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Extrem schüchtern

Selina902

Mitglied
Hallo,
Ich bin 16 und bin sehr schüchtern und unzufrieden mit meinem Leben und mit mir selbst.
In 2 Wochen fängt mein BK an und ich habe sehr Angst keine Freunde zu finden, ausgeschlossen und gemobbt zu werden.
Ich wurde seit der 5ten Klasse auf 2 verschiedenen Schulen gemobbt.
Auf beiden Schulen hatte ich zum Glück jeweils eine Freundin. Ohne sie hätte ich diese Zeit nicht überstanden auch wenn ich von der zweiten Freundin ausgenutzt worden bin. Die erste Freundin ist bis heute meine einzige und beste Freundin. Leider sehen wir uns nicht oft da sie wenig Zeit aufgrund ihrem Profisport hat.
Ich bin so schüchtern wie nie zuvor und haben überhaupt kein Selbstwertgefühl. Ich fange an mich mehr und mehr zu hassen. In meiner alten Schule habe ich Nachrichten wie "alle in der Klasse hassen dich" oder "alle haben dich als "hässlich" auf Kontakten eingespeichert" bekommen. Ich war schon immer ein eher schüchterner Mensch aber diese 5 Jahre Mobbing haben es tausendmal schlimmer gemacht.
Ich wache seit 5 Jahren jeden Tag mit Bauchschmerzen vor der Schule auf.
Ich hatte jetzt 2 Monate frei da ich meinen Realschulabschluss gemacht habe und ich saß jeden Tag allein und traurig in meinem Zimmer während alle andere den Sommer mit ihren Freunden genossen haben. Jetzt bin ich auf Fuerteventura und hier kann ich mich ablenken aber wirklich genießen kann ich es nicht... die Urlaube kann ich aber schon lange nicht mehr wirklich genießen da ich 24/7 an die schule denke. in 4 Tagen fliegen wir nach Hause und die erste Woche wird wieder eine einzige Heulwoche sein. In diesen letzen 2 Monaten konnte ich sehr viel nachdenken und wurde immer depressiver. Ich hab jeden Tag Angst vor dem BK, bin traurig über meine Schüchternheit, meine vergeudete Lebenszeit. Mein Vater und mein Bruder waren immer sauer als ich am Abend nicht viel sprach, meinten immer ich hätte schlechte Laune, dabei war ich nur sehr traurig..Wenn ich meinem Bruder versucht habe zu erklären warum ich so traurig bin und ich vor neuen Schule Angst habe meinte er nur immer ich soll wieder anfangen Sport zu machen und mich nicht so anstellen, ich solle einfach nicht mehr Schüchtern sein und ich wäre selber Schuld wenn ich meine Chance auf neue Freunde auf dem BK verbocke. Ich weiß, dass ich am Anfang versuchen muss mit meinen Mitschülern zu reden aber ich weiß nie was ich sagen soll und habe Angst dass sie mich nicht mögen. Es ist einfach so schwer mich vor fremden zu öffnen. Bei meiner letzte Freundin hat es Wochen gedauert bis ich etwas von mir erzählt hab. Auf dem BK werden die anderen wahrscheinlich schon nach paar Tagen leichte Freundinnen sein und von sich selbst erzählen. Die werden sich nicht mit jemanden anfreunde wollen der so verschlossen ist wie ich es bin und nichts reden wird. So war es in der letzten Schule auch. ich war wochenlang alleine in der Schule. Es war so eine schlimme Zeit. Ich konnte nichts mehr essen, habe nur noch geweint. Mein Bruder war immer sauer und meinte ich solle aufhören zu weinen da meine Mutter auch anfing zu weinen weil es mir so schlecht ging. Dann kam meine 2te Freundin (die, die mich ausnutzte), sie war die ersten Wochen nicht da, da sie Mukoviszidose hat und deswegen im Krankenhaus war. Wir wurden Freunde weil sie auch niemanden hatte. Ich mag sie nicht besonders da sie oft sehr verletzend sein konnte, aber ich hatte niemand andern also ließ ich mich 3 Jahre von ihr ausnutzen. Mir war es egal, Hauptsache ich war nicht allein. Leider musste sie jede paar Wochen für viele Wochen ins Krankenhaus. In diesen Wochen habe ich mich immer zu den anderen Mädchen gestellt und sie waren relativ nett, haben sogar am Morgen hallo zu mir gesagt. Aber Freundschaften haben sich nie entwickelt. Ich habe ihnen immer nur zugehört und mitgelächelt. Es wäre ok für mich wenn es im BK auch so wäre aber mein größter Wunsch wäre es einmal eine Gruppe von Freundinnen zu haben und mit ihnen zu reden. Doch mit meiner Schüchternheit wird das nie was... In meinem BK geht es um Fotografie und ich werde auch mal vor die Kamera müssen und das könnte ziemlich unangenehm werden wenn ich dort niemanden habe.
Ich will so nicht mehr weitermachen, ich verschwende meine ganze Kindheit.
Früher war ich in verschieden Sport Vereinen doch habe ich mich nie sehr wohlgefühlt da ich nie wirklich Freunde gefunden habe weil ich einfach zu schüchtern war mit ihnen zu reden.
Ich überlege zu einem Psychologen zu gehen. Habe mich auch schon meiner Mutter anvertraut und gesagt, dass ich nicht mehr schüchtern sein will und ob sie nach einem Psychologen suchen könnte.
Ich habe ihr erzählt wie sehr ich darunter leide, doch sie sucht einfach nicht nach welchen obwohl ich sie mehrmals darauf ansprach. Sie meinte immer sie hätte es vergessen. Sonst schaut sie immer gleich alles im Internet wenn mir nur der kleine Finger weh tut... Ich habe selber nach welchen gesucht aber ich bin mir nicht sicher wer da wirklich helfen kann und bringe den Mut nicht auf dann wirklich diesen Schritt zu wagen. Ich fühle mich so allein und unverstanden. Sie weiß dass ich nicht beliebt in der Schule war aber von diesen Nachrichten habe ich noch nie jemanden erzählt. Es ist mir einfach peinlich. Ich hab ihr versucht zu erklären wie ich mich fühle, dass ich selbst vor einer Eisbestellung extrem nervös bin. Es ist wirklich schlimm und nervig. Ich müsste nur " 2 Kugeln Schokolade" sagen und trotzdem schlägt mein Herz schneller als es sollte und ich spreche viel zu undeutlich, leise und schnell.
Wirklich jedes Mal. Wir gehen jeden Freitag dort Eis essen, ich bestelle jedes mal und es bessert sich nicht,
Ich frage mich immer ob ich nuschel. Also wenn ich nervös bin dann spreche ich immer undeutlich glaube ich. Und wenn ich mit meiner Familie rede dann spreche ich manchmal undeutlich. Ich kann das nicht wirklich einschätzen. Es beeinträchtigt mich sehr. Deswegen hab ich nur noch mehr Angst jemanden anzusprechen weil ich Angst hab, dass er mich nicht versteht. Aber es ist mir zu peinlich meine Eltern das zu fragen. Mein Vater war selber als Jugendlicher bei jemanden der ihm beim nuscheln geholfen hat und seine Schüchternheit zu bekämpfen.
Denkt ihr ein Psychologe wäre ratsam? Wisst ihr wie solche Therapiestunden ablaufen? Und bringen die was?
Diese Schüchternheit zerstört mein ganzes Leben. Ich wollte schon immer Gitarre lernen, hab sogar eine zuhause stehen, bin aber zu schüchtern mich wo anzumelden. Will mit dem Führerschein anfangen da ich bald 17 werde aber davor habe ich auch schon Angst. Allein mit einem Fahrlehrer im Auto...
Im Internet habe ich keine Probleme Freundschaften aufzubauen.
Ich habe durch meine Fan-page auf Instagram viele "Internet-Freunde" gefunden. Warum traue ich mich dort mich fremden sofort anzuvertrauen?
Ich bin froh diese Internet Freunde zu haben, da ich immer denke, dass niemand mit mir befreundet sein will. Als ich auf meiner alten Schule immer bei den Mädchen stand und ihnen zuhörte fühlte ich mich komplett anders als sie. Sie labern einfach drauf los und können erzählen aufgeregt. Ich könnte das nie.
Was soll ich nur tun? Ich habe Angst, dass ich wieder 2 Jahre durch Mobbing gehen muss. Warum sind Kinder so grauenvoll? Nach diesen 2 Jahren werde ich das BK abgeschlossen haben und plane 1 Jahr frei zu machen. Doch wenn ich mich nicht ändere werde ich 1 Jahr depressiv allein in meinem Zimmer hocken. Ich würde so gerne mit einer Freundin oder Freund für paar Monate nach Amerika. Ich muss mich ändern... aber wie ? Es ist so schwer und ich bin so verzweifelt.
Ich könnte noch einen ganzen Roman schreiben aber ich glaube das reicht fürs erste.
Danke fürs lesen und ich freue mich schon ängstlich auf Antworten :D:eek:

Sonnige Grüße aus Fuerte :)


 

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atmega

Aktives Mitglied
Weshalb sucht deine Mutter denn keinen Psychologen für dich raus? Hat sie Angst dass dir einfallen könnte was dir schlimmes in deiner Kindheit passiert ist und dass du dann eben diese Informationen weiter geben kannst?

Ist echt nichts in deiner Kindheit passiert was irgend wie negativ war?
Wie verhalten sich deine Eltern dir gegenüber? Normal, liebevoll und zeigen sie dir dass sie dich lieb haben?

Du bist also 16.

Mache es einfach so dass Du allein zu deinem Allgemeinmediziner(in) gehst, das dort erzählst und dass du Hilfe benötigst.
Ohne dass du sagst dass du Hilfe brauchst hilft dir auch niemand!

Du bekommst also eine Überweisung und du kannst den Allgemeinmediziner fragen wo man denn am besten hin gehen könnte.
Du rufst dort sofort an und lässt dir einen Termin geben oder du gehst einfach mal vorbei. Das dauert dann eine Weile bis du dran kommst.

Wenn der Termin zu weit weg liegen sollte, dann gehst du einfach mit deinem Überweisungsschein zu einem weiteren Arzt und probierst ob du dort einen frühere Termin bekommst.
Egal, irgend einen findest du und du kommst dann auch irgend wann dran (auch wenn es ein paar Monate dauert), so dass du wenigstens mal über deine Probleme reden konntest.


Wie verbringst du deine Freizeit?
Bist du draußen und für andere Menschen greifbar? Wenn man sich versteckt, dann kann auch niemand an einen ran.
Das beinhaltet natürlich immer Risiken, aber eben auch Chancen welche du anders nicht bekommst.
 

Selina902

Mitglied
"Weshalb sucht deine Mutter denn keinen Psychologen für dich raus? Hat sie Angst dass dir einfallen könnte was dir schlimmes in deiner Kindheit passiert ist und dass du dann eben diese Informationen weiter geben kannst?
Ist echt nichts in deiner Kindheit passiert was irgend wie negativ war?
Wie verhalten sich deine Eltern dir gegenüber? Normal, liebevoll und zeigen sie dir dass sie dich lieb haben?"


Warum meine Mutter keinen Psychologen raussucht ist mir auch rätselhaft. Ich könnte mir vorstellen, dass sie nicht versteht wie sehr mich diese Schüchternheit belastet. Aber meine Eltern haben mir nie etwas schlimmes angetan. Meine Mutter ist sehr liebevoll, meinen Vater sehe ich sehr wenig und er zeigt einem nie wirklich dass er einen lieb hat aber ich weiß dass er es tut. Seine Eltern hatten ihm auch nie viel Liebe entgegengebracht und ich schätze deswegen tut er sich auch schwer das zu zeigen.
Ich habe gestern zum ersten Mal beide auf einen Therapeuten angesprochen.
Mein Vater meinte der würde nichts bringen, ich soll lieber mit ihm 2 Wochen mitgehen auf Arbeit und er würde mich ins "kalte Wasser" schmeißen, dann würde meine Schüchternheit schon weggehen.
Außerdem meinte er, dass sich bei mir ein Schalter umlegen würde sobald ich im BK wäre. Glaube ich eher weniger.
Ich schätze, dass ich wieder still bei den Mädchen stehen werde. Mir fehlt einfach das Selbstbewusstsein.
ich glaube meine Eltern wissen nicht woher und wie stark meine Schüchternheit ist.
Das frühere Mobbing, mein geringes Selbstbewusstsein, meine Unsicherheit wegen der Aussprache...
ich habe gestern einen langen Text geschrieben in dem ich von all dem erzähl aber ich weiß nicht ob ich ihn meiner Mutter geben soll. Ich glaube es würde sie schockieren wenn sie wüsste wie ich über mich selbst denke...
Aber ich will auch nicht mehr allein sein mit meiner Unsicherheit und Problemen.
Soll ich ihr den text geben? Ich erzähl dort von ein paar Beschimpfungen von all den Jahren. Ist das zu heftig für eine Mutter? Ich will nicht, dass sie deswegen traurig oder bestürzt ist. Sie hatte vor kurzem erst krebs und es war eine schlimme Zeit. Ich will nicht dass sie schon wieder Probleme hat...

"Du bist also 16.
Mache es einfach so dass Du allein zu deinem Allgemeinmediziner(in) gehst, das dort erzählst und dass du Hilfe benötigst.
Ohne dass du sagst dass du Hilfe brauchst hilft dir auch niemand!


Du bekommst also eine Überweisung und du kannst den Allgemeinmediziner fragen wo man denn am besten hin gehen könnte.
Du rufst dort sofort an und lässt dir einen Termin geben oder du gehst einfach mal vorbei. Das dauert dann eine Weile bis du dran kommst.

Wenn der Termin zu weit weg liegen sollte, dann gehst du einfach mit deinem Überweisungsschein zu einem weiteren Arzt und probierst ob du dort einen frühere Termin bekommst.
Egal, irgend einen findest du und du kommst dann auch irgend wann dran (auch wenn es ein paar Monate dauert), so dass du wenigstens mal über deine Probleme reden konntest"


Hört sich nach einem guten Plan an... nur mit viel Selbstüberwindung. Ich bin noch 4 Tage auf Fuerteventura.
Ich werde versuchen das durchzuziehen wenn ich wieder zuhause bin. Vielen Dank für die Beschreibung wie das alles abläuft!


"Wie verbringst du deine Freizeit?
Bist du draußen und für andere Menschen greifbar? Wenn man sich versteckt, dann kann auch niemand an einen ran.
Das beinhaltet natürlich immer Risiken, aber eben auch Chancen welche du anders nicht bekommst."

Nein ich bin nicht so oft draußen,wenn dann bin ich nur in der Schule und Abends mit meinen Eltern im Restaurant.
Aber ich weiß nicht wo ich alleine hin soll. Meine Mutter möchte meistens nicht dass ich alleine wohin gehe. Selbst zum joggen gehen muss ich sie eine halbe Stunde überreden... ich würde gerne Gitarrenunterricht nehmen aber ich trau mich einfach nicht...

Vielen Dank, dass Du dir Zeit für mich genommen hast.
 

atmega

Aktives Mitglied
Nein ich bin nicht so oft draußen,wenn dann bin ich nur in der Schule und Abends mit meinen Eltern im Restaurant.
Aber ich weiß nicht wo ich alleine hin soll. Meine Mutter möchte meistens nicht dass ich alleine wohin gehe. Selbst zum joggen gehen muss ich sie eine halbe Stunde überreden... ich würde gerne Gitarrenunterricht nehmen aber ich trau mich einfach nicht...

Vielen Dank, dass Du dir Zeit für mich genommen hast.
Ein Restaurant ist doch ein guter Ort um mit Menschen ins Gespräch zu komme und sich in der Masse zu tummeln.
Ich habe immer gerne mit unseren Gästen gesprochen, man fragt wo sie her kommen, was sie so alles erlebt haben und was sie weiterhin vor haben. Das schafft Vertrauen und die Leute kommen dann auch ganz gerne mal wieder. ;-)

Naja, zum Joggen sollte man heutzutage immer zu zweit gehen.
Vor kurzem hatte hier eine Frau über ihre Vergewaltigung geschrieben, das war auch als sie alleine mit ihrem Hund beim Joggen war. Sie war emotional echt fertig. Bis jetzt hat sie sich nicht mehr gemeldet, ich hoffe sie hat es mit ihrem Freund und dem weißen Ring alles hin bekommen.

"Gitarrenunterricht" ist jetzt aber auch so ein einsames Hobbie.
Naja, vielleicht besser als nichts. Vielleicht kann man das auch in einer Gruppe lernen.
 

Darkylein

Mitglied
Ich wollte dir jetzt einfach mal antworten, weil ich früher auch gemobbt wurde, und auch generell mich in deinen Text teilweise wieder finde.


Ich kann dir nur raten, nicht auf das zu hören, was sie dir in der alten Schule gesagt und geschrieben, und du nicht anfangen solltest, deshalb an dir zu zweifeln, und dich zu hassen. Bzw. nachdem du ja geschrieben hast, dass du anfängst dich mehr und mehr zu hassen, wäre es gut, wenn du als ersten Schritt es schaffen würdest, das der Selbsthass wenigstens da stehen bleibt wo er jetzt ist, anstatt diesen noch stärker zu entwickeln.
Ich wollte das jetzt sagen, weil ich am Schluss einen extremen Selbsthass hatte, und bei mir dieser auch heute noch an bestimmten Situationen wieder durchkommt.

Nur war es bei mir so, das ich vor allem in den in der Kindheit bis Mitte der Pubertät von den Mitschülern da gemobbt wurde, wo sich ja mein Selbsthass dann entwickelt hat. In den höhren Schulen, wurde ich dann nicht mehr gemobbt, und habe die Schule da dann sogar als schön empfunden. Nur trotzdem wo da alles gut war, und auch jetzt es mir noch deutlich besser geht als damals, kommt halt bei mir der Selbsthass gegenüber so manches immer wieder durch. Nur nachdem ich eben ab den höhren Schulen nicht gemobbt wurde, aber der Selbsthass von damals trotzdem immer wieder durchkommt, ist mir da auch klar geworden, das es total sinnlos war, nur wegen diesen damaligen Idioten Mitschülern überhaupt den Selbsthass zu entwickeln. Weil das die einen fertig machen, liegt nicht daran, dass man selbst nicht okay wäre, sondern einfach weil die Mobber selber A********* sind, und man auch einfach so, vielleicht einfach nicht so gut zusammenpasst. In den höhren Schulen habe ich dann eben besser zu den anderen Mitschülern dazugepasst, daher waren es damals halt einfach die falsche Leute, wo es halt einfach nicht so gepasst hat, aber wo ich selber auch nix dafür konnte, das ich einfach anders war.

Und ich hoffe mal das es für dich jetzt in der Schule besser läuft. Aber auch wenn deine Befürchtungen eintreffen sollten, kann ich dir nur sagen, dass es trotzdem nicht an dir liegt, und daher dann wirklich nicht noch mehr an dir zweifeln solltest. Und ich bin mir sicher, dass es auch bei dir mal anders werden wird, und auch bei dir die Wendung kommen wird, wo es dann bergauf geht.


Und ich war und bin auch immer noch schüchtern, und ich habe auch oft das Problem das ich zu leise und undeutlich rede.


Ob und in wieweit ein Psychologe da helfen kann, kann ich nicht sagen, da ich zu der Zeit nirgends in Therapie war.


Aber ich würde hoffen, dass es dir schon etwas besser geht, wenn du siehst, das du nicht die einzige bist, der wo es so geht, sondern mir es damals auch so ging.
 

Pollux85

Mitglied
Hey Selina902 ich schreibe dir mal eine PN sobald ich die Gedanken in meinem Kopf sortiert habe. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie du eventuell kann ich dir weiterhelfen.
 

Pollux85

Mitglied
Hallo Selina902,
Ich habe mir sehr viel Gedanken über dein thread gemacht und rate dir daher nicht immer über alles nachzudenken sondern einfach mal was zu riskieren. Das klingt jetzt vielleicht leichter gesagt als getan, aber jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Wichtig ist dass du dir klar machst dass man Freundschaften nicht planen kann sondern dass sie sich immer entwickeln müssen, was Zeit braucht mal mehr mal weniger. Ich habe ein paar Fragen zu dir da ein vernünftiger Rat für dich eine gewisse Kenntnis deiner Situation und Persönlichkeit voraussetzt. Ich denke du machst dir zu viele Gedanken um das Leben zu genießen. Du bist noch so jung und hast bestimmt noch viele schöne Momente und Erfahrungen vor dir. Vermutlich hast du ein bisschen zu viel Angst davor dass sich die Dinge die du dir wünscht nicht erfüllen oder nicht so erfüllen wie du es dir wünschst. Aber das ist normal denn niemand weiß was kommt und was nicht. Wichtig ist was du möchtest und welche Wünsche und Bedürfnisse und Ziele du hast. Und dass du versuchst sie zu erreichen. Glaube mir mein Leben war auch nicht so wie ich es mir in deinem Alter vorgestellt habe. Aber so wie es war und es jetzt ist, ist es auch toll wenn auch anders als erwartet. Wenn du möchtest kann ich dir in den nächsten PN ein wenig mehr aus meiner Vergangenheit schreiben und eventuell kannst du dir ja daraus eine für dich wichtige Erkenntnis ziehen. Bis dahin wünsche ich dir eine schöne Zeit und sende dir liebe Grüße.
PS: Ich hoffe du erzählst mir mehr über dich damit ich dir eventuell weiterhelfen kann.

Ciao Sven
 

Selina902

Mitglied
Ich wollte dir jetzt einfach mal antworten, weil ich früher auch gemobbt wurde, und auch generell mich in deinen Text teilweise wieder finde.


Ich kann dir nur raten, nicht auf das zu hören, was sie dir in der alten Schule gesagt und geschrieben, und du nicht anfangen solltest, deshalb an dir zu zweifeln, und dich zu hassen. Bzw. nachdem du ja geschrieben hast, dass du anfängst dich mehr und mehr zu hassen, wäre es gut, wenn du als ersten Schritt es schaffen würdest, das der Selbsthass wenigstens da stehen bleibt wo er jetzt ist, anstatt diesen noch stärker zu entwickeln.
Ich wollte das jetzt sagen, weil ich am Schluss einen extremen Selbsthass hatte, und bei mir dieser auch heute noch an bestimmten Situationen wieder durchkommt.

Nur war es bei mir so, das ich vor allem in den in der Kindheit bis Mitte der Pubertät von den Mitschülern da gemobbt wurde, wo sich ja mein Selbsthass dann entwickelt hat. In den höhren Schulen, wurde ich dann nicht mehr gemobbt, und habe die Schule da dann sogar als schön empfunden. Nur trotzdem wo da alles gut war, und auch jetzt es mir noch deutlich besser geht als damals, kommt halt bei mir der Selbsthass gegenüber so manches immer wieder durch. Nur nachdem ich eben ab den höhren Schulen nicht gemobbt wurde, aber der Selbsthass von damals trotzdem immer wieder durchkommt, ist mir da auch klar geworden, das es total sinnlos war, nur wegen diesen damaligen Idioten Mitschülern überhaupt den Selbsthass zu entwickeln. Weil das die einen fertig machen, liegt nicht daran, dass man selbst nicht okay wäre, sondern einfach weil die Mobber selber A********* sind, und man auch einfach so, vielleicht einfach nicht so gut zusammenpasst. In den höhren Schulen habe ich dann eben besser zu den anderen Mitschülern dazugepasst, daher waren es damals halt einfach die falsche Leute, wo es halt einfach nicht so gepasst hat, aber wo ich selber auch nix dafür konnte, das ich einfach anders war.

Und ich hoffe mal das es für dich jetzt in der Schule besser läuft. Aber auch wenn deine Befürchtungen eintreffen sollten, kann ich dir nur sagen, dass es trotzdem nicht an dir liegt, und daher dann wirklich nicht noch mehr an dir zweifeln solltest. Und ich bin mir sicher, dass es auch bei dir mal anders werden wird, und auch bei dir die Wendung kommen wird, wo es dann bergauf geht.


Und ich war und bin auch immer noch schüchtern, und ich habe auch oft das Problem das ich zu leise und undeutlich rede.


Ob und in wieweit ein Psychologe da helfen kann, kann ich nicht sagen, da ich zu der Zeit nirgends in Therapie war.


Aber ich würde hoffen, dass es dir schon etwas besser geht, wenn du siehst, das du nicht die einzige bist, der wo es so geht, sondern mir es damals auch so ging.


Vielen Dank erstmal für deine liebe Nachricht.
Ich fühle mich wirklich nicht mehr so allein und fühle mich gut von dir verstanden. Es ist schön zu wissen, dass ich nicht die einzige bin.
Ich bin froh, dass du auf den höheren Schulen nicht mehr gemobbt wurdest und dass die Schule dann wirklich auch schön sein kann.
Du hast mir einen kleinen Hoffnungsschimmer gegeben.
Ich versuche mich selbst zu akzeptieren und mittlerweile gibt es sogar Momente in denen ich relativ Selbstbewusst bin und ich versuche den Gedanken "Was halten die Menschen von mir?" auszublenden oder einfach mit der Einstellung "Mir ist es egal was sie von mir halten, ich bin so wie ich bin" voranzugehen. Bei Begegnungen mit Fremden hat das ganz gut geklappt, nur wird das glaub ich schwerer in der Schule, falls ich wieder gemobbt werden würde. Dann denke ich dass es an mir liegen muss wenn so ein großer Haufen Menschen mich ablehnt. Am Dienstag fängt mein BK an und ich bin schon sehr nervös... ich hab keine Ahnung wie ich auf die Leute zugehen soll oder was ich mit ihnen reden soll. Wie hat das bei dir aus den höheren Schulen funktioniert? Hast du Tipps? Ich hab Angst, dass ich einfach wieder viel zu schüchtern sein werde und dann in so einer Mädchengruppe untergehe...
Vielen vielen Dank, dass du dir Zeit für mich genommen hast. Du hast mir wirklich geholfen und ich werde an deine Worte in der neuen Schule denken... dann werde ich mich nicht so allein fühlen.
Danke und liebe Grüße :)
 

Selina902

Mitglied
Hallo Selina902,
Ich habe mir sehr viel Gedanken über dein thread gemacht und rate dir daher nicht immer über alles nachzudenken sondern einfach mal was zu riskieren. Das klingt jetzt vielleicht leichter gesagt als getan, aber jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Wichtig ist dass du dir klar machst dass man Freundschaften nicht planen kann sondern dass sie sich immer entwickeln müssen, was Zeit braucht mal mehr mal weniger. Ich habe ein paar Fragen zu dir da ein vernünftiger Rat für dich eine gewisse Kenntnis deiner Situation und Persönlichkeit voraussetzt. Ich denke du machst dir zu viele Gedanken um das Leben zu genießen. Du bist noch so jung und hast bestimmt noch viele schöne Momente und Erfahrungen vor dir. Vermutlich hast du ein bisschen zu viel Angst davor dass sich die Dinge die du dir wünscht nicht erfüllen oder nicht so erfüllen wie du es dir wünschst. Aber das ist normal denn niemand weiß was kommt und was nicht. Wichtig ist was du möchtest und welche Wünsche und Bedürfnisse und Ziele du hast. Und dass du versuchst sie zu erreichen. Glaube mir mein Leben war auch nicht so wie ich es mir in deinem Alter vorgestellt habe. Aber so wie es war und es jetzt ist, ist es auch toll wenn auch anders als erwartet. Wenn du möchtest kann ich dir in den nächsten PN ein wenig mehr aus meiner Vergangenheit schreiben und eventuell kannst du dir ja daraus eine für dich wichtige Erkenntnis ziehen. Bis dahin wünsche ich dir eine schöne Zeit und sende dir liebe Grüße.
PS: Ich hoffe du erzählst mir mehr über dich damit ich dir eventuell weiterhelfen kann.

Ciao Sven


Hey Sven,

vielen Dank erstmal für deinen Text.
Du hast recht ich mache mir wirklich zu viele Gedanken, welche auch viel zu negativ sind....
Morgen fängt das BK an und ich bin schon so nervös. Ich erinnere mich die ganze Zeit wie schrecklich es war als ich neu auf die letzten 2 Schulen kam.
Ich denke, dass es morgen wieder genauso schrecklich werden wird. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich mich dort wohlfühle und neue freunde finde. Es wäre einfach zu schön.
Seit 5 Jahren macht mir die Schule das Leben kaputt. Ich möchte diese 2 Jahre einfach hinter mich bringen. Aber so verschwende ich den letzten Rest meiner Kindheit. Ich möchte das Leben wieder genießen und nicht jeden Tag einfach rumbekommen wollen. Ich mache mir schon wieder zu viele Gedanken oder? Haha
Morgen habe ich eine Chance dies zu verändern. Aber dazu muss ich mich überwinden offener zu sein. Ich habe Angst, dass ich morgen dann gleich wieder abseits stehe und nichts spreche... ich bin dann auch immer so wütend auf mich selbst aber ich weiß einfach nicht was ich sagen soll.
Hast du Tipps für solche Situationen?

Ich würde sehr gerne mehr von deiner Vergangenheit erfahren.
Morgen kann ich dann auch berichten wie der erste Tag war und mehr von mir erzählen.
Vielen Dank, dass du Zeit für mich nimmst und mir versuchst zu helfen.


Liebe Grüße

Selina
 

Pollux85

Mitglied
Liebe Selina,
gerne nehme ich mir die Zeit um dir zu helfen. Nun du denkst negativ über dich selbst. Warum eigentlich du solltest positiv über dich selbst denken und zufrieden mit dir sein. Das beeinflusst die Körpersprache und Ausstrahlung auf andere positiv. Das BK ist eine weiterführende Schule denk ich mal, dann wird es vielen anderen auch so gehen wie dir. Und genau das ist die Chance jemand kennenzulernen. Zum Beispiel deine Banknachbarin oder dein Banknachbar. Eventuell macht ihr ja auch so eine kleine Vorstellungsrunde. Dann kannst du zum Beispiel von deinen Hobbys oder Interessen erzählen. Bzw du erfährst etwas über die anderen was dich interessiert. Und dann einfach mal ein Gespräch anfangen und persönliche Fragen stellen. Damit die Leute wissen dass du Interesse zeigst. Ausserdem solltest du wissen dass Freundschaften nicht von heute auf morgen entstehen sondern sich entwickeln müssen. Der erste Schritt ist immer der schwierigste. Ich hatte bis zu meinem 12. Lebensjahr eigentlich eine normale Kindheit gehabt würde ich sagen. Aber dann ließen sich meine Eltern scheiden und in den nächsten 4 Jahren bin ich sechs mal umgezogen. Also jedes Mal wenn ich wieder mich mit jemandem angefreundet habe ging es wieder von vorne los. Es ist schwer als Neuling in eine bestehende soziale Gruppe zu kommen. Da macht man sich schon mal Gedanken wieso weshalb warum. Als ich 14 war starb mein Vater ganz plötzlich und das war nicht gerade förderlich in der Situation. Als ich dann in die Lehre ging mit 16 bin ich mehr oder weniger unfreiwillig ausgezogen von daheim da ich sonst die Lehre nicht hätte machen können. In der Berufsschule war ich dann auch wieder der Außenseiter. Dennoch habe ich mich nicht aufgegeben im Gegenteil ich habe mein Leben für mich selbst gelebt und nach und nach lernte ich meinen jetzigen Freundeskreis kennen. Ich habe zwar nicht den größten Freundeskreis aber dafür die besten Freunde. Und jeden von ihnen habe ich mehr oder weniger zufällig kennengelernt.
 

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