natasternchen
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Das verstehe ich gut, dass Dich das stresst.Ich kann und will hier gar nichts mehr aufbauen und ich merke auch, dass meine soziale Batterie einfach keine Kapazitäten mehr hat. Ich habe gestern Verwandte getroffen, heute schaffe ich es nicht mehr aus dem Bett und grübele, wie ich das nächste Treffen absagen soll. Diese Enttäuschungen und Verwirrungen haben zu viele Spuren hinterlassen. Ich bin auch nicht sicher, ob ich es war, die etwas Festes wollte oder umgekehrt. Ich glaube nicht, dass ich es war. Ich mochte schon immer Transparenz aber war eigentlich nicht so fixiert auf etwas Festes. Möglicherweise war es sogar so, dass mir Bindung Angst gemacht hat. Auch wenn jemand nur vorsichtig das Thema Ehe oder gemeinsame Zukunft ansprach, überkam mich Angst oder Ablehnung, obwohl ich mir zeitgleich etwas Ernstes gewünscht habe und auch Gefühle hatte. Mit dem Arzt bin ich allerdings aufgrund meiner Schmerzen zusammen gezogen und habe ihm das auch gesagt. Ich sabotiere mich aber sonst gerne regelmäßig selbst. Das heißt, wenn ich merke, dass jemand mich emotional berührt, bin ich mittlerweile so, dass ich bereits beim ersten Anflirten anfange kompliziert zu erscheinen. Ich kann das gar nicht steuern, ich will einfach für niemanden interessant sein.
Ich habe im Freundeskreis leider ein Helfersyndrom (eher lustig gemeint) und versuche meine Freundinnen oft von schlimmen Typen wegzubekommen. Meine Erfahrung dabei ist zumindest bei einigen Freundinnen, dass Sie die Partnersuche von Anfang an unnötig verkrampft angehen, bei Tinder "Ich suche nur etwas Ernstes" angeben und dann mit rosaroter Brille oft nicht merken, dass sie einen ganz gefährlichen Mann an der Angel haben. Wenn man dann schon alles fest gemacht hat, kommt man schwerer wieder weg.
Mein aktueller Partner ist das Gegenbeispiel: Er war ein ONS auf einer Party, wieder haben uns danach ohne Plan einfach öfter getroffen und es lief ganz toll. Jetzt sind wir 5 Jahre zusammen und jedes Treffen ist immer noch, wie das erste.
Eine Freundin hat einen kennengelernt, der behauptet hat, Zahnarzt zu sein. Da ich mich in der GoÄ etwas auskenne, habe ich bei einem gemeinsamen Treffen ein paar Testfragen gestellt und von einem Abrechnungsproblem eines früheren Zahnarztes bei mir erzählt und merkte sofort: Der ist auf keinen Fall Zahnarzt. Man merkte ihm auch seinen eher flachen IQ an. Dann habe ich mit der Freundinnen zusammen bei der Zahnärztekammer angerufen und festgestellt: Es gibt ihn nicht. Später habe ich rausgefunden, dass er Verkäufer für Gabelstapler ist. Kein schlimmer Job, hätte man ja erzählen können!
Sowas passiert ständig bei dieser Freundin, weil sie zu gutgläubig ist.
Bei Dir hatte er ja nicht mal beruflich gelogen, sondern war richtig durch im Kopf. Dann wird es schon etwas schwerer. Ein gutes Indiz ist immer,, ob Menschen beständige alte Freundschaften haben und man die auch schnell kennen lernt und diese nett sind. Ein Narzisst hat nie alte gute Freundschaften.
Mein Partner hat z.B. immer noch eine Sportgruppe vom Abitur. Da dachte ich mir gleich, dass er ja ein angenehmer Charakter sein muss und so war es dann auch.
Übertriebener Ehrgeiz ist auch noch eine rote Flagge. Ein entspannter mit sich selbst zufriedener Mann muss nicht ständig an den nächsten Karriereschritt denken. Wer fachlich gut ist, macht auch ohne hitzköpfige Aktionen Karriere.