D
Deronda
Gast
Hallo, ich hoffe, dass mir hier Jemand helfen kann, denn inzwischen geht es darum, ob die einzige Lösung ist, den Kater einschläfern zu lassen. Folgendes ist passiert: Mir ist ein Straßenkater zugelaufen, ich kenne also sein Vorgeschichte nicht. Er war ein Prachtskerl und wickelte einen nach allen Regeln der Kunst um sein Schnurrhaar. Er schien besitzerlos, denn er folgte mir einen weiten Weg bis hinein in die Wohnung, wo er sich niederließ. Nun ist er fast drei Jahre bei mir. Im letzten halben Jahr vollzog er ein Wandlung. Er wurde immer aggressiver. Er schnuppert, nimmt Fährte auf und greift an. Manchmal schreit er dabei, als wären alle Furien in ihn gefahren. Besonders ängstigt und stresst ihn das Klirren von Metall, zum Beispiel wenn ich abwasche, was ich nur noch sehr vorsichtig mache. Aber auch schon ein achtloses Anstoßen gegen eine Tür löst manchesmal ein aggressives Verhalten bei dem Kater aus. An einen besonderen Zwischenfall, der eine Schlüsselmoment sein könnte, kann ich mich nicht entsinnen. Vielleicht liegt der Ursprung in einer Zeit vor unserem Zusammentreffen. Wie einschüchternd ein Kater werden kann, muss ich nun erfahren. Dennoch möchte ich mich nur ungern von ihm trennen. Deswegen war ich auch öfter bei einem Tierarzt, der einen guten Ruf hat und auch einiges an ihm versuchte, jedoch ohne großen Erfolg. Der Kater bekam u.a. eine Hormonspritze, die ihn anfangs lethargisch werden ließ, vielleicht auch depressiv. Verstärkt wurde dadurch aber auch das ständige Schnuppern, besonders an Schuhen und Füßen. Dann schnuppert er den ganzen Boden ab und wenn man Glück hat, schlägt er einem nicht die Krallen in die Waden. Nachdem der Tierarzt ihn aufgegeben hat, scheint es vielleicht noch zwei Möglichkeiten zu geben: Bachblüten oder Benzodiazepin. Mit beiden Dingen habe ich keine Erfahrung. Aber da kann man natürlich auch noch mal einen Tierarzt fragen. Ihn töten zu lassen, bräche mir das Herz.