ich bin von 12-15 Jahren nicht zu meinem vater gefahren, weil meine Mutter ihn für mich so schlecht geredet hat und ich mich dort sehr unwohl gefühlt habe. Ich habe echt pausenlos geheult dort. Er hatte dort auch eine neue Freundin, was mich auch sehr belastet hat.
Insgesamt kann man sagen, dass ich den schlechtesten Weg gewählt habe, um das zu verarbeiten. Ich habe meine Wut an den falschen rausgelassen. Nicht an meinem Vater, der letzten Endes verantwortlich für die Umzüge war, sondern vor allem an meiner Mutter und an meinem Bruder. Mittlerweile wissen sie, dass ich sie liebe, weil ich es ihnen auch oft genug zeige.
Mittlerweile verstehe ich mich mit beiden gut, aber ich habe jahrelang meine Familie terrorisiert. Auch meine Mutter, die ich über alles liebe und die nichts zu verschulden hat.
Kennt ihr das? Wenn man sich selbst so krass hasst? Was habt ihr für einen Tipp? Danke.
Ich hasse mich selbst, mein komplettes Leben und bin sehr verbittert und wütend auf mich selbst. Es fing an bei dem ersten Umzug von Deutschland nach Canada. Ich war 6 Jahre alt. Mir hat das überhaupt nicht gepasst. Neue Sprache neue Freunde und der ganze Scheiß. Ich hatte in Canada-Zeiten sehr viel Angst vor Blitzen und großen Hunden, und war auch in Therapie. Die Lehrer mussten wegen mir immer die Fenster geschlossen halten bei Gewittern. Ich habe sehr viele Aggressionen in mir dringehabt und diese an meinen Geschwistern rausgelassen, und zwar in extremster Weise. Ich habe sie genervt, Namenswitze gemacht und sowas. Mein Bruder ist heute 16 und meine Schwester 23.
Dann, als ich 8 Jahre alt war, ging es wieder zurück nach Deutschland, weil meine Mutter es so wollte. Eigentlich wollte ich zu dem Zeitpunkt gerne in Canada bleiben, weil ich mich dort schon eingelebt hatte. In Deutschland ging es mir dann noch schlechter. Konnte nicht deutsch schreiben, wurde von Klassenkameraden ausgelacht, wurde auf der Toilette eingesperrt, war total unsicher und sowas.
Dazu kam noch, dass sich meine Eltern trennten, als ich 11 war. Das war der nächste harte Schlag. Meine Eltern hatten eine gestörte Kommunikation, d.h. mein Vater sagte erst uns Kindern, dass er sich scheiden lässt, und dann unserer Mutter. So scheiß Aktionen sind häufiger vorgekommen. Meine Mutter erzählte mir, dass mein Vater uns kein Geld überweisen würde, er untreu war, etc. Es war sogar von der Seite meines Vaters aus schon der nächste Umzug geplant, und zwar nach München. Das war der Punkt, wo sich meine Mutter von meinem vater trennte. Das fand ich ehrlich gesagt dann auch richtig. Mein Vater schmiss Tassen rum, es gab andauernd Streit, er schlief im Keller, eigentlich wusste ich schon dass es passieren würde.
Der nächste und mit am entscheidensten Punkt ist, dass ich angefangen habe alles abzublocken. Ich wusste nicht wie ich anders damit umgehen sollte. Ich habe mich total in die Schule reingehängt, weil ich denke ich mal 1. etwas gebraucht habe, was mir Halt gibt, und 2. was viel wichtiger ist, dringend Liebe und Anerkennung brauchte, weil ich daran gezweifelt habe, dass meine Eltern mich noch lieben. Auch habe ich mich sehr in den Sport reingehängt. Ich war sehr egoistisch und wollte ganz allein der Liebling der Eltern sein. Von meinem Vater habe ich dann auch nerkennung bekommen, aber für wechen Preis?!? Ich habe keine Freunde, hatte keine Freundin und hasse mich selbst und meine Vergangenheit. Ka, ob ich da drüber hinwegkomme. Bin sehr verbittert. Es ist einerseits Narzißmus und andererseits Selbsthass, der glaube ich größer ist. Ich habe mich gegen meine Geschwister gestellt und sie sich gegen mich, was sehr hart für mich war. 2 gegen 1 eben. Ich bin von 12-15 Jahren nicht zu meinem vater gefahren, weil meine Mutter ihn für mich so schlecht geredet hat und ich mich dort sehr unwohl gefühlt habe. Ich habe echt pausenlos geheult dort. Er hatte dort auch eine neue Freundin, was mich auch sehr belastet hat.
Insgesamt kann man sagen, dass ich den schlechtesten Weg gewählt habe, um das zu verarbeiten. Ich habe meine Wut an den falschen rausgelassen. Nicht an meinem Vater, der letzten Endes verantwortlich für die Umzüge war, sondern vor allem an meiner Mutter und an meinem Bruder. Mittlerweile wissen sie, dass ich sie liebe, weil ich es ihnen auch oft genug zeige.
Mittlerweile verstehe ich mich mit beiden gut, aber ich habe jahrelang meine Familie terrorisiert. Auch meine Mutter, die ich über alles liebe und die nichts zu verschulden hat.
Kennt ihr das? Wenn man sich selbst so krass hasst? Was habt ihr für einen Tipp? Danke.