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Ewiger Single: Hoffnungsloser Fall?

  • Starter*in Starter*in Ewigsingle
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Ewigsingle

Gast
Hallo Forum,

das hier ist eine meiner großen Leidensgeschichten, es soll aber kein Jammerthread werden, sondern etwas Produktives.
Ich bin männlich, hetero, 22 und hatte noch nie eine Freundin, mit der Liebe hat es also nie hingehauen. Ich hatte auch noch nie Sex. Nicht ein mal Küssen, "kuscheln" oder Händchenhalten habe ich erleben dürfen. Ja, das ist schon armselig, ich weiß.

Und Nein! - um das hier direkt klarzustellen: Auch wenn es nett gemeint sein sollte, ich möchte bitte keine blumigen Antworten kriegen, dass das doch nichts Unormales sei; ich doch noch jung genug wäre oder dass es vielleicht sogar "toll" oder "lobenswert" sei, in meinem Alter Jungfrau zu sein und niemals einen Partner gehabt zu haben...! 🙄
Es ist nicht so, als hätte ich bislang nur auf "die Richtige" warten wollen... Meine Lage ist nicht freiwillig, ich empfinde sie als enorm peinlich, frustrierend und - ja – längst auch belastend!
Es mag für manche ein erstrebenswerter Lebensstil sein, aber für mich definitiv nicht!

Und so wie es aussieht, stehen die Vorzeichen auch absolut ungünstig, wenn man mich und die Rahmenbedinungen berücksichtigt, dass sich an dieser Problemsituation etwas ändert.
Außerdem wird die Wahrscheinlichkeit mit zunehmenden Alter nicht gerade höher, im Gegenteil... ich glaube, da wird mir niemand wiedersprechen 🙁

Zuerst ein mal wirke ich auf Frauen gernerell alles andere als attraktiv. Objektiv betrachtet spricht herzlich wenig für mich als potentiellen Liebes- oder Geschlechtspartner.
Ich bin unscheinbar, bescheiden, selbstkritisch und auch nicht allzu selbstsicher. Dennoch wär es bestimmt lächerlich und würde aufgesetzt rüberkommen, wenn ich versuchen würde wie ein Hengst aufzutreten, da es einfach nicht meinem Naturell entspricht.
Meine Ausstrahlung ist also schon mal ein deutlicher Knackpunkt. Darüber hinaus bin ich auch nicht gerade ein kommunikatives Genie. Sich überwinden jemanden anzusprechen, ist eine Sache, dann aber etwas vernünftiges sagen zu können, steht auf einem ganz anderen Blatt...
Ich bin keine sonderlich interessante Persönlichkeit. Man schätzt mich wahrscheinlich als langweilig ein, meine wenigen Hobbys sind introvertiert und ich zähle wohl auch nicht zur klugen Sorte Mensch. Erzählenswerte Anekdoten aus meinem Leben sind Mangelware.
Ich hab einfach wenig zu bieten und werde als Mann nicht ernst genommen, um ehrlich zu sein.

Äußerlichkeiten spielen natürlich auch eine Rolle. Auf dieser Ebene kann ich auch nicht punkten. Ich bin überaus dürr, schlaksig und schmal gebaut, eben "unmännlich". Gewicht zulegen kann ich kaum aufgrund meines Stoffwechsels. Zwar trainiere ich im Rahmen meiner Möglichkeiten meinen Körper, aber mit meiner Veranlagung ist es praktisch unmöglich Muskelmasse aufzubauen.
Mein Gesicht entspricht ebenfalls nicht den Schönheitsvorstellungen. Als "gutaussehenden jungen Mann" würde mich allerhöchstens noch meine Großmutter bezeichnen. Ausdrückliches Feedback von Seiten der Frauenwelt sagt mir übereinstimmend, dass meine Visage nicht gerade Blicke anzieht. Außerdem hab ich eine jederzeit deutlich sichtbare Narbe vorzuweisen.

Ich versuche immerhin das Beste aus dem Wenigen, das mir gegeben wurde, zu machen. Ich würde mich als hygienisch und gepflegt einschätzen. Ansonsten bemühe ich mich um ein einen annehmbaren Look, obwohl ich von Mode und Haarstyling nicht viel verstehe.

Es ist aber nicht so, als wären das nun die einzigen Gründe, natürlich spielt da noch mehr mit rein. Selbst wenn ich vielleicht für eine Minderheit charakterlich/ optisch noch kompatibel sein mag, fehlt es mir schlicht an Know-How, um meine Möglichkeiten überhaupt nutzen zu können.
Ich kenn die Verhaltensweisen und Einzelschritte usw. gar nicht, die notwendig sind, um z.B. eine Beziehung anzubahnen. Von Flirten oder Dating hab ich keinen blassen Schimmer, geschweige denn vom "Antanzen" oder anderen Dingen, wo es schon konkreter wird. Ich weiß nicht mal, ob ich es wirklich erkennen würde, wenn jemand mir Interesse signalisieren würde... vielleicht liegt das daran, dass dieser Fall einfach noch nicht vorgekommen ist? Viele Frauen scheinen ja schon von meiner reinen Gegenwart nicht besonders angetan. Demletzt bei einer Party hab ich mich mal ein paar Minuten unverbindlich mit einer Dame unterhalten; kaum hatte ich mich mal für eine Sekunde abgewandt, hat meine Gesprächspartnerin die Chance genutzt und fluchtartig den Raum verlassen... Ich glaube, ich weiß auch selber gar nicht, wie ich Interesse zeigen kann, ohne gleich wie der letzte Depp rüberzukommen.

Mangelnde Erfahrung ist natürlich das größte K.O.-Kriterium. Komische Einzelfälle mag es geben, aber mir kann niemand erzählen, dass meine allgemeinen Chancen dadurch in irgendeinerweise steigen...!
Sowas ist doch weitgehend tabuisiert und man als Leidender quasi als Freak und Versager gebrandmarkt, zumindest macht es einen nicht gerade begehrt bei Frauen. Egal ob es um fehlende Beziehungeserfahrungen geht oder um Sexuelles. Natürlich erzähl ich das keinem einfach so, aber ihr wisst doch, wie es gemeint ist...es macht die ganze Sache einfach wesentlich komplizierter.

Ich muss meine "Unschuld" ja auch gar nicht unbedingt in einer Beziehung verlieren, da es schwer genug ist, eine Partnerin zu finden, die mich menschlich akzeptieren würde. Ein One Night Stand würde ja meinetwegen erst mal schon reichen! Lieber kurzen emotional bedeutungslosen Spaß, als überhaupt gar keinen. Obwohl es mir da andererseits die fehlende Erfahrung wieder doppelt schwierig macht, weil ja das Vertrauen vom Gegenüber beim ersten Mal fehlt. Aber ich bin ja sogar was einen ONS angeht, viel zu ahnunglos und hab da eben genau die selben Probleme, dass ich Keine abkriege oder nicht weiß, wie ich mich verhalten muss, um Erfolg zu haben.
Schwierigkeiten habe ich sowieso dabei, wenn es z.B. darum geht die eigenen Chancen jeweils bewerten zu können; Gestik und Mimik diesbezüglich zu erkennen und zu erwiedern, allein das fällt mir extrem schwer.
Zusätzlich bin ich aufgrund meines Hintergrundes wohl eh etwas "verklemmt", was an meiner Unsicherheit und dem Gefühl der Unzulänglichkeit meines Köpers liegt.

Wahrscheinlich bin ich mein Leben lang viel zu naiv, rückratlos und mit falschem Respekt vorgegangen und habe mir nie geholt, was mir ebenso zusteht, wie allen Anderen. Ich frag mich, ob meine Fehler und Versäumnisse in der Pubertät, besser gesagt all das was damals eben nicht stattgefunden hat, mich soweit haben degenerieren lassen, dass ich gar nicht in der Lage bin, jemals eine gesunde Beziehung (und ein normales Sexleben) haben zu können?!

Wie ihr seht, bin ich mir vieler Probleme und Ursachen bewusst, denke ich. Trotzdem oder vielleicht eben deswegen stehe ich vor einem scheinbar unlösbaren Problem. Ich weiß nicht, wie ich das in Angriff nehmen kann, damit mein sowieso schon unbefriedigendes Leben wenigstens ein Stück normaler und angenehmer wird.

Deswegen hoffe ich inständig auf Hilfe und viele ernstgemeinte Ratschläge.

Danke!
 
Mir fällt auf, dass genau dieses Thema oder ähnliche relativ häufig hier aufgegriffen werden.
Also ich möchte da auch mal was dazu sagen, weil ich glaub ich weiß was der Unterschied ist warum es bei manchen eben einfach funktioniert und bei manchen eben nicht. Ich muss auch dazu sagen das es mir nicht sonderlich schwerfällt Frauen kennenzulernen.
Der einzigste Unterschied zwischen Männern mit dem "Frauengen" oder Frauen mit dem "Männergen" und denjenigen denen das schwerfällt jemanden kennenzulernen, ist nur einer, und das hat nichts mit Aussehen, Geld oder dem Kennen von supergeheimen Killersprüchen oder magischen Sätzen zu tun!!!!!! Das Ganze ist viel einfacher, sogar so einfach das man selber garnicht draufkommt, weil man sich in einer Spirale der Verzweiflung schon befindet und da große Probleme hat wieder den richtigen Weg zu gehen!!!

[h=4][/h]
 
Hallo Ewigsingle!

Ich bin gerade in genau der selben Situation wie du. Im Grunde kann man dein Posting exakt auch auf mich anwenden, mit dem kleinen Unterschied, dass ich nicht 22 bin sondern erst 19 😀 Ich kann dich voll und ganz verstehen dass es dir damit nicht gut geht. Und da ich wie gesagt mit der selben Situation überhaupt nicht glücklich bin, hab ich mich die letzten Wochen mal etwas schlau gemacht, woran es denn liegen könnte.

das hier ist eine meiner großen Leidensgeschichten, es soll aber kein Jammerthread werden, sondern etwas Produktives.
Ich bin männlich, hetero, 22 und hatte noch nie eine Freundin, mit der Liebe hat es also nie hingehauen. Ich hatte auch noch nie Sex. Nicht ein mal Küssen, "kuscheln" oder Händchenhalten habe ich erleben dürfen. Ja, das ist schon armselig, ich weiß.

Naja, ich finde es nicht zwingend armselig. Ich denke, man leidet selber am Meisten drunter, weil man nicht das bekommt, was man haben will. Aber sich das zu suchen, was man haben will (das tust du ja auch) finde ich lobenswert!

Und Nein! - um das hier direkt klarzustellen: Auch wenn es nett gemeint sein sollte, ich möchte bitte keine blumigen Antworten kriegen, dass das doch nichts Unormales sei; ich doch noch jung genug wäre oder dass es vielleicht sogar "toll" oder "lobenswert" sei, in meinem Alter Jungfrau zu sein und niemals einen Partner gehabt zu haben...! 🙄
Es ist nicht so, als hätte ich bislang nur auf "die Richtige" warten wollen... Meine Lage ist nicht freiwillig, ich empfinde sie als enorm peinlich, frustrierend und - ja – längst auch belastend!
Es mag für manche ein erstrebenswerter Lebensstil sein, aber für mich definitiv nicht!

Wie gesagt, ich finde es jetzt nicht peinlich. Aber frustrierend ist es allemal, und somit auch extrem belastend. Ich hoffe, ich kann dir im Folgenden vielleicht ein paar Tipps geben, die ich selber schon recherchiert, aber noch nicht selber ausgetestet habe:

Zuerst ein mal wirke ich auf Frauen gernerell alles andere als attraktiv. Objektiv betrachtet spricht herzlich wenig für mich als potentiellen Liebes- oder Geschlechtspartner.
Ich bin unscheinbar, bescheiden, selbstkritisch und auch nicht allzu selbstsicher. Dennoch wär es bestimmt lächerlich und würde aufgesetzt rüberkommen, wenn ich versuchen würde wie ein Hengst aufzutreten, da es einfach nicht meinem Naturell entspricht.
Meine Ausstrahlung ist also schon mal ein deutlicher Knackpunkt. Darüber hinaus bin ich auch nicht gerade ein kommunikatives Genie. Sich überwinden jemanden anzusprechen, ist eine Sache, dann aber etwas vernünftiges sagen zu können, steht auf einem ganz anderen Blatt...
Ich bin keine sonderlich interessante Persönlichkeit. Man schätzt mich wahrscheinlich als langweilig ein, meine wenigen Hobbys sind introvertiert und ich zähle wohl auch nicht zur klugen Sorte Mensch. Erzählenswerte Anekdoten aus meinem Leben sind Mangelware.
Ich hab einfach wenig zu bieten und werde als Mann nicht ernst genommen, um ehrlich zu sein.

Äußerlichkeiten spielen natürlich auch eine Rolle. Auf dieser Ebene kann ich auch nicht punkten. Ich bin überaus dürr, schlaksig und schmal gebaut, eben "unmännlich". Gewicht zulegen kann ich kaum aufgrund meines Stoffwechsels. Zwar trainiere ich im Rahmen meiner Möglichkeiten meinen Körper, aber mit meiner Veranlagung ist es praktisch unmöglich Muskelmasse aufzubauen.
Mein Gesicht entspricht ebenfalls nicht den Schönheitsvorstellungen. Als "gutaussehenden jungen Mann" würde mich allerhöchstens noch meine Großmutter bezeichnen. Ausdrückliches Feedback von Seiten der Frauenwelt sagt mir übereinstimmend, dass meine Visage nicht gerade Blicke anzieht. Außerdem hab ich eine jederzeit deutlich sichtbare Narbe vorzuweisen.

Ich versuche immerhin das Beste aus dem Wenigen, das mir gegeben wurde, zu machen. Ich würde mich als hygienisch und gepflegt einschätzen. Ansonsten bemühe ich mich um ein einen annehmbaren Look, obwohl ich von Mode und Haarstyling nicht viel verstehe.

Ich sehe mich persönlich jetzt auch nicht als Schönheitsgranate. Ich bin da eher das Gegenteil von dir, ich bin eher dick (obwohl ich Normalgewicht habe), aber was ich in den letzten Wochen gelernt habe: Aussehen kann soo unwichtig sein. Mein Eindruck ist, dass die Frauen eher auf das Selbstbewusstsein schauen. Natürlich gibt es auch Andere, aber wenn ich mich u.a. in meinem Bekanntenkreis umschaue: Der besteht nicht ausschließlich aus hübschen Kerlen - trotzdem sind alle (ausnahmslos) vergeben. Natürlich sollte man auf sein Äußeres schauen, das machst du eigentlich genau richtig, du trainierst und schätzt dich als hygienisch und gepflegt ein. Ich denke, Gepflegtheit ist den Frauen wichtiger als ein richtig gutes Aussehen. So ist zumindest mein Eindruck.

Es ist aber nicht so, als wären das nun die einzigen Gründe, natürlich spielt da noch mehr mit rein. Selbst wenn ich vielleicht für eine Minderheit charakterlich/ optisch noch kompatibel sein mag, fehlt es mir schlicht an Know-How, um meine Möglichkeiten überhaupt nutzen zu können.
Ich kenn die Verhaltensweisen und Einzelschritte usw. gar nicht, die notwendig sind, um z.B. eine Beziehung anzubahnen. Von Flirten oder Dating hab ich keinen blassen Schimmer, geschweige denn vom "Antanzen" oder anderen Dingen, wo es schon konkreter wird. Ich weiß nicht mal, ob ich es wirklich erkennen würde, wenn jemand mir Interesse signalisieren würde... vielleicht liegt das daran, dass dieser Fall einfach noch nicht vorgekommen ist? Viele Frauen scheinen ja schon von meiner reinen Gegenwart nicht besonders angetan. Demletzt bei einer Party hab ich mich mal ein paar Minuten unverbindlich mit einer Dame unterhalten; kaum hatte ich mich mal für eine Sekunde abgewandt, hat meine Gesprächspartnerin die Chance genutzt und fluchtartig den Raum verlassen... Ich glaube, ich weiß auch selber gar nicht, wie ich Interesse zeigen kann, ohne gleich wie der letzte Depp rüberzukommen.

Jetzt wird es schon komplizierter, jetzt sind wir bei den inneren Werten. Und genau die sehe ich als KO-Kriterium! Alles, was du im hier zitierten Absatz niederschreibst, kann ich auch zu 99,999% auf mich anwenden. Und ich hatte auch noch nie eine Freundin. Das ist kein Zufall.
Kann es sein, dass du Sozialphobiker bist? Ich bin es nämlich und so wie du dich beschreibst klingt es schon fast so. Du beschreibst dich als "nicht selbstsicher", also eher schüchtern. Ich habe von Flirten und Daten auch nicht die leiseste Ahnung (ich hatte mich nie getraut und traue mich nachwievor nicht), wobei das sicher auch Übungssache ist. Aber ich persönlich müsste mich stark umstellen, um einer Frau Interesse zu zeigen - diese Umstellung würde mich aber als letzten Depp dastehen lassen, so wie du es schon beschreibst. Nach meinen Recherchen bin ich mir aber sehr sicher: Das ist alles eine Frage des Selbstbewusstseins.
Wie einer der Vorposter bereits geschrieben hat: Schüchternheit ist wegtrainierbar, spricht Selbstsicherheit ist antrainierbar. Deswegen fange ich im August eine Therapie gegen meine soziale Phobie an. Ich sehe das als letzten Ausweg und kann dir auch leider nur das als Tipp mit auf den Weg geben. Inwieweit dir das hilft weiß ich nicht, aber wenn die Schüchternheit weg ist, hat man es sicherlich sehr viel leichter. Alles Andere im Flirt-/Dating-Prozess ist meiner Meinung nach Routine, die man sich dann eben antrainieren muss, indem man auf Frauen zugeht und mit ihnen flirtet. Also wie gesagt: Ich sehe dein Hauptproblem in der Schüchternheit. Und zumindest ich sehe für mich in einer Therapie den letzten Ausweg, vielleicht solltest du diesen Weg auch einschlagen. Auch wenn es lästig ist.🙁

Ich muss meine "Unschuld" ja auch gar nicht unbedingt in einer Beziehung verlieren, da es schwer genug ist, eine Partnerin zu finden, die mich menschlich akzeptieren würde. Ein One Night Stand würde ja meinetwegen erst mal schon reichen! Lieber kurzen emotional bedeutungslosen Spaß, als überhaupt gar keinen. Obwohl es mir da andererseits die fehlende Erfahrung wieder doppelt schwierig macht, weil ja das Vertrauen vom Gegenüber beim ersten Mal fehlt. Aber ich bin ja sogar was einen ONS angeht, viel zu ahnunglos und hab da eben genau die selben Probleme, dass ich Keine abkriege oder nicht weiß, wie ich mich verhalten muss, um Erfolg zu haben.
Schwierigkeiten habe ich sowieso dabei, wenn es z.B. darum geht die eigenen Chancen jeweils bewerten zu können; Gestik und Mimik diesbezüglich zu erkennen und zu erwiedern, allein das fällt mir extrem schwer.
Zusätzlich bin ich aufgrund meines Hintergrundes wohl eh etwas "verklemmt", was an meiner Unsicherheit und dem Gefühl der Unzulänglichkeit meines Köpers liegt.

Bei einem ONS wird es schon komplizierter. Natürlich ist auch dort die Schüchternheit die große Barriere. Bezüglich deines Äußeren: Ich weiß jetzt nicht, wie du aussiehst, aber bei einem ONS wird natürlich viel mehr auf das Aussehen geguckt. Da kann man auch richtig viel Pech haben, wenn man nicht allzu attraktiv ist. Da ich meine Unschuld nicht mit einem ONS verlieren möchte (mal davon abgesehen dass ich wegen meines Bierbauches ohnehin keine Chance auf einen ONS hätte), habe ich dazu jetzt nicht allzu viel recherchiert, aber auch dort liegt der Kern für mich in der Schüchternheit, dann kommt das Aussehen.
Bezüglich der Bewertung von Gestik und Mimik: Dieses Problem habe ich auch, weiß aber nicht wieso. Vielleicht ist das eine Fähigkeit, die manche haben und manche nicht... keine Ahnung. Aber ich konnte Mimik und Gestik nie deuten, bis heute nicht.

Wahrscheinlich bin ich mein Leben lang viel zu naiv, rückratlos und mit falschem Respekt vorgegangen und habe mir nie geholt, was mir ebenso zusteht, wie allen Anderen. Ich frag mich, ob meine Fehler und Versäumnisse in der Pubertät, besser gesagt all das was damals eben nicht stattgefunden hat, mich soweit haben degenerieren lassen, dass ich gar nicht in der Lage bin, jemals eine gesunde Beziehung (und ein normales Sexleben) haben zu können?!

Ich denke du siehst das schon richtig. Ich hab mich in der Pubertät auch immer zurückgehalten (bzw. tue es noch immer), weil ich dachte, dass die Frauen eher auf den schüchternen, ehrlichen, selbstkritischen Typ Mann stehen. Ein großes Irrtum. Gut, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber wo findet man diese Ausnahmen?? Aber ich würde nicht sagen, dass es aussichtlos ist, man kann auch trotz der "Versäumnisse" in der Pubertät später eine gesunde Beziehung führen, da bin ich mir sicher. Aber dass es ohne jegliche Erfahrung in der Pubertät später umso schwieriger wird, ist auch klar.

Wie ihr seht, bin ich mir vieler Probleme und Ursachen bewusst, denke ich. Trotzdem oder vielleicht eben deswegen stehe ich vor einem scheinbar unlösbaren Problem. Ich weiß nicht, wie ich das in Angriff nehmen kann, damit mein sowieso schon unbefriedigendes Leben wenigstens ein Stück normaler und angenehmer wird.

Also wie gesagt: Ich würde als allererstes an der Schüchternheit ansetzen. Da ich wie gesagt in der selben Situation bin wie du und dein Posting wie eine Kopie meines Postes (wenn ich denn einen über dieses Thema verfasst hätte) aussieht, möchte ich dir mal auf den Weg geben, wie ich dieses Problem in die Hand nehme:
- Ich fange im August mit einer Therapie gegen meine soziale Phobie an. Dabei wird die Schüchternheit sowie die Furcht vor Kritik (in diesem Falle "Korb") wegtrainiert
- Danach werde ich, mit hoffentlich gestärktem Selbstbewusstsein, versuchen, mit Frauen ins Gespräch zu kommen, um sie näher kennenzulernen.
- Bei den ersten Malen werde ich wahrscheinlich nur sehr wenig Erfolg haben. Ich sehe diese ersten Versuche jedoch als "Routine antrainieren" an. Ich werde Schritt für Schritt vorgehen und irgendwann hoffentlich das Glück finden.

Ich denke, du solltest ähnlich vorgehen: Mach eine Therapie (oder sonstwas) gegen deine Schüchternheit, versuche danach, aktiv auf die Frauen zuzugehen, um dir Flirtroutine anzutrainieren, und irgendwann wird es dann kaum mehr ein Problem sein, auf Frauen zuzugehen. Wenn du das dann wirklich regelmäßig machst, wirst du sicherlich eine finden, da bin ich mir sehr sicher!

Was vielleicht auch noch was für dich wäre: Eine Singlebörse im Internet. Eigentlich geradezu prädestiniert für schüchterne Leute. Ich nutze solche Portale übergangsweise, bis ich mich im echten Leben auf die Frauen zubewegen kann.


Ich hoffe, ich konnte dir einigermaßen helfen.

Lg
Scharly
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok, glaub es oder glaub es nicht, aber es ist einfach der Punkt das diejenigen die keine Probleme damit haben einfach nur "furchtlos" sind!
Ich meine damit aber nicht das sie vorgeben furchtlos zu sein oder wissen wie sie Ihre Angst vertuschen oder bei anderen den Eindruck erwecken, dass sie furchtlos sind.
Ich mein auch nicht, dass man keine Rücksicht auf irgendjemand nimmt, sich wie ein Idiot verhält oder ohne Rücksicht auf Verluste agiert!
Furchtlos heißt das einen keine dieser Ängste quält die viele einfach haben.

Jemand der "furchtlos" in dieser Beziehung ist,
- der überlegt nicht was er sagt oder was er als nächstes sagen soll
- der kümmert sich nicht beim unterhalten darum was eine Frau (oder Mann) denkt
- der hat nicht das Gefühl der Angst bei jeglicher Art der Annährung oder Gespräch mit ner Frau (oder Mann) zu versagen oder was falsch zu machen.
Wenn man "furchtlos" ist, dann wird vieles dabei einfacher - der STRESS im Kopf ist dann nämlich nicht dabei der alles blockiert.

Genau deswegen lernt ein Kind auch ganz leicht andere Kinder kennen - die machen sich um nichts einen Kopf in dieser Richtung!
D.h. wenn man wieder lernt furchtlos zu sein, dann fällt einem wieder vieles einfacher und da spielt das Alter auch keine Rolle.
Also ich find das klingt logisch!! 🙄
Wenns jemand "wieder" lernen will, einfach bescheid sagen!!
 
Hallo und danke für die vielen Antworten bisher! Ich werde versuchen nach und nach auf alle einzugehen.


Danke für die ausführliche Antwort Atropina, ich finde das sehr wertvoll sich mit einer "Leidensgenossin" austauschen zu können 🙂

Ja, ich auch. Aber trotzdem: mit 22 hast du echt noch alle Möglichkeiten, eine nette Partnerin zu finden, vor allem, wenn du keine größeren Defizite hast. Schüchternheit kann man z.B trainieren, abzubauen.
Kommt darauf an, was man denn als größeres Defizit betrachtet. Da gäbs z.B. Minderwertigkeitskomplexe. Beziehst du dich konkret auf soziale Handycaps? Weil es gibt ja noch andere nicht unwichtige Aspekte wie z.B. körperliche Gesundheit usw. - obwohl das in meinem Falle jetzt keine so große Rolle spielt. Jedenfalls würde ich mich, was das Soziale, meinen Charakter und mein Äußeres angeht, in dem Sinne schon als defizitär ansehen. Aber das ist wahrscheinlich nicht unbedingt was du damit meintest?
Schüchternheit ist bei mir natürlich auch Thema.


Ich glaube, dir fehlt nur ein wenig Selbstsicherheit. Ich habe schon so weiche und sensible Männer gekannt und unscheinbare, die alle ne Beziehung hatten...und ob du auf Frauen unattraktiv wirkst, kannst du doch gar nicht wissen. Glaubst du, so ein Aufschneider der ansonsten nichts hat als eine große Klappe ist eine interessante Persönlichkeit ? Wie gesagt: ich würde versuchen, am eigenen Selbstvertrauen zu arbeiten.
Mir fehlt ganz sicher sogar sehr viel Selbstsicherheit. Das würde ich als eindeutiges Defizit von mir bezeichnen, das wiederum dazu führt, dass ich nur schwerlich attraktiv wirken kann. Aber ich weiß auch nicht, wo ich dieses hernehmen soll, schließlich sind die Erfolgserlebnisse in meinem Leben rar gesäht. Diese fehlende Selbstsicherheit scheint mir so fest in meiner Persönlichkeit verwurzelt, als wärs ein Handycap, das ich nicht ohne weiteres loswerden kann.

Ja, so ein Aufreißer kann schon einiges mit seiner großen Klappe kompensieren, was mir ohne das nötige Selbstbewusstsein nicht gelingt. Ich halte es auch nicht für unmöglich als (vermeintlicher) "Softy" eine Partnerin zu finden, aber dennoch glaube ich, dass sich allgemein und auf die Mehrheit heruntergebrochen typisch "männlich" belegte Attribute eher durchsetzen, sei es auch nur unterbewusst für die Frauen. Die anderen Eigenschaften empfinden Frauen meiner Auffassung nach zwar häufig als positiv und angenehm, aber eher auf rein freunschaftlicher Ebene und nicht als erotisch anziehend.


Das macht nichts. Nicht alle Frauen finden muskulöse, maskuline Männer attraktiv. Vermutlich werden mir einige Widersprechen, aber ich habe solchen Männern nie was abgewinnen können. Du musst als Mann kein Supermodel oder Schönheitskönig sein, um attraktiv zu wirken.
Auch hier stimme ich mit dir überein, dass es auf jeden Fall individuelle Geschmäcker gibt, aber: Gesellschaftlich verbreitetes Schönheitsideal sind nun mal die sportlichen Waschbrettbauch-Typen und auch aufgrund biologischer/evolutionärer Gründe kommt eine starke Physis beim weiblichen Geschlecht tendenziell besser an, nehme ich an. Deswegen glaube ich, dass die Surferboys mit breiten Schultern einfach deutlich bessere Karten haben, als so ein Strich in der Landschaft mit meiner jungenhaften Statur.

Aber dass die Ausstrahlung bei Männern ein wesentliches Kriterium ist, das mindestens genauso entscheidend ist wie das pure Äußerliche, sehe ich wie gesagt auch so. Bloß hab ich diese Ausstrahlung ja eben leider nicht 😉


Mit 22 bist du aber noch nicht so weit hinten dran. Da gibt es "schwierigere" Fälle. Und nein, ich HOFFE inständig das nicht alle erwachsenen so sind... 🙄 Manchmal kann man einfach nichts dazu, dass man keine Erfahrungenhat. Aber meine Achillesferse ist es auch.
Ich wollte auch damit gar nicht verallgemeinern... Natürlich hat jeder seinen individuellen Hintergrund, der bei vielen eben auch dazu beigetragen kann, das entsprechende Erfahrungen ungemein erschwert werden. Und ich glaube, das muss nicht mal traumatischer Natur sein. Bei mir könnte doch genausogut frühkindliche Prägung der Grund gewesen sein, dass ich schon früh "von der Bahn abgekommen" bin. Darauf wollte ich aber gar nicht hinaus. "Komische Einzelfälle" bezog ich konkret darauf, dass die potentiellen Partnerinnen, die einen sexuell/beziehungstechnisch unerfahrenen erwachsenen Mann als gleichwertig ansehen oder bevorzugen, eindeutig in der Minderheit sind.
Ok, man wird nicht durchs Dorf getrieben dafür, aber aus dem was ich aus persönlicher Erfahrung sagen kann und was ich über die Medien als Gesellschaftsbild mitnehme, wird man überwiegend (mindestens) belächelt oder bemitleidet. Letzteres nicht ohne Grund, weil man als Unfreiwilliger ja auch wirklich leidet. In jedem Fall fühlt man sich nicht "vollwertig", was dazu führt, dass man es selbst zum Tabu macht, weil man sich schämt. Gilt zumindest für mich.


Du siehst das auch irgendwo schon zu eng. Es ist mitnichten so, dass alle schon mit 14 ihr erstesmal eleben...du solltest dir letztendlich keinen Kopf machen, dein Ziel verfolgen und dabei locker bleiben, denn dubist noch längst keine 40 oder so. Und versuchen an deinen Defiziten zu arbeiten und dir Gedanken machen, WIE du an ihnen arbeiten kannst. Ich bin für dich wohl auch ne gestörte. Aber ich weiß auch, warum ich das nicht kann. 😱

Naja, ich denke nicht, dass du sowas wie ein hoffnungsloser Fall bist. Es ist gut, dass du dir darüber Gedanken machst und versuchst, was zu ändern.
Danke für die Worte.
So ein Urteil über dich würde ich mir nie anmaßen. Vor allem nicht nach deinem Beitrag hier 🙂

Ich versuche den Tipp zu beherzigen, aber es war schon immer so, dass ich mir viel zu viel den Kopf über alles zerbrochen habe. Ich bin schon ein rationaler Typ, meine Selbsteinschätzung hier ist also bestimmt nicht übertrieben. Aber ich selbst bin leider aus Gewohnheit mein schärfster Kritiker. Bislang schaffe ich es nicht, das ausreichend abzustellen.




Hallo ostephan1!
Mir fällt auf, dass genau dieses Thema oder ähnliche relativ häufig hier aufgegriffen werden.
Also ich möchte da auch mal was dazu sagen, weil ich glaub ich weiß was der Unterschied ist warum es bei manchen eben einfach funktioniert und bei manchen eben nicht. Ich muss auch dazu sagen das es mir nicht sonderlich schwerfällt Frauen kennenzulernen.
Der einzigste Unterschied zwischen Männern mit dem "Frauengen" oder Frauen mit dem "Männergen" und denjenigen denen das schwerfällt jemanden kennenzulernen, ist nur einer, und das hat nichts mit Aussehen, Geld oder dem Kennen von supergeheimen Killersprüchen oder magischen Sätzen zu tun!!!!!! Das Ganze ist viel einfacher, sogar so einfach das man selber garnicht draufkommt, weil man sich in einer Spirale der Verzweiflung schon befindet und da große Probleme hat wieder den richtigen Weg zu gehen!!!
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Ich glaube schon, dass du in einer Hinsicht nicht die Unwahrheit sagst, aber auf mich wirkt es trotzdem so, als würdest du manche Dinge ziemlich vereinfachen. Du hast natürlich eine andere Perspektive auf das Thema, weil du in dieser Hinsicht halt relativ erfolgreich zu sein scheinst. Zum einen hast du dadurch bestimmt Vieles verinnerlicht, was dir selbst vermutlich gar nicht mehr so bewusst ist, mir z.B. aber wahrscheinlich zum Erfolg fehlt, andererseits kannst du aus deiner Perspektive vielleicht gar nicht alles berücksichtigen, was es für individuelle Unterschiede in der Sozialisation und Entwciklung bei den Betroffenen gibt.
Richtig ist, dass ich mich in einer Frustrationsspirale befinde, sodass mein Selbstbild darunter leidet und ich noch weniger attraktiv wirke und den Misserfolg aufrecht erhalte. Was du aber ausblendest ist, dass meiner Meinung nach viel mehr dahinter steckt als "Killersprüche". Ich bin nämlich überzeugt davon, dass man eben schon ein gewisses Maß an Verhaltensweisen usw. benötigt, um sich Frauen so anzunähern, dass daraus mehr werden kann. Nicht im Sinne einer "ultimativen Technik", aber schon in irgendeiner Form von komplexeren Mustern was soziale Interaktion auf der einen Seite, aber auch wiederum gesellschaftlichen Konventionen betrifft (z.B. Datingverhalten).

Aussehen spielt meiner Ansicht nach schon eine Rolle, mindestens auf der unterschwelligen biologischen Ebene. Genauso finden sich manche von Macht und materiellem Wohlstand angezogen, das wurde meines Wissens schon häufiger herausgefunden.



@Scharly93: Werde auch noch auf deine Antwort eingehen, danke schon mal 🙂
 
Ihr versteht glaub ich nicht so recht was ich hier sagen will. Atropina brauch sowieso keine Ratschläge, denn sie weiß es ja scheinbar eh was los ist, wie es funktioniert jemanden kennenzulernen. Ich versteh auch nicht so ganz warum Du ein bisschen "angreifend" bist, wirkst (Atropina).
An jeden hier sei mal gesagt, das ich bestimmt nicht sage das ich der tollste Typ bin der sich eine Frau vorstellen kann. Bin ich bei weitem nicht (da wird mir Atropina rechtgeben, obwohl sie mich nur vom schreiben kennt und nicht persönlich, wo die Wortwahl und wie es rüberkommt nochmal wesentlich anders ist). Und das will ich auch garnicht sein. Ich bin völlig "normal".
Ich finde das was Du (Atropina) inhaltlich so geschrieben hast ist irgendwo eben auch das Problem bei der Sache. Es geht doch das ganze Leben nicht nur darum das man Frauen oder Männer als Partner gewinnt. Du gehst grundsätzlich nur von Beziehung aus, so kommts mir vor.
Jeder weiß doch, das wenn ich mit dem Gedanken weg gehe oder versuche das andere Geschlecht mit dem Hintergrund einer Liebesbeziehung kennenzulernen, dann hat das so gut wie noch nie funktioniert. Entweder kommt das von alleine oder eben nicht.
Mein Grundgedanke ist einfach nur der, dass ich der Meinung bin das mein versuchen sollte einfach nur Freunde zu finden ohne Hintergedanken. Der Rest kommt dann von alleine. Wenn der Druck oder Zwang innendrin weg ist jetzt unbedingt jemanden kennenzulernen, dann wirds einfacher denk ich.
Klar jetzt kommt wieder die Frage auf wie man das den machen soll wenn man kein Selbstbewusstsein hat Leute anzusprechen. Logisch!
Ich finde es wichtig das so anzufangen das man einfach mal anfängt Leute selbst anzusprechen. Jetzt nicht direkt irgendwelche Frauen oder Männer auf der Strasse sondern im ersten Schritt einfach mal nur sich zb. beräten lässt in Geschäften (vom anderen Geschlecht) und versucht etwas zu plaudern. Einfach nur so plaudern, eben wie ein Freund. Und das dann langsam steigern.
Allerdings ist es hierbei natürlich notwendig sich ein Feedback zu holen obs gut war oder mans besser machen kann. (Geht halt nur mit ner dritten Person).
 
Hallo Ungebeten
Du kennst die Lösung doch wahrscheinlich schon selbst, auch wenn dir irgendwelche Leute was von Moral erzählen wollen. Bring es hinter dich, es nimmt dir den psychischen Druck, danach zuckst du jedes Mal beim Gedanken daran nur noch mit den Schultern. Willkommen im Club der Millionen von Männern denen es nicht anders geht.
Naja, was heißt denn, die Lösung kennen... ich weiß zwar sozusagen, was ich will: nämlich erste Erfahrungen, wenn nicht in einer Beziehung, dann eben lieber direkt beim ONS. Aber mein Problem ist ja genau das Hinter-sich-bringen, weil ich nicht weiß, wie man darauf hinarbeitet.

Oder redest du hier von bezahlten "Lösungen"? Falls ja, dann muss ich sagen, dass das nicht mein Weg ist, mit dem ich ans Ziel kommen möchte, bzw. ich glaube, dass man so einfach nicht zum selben Ziel kommt. Mag sein, dass mich in dieser Hinsicht doch irgendwelche vermeintlichen Moralvorstellungen abhalten und der reale Unterschied zum ONS wesentlich kleiner ist, aber dennoch stört mich daran schon das Kunde-Dienstleister-Verhältnis.
Das ist als, würde man einen Fisch aus der Badewanne angeln, den jemand nur für einen selbst dort reingeworfen hat. Hilft einem das in irgendeiner Form weiter, wenn man das erste Mal auf hoher See fischen geht? Wohl kaum. In der Wirklichkeit sind doch andere Dinge gefragt und es wird einem genauso an Erfahrung mangeln, oder hab ich nicht Recht?

Ausstrahlung kommt aber auch nicht aus dem Nichts heraus 😉
Eben das ist es. Sie fliegt mir nicht einfach so zu 😉 Und ich weiß auch keinen realistischen Weg, wie ich meine Ausstrahlung verändern könnte. Dieser Makel hängt mir halt schon immer an. Es ist leicht zu erkennen und zu sagen, dass ich an mir arbeiten muss, aber wie sich das konkret und wirklichkeitsnah umsetzen lässt, steht auf einem ganz anderen Papier. Eins, das mir noch nicht zugänglich ist.
 
Ihr versteht glaub ich nicht so recht was ich hier sagen will. Atropina brauch sowieso keine Ratschläge, denn sie weiß es ja scheinbar eh was los ist, wie es funktioniert jemanden kennenzulernen. Ich versteh auch nicht so ganz warum Du ein bisschen "angreifend" bist, wirkst (Atropina).
An jeden hier sei mal gesagt, das ich bestimmt nicht sage das ich der tollste Typ bin der sich eine Frau vorstellen kann. Bin ich bei weitem nicht (da wird mir Atropina rechtgeben, obwohl sie mich nur vom schreiben kennt und nicht persönlich, wo die Wortwahl und wie es rüberkommt nochmal wesentlich anders ist). Und das will ich auch garnicht sein. Ich bin völlig "normal".
Ich finde das was Du (Atropina) inhaltlich so geschrieben hast ist irgendwo eben auch das Problem bei der Sache. Es geht doch das ganze Leben nicht nur darum das man Frauen oder Männer als Partner gewinnt. Du gehst grundsätzlich nur von Beziehung aus, so kommts mir vor.
Jeder weiß doch, das wenn ich mit dem Gedanken weg gehe oder versuche das andere Geschlecht mit dem Hintergrund einer Liebesbeziehung kennenzulernen, dann hat das so gut wie noch nie funktioniert. Entweder kommt das von alleine oder eben nicht.
Mein Grundgedanke ist einfach nur der, dass ich der Meinung bin das mein versuchen sollte einfach nur Freunde zu finden ohne Hintergedanken. Der Rest kommt dann von alleine. Wenn der Druck oder Zwang innendrin weg ist jetzt unbedingt jemanden kennenzulernen, dann wirds einfacher denk ich.
Klar jetzt kommt wieder die Frage auf wie man das den machen soll wenn man kein Selbstbewusstsein hat Leute anzusprechen. Logisch!
Ich finde es wichtig das so anzufangen das man einfach mal anfängt Leute selbst anzusprechen. Jetzt nicht direkt irgendwelche Frauen oder Männer auf der Strasse sondern im ersten Schritt einfach mal nur sich zb. beräten lässt in Geschäften (vom anderen Geschlecht) und versucht etwas zu plaudern. Einfach nur so plaudern, eben wie ein Freund. Und das dann langsam steigern.
Allerdings ist es hierbei natürlich notwendig sich ein Feedback zu holen obs gut war oder mans besser machen kann. (Geht halt nur mit ner dritten Person).
Wenn du wirklich nur das sagen wolltest, dann hast du dich vorher aber sehr missverständlich ausgedrückt 😉 Nichts für ungut 😛
Ich hatte es so verstanden, dass du der Meinung wärst, Selbstbewusstsein bzw. rigoroses Auftreten wäre DER EINZIGE entscheidende Faktor überhaupt und der Rest käme dann sozusagen von ganz von alleine, ohne genauer zu differenzieren, was sich hinter diesem Schlagwort verbirgt. Klar, steckt ein wahrer Kern dahinter und eine Meinung von jemanden, der weiß wie man mit Frauen umgeht, sodass mehr daraus werden kann, ist generell hilfreich. Trotzdem finde ich persönlich das du so eben zu stark vereinfachst.
Das Einzige, was ich deswegen ausdrücken wollte, ist: Für dich ist es nun mal selbstverständlich (nehme ich an) auf eine Beziehung bzw. einen ONS hinarbeiten zu können (ich weiß nicht, ob bei dir zweiteres vorkommt, aber ich bin zumindest überzeugt, dass du wüsstest wie man einen haben kann), deswegen ist dir vermutlich nicht genau bewusst, was du in dieser Hinsicht quasi alles "richtig" machst und welche Rahmenbedindungen bei dir halt vorhanden sind, damit es klappt.

Natürlich hast du Recht damit, dass ein ungezwungener, natürlicher Umgang mit dem Thema und eine gesunde Selbstsicherheit als Basis entscheidend sind, aber 1.) ist es mit der Zeit schwierig locker zu bleiben, wenn mann sich mit zunehmendem Alter immer mehr zu einer Minderheit entwickelt und Erfahrungen allgemein vorausgesetzt werden und 2.) steht man genau vor dem großen Problem, dass man halt nicht weiß, wie man sein Selbstbewusstsein nachhaltig verbessern kann, weil so viele unterschiedliche Aspekte dabei eine Rolle spielen und man in einem Kreislauf festsitzt.

Was beispielsweise das von dir angesprochene unverbindliche Kennenlernen angeht: Menschen wie ich, brauchen äußerst lange, um warm zu werden, egal ob bei Männern oder Frauen. Das heißt, sich auf Anhieb mit jemanden wirklich gut zu verstehen, wie das durchaus häufiger so bei Anderen abläuft, ist bei mir einfach nicht drin. Routine in der Kommunikation und ein wenig geselligere Züge ergeben sich bei mir erst zwangsläufig, wenn die Personen mich schon etwas länger kennen - und selbst dann auch nur in einem bestimmten Anteil der Fälle. Nach einer Zeit, wenn sich die Menschen schon etwas an meine Art gewöhnt haben, aber zu dem Zeitpunkt bin ich als möglicher Partner schon längst raus aus dem Spiel.
 
Hey Scharly, danke für die ausführliche Antwort.

Naja, ich finde es nicht zwingend armselig. Ich denke, man leidet selber am Meisten drunter, weil man nicht das bekommt, was man haben will. Aber sich das zu suchen, was man haben will (das tust du ja auch) finde ich lobenswert!
Genau das denke ich auch, aber armselig empfinde ich es bei mir irgendwie, weil ich eben nicht bekomme, was ich haben will – obwohl selbiges für die Allgemeinheit keine große Sache zu sein scheint!


Ich sehe mich persönlich jetzt auch nicht als Schönheitsgranate. Ich bin da eher das Gegenteil von dir, ich bin eher dick (obwohl ich Normalgewicht habe), aber was ich in den letzten Wochen gelernt habe: Aussehen kann soo unwichtig sein. Mein Eindruck ist, dass die Frauen eher auf das Selbstbewusstsein schauen. Natürlich gibt es auch Andere, aber wenn ich mich u.a. in meinem Bekanntenkreis umschaue: Der besteht nicht ausschließlich aus hübschen Kerlen - trotzdem sind alle (ausnahmslos) vergeben.
Definitiv. Bin auch überzeugt davon, dass Ausstrahlung und Verhalten bei uns Männern eine wesentliche Rolle spielen. Mein Aussehen verschließt mir nur gewisse Türen und senkt halt meine generellen Chancen bei Frauen. Aber mein Genickbruch ist das Auftreten und meine Ausstrahlung, die mich wenig attrakttiv machen, bzw. mit der ich meine anderen Defizite nicht ausreichend kompensieren kann.


Natürlich sollte man auf sein Äußeres schauen, das machst du eigentlich genau richtig, du trainierst und schätzt dich als hygienisch und gepflegt ein. Ich denke, Gepflegtheit ist den Frauen wichtiger als ein richtig gutes Aussehen. So ist zumindest mein Eindruck.
Danke, ich bemüh mich 😉
Obwohl ein Trainingseffekt bei meiner Statur praktisch nicht sichtbar ist und ich auch nicht viel davon spüre.
Bezüglich der Gepflegtheit hört man das ja immer wieder so als landläufigen Gemeinplatz. Ich habe aber noch nicht gemerkt, dass mir das irgendwelche Vorteile gebracht hätte oder überhaupt zur Kenntnis genommen würde. Aus meinem Umfeld hab ich auch bislang niemals mitbekommen, dass sich Mädchen/Frauen z.B.an reibeisenähnlichen Arbeiterhänden mit abgekauten Fingernägeln gestört hätten...
Naja, wie auch immer; Hygiene usw. ist ja sowieso ein Standart, den ich nicht primär für die Weiblichkeit beibehalte, sondern sowieso 🙂


Jetzt wird es schon komplizierter, jetzt sind wir bei den inneren Werten. Und genau die sehe ich als KO-Kriterium! Alles, was du im hier zitierten Absatz niederschreibst, kann ich auch zu 99,999% auf mich anwenden. Und ich hatte auch noch nie eine Freundin. Das ist kein Zufall.
Kann es sein, dass du Sozialphobiker bist? Ich bin es nämlich und so wie du dich beschreibst klingt es schon fast so. Du beschreibst dich als "nicht selbstsicher", also eher schüchtern. Ich habe von Flirten und Daten auch nicht die leiseste Ahnung (ich hatte mich nie getraut und traue mich nachwievor nicht), wobei das sicher auch Übungssache ist. Aber ich persönlich müsste mich stark umstellen, um einer Frau Interesse zu zeigen - diese Umstellung würde mich aber als letzten Depp dastehen lassen, so wie du es schon beschreibst. Nach meinen Recherchen bin ich mir aber sehr sicher: Das ist alles eine Frage des Selbstbewusstseins.
Wie das genau mit einer sozialen Phobie bei mir ist, kann ich nicht so klar auf Anhieb sagen...sind die Übergänge da nicht sowieso fließend? Also, ich habe in jedem Fall Probleme im sozialen Bereich. Ich bin sehr zurückhaltend und hatte schon immer enorme Schwierigkeiten Kontakte zu knüpfen. Kommunikation ist wie gesagt alles andere als meine Stärke. In Gesprächen bin ich meist verstockt, was sich in der Regel nur legt, wenn ich die Personen etwas länger kenne (und das kommt dann wiederum auf die Personen an). Intuitives Verständnis von Körpersprache und Mimik fällt mir wie gesagt schwer. Ich fühle mich in einigen Situationen auch unwohl und unsicher, wenn ich in der Gegenwart von fremden bzw. wenig vertrauten Menschen bin.
Um es mal so zu sagen: Erst nach ein paar Bierchen bin ich ungefähr auf der Geselligkeits- und Selbstsicherheitsstufe wie ein durchschnittlicher nüchterner Mensch.

Wie einer der Vorposter bereits geschrieben hat: Schüchternheit ist wegtrainierbar, spricht Selbstsicherheit ist antrainierbar. Deswegen fange ich im August eine Therapie gegen meine soziale Phobie an. Ich sehe das als letzten Ausweg und kann dir auch leider nur das als Tipp mit auf den Weg geben. Inwieweit dir das hilft weiß ich nicht, aber wenn die Schüchternheit weg ist, hat man es sicherlich sehr viel leichter. Alles Andere im Flirt-/Dating-Prozess ist meiner Meinung nach Routine, die man sich dann eben antrainieren muss, indem man auf Frauen zugeht und mit ihnen flirtet. Also wie gesagt: Ich sehe dein Hauptproblem in der Schüchternheit. Und zumindest ich sehe für mich in einer Therapie den letzten Ausweg, vielleicht solltest du diesen Weg auch einschlagen. Auch wenn es lästig ist.🙁
Danke auch für den Ratschlag. Ich hoffe, dass ich das mit der Selbstsicherheit mal in den Griff kriege. Du meinst, das das momentan so eine Hemmschwelle ist, die dich/uns von weiteren Schritten abhält, richtig?
Was du als "Routine" bezeichnest, da ist sicherlich was dran. Manches kann man sich wahrscheinlich nur durch ausprobieren mühsam aneignen. Wobei ich aber immer doch das Gefühl habe, dass bei mir so ein grundsätzliches Verständnis und Gespür für das richtige Vorgehen zu fehlen scheint, sodass ich gar nicht erst in die Situationen gekommen bin, in denen ich mich hätte ausprobieren können. Und ich bin mir nicht sicher, ob das echt nur an meiner Schüchternheit gelegen hat.
Wie auch immer, bei diesem Weg werden wir vermutlich ein paar Mal aufs Maul falllen. Aber wenn man spät dran ist wie wir, muss man es wohl auf die harte Tour lernen 😀


Bei einem ONS wird es schon komplizierter. Natürlich ist auch dort die Schüchternheit die große Barriere. Bezüglich deines Äußeren: Ich weiß jetzt nicht, wie du aussiehst, aber bei einem ONS wird natürlich viel mehr auf das Aussehen geguckt. Da kann man auch richtig viel Pech haben, wenn man nicht allzu attraktiv ist. Da ich meine Unschuld nicht mit einem ONS verlieren möchte (mal davon abgesehen dass ich wegen meines Bierbauches ohnehin keine Chance auf einen ONS hätte), habe ich dazu jetzt nicht allzu viel recherchiert, aber auch dort liegt der Kern für mich in der Schüchternheit, dann kommt das Aussehen.
Der Punkt Aussehen spielt mir natürlich absolut nicht in die Karten, dafür arbeitet der Faktor Alkohol eindeutig für mich 😀 Sollte ich den Dreh in Zukunft jeodch irgendwann raushaben und mir eines Abend gegebenfalls noch eine ebenfalls sexuell frustierte, alkoholisierte Dame begegnen, wäre das ja möglicherweise ein guter Anfang 😉
Aber das ist alles Zukunftsmusik, erst mal muss ich auf dem Teppich bleiben.


Bezüglich der Bewertung von Gestik und Mimik: Dieses Problem habe ich auch, weiß aber nicht wieso. Vielleicht ist das eine Fähigkeit, die manche haben und manche nicht... keine Ahnung. Aber ich konnte Mimik und Gestik nie deuten, bis heute nicht.
Vielleicht hat das etwas mit der Erziehung/Sozialisation in der frühen Kindheit zu tun? Aber da kann ich jetzt auch nur spekulieren.


Was vielleicht auch noch was für dich wäre: Eine Singlebörse im Internet. Eigentlich geradezu prädestiniert für schüchterne Leute. Ich nutze solche Portale übergangsweise, bis ich mich im echten Leben auf die Frauen zubewegen kann.
Ich kann nicht wirklich sagen wieso, aber irgendwie bin ich bezüglich solcher Portale immer noch ziemlich skeptisch, obwohl diese Singlebörsen mittlerweile ja längst salonfähig geworden sind.


Ich denke du siehst das schon richtig. Ich hab mich in der Pubertät auch immer zurückgehalten (bzw. tue es noch immer), weil ich dachte, dass die Frauen eher auf den schüchternen, ehrlichen, selbstkritischen Typ Mann stehen. Ein großes Irrtum. Gut, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber wo findet man diese Ausnahmen?? Aber ich würde nicht sagen, dass es aussichtlos ist, man kann auch trotz der "Versäumnisse" in der Pubertät später eine gesunde Beziehung führen, da bin ich mir sicher. Aber dass es ohne jegliche Erfahrung in der Pubertät später umso schwieriger wird, ist auch klar.
Das macht mir Hoffnung. Und die kann ich gerade gut gebrauchen 😉
Deine weiteren Tipps werd ich auch im Hinterkopf behalten.

Gruß auch von mir!
 

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