• Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Exfreund, seit 5 Jahren tot

  • Starter*in Starter*in saminabi
  • Datum Start Datum Start
S

saminabi

Gast
Hallo,

seit 5 Jahren ist mein Exfreund tot. Davor war ich sieben Jahre von ihm getrennt, allerdings waren wir noch sehr freundschaftlich miteinander verbunden. Wir haben viel telefoniert, und uns auch ab und zu mal gesehen. Vorher waren wir 20 Jahre zusammen gewesen.

Er hatte eine neue Freundin. Trotzdem spürte ich immer diese Verbundenheit. Naja egal. Seitdem hatte ich nie wieder einen Partner, nie wieder ein Affäre oder sonstwas.

Einen Tag vor seinem Tod hatten wir noch telefoniert.

Sein Tod hat mir viel ausgemacht. Ich träume seit Jahren bis heute immer noch fast jede Nacht von ihm in irgendeiner Form. Er ist im Traum eigentlich mein Beziehungspartner und dann auch wieder nicht.

Bevor er starb, hatte ich mir gewünscht, dass wir wieder zusammen kommen.

Liebe Grüße
saminabi
 
Hallo saminabi,

das stelle ich mir in der Tat als einen schweren Verlust vor. Zumal du die Trennung nie wirklich verarbeitet und überwunden hast. Da stellt der Tod des noch immer insgeheim geliebten Expartners eine ganz besondere Belastung dar.

So dumm es jetzt klingen mag: Jetzt ist der Zeitpunkt des entgültigen Abschieds gekommen. Trauere von ganzem Herzen, weine bis du keine Tränen mehr hast. Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Doch dann lass ihn los. Etwas anderes bleibt kaum übrig, die Erde muss sich weiterdrehen. Stell dir vor, er sieht dich so und weiß um deine Gefühle. Würde er wollen, dass du den Rest deines Lebens einsam verbringst? Du hast gelebt, bevor du ihn kennengelernt hast. Und so wirst du auch jetzt irgendwie leben, auch wenn er nicht mehr da ist.

Fasse neuen Mut und wage einen Neubeginn. Behalte ihn in guter Erinnerung, sei dankbar für die Zeit, die ihr gemeinsam hattet.

Ganz liebe Grüße und die besten Wünsche,
SFX
 
Darf ich dich fragen, woran er gestorben ist? Musst du aber natürlich nicht beantworten, wenn du nicht willst.
Leider gehört das zum Leben dazu, sich von Menschen, Tieren zu verabschieden.
Ich habe auch meine Mühe damit und leide sehr sehr lange.
Einmal habe ich gelesen, dass man nur glücklich wird im Leben, wenn man das akzeptiert und nach vorne schaut. Ist einfacher gesagt als getan, ich weiss....

Alles Liebe
 
Es gibt jemanden in meinem Leben, die mich auch sehr berührt hat.

Es ist schon lang vorbei, aber ich denke ab und zu noch sehr gern an Sie.

Unabhängig von Tod oder Leben solltest Du mit der Person insoweit abschliessen, dass Sie Dich nicht mehr behindert, mit einem anderen Menschen glücklich zu sein.

Natürlich soll Dein Ex noch ein Teil von Dir sein und ein Platz in Deinem Herzen haben. Aber mach Platz für etwas Neues in Deinem Herzen, Dein Ex wird es Dir sicherlich nicht verdenken, ich denke, er hätte es sich so gewünscht.
 
Hallo,

danke für eure Antworten.

Also, es ist nicht so, dass ich täglich an ihn denke, oder ständig traurig bin wegen seines Todes. Ich habe schon das Gefühl, dass ich die schlimmste Trauer bereits überwunden habe und eigentlich akzeptiere, dass er eben nicht mehr lebt.

Allerdings stimmt es, dass ich die Trennung, bzw. unsere ganze Beziehungsproblematik wahrscheinlich nie richtig verarbeitet habe.

Ich habe mich auch nicht bewusst dafür entschieden, nie wieder eine Beziehung zu haben. Es hat sich halt nie ergeben und in gewisser Weise habe ich auch Angst vor einer neuen Beziehung, weil ich mich für nicht besonders beziehungstauglich halte. Da ich aber trotzdem ungern allein bin, scheint sich in meinen Träumen die Sehsucht nach einem sehr vertrauten Menschen dadurch bemerkbar zu machen, dass ich ständig von ihm träume.

Manchmal sind die Träume auch so, dass ich bestimmte Erkenntnisse habe, z. B. über seine Art der Beziehungsführung, die mir, uns teilweise nicht gut tat.

Anscheinend muss ich da immer noch was verarbeiten.

Liebe Grüße
saminabi
 
Achso, woran er gestorben ist, weiß eigentlich keiner.

Es wurde sicherlich Herzwversgaen oder so auf den Totenschein geschrieben. Er war noch ne Weile lang in der Gerichtsmedizin, aber "Mord" oder so wurde wohl ausgeschlossen, die nächsten Angehörigen hätten die Möglichkeit gehabt, einer Optudktion zuzustimmen, haben sie aber abgelehnt.

Die Vorgeschichte war so, dass ich glaube, dass er schon lange krank war. Er nahm irgendwann mehr und mehr ab. Er war beim Hausarzt und erzählte dort, dass er keine Lust mehr auf Fleisch und Wurst hätte, dass es ihn ekelt. Früher war er ein absoluter Fleischliebhaber. Der Arzt sagte nur, er solle sich doch freuen darüber.

Mehrere Tage vor seinem Tod war er in der Notaufnahme, weil er dachte, er hätte einen Herzinfarkt. Schmerzen bis in die Schultern. Er hatte vor Jahrzehnten schonmal einen Herzinfarkt gehabt, der ziemlich glimpflich verlief. Jedenfalls sagte man ihm, die Untersuchungen würden nicht auf einen Herzinfarkt hinweisen, er hätte wohl ein Magenproblem und schickte ihn wieder nachhause.

Zuhause nahm er dann gegen die starken Schmerzen ein Medikament seiner Mutter. Tramal.

Er war dann wohl nochmal bem Hausarzt, der gab ihm eine Überweisung zur Magenspiegelung.

Am Tag vor seinem Tod telefonierten wir. Ich sagte noch zu ihm, dass es nicht angeht, dass er drei Monate auf eine Magenspiegelung warten muss, er solle es woanders probieren. Er sagte auch, dass er eigentlich kaum noch was isst. Als ich sagte, dass er darauf drängen sollte, schnell einen Termin zu bekommen, es könne auch was schlimmes sein, sagte er, ich solle aufhören, es würden sich schon alle darüber lustig machen, dass sie ihn bald im Rollstuhl rumfahren müsste. Ich sagte noch, ich hätte mich nie über ihn lustig gemacht, wenn er krank war. Er lachte, und sagte:jaja.

Am nächsten Tag war er tot. Am Abend nach dem Telefongespräch habe ich irgendwie gewusst, dass er sterben würde und habe mir seine Beerdigung vorgestellt. Ich hätte es nur nicht so schnell erwartet.

Liebe Grüße
saminabi
 
Das, was mich so fertig macht, ist, dass ich ihm als Lebensgefährtin sicherlich früher unterstützt hätte, seinen gesundheitlichen Problemen nachzugehen. Er selbst war in solchen Situationen ein großer Verdränger.

Ich war auch immer eine egozentrische Person, aber bei bestimmten Dingen war ich sehr wach und hab auch den anderen gesehen. Seine Freundin war sehr jung, sehr mit sich beschäftigt und sehr egozentrisch. Er hat sich immer solche Partnerinnen ausgesucht, die ganz viele Probleme mit sich selbst hatten.

Aber wenn er körperlich krank war, und sei es nur eine Erkältung, habe ich immer alles dafür getan, um ihn zu unterstützen. Und ich war und bin medizinisch immer sehr interessiert. Ich hätte es nicht zugelassen, dass er und sein Hausarzt sich nicht um seine Symptome kümmern.

Das ist eben auch noch was, was mich zermürbt, dass ich nicht weiss, woran er eigentlich gestorben ist. Natürlich würde das nichts mehr ändern. Er ist eben einfach umgekippt und wurde morgens von seiner Freundin gefunden. Eigentlich bin ich froh, dass ich nicht die Person sein musste, die ihn findet.

Libe Grüße
saminabi
 
Hallo Saminabi,
ich bin auf Deinen Beitrag gestoßen, da es mir mit einem Verlust gerade ähnlich geht. Wahrscheinlich liest Du dies nicht mehr, aber falls doch (oder falls es jemanden interessiert):
zu den Krankheitssymptomen kann ich folgendes beitragen: Wenn ein Mensch kein Fleisch mehr essen mag, da er sich plötzlich richtig davor ekelt, ist das ein Symptom für sehr ernste Magenprobleme;
damit meine ich z.B. eine chronische Gastritis, Typ A oder B oder C
Typen und Ursachen: Typ A = autoimmun, Typ B (Bakterien = helicobacter) Typ C (chemisch).
Chronische Gastritis hört sich harmlos an, aber ist es nicht.
Ich versuche, es einfach zu erklären:

Beim Typ A z.B. "torpediert" der Körper die eigenen Belegzellen im Magen.
Die Belegzellen aber produzieren Magensäure und den sogenannten Intrinsic Factor.
Wenn die Belegzellen nach und nach verschwinden:
a) Magensäure ist sehr wichtig für die Verdauung, insbesondere Eiweiß = Fleisch, Eier ...
Da die Verdauung von Fleisch mangels Magensäure unmöglich wird, wehrt sich der Körper und entwickelt frühzeitig Ekel vor Fleisch und Wurst!
Eier verdauen funktioniert, aber mit ggf. Blähungen im Darm, die wiederum eine ungute Wirkung auf das Herz haben könnten (Roemheld Syndrom) ...
b) Intrinsic Factor ist superwichtig.
Ohne diesen Faktor kann der Körper KEIN B12 aus der Nahrung oder aus Vitamintabletten aufnehmen! Es entwickelt sich ein B12-Mangel (sehr schlimm, da jede Nervenzelle B12 braucht!).

Wenn eine chronische Gastritis Typ A diagnostiziert wird, kann man aber leicht etwas tun. Es muss regelmäßig B12 vom Arzt gespritzt werden (nur so nimmt der Körper es auf).
Damit kann man sehr lange problemlos leben (meine Mutter z.B. seit mehr als 30 Jahren)

Eine weitere Möglichkeit bei Ekel vor Fleisch ist ein Magenkrebs (der sich auch aus der chronischen Gastritis entwickeln kann ...)

Ein Arzt m u s s erkennen, dass es ernst ist, wenn ein Patient sich vor Fleisch ekelt!

Vielleicht hilft das dem Einen oder Anderen.

Alles Liebe
 
Eine Verwandte hatte ähnliche Symptome. Besonders das Abnehmen, Ekel vor Fleisch und schlimme Schmerzen. Es war bei ihr Bauchspeicheldrüsenkrebs und ging dann sehr schnell zu Ende. Manchmal denke ich, wenn sie es nicht gewusst hätte, wäre es ihr in den letzten Wochen vielleicht besser gegangen, denn an dem Punkt kann man oft nichts mehr tun.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.
      Oben